Ausbildung als Beamter - Auswärtiger Dienst (2. QE)
Beamte und Beamtinnen im mittleren Auswärtigen Dienst haben hauptsächlich Aufgaben in der Aktenverwaltung. Als Registratoren sind sie verantwortlich, dass der umfangreiche Schriftverkehr des Auswärtigen Amts und der Auslandsvertretungen sinnvoll organisiert ist und die Vorgänge leicht wiedergefunden werden können. An den Auslandsvertretungen übernehmen sie zusätzlich als Zahlstellenverwalter oder Zahlstellenverwalterin Aufgaben in der Kassen- und Buchführung der Botschaft oder des Generalkonsulats. Dabei geht es um die Verwaltung von großen Geldbeträgen, angefangen von Telefonrechnungen bis hin zu umfangreichen Bauprojekten, von projektbezogenen Ausgaben für kulturelle Aktivitäten bis hin zu Staatsbesuchen und Delegationsreisen. Als Bürosachbearbeiter oder Bürosachbearbeiterin beschaffen Beamte und Beamtinnen im mittleren Auswärtigen Dienst in der internen Verwaltung Arbeitsmaterialien, organisieren den Fuhrpark und kümmern sich in der Liegenschaftsverwaltung um die Ausstattung der Dienstgebäude. Sie können auch in der Rechts- und Konsularabteilung eingesetzt werden. In der Pass- und Visastelle helfen sie deutschen Touristen in Notlagen und treffen Entscheidungen darüber, ob gemäß den geltenden Rechtsvorschriften ein Visum erteilt oder ein deutscher Reisepass ausgestellt werden kann.
Ausbildungsdetails
| Ausbildungsdauer | 2 Jahre |
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Ausbildungsgehalt als Beamter - Auswärtiger Dienst (2. QE)
Für die Ausbildung wird ein mittlerer Bildungsabschluss erwartet.
(Abweichungen möglich, Stand: 01. April 2022, Quelle: dbb beamtenbund)
Interessante Schulfächer
Deutsch
(z.B. um Abschließen des Schriftverkehrs)
Mathematik
(z.B. für die Aufgaben bei der Kassen- und Buchführung)
Sozialkunde
(z.B. für das Verständnis von globalen Beziehungen)
Fremdsprachen
(z.B. bei der Korrespondenz von Projekten)
Was man in der Ausbildung als Beamter - Auswärtiger Dienst (2. QE) lernt
Die Ausbildung zum Beamten im Auswärtigen Dienst (mittlerer Dienst) ist darauf ausgerichtet, die angehenden Beamtinnen und Beamten auf ihre Verantwortung im demokratischen und sozialen Rechtsstaat vorzubereiten und die Bedeutung einer stabilen, gesetzestreuen Verwaltung für die freiheitliche demokratische Grundordnung hervorzuheben. Die Ausbildung führt zur Berufsbefähigung und vermittelt den Teilnehmern die theoretischen und berufspraktischen Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben in ihrer Laufbahn benötigen. Im Rahmen der Ausbildung werden die Bedeutung und Auswirkungen des europäischen Einigungsprozesses berücksichtigt, und den Auszubildenden werden europarelevante Kenntnisse vermittelt. Sie lernen, wie sie sich in einem europäischen Kontext bewegen und mit europäischen Institutionen und Partnern kommunizieren können. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Ausbildung ist die Entwicklung von Kommunikations- und Zusammenarbeitsfähigkeiten. Die angehenden Beamten lernen, effektiv zu kommunizieren und in multidisziplinären Teams zusammenzuarbeiten, um komplexe Probleme zu lösen und gemeinsame Ziele zu erreichen. Die Ausbildung fördert auch die Fähigkeit zur kritischen Überprüfung des eigenen Handelns. Die Auszubildenden lernen, ihr eigenes Handeln zu reflektieren und zu analysieren, um Verbesserungspotenziale zu erkennen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Erlernen von selbständigem und wirtschaftlichem Handeln. Die angehenden Beamten werden darin geschult, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen und Ressourcen effizient zu nutzen, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Des Weiteren werden soziale und interkulturelle Kompetenzen gefördert. Die Auszubildenden lernen, respektvoll mit Menschen aus verschiedenen kulturellen Hintergründen umzugehen und sich in unterschiedlichen sozialen Kontexten angemessen zu verhalten. Ein integraler Bestandteil der Ausbildung ist auch die Eigenständige Weiterbildung. Die angehenden Beamten werden dazu ermutigt, lebenslang zu lernen und sich kontinuierlich weiterzubilden, um mit den sich ständig verändernden Anforderungen ihres Berufslebens Schritt zu halten und ihre berufliche Entwicklung voranzutreiben. Insgesamt bietet die Ausbildung zum Beamten im Auswärtigen Dienst (mittlerer Dienst) eine umfassende Vorbereitung auf die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen im diplomatischen Dienst sowie in anderen Tätigkeitsbereichen des öffentlichen Dienstes.
Tipps für Bewerber als Beamter - Auswärtiger Dienst (2. QE)
Bewerbung
Als Beamter/in im Auswärtigen Dienst (mittlerer Dienst) vertrittst du Deutschland im Ausland – an Botschaften, Konsulaten oder in der Zentrale des Auswärtigen Amts. Du arbeitest in Verwaltung, Organisation und Service, unterstützt Bürgerinnen und Bürger und lernst andere Kulturen kennen. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du verantwortungsbewusst, weltoffen und zuverlässig bist.
- Interesse an internationalen Themen zeigen: Schreib, dass dich fremde Länder, Sprachen und Politik faszinieren.
- Verantwortungsbewusstsein betonen: Du vertrittst Deutschland – Sorgfalt, Neutralität und Diskretion sind unverzichtbar.
- Flexibilität hervorheben: Du musst bereit sein, regelmäßig den Einsatzort zu wechseln – das zeigt Offenheit und Anpassungsfähigkeit.
- Teamfähigkeit erwähnen: In Botschaften und Konsulaten arbeitest du eng mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Ländern zusammen.
- Tipp: Wenn du Fremdsprachen sprichst, reiselustig bist oder interkulturelle Erfahrungen gesammelt hast, erwähne das unbedingt.
Kleidung für das Gespräch
Im Auswärtigen Dienst steht ein gepflegtes, respektvolles Auftreten im Mittelpunkt – du repräsentierst dein Land.
- Seriös und ordentlich: Stoffhose oder Rock mit Hemd, Bluse oder Sakko wirken professionell.
- Saubere, dezente Kleidung: Keine grellen Farben, keine auffälligen Muster – lieber schlicht und elegant.
- Gepflegtes Erscheinungsbild: Achte auf Frisur, Hände und Schuhe – das zeigt Respekt und Stilbewusstsein.
- Körpersprache: Freundlich, ruhig und sicher – du sollst souverän, aber nicht steif wirken.
- Ziel: Du sollst zeigen, dass du höflich, verantwortungsvoll und repräsentativ auftreten kannst.
Mögliche Fragen im Gespräch
Im Gespräch möchte das Auswärtige Amt wissen, ob du die nötige Reife, Weltoffenheit und Belastbarkeit für den Dienst im In- und Ausland mitbringst.
- „Warum möchtest du im Auswärtigen Dienst arbeiten?“
- „Was reizt dich daran, im Ausland eingesetzt zu werden?“
- „Wie gehst du mit neuen Kulturen und ungewohnten Situationen um?“
- „Wie wichtig ist dir Teamarbeit in einem internationalen Umfeld?“
- „Wie reagierst du, wenn du in einer stressigen oder ungewohnten Situation bist?“
- „Welche Fremdsprachen sprichst du, und wie sicher fühlst du dich darin?“
Tipp: Denk an Erlebnisse, bei denen du Offenheit, Anpassungsfähigkeit oder Verantwortungsbewusstsein gezeigt hast – das sind Schlüsselqualitäten für diesen Beruf.
Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst
Wenn du am Ende gefragt wirst, ob du noch Fragen hast, nutze die Gelegenheit, um Interesse und Engagement zu zeigen.
- „Wie ist die Ausbildung im mittleren Auswärtigen Dienst aufgebaut?“
- „Wie oft und für wie lange wird man im Ausland eingesetzt?“
- „Welche Länder oder Aufgabenbereiche sind typische Einsatzorte für Berufsanfänger?“
- „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es im Laufe der Karriere?“
- „Wie unterstützt das Auswärtige Amt neue Mitarbeiter beim Umzug ins Ausland?“
- „Wie sind die Aufstiegschancen im mittleren Dienst?“
Tipp: Frag nach den internationalen Einsätzen oder Sprachkursen – das zeigt, dass du dir bewusst bist, wie vielfältig und verantwortungsvoll der Beruf ist.
Mögliche Karrierechancen als Beamter - Auswärtiger Dienst (2. QE)
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Beamter - Auswärtiger Dienst (gehobener Dienst)
Aufstieg höhere Laufbahn
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Politikwissenschaft (Studium)
Studium
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Öffentliches Recht (Studium)
Studium
Vorteile des Berufs Beamter - Auswärtiger Dienst (2. QE)
Internationale Arbeitsumgebung
Beamte im mittleren Auswärtigen Dienst arbeiten an deutschen Botschaften, Konsulaten und Vertretungen weltweit. Diese internationale Tätigkeit ermöglicht ein tiefes Eintauchen in verschiedene Kulturen und Sprachen.
Vielfältige Aufgabenfelder
Zu den Hauptaufgaben gehören konsularische Dienstleistungen, wie die Bearbeitung von Visa-Anträgen, Hilfeleistung für deutsche Staatsbürger im Ausland und administrative Unterstützung. Die Tätigkeiten sind vielseitig und erfordern ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.
Sicherer Arbeitsplatz und Beamtenstatus
Als Beamter genießen Sie im mittleren Auswärtigen Dienst Job-Sicherheit, regelmäßige Einkünfte und soziale Leistungen, die mit dem Beamtenstatus einhergehen.
Diplomatischer Status
In vielen Fällen genießen die Beamten und ihre Familien im Ausland diplomatischen Status, der mit verschiedenen Privilegien und Immunitäten verbunden ist.
Teamarbeit und Netzwerkbildung
Die Arbeit im Auswärtigen Dienst erfolgt in internationalen Teams und bietet zahlreiche Gelegenheiten zur Netzwerkbildung mit Kollegen und Vertretern aus aller Welt.
Beitrag zu internationalen Beziehungen
Beamte im Auswärtigen Dienst leisten einen direkten Beitrag zur Pflege und Entwicklung der internationalen Beziehungen Deutschlands.
Regelmäßige Versetzungen
Die regelmäßigen Versetzungen an verschiedene Standorte weltweit bieten Abwechslung und die Möglichkeit, viele Teile der Welt kennenzulernen.
Herausforderungen und Verantwortung
Die Arbeit kann herausfordernd sein, da sie schnelle Anpassungen an neue Umgebungen und Situationen erfordert. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit, in kritischen Situationen Verantwortung zu übernehmen.
Häufige Fragen zum Ausbildungsberuf Beamter - Auswärtiger Dienst (2. QE)
Mögliche Digitalisierungen als Beamter - Auswärtiger Dienst (2. QE)
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Bürgerkonto / KM-eGovCenter
Überprüfen von Aktivitäten und Daten in Bürgerkonten sowie Entgegennahme von Anträgen über digitale Konten.
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E-Akte
Digitale Verwaltung und Archivierung behördlichen Schriftguts.
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Video-Ident-Verfahren
Das Video-Ident-Verfahren zur Identifizierung bei elektronischen Auskunftsersuchen anwenden.
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Formularmanagementsysteme
Digitale Entgegennahme, Bearbeitung und Archivierung von Formularen zur Liegenschaftsverwaltung.
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Digitales Dokumentenmanagement - DMS
Digitales Anlegen, Verwalten und Übermitteln von Daten aus Rechts- und Verwaltungsvorgängen.