Ausbildung als Beamter - Wetterdienst (2.QE)
Beamte und Beamtinnen im mittleren Wetterdienst sind für die Bereitstellung der Arbeitsunterlagen für die Dienstleistungen des amtlichen Wetterdienstes zuständig. Ihre Aufgaben umfassen hauptsächlich Tätigkeiten in der Wetterbeobachtung und Informationstechnik sowie Assistenztätigkeiten im Vorhersage-, Warn- und Klimadienst. Sie beobachten Wettererscheinungen, messen verschiedene Wetterelemente wie Niederschlagsmenge, Luftdruck, -temperatur und -feuchtigkeit, kontrollieren die Messwerte digitaler Messsysteme, werten sie aus und bereiten sie an IT-Anlagen so auf, dass daraus Wettervorhersagen und amtliche Wetterwarnungen erstellt werden können. Die Wettermeldungen werden verschlüsselt an Wetterämter gesendet, gesammelt und auch auf internationaler Ebene ausgetausch.
Je nachdem, für welchen Bereich die Auswertung erfolgt, sind verschiedene Aspekte wichtig. Die Bau- oder Landwirtschaft benötigen beispielsweise andere Informationen oder eine andere Form der Datenaufbereitung als Bereiche wie der Straßenwetterbericht oder die Medizinmeteorologie, wo es darum geht, auf wetterbedingte Gesundheitsrisiken hinzuweisen. In Flugwetterwarten und im Seewetteramt liegt der Schwerpunkt auf der meteorologischen Sicherung der See- und Luftfahrt.
Zusätzlich dazu messen und überwachen Beamte und Beamtinnen im mittleren Wetterdienst den Grad radioaktiver Spurenstoffe in der Atmosphäre und bereiten die Ergebnisse für Beratungsunterlagen und Gutachten auf.
Persönliche Interessen
Ausbildungsdetails
| Ausbildungsdauer | 2 Jahre |
|---|
Ausbildungsgehalt als Beamter - Wetterdienst (2.QE)
Für die Ausbildung wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt.
(Abweichungen möglich, Stand: 01. April 2022, Quelle: ddb beamtenbund)
Interessante Schulfächer
Physik
(z.B. zur Messung und Analyse von Parametern wie Luftdruck, Feuchtigkeit und Temperatur)
Mathematik
(z.B. für die Berechnung von Wetterdaten)
Geografie / Erdkunde
(z.B. um klimatische Zusammenhänge der Erdteile zu verstehen)
Was man in der Ausbildung als Beamter - Wetterdienst (2.QE) lernt
Die Ausbildung zum Beamten im mittleren Dienst des Wetterdienstes ist darauf ausgerichtet, den Anwärterinnen und Anwärtern die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, um ihre Aufgaben im Wetterdienst des Bundes erfolgreich ausführen zu können. Die Ausbildung gliedert sich in eine fachtheoretische und eine berufspraktische Phase. Während der fachtheoretischen Ausbildung, die in der Regel acht Monate dauert und in Form von Ausbildungslehrgängen durchgeführt wird, werden den Anwärterinnen und Anwärtern die theoretischen Grundlagen vermittelt. Dazu gehören allgemeine Grundlagen des Wetterfachdienstes, fachspezifische Themenbereiche, Rechtsgrundlagen in der Praxis, Informationstechnik sowie fachspezifisches Englisch. Diese Ausbildungsinhalte bilden das Fundament für das Verständnis der Wetterphänomene und die Durchführung meteorologischer Aufgaben. Die berufspraktische Ausbildung erfolgt in Schulungseinrichtungen und Dienststellen des Deutschen Wetterdienstes und der Bundeswehr. Während dieser Phase sollen die Anwärterinnen und Anwärter die wesentlichen Aufgaben des mittleren Wetterdienstes unter Anleitung oder auch selbständig übernehmen. Dazu gehören Tätigkeiten im Wetterfachdienst, im Datendienst und im Betriebsdienst.
Am Ende jedes Ausbildungsabschnitts erstellt die oder der Ausbildungsbeauftragte eine dienstliche Bewertung für jede Anwärterin und jeden Anwärter. Diese Bewertung enthält eine Einschätzung des Ausbildungserfolgs, Rangpunkte, eine entsprechende Note sowie Angaben zu Leistungs-, Eignungs- und Befähigungsmerkmalen sowie zur Dauer und Unterbrechungen der Ausbildung. Die Bewertung wird mit den Anwärterinnen und Anwärtern besprochen, um etwaige Entwicklungsbereiche zu identifizieren und weitergehende Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbildung zu erörtern. Insgesamt bietet die Ausbildung zum Beamten im mittleren Dienst des Wetterdienstes eine fundierte Vorbereitung auf die vielfältigen und anspruchsvollen Aufgaben im Bereich der Meteorologie und des Wetterdienstes.
Tipps für Bewerber als Beamter - Wetterdienst (2.QE)
Bewerbung
Als Beamter/in im mittleren Dienst beim Deutschen Wetterdienst sorgst du dafür, dass Wetterdaten erfasst, analysiert und verständlich aufbereitet werden. Du arbeitest an Messstationen, in Wetterwarten oder in der Verwaltung und hilfst mit, verlässliche Wetterprognosen und Klimadaten zu liefern. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du naturwissenschaftlich interessiert, verantwortungsbewusst und sorgfältig arbeitest.
- Naturwissenschaftliches Interesse betonen: Schreib, dass dich Wetter, Klima und technische Messungen faszinieren.
- Sorgfalt und Genauigkeit hervorheben: Du arbeitest mit sensiblen Daten – Präzision ist entscheidend für richtige Prognosen.
- Verantwortungsbewusstsein zeigen: Deine Arbeit kann Auswirkungen auf Verkehr, Landwirtschaft oder Katastrophenschutz haben.
- Teamarbeit erwähnen: Du arbeitest mit Meteorologinnen, Technikern und Verwaltungspersonal zusammen – Zusammenarbeit ist wichtig.
- Tipp: Wenn du dich für Naturwissenschaften, Technik oder Umwelt interessierst oder ein Praktikum im naturwissenschaftlichen Bereich gemacht hast, erwähne das.
Kleidung für das Gespräch
Beim Wetterdienst zählt ein gepflegtes, sachliches Auftreten – du arbeitest im öffentlichen Dienst und stehst für Präzision und Zuverlässigkeit.
- Schlicht und ordentlich: Stoffhose oder Jeans mit Hemd, Bluse oder Pullover wirken angemessen.
- Dezent und gepflegt: Kein Anzug nötig – lieber ordentlich und natürlich als übertrieben formell.
- Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Kleidung und ruhiges Auftreten zeigen, dass du verantwortungsbewusst bist.
- Körpersprache: Freundlich, aufmerksam und ruhig – so wirkst du konzentriert und zuverlässig.
- Ziel: Du sollst zeigen, dass du strukturiert, genau und naturwissenschaftlich interessiert bist.
Mögliche Fragen im Gespräch
Im Gespräch möchte der Arbeitgeber wissen, ob du dich für Naturwissenschaften interessierst, zuverlässig arbeitest und sorgfältig mit Technik umgehen kannst.
- „Warum möchten Sie beim Deutschen Wetterdienst arbeiten?“
- „Was interessiert Sie an Wetter, Klima oder Messungen?“
- „Wie wichtig ist Ihnen Genauigkeit bei technischen Aufgaben?“
- „Wie gehen Sie mit Verantwortung um, wenn Ihre Arbeit Einfluss auf andere Bereiche hat?“
- „Wie bleiben Sie konzentriert, wenn Sie über längere Zeit Daten erfassen?“
- „Wie wichtig ist Teamarbeit für Sie in einem technischen Umfeld?“
Tipp: Denk an Situationen, in denen du genau beobachtet, technisch gearbeitet oder mit Naturwissenschaften zu tun hattest – das zeigt, dass du gut zum Wetterdienst passt.
Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst
Wenn du am Ende gefragt wirst, ob du noch Fragen hast, kannst du mit durchdachten Fragen echtes Interesse zeigen.
- „Wie ist die Ausbildung beim Deutschen Wetterdienst aufgebaut?“
- „Welche Stationen oder Bereiche lernt man während der Ausbildung kennen?“
- „Welche technischen Geräte oder Systeme werden im Alltag genutzt?“
- „Wie oft ist man im Außendienst oder an Messstationen eingesetzt?“
- „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?“
- „Wie sehen die Chancen auf Übernahme nach der Ausbildung aus?“
Tipp: Frag nach Technik, Ausbildung oder den Aufgaben an Messstationen – das zeigt, dass du dich wirklich für Wetter, Klima und die Arbeit hinter den Prognosen interessierst.
Mögliche Karrierechancen als Beamter - Wetterdienst (2.QE)
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Beamter - Wetterdienst (gehobener Dienst)
Aufstieg höhere Laufbahn
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Geophysik (Studium)
Studium
-
Meteorologie (Studium)
Studium
Vorteile des Berufs Beamter - Wetterdienst (2.QE)
Wichtige Rolle in der Meteorologie
Beamte im mittleren Dienst beim Wetterdienst tragen dazu bei, präzise Wetterdaten zu sammeln, zu analysieren und vorherzusagen, was für viele Bereiche wie Landwirtschaft, Luftfahrt, Schifffahrt und Tourismus von Bedeutung ist.
Technische Fähigkeiten
Die Arbeit erfordert den Umgang mit spezialisierten meteorologischen Instrumenten und Technologien sowie die Fähigkeit, Wettermodelle zu interpretieren und vorherzusagen.
Beitrag zum Umweltschutz und zur Sicherheit
Durch ihre Arbeit helfen Beamte im Wetterdienst, natürliche Katastrophen vorherzusagen und zu mildern und tragen somit zum Schutz von Leben und Eigentum bei.
Öffentlicher Dienst und Beamtenstatus
Wie andere Beamtenlaufbahnen bietet auch der mittlere Dienst beim Wetterdienst Sicherheit, regelmäßige Einkünfte und soziale Leistungen.
Teamarbeit und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Die Arbeit erfolgt oft im Team und kann die Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen und staatlichen Einrichtungen umfassen.
Internationale Bedeutung
Wetterphänomene sind global, daher kann die Arbeit beim Wetterdienst auch internationale Zusammenarbeit und den Austausch mit meteorologischen Diensten anderer Länder beinhalten.
Gesellschaftliche Relevanz
Die von den Wetterdiensten bereitgestellten Informationen sind für die Allgemeinheit von großer Bedeutung und tragen dazu bei, das öffentliche Bewusstsein und Verständnis für Wetter- und Klimaphänomene zu erhöhen.
Herausforderungen und Verantwortung
Die Tätigkeit kann anspruchsvoll sein, da schnelle und genaue Vorhersagen oft unter Zeitdruck erstellt werden müssen, besonders bei extremen Wetterbedingungen.
Vielfältige Arbeitsumgebungen
Die Arbeit kann in Wetterstationen, Büros und sogar in Außeneinsätzen unter verschiedenen klimatischen Bedingungen stattfinden.
Mögliche Digitalisierungen als Beamter - Wetterdienst (2.QE)
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Content Automation
Automatisierte Erstellung von Texten für Wettervorhersagedienste.
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Gefahren-Management-Systeme - GMS
Aufbereiten und Bereitstellen von Wetterdaten für GMS.
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Geoinformationssysteme
Digitale Erfassung, Analyse und Bereitstellung von Geodaten.
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Bilderkennung
Verwendung von automatisierten Systemen zur Analyse von Luftbildern.
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Video-Ident-Verfahren
Durch die Verwendung von Videoidentifizierungsverfahren bei elektronischen Auskunftsersuchen.
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Drohnentechnik
Messdaten in der Atmosphäre mit Drohnen erheben.
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Digitale Topografische Karten - DTK
Verwendung digitaler Karten, um die Standorte von Wetterstationen zu planen.
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E-Akte
Verwaltung und Archivierung von behördlichem Schriftgut im Internet.
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Sensorik
Einsetzen von Sensoren zur Erfassung von Wetterdaten.
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Vernetzte Labor- und Analyse-Geräte
Verwendung von intelligenter Analysesysteme und Auswertung der Messwerte.
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Messdiagramme und Statistiken digital erfassen, verwalten und senden.
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