Förderlehrkraft (m/w/d)

Soziales, Pädagogik
Abbildung Frau hockt neben Schülerin und erklärt ihr etwas in einem Buch

Ausbildung als Förderlehrkraft

Sie sind eine Besonderheit im Schulsystem, die es nur in Bayern gibt: Förderlehrkräfte. An Grund- und Mittelschulen sowie Förderzentren sollen durch ihren Einsatz die Unterschiede zwischen den Schülern und Schülerinnen bezüglich Lerngeschichte, Lernweg, Fähigkeit und Lernziel mittels individualisierender Maßnahmen ausgeglichen werden. Zu den Hauptaufgaben gehören die Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache als Zweitsprache, die Aneignung mathematischer Fähigkeiten, die Entwicklung der Lernfähigkeit und der allgemeinen Persönlichkeitsbildung. Zudem gestalten sie das Schulleben mit, leiten Arbeitsgemeinschaften (z.B. Schülerbücherei, Streitschlichter), organisieren bzw. gestalten Gemeinschaftsveranstaltungen an der Schule und wirken an Schullandheimaufenthalten und Projekttagen mit.

Alles für die Ausbildung als Förderlehrkraft https://www.youtube-nocookie.com/embed/R4KTvCBUHxo An dieser Stelle sind Inhalte vom externen Anbieter (https://www.youtube-nocookie.com/) vorgesehen. Wir weisen darauf hin, dass die Inhalte und die Verarbeitung Ihrer Daten bei Klicken auf diesen Link außerhalb des Verantwortungsbereichs von ausbildungskompass.de liegen und möglicherweise nicht mehr dem Schutzbereich der Datenschutzgrundverordnung unterliegen.

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Förderlehrkraft

Der schulische Teil der Ausbildung wird nicht vergütet. Die Ausbildung dauert 3 Jahre (Vollzeit) + 2 Jahre (Vorbereitungsdienst). Vorausgesetzt wird ein mittlerer Bildungsabschluss.

Ausbildungsverkürzung

Bei dieser Ausbildung ist eine Verkürzung nicht möglich.

Weitere Informationen

3 Ausbildungsplätze Förderlehrkraft vorhanden

Benötigte Stärken

Abbildung Erzieherin bringt einem Kind das Schreiben bei

Pädagogische Fähigkeiten

(z.B. zum Beobachten des Lernverhaltens und Diagnostizieren des Förderbedarfs)

Abbildung eine Person tröstet die andere Person und gibt ihr halt mit ihrer Hand

Einfühlungsvermögen

(z.B. beim Eingehen auf die Schüler und beim Unterstützen)

Arbeit eine junge Hand hält eine älter Hand

Freude an der Arbeit mit Menschen

(z.B. beim Anleiten und Motivieren der Schüler)

Abbildung zwei Personen reden auf eine dritte Person mit Megafonen ein

Konfliktfähigkeit

(z.B. beim Umgang mit Kindern mit unterschiedlichen Familienhintergründen)

Abbildung Mann sieht in die Ferne mit verschrenkten Armen hinter dem Kopf

Reflexionskompetenz

(z.B. um das Verhalten der Schüler bewerten und beurteilen zu können)

Interessante Schulfächer

Deutsch

(z.B. für die Förderung im Deutschunterricht)

Mathematik

(z.B. um Schüler mit Leistungsschwächen in Mathematik zu unterrichten)

Psychologie / Pädagogik

(z.B. für die angemessene Förderung der Schüler)

Wie viel verdient man als Förderlehrkraft

Die Ausbildung zum Förderlehrer erfolgt in der Regel schulisch, weshalb während der Ausbildungszeit kein Gehalt gezahlt wird. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung kannst du jedoch mit einem attraktiven Gehalt in das Berufsleben starten. Das Einstiegsgehalt liegt bei mindestens 3.986 €, im Durchschnitt verdienen Förderlehrer rund 4.701 €. Mit wachsender Erfahrung und zusätzlichen Qualifikationen sind Gehälter von bis zu 5.773 € möglich. Förderlehrer unterstützen Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und leisten einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit im Bildungssystem. Trotz der unvergüteten Ausbildungszeit lohnt sich die Investition in diesen Beruf aufgrund der langfristigen beruflichen Perspektiven und der Möglichkeit, einen sinnvollen Beitrag zur Entwicklung junger Menschen zu leisten.

Tipps für Bewerber als Förderlehrkraft

Bewerbung

Als Förderlehrer/in unterstützt du Kinder und Jugendliche, die beim Lernen besondere Hilfe brauchen. Du arbeitest eng mit Regelschullehrkräften zusammen, förderst gezielt Stärken und hilfst, Lernschwierigkeiten zu überwinden. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du geduldig, empathisch und engagiert bist.

  •     Einfühlungsvermögen betonen: Du arbeitest mit Schülern, die individuelle Unterstützung brauchen – Verständnis und Geduld sind entscheidend.
  •     Pädagogisches Interesse: Du musst Lernprozesse begleiten und fördern – Freude am Unterrichten ist wichtig.
  •     Kommunikationsfähigkeit: Du tauschst dich mit Eltern, Lehrkräften und Schülern aus – klare und freundliche Kommunikation zählt.
  •     Organisationstalent: Du planst Förderstunden, beobachtest Lernfortschritte und passt Unterrichtsmethoden an.
  •     Tipp: Wenn du Freude daran hast, anderen zu helfen und Erfolge gemeinsam zu erreichen, erwähne das – es zeigt Herz und Haltung für den Beruf.

Kleidung für das Gespräch

Im schulischen Umfeld zählt ein gepflegtes, sympathisches und natürliches Auftreten – du sollst Vertrauen und Ruhe ausstrahlen.

  •     Schlicht und freundlich: Stoffhose oder Jeans mit Bluse, Hemd oder Pullover – ordentlich, aber nicht steif.
  •     Natürlich und offen: Ein ruhiges, freundliches Auftreten wirkt professionell und nahbar.
  •     Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Kleidung und ein Lächeln wirken überzeugender als Förmlichkeit.
  •     Körpersprache: Ruhig, aufmerksam und empathisch – das vermittelt pädagogische Kompetenz.
  •     Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der Geduld, Verständnis und Freude am Umgang mit Menschen mitbringt.

Mögliche Fragen im Gespräch

Die Schule möchte wissen, ob du empathisch, organisiert und motiviert bist – und ob du dich auf verschiedene Schüler einstellen kannst.

  •     „Warum möchten Sie Förderlehrer/in werden?“
  •     „Wie gehen Sie mit Kindern um, die schnell aufgeben?“
  •     „Wie motivieren Sie Schüler, die wenig Selbstvertrauen haben?“
  •     „Wie wichtig ist Teamarbeit mit anderen Lehrkräften für Sie?“
  •     „Wie reagieren Sie, wenn Lernfortschritte länger dauern?“
  •     „Was bedeutet für Sie Erfolg im pädagogischen Bereich?“

Tipp: Denk an Situationen, in denen du jemandem geholfen, Geduld bewiesen oder ein Ziel gemeinsam erreicht hast – das zeigt pädagogische Stärke.

Fragen, die du dem Betrieb (bzw. der Schule) stellen kannst

Wenn du am Ende gefragt wirst, ob du noch Fragen hast, kannst du mit gezielten Fragen Interesse und Engagement zeigen.

  •     „Wie ist die Ausbildung oder das Referendariat für Förderlehrkräfte aufgebaut?“
  •     „Welche Klassen oder Altersgruppen betreue ich während der Ausbildung?“
  •     „Wie arbeiten Förderlehrer mit Regelschullehrkräften zusammen?“
  •     „Welche Förderbereiche (z. B. Sprache, Mathematik, Verhalten) stehen im Vordergrund?“
  •     „Wie wird der Erfolg der Förderung im Schulalltag überprüft?“
  •     „Welche Möglichkeiten gibt es zur Weiterbildung oder Spezialisierung?“

Tipp: Frag nach Zusammenarbeit, Schwerpunkten und Entwicklung – das zeigt, dass du nicht nur unterrichten, sondern gezielt fördern und begleiten möchtest.
 

Vorteile des Berufs Förderlehrkraft

Spezialisierung auf individuelle Bedürfnisse

Förderlehrer sind auf die Arbeit mit Schülern spezialisiert, die besondere Lernbedürfnisse haben. Dies kann Kinder mit Lernschwierigkeiten, Verhaltensproblemen, körperlichen Behinderungen oder emotionalen Störungen umfassen. Sie entwickeln individuell angepasste Lehrpläne und -methoden, um jedem Schüler bestmöglich zu helfen.

Tiefe pädagogische Beziehungen

Durch die intensive Einzelbetreuung oder die Arbeit in kleinen Gruppen haben Förderlehrer die Möglichkeit, eine tiefere und persönlichere Beziehung zu ihren Schülern aufzubauen. Dies ermöglicht ein besseres Verständnis der individuellen Herausforderungen und Bedürfnisse der Schüler.

Positive Auswirkungen auf das Leben der Schüler

Förderlehrer haben die einzigartige Gelegenheit, einen signifikanten und direkten Einfluss auf das Leben ihrer Schüler zu nehmen. Sie helfen ihnen, Lernbarrieren zu überwinden, Selbstvertrauen zu entwickeln und ihre persönlichen und akademischen Fähigkeiten zu verbessern.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Förderlehrer arbeiten oft eng mit Eltern, Therapeuten, Schulpsychologen und anderen Fachleuten zusammen, um einen umfassenden Unterstützungsplan für jeden Schüler zu entwickeln. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit erweitert das berufliche Netzwerk und erhöht die Wirksamkeit der pädagogischen Bemühungen.

Berufliche Herausforderung und Zufriedenheit

Der Beruf des Förderlehrers kann besonders herausfordernd sein, da er kreative Lösungen und eine individuelle Herangehensweise erfordert. Diese Herausforderungen bieten jedoch auch die Möglichkeit zu großer beruflicher Zufriedenheit, wenn man die Fortschritte und Erfolge der Schüler miterlebt.

Flexibilität in der Unterrichtsgestaltung

Förderlehrer haben oft mehr Freiheit in der Gestaltung ihres Unterrichts und können kreative und innovative Lehrmethoden anwenden, um den Bedürfnissen ihrer Schüler gerecht zu werden.

Vielfältige Arbeitsumfelder

Förderlehrer können in einer Vielzahl von Umgebungen arbeiten, darunter reguläre Schulen, Sonderschulen, Therapiezentren und private Bildungseinrichtungen. Dies bietet eine breite Palette von beruflichen Möglichkeiten und Umgebungen.

Ähnliche Berufe

Abbildung junger Mann schaut sich eine aufgeschlagene Buchseite an
4 Ausbildungsbetriebe

Arbeitserzieher (m/w/d)

2 Jahre Ausbildungsdauer
Freude an der Arbeit mit Menschen Einfühlungsvermögen Pädagogische Fähigkeiten Reflexionskompetenz Geduld

Gymnastiklehrer (m/w/d)

Körperliche Fitness Kommunikationsfähigkeit Pädagogische Fähigkeiten Verantwortungsbewusstsein Kreativität
Abbildung Frau zeigt einem Kind das spielen auf einer Ukulele, weitere Kinder spielen oder lesen
2 Ausbildungsbetriebe

Kinderpflegehelfer (m/w/d)

2 Jahre Ausbildungsdauer
Einfühlungsvermögen Verantwortungsbewusstsein Hauswirtschaftliche Fähigkeit Reflexionskompetenz Beziehungsfähigkeit

Erzieher - Jugend- und Heimerziehung (m/w/d)

3 Jahre Ausbildungsdauer
Freude an der Arbeit mit Menschen Einfühlungsvermögen Kreativität Flexibilität Pädagogische Fähigkeiten Teamfähigkeit
Abbildung ein junge und ein Mädchen auf dem Boden sitzend beim spielen mit Bauklötzen
144 Ausbildungsbetriebe

Erzieher (m/w/d)

4 Jahre Ausbildungsdauer
Einfühlungsvermögen Kommunikationsfähigkeit Kreativität Verantwortungsbewusstsein Geduld Teamfähigkeit Belastbarkeit

Fachlehrer - musisch-technische Fächer (m/w/d)

Pädagogische Fähigkeiten Freude an der Arbeit mit Menschen Einfühlungsvermögen

Musiklehrer (m/w/d)

3 Jahre Ausbildungsdauer
Selbstdisziplin Konzentrationsfähigkeit Einfühlungsvermögen

Mögliche Digitalisierungen als Förderlehrkraft

  • Open Educational Resources - OER

    Frei verfügbare Unterrichtsmaterialien zur Gestaltung des Unterrichts verwenden.

  • Blended Learning

    Bereitstellung von Hausaufgaben und Übungsarbeiten auf Lernplattformen zur Vorbereitung auf den Unterricht.

  • Lernplattformen und -Apps

    Fahrschülern und -schülerinnen zusätzliches Lernmaterial, Aufgaben und Lösungen auf Lernplattformen zur Verfügung stellen.

  • Dokumentenkamera

    Präsentation von hochauflösenden Bildern von Unterrichtsmaterialien mithilfe einer Dokumentenkamera.

  • Game Based Learning

    Gamification-Methoden verwenden um Förderschüler und -schülerinnen zu animieren, bessere Leistungen zu erbringen

  • Digitale Tafel

    Mittels einer digitalen Tafel den Schülern und Schülerinnen Unterrichtsinhalte näher bringen.

  • Digitales Dokumentenmanagement - DMS

    Digitale Verwaltung von Unterrichtsplänen, Stundenplänen und Lernmaterialien.