Orientierungssemester

Wer nach dem Abitur zwar weiß, dass er studieren möchte, aber keine Ahnung hat, welchen Studiengang, für den bietet sich ein Orientierungssemester an. Dass man hierbei oft auch von Orientierungsstudium spricht, liegt daran, dass viele Hochschulen und Universitäten diese Orientierungsphase nicht nur für die Dauer von einem, sondern sogar von zwei Semestern im Programm haben.

Egal für welche Dauer man sich entscheidet: Das Orientierungssemester oder -studium in dem ausgewählten Fachbereich beinhaltet die Teilnahme an Vorlesungen, Seminaren und Exkursionen und teilweise sogar an den Prüfungen. Hinzu kommt, dass einen Mentoren in die Grundzüge des wissenschaftlichen Arbeitens einführen. Da aber jede Hochschule mit einem derartigen Angebot die Ausgestaltung der Orientierungsphase individuell vornimmt, empfiehlt es sich, vorab über die Details zu informieren. Dies gilt auch über bestimmte Zugangsvoraussetzungen, die über das Abitur oder die Fachhochschulreife hinausgehen.

Im Gegensatz zu den meisten Studiengängen an Hochschulen und Universitäten wird für einOrientierungsstudium eine Gebühr verlangt, die je nach Hochschule und Studiengang zwischen 100 und 300 Euro beträgt. Außerdem gut zu wissen: Nicht für jedes Orientierungsstudium wird BAfÖG gewährt, weshalb man sich auch darüber vorher genau erkundigen sollte.

Der große Vorteil eines Orientierungssemesters oder -studium besteht darin: Man kann sich in verschiedenen Studiengängen ausprobieren und dabei die für ein späteres Regelstudium so wichtigen Credit Points sammeln. Wer solche Punkte auf seinem Konto hat, kann sich diese anrechnen lassen, wenn er sich an der gleichen Hochschule für den in der Orientierungsphase gewählten Studiengang entscheidet.