Universität - Fachhochschule

Früher machte es einen ziemlich großen Unterschied, ob man an einer Universität oder einer Fachhochschule (FH) studierte: Die FH war praxisorientiert und auf die Wirtschaft zugeschnitten, die Uni forschungsorientiert und theorielastig. Doch seit der Einführung der Bachelor- und Master-Abschlüsse im Jahr 1999 haben sich die beiden Hochschulformen immer mehr angeglichen. Eines aber hat sich nicht geändert: Um an einer Uni zu studieren, ist noch immer das Abitur erforderlich, während für ein FH-Studium die Fachhochschulreife oder eine Berufsausbildung ausreichen.

Wer sich Uni und FH mittlerweile angeglichen haben, sieht man alleine daran, dass es inzwischen auch an Fachhochschulen möglich ist, seine Doktorarbeit zu schreiben – bisher allerdings nur in Kooperation mit einer Universität. Der Grund: Nach wie vor haben ausschließlich Universitäten das Promotionsrecht.

Ungeachtet dessen gibt es schon noch einige Unterschiede zwischen Uni und FH, vor allem was den Bildungsauftrag betrifft. Da Universitäten den Nachwuchs für die Forschung ausbilden, ist das Studium dort theoretischer; außerdem ist man verstärkt angehalten, selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten. An Fachhochschulen hingegen lassen sich die Inhalte des Studium leichter auf die Arbeitswelt übertragen, und es wird weniger geforscht.