von der Schule direkt in die Uni

Wer gleich nach dem Abitur studieren möchte (und dies auch noch an einer großen Uni), der ist meist überfordert, von dem, was da auf ihn einprasselt. Um darauf vorbereitet zu sein, aber auch um zu erfahren, ob ein Studium wirklich das Richtig für einen ist, bieten die meisten Universitäten und Hochschulen spezielle Schnupperprogramm für Schüler der Oberstufe an. Das Spektrum reicht dabei von Schnuppertagen über die Sommeruniversität bis zum Schülerstudium.

 

1.    Schnuppertag

Wer sich vor allem von der Universität oder Hochschule seiner Wahl, über den Campus und den Alltag während des Studiums ein Bild machen möchte, ist bei einem Schnuppertag am besten aufgehoben. Dabei werden die wichtigsten Basics vermittelt, meist stehen auch Studenten für Fragen zur Verfügung. Manche Unis und Hochschulen bieten auch Girl’s Days und Boy’s Days an, um Mädchen und Jungen auf der einen Seiten die klassischen Studiengänge für die jeweilige Zielgruppe vorzustellen, aber auch Fächer vorzustellen, von denen man nicht für möglich halten würde, dass sie etwas für das andere Geschlecht sein könnten. 

 

2.    Vorlesungsbesuche

Eine gute Gelegenheit, sich einen ersten Eindruck vom Uni-Alltag zu verschaffen, ist auch ein sogenanntes Schnupperstudium. Dabei handelt es sich in der Regel um ganz normale Vorlesungen, die am Samstag oder unter der Woche am Nachmittag stattfinden und sich an niedrige Semester richten, so dass die Schüler dem Inhalt relativ problemlos folgen können. Einige Universitäten haben diese Veranstaltungen im Vorlesungsverzeichnis sogar besonders gekennzeichnet; eine Anmeldung hierfür ist meist nicht erforderlich.

 

3.    Sommeruniversität

Im Rahmen einer Sommeruniversität haben Gymnasiasten der Oberstufe die Gelegenheit, einen ersten Eindruck von einer Universität oder Hochschule zu bekommen. Eine Woche während der Sommerferien erhält man dabei Zutritt zu Hörsälen, Labors und Forschungseinrichtungen, man nimmt an Vorlesungen und Präsentationen in verschiedenen Fächern teil, erhält Informationen zu den verschiedenen Studiengängen und bekommt Kontakt zu Dozenten und Studenten. Und obendrein gibt es meist auch noch eine Studienberatung.

 

4.    Schülerstudium

Besonders begabte und motivierte Schüler aus den gymnasialen Klassenstufen 11 und 12 können an vielen Hochschulen auch ein Schülerstudium in ihrem bevorzugten Studiengang absolvieren. Und das bedeutet: Die Schüler nehmen noch vor dem Abitur an ganz normalen Vorlesungen, Seminaren und Übungen teil und legen auch die dafür erforderlichen Prüfungen ab. Die Schüler bleiben aber zuvorderst Schüler, die erst ihr Abitur bestehen müssen. Und das bedeutet: Die Schule stellt die Schüler für den Besuch der Universität vom Unterricht frei, im Gegenzug verpflichten sich die Schüler, den versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen.

 

Wer sich für eines dieser Varianten interessiert, sollte sich bei der Universität oder Hochschule seiner Wahl informieren, weil die Angebote von Standort zu Standort sehr unterschiedlich sein können.