Gründe für ein Studium

Die meisten, die ihr Abitur in der Tasche haben, wollen danach studieren. Und weil immer mehr Schüler ein Gymnasium besuchen und dort ihren Abschluss machen, gibt es in Deutschland im Augenblick so viele Studenten wie nie zuvor. Und das kommt nicht von ungefähr, denn ein Studium ist für manche Berufe unverzichtbar, für viele andere eröffnet es den Absolventen beste Perspektiven im Job.

 

Folgende Gründe sprechen für ein Studium:

 

1.    Mit Studium zum Traumjob

 

Wer etwa Arzt, Rechtsanwalt oder Lehrer werden möchte, braucht ein Studium – sonst geht da gar nichts, denn ein Quereinstieg oder die Qualifikation über eine bestandene Meisterprüfung sind hier nicht möglich.

Die große Zahl an Akademikern, die nach dem Studium auf den Arbeitsmarkt drängen, hat aber auch einen negativen Nebeneffekt: Für Berufe mit offenem Zugang, wie sie vor allem in der Medienbranche häufig zu finden sind (z.B. Journalist), wird heute oftmals ein abgeschlossenes Studium vorausgesetzt – die Vielzahl an hochqualifizierten Bewerbern erlaubt es den Arbeitgebern, die Messlatte entsprechend hoch zu hängen.

 

 

2.    Mit Studium zur Sicherheit

 

Die Wahrscheinlichkeit, mit einem abgeschlossenen Studium und einer akademischen Graduierung arbeitslos zu werden, ist relativ gering. Im Prinzip herrscht unter den Akademikern die Vollbeschäftigung. Denn: Die Zahl der Stellenangebote für Akademiker ist unvermindert hoch – im IT-Bereich und in den medizinischen Berufen gibt es häufig sogar Engpässe, wenn es darum geht, alle freien Stellen zu besetzen. 

 

Allerdings ist nicht jeder Studiengang gleichbedeutend mit einer Jobgarantie. Besonders exotische Fächer und der Bereich der Geisteswissenschaften bergen die Gefahr, nach der Uni länger einen Job suchen zu müssen. Und ganz wichtig: Sollte das Studium zu theoretisch angelegt sein und nicht ausreichend auf einen Beruf vorbereiten, dann sollte man dieses Defizit auf jeden Fall mit entsprechenden Praktika kompensieren.

 

 

3.    Mit Studium zu mehr Geld

 

Natürlich wird nicht jeder Akademiker automatisch ein Millionär, aber Menschen mit einem Hochschulabschluss verdienen in aller Regel um einiges mehr als jene, die „nur“ auf eine Berufsausbildung verweisen können. So werden Ingenieure oder Betriebswirte meist schon vor ihrem 30. Geburtstag meist mit einem überdurchschnittlichen Gehalt entlohnt. Geisteswissenschaftler müssen sich aber oft länger gedulden, manchmal bleiben sie aber auch unter dem Durchschnitt.

 

4.    Mit Studium zu besseren Chancen

 

Wer mit einem Hochschulabschluss in einer Firma anheuert, der überspringt meistens gleich einige Hierarchiestufen. Das liegt daran, dass viele Leitungsfunktionen vor allem in größeren Unternehmen ein Studium erfordern. 

 

Aber auch wer schon im Beruf steht und sich dann für ein Studium entschließt, hat bessere Chancen auf attraktive Positionen als jemand ohne Hochschulabschluss. Gerade wenn es um Beförderungen geht, wirkt sich das Hochschulzeugnis fast immer als sehr vorteilhaft aus. Und mit den attraktiveren Jobs ist auch ein höheres Gehalt verbunden. So lässt es sich auch verschmerzen, dass die Studenten im Gegensatz zu den Auszubildenden, die sofort ihr eigenes Geld verdienen, erstmals selbst für Studiengebühren, Miete und Lebenshaltungskosten in die Tasche greifen müssen.