Ablauf der Ausbildung

Ausbildung im Betrieb

Im Ausbildungsbetrieb erwirbst du praktische Fähigkeiten und Kenntnisse, die du für deinen Beruf benötigst. Was genau du lernen sollst, ist gesetzlich in einer Ausbildungsordnung vorgeschrieben. Dein Ausbildungsbetrieb muss einen Plan erstellen, wie er dir die Inhalte vermitteln will. Das ist der sogenannte Ausbildungsplan. Am Anfang lernst du zum Beispiel wichtige Werkzeuge und Materialien kennen. Schritt für Schritt werden dir dann schwierigere Aufgaben übertragen. Du lernst vielleicht, wie man eine Maschine repariert oder nimmst telefonische Anfragen von Kunden entgegen.

Berufsschule während der Ausbildung

Für jeden Ausbildungsberuf gibt es einen eigenen Lehrplan für den Berufsschulunterricht. Ziel ist es, dir das theoretische Wissen für deinen Beruf beizubringen. Auch praktisches wird dir in der Berufsschule vermittelt. Du lernst zum Beispiel, technische Zeichnungen zu erstellen. Daneben hast du Unterricht in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Mathematik oder Englisch. Man kann an der Berufsschule auch einen Schulabschluss nachholen oder verbessern. Daneben sind bestimmte Zusatzqualifikationen möglich, zum Beispiel für Fremdsprachen. Für den Unterricht in der Berufsschule muss dich dein Ausbildungsbetrieb freistellen.

Berichtsheft

Während deiner Ausbildung musst du schriftlich festhalten, was du getan und gelernt hast. Diese Nachweise hältst du im sogenannten „Berichtsheft“ oder „Ausbildungsnachweis“ fest. Das Berichtsheft ist ein wichtiges Dokument, das deine täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Tätigkeiten sowie die vermittelten Ausbildungsinhalte dokumentiert. Es dient sowohl dir als auch deinem Ausbilder als Nachweis deiner Fortschritte und als Grundlage für die Prüfungsvorbereitung.

Deine Ausbilder müssen regelmäßig kontrollieren, ob du das Berichtsheft richtig führst. Diese Kontrolle stellt sicher, dass du alle relevanten Inhalte und Tätigkeiten dokumentierst und dass das Berichtsheft vollständig und korrekt ist. Ein gut geführtes Berichtsheft hilft dir dabei, den Überblick über deine Lernfortschritte zu behalten und eventuelle Lücken frühzeitig zu erkennen.

Nur wenn du alle erforderlichen Nachweise im Berichtsheft hast, kannst du zu Prüfungen zugelassen werden. Das Berichtsheft ist ein entscheidendes Kriterium für die Zulassung zur Zwischen- und Abschlussprüfung. Es wird von den Prüfungsausschüssen eingesehen, um sicherzustellen, dass du die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten erworben hast. Deshalb ist es wichtig, dass du das Berichtsheft sorgfältig und regelmäßig führst.

Prüfungen in der Ausbildung

In der Mitte deiner Ausbildungszeit wirst du eine Zwischenprüfung ablegen. Diese dient dazu, deinen aktuellen Wissensstand und die bis dahin erworbenen Fähigkeiten zu überprüfen. Die Ergebnisse der Zwischenprüfung helfen dir und deinem Ausbilder zu erkennen, in welchen Bereichen du möglicherweise noch Defizite hast und wo du dich verbessern kannst. Diese Prüfung ist eine gute Gelegenheit, dich auf die Abschlussprüfung vorzubereiten und zu sehen, wie gut du den bisherigen Stoff verstanden hast.

Abschlussprüfung

Am Ende deiner Ausbildung steht die Abschlussprüfung an. Diese besteht in der Regel aus einem theoretischen und einem praktischen Teil:

  1. Theoretischer Teil: Hier wirst du schriftliche Aufgaben bearbeiten, die sich auf die in der Berufsschule vermittelten Inhalte beziehen. Je nach Beruf kann dieser Teil verschiedene Fächer umfassen, wie z.B. Fachtheorie, Wirtschaft und Sozialkunde.

  2. Praktischer Teil: In diesem Teil der Prüfung musst du zeigen, dass du die praktischen Fertigkeiten deines Berufes beherrschst. Dies kann durch die Durchführung einer Arbeitsaufgabe oder eines Projekts erfolgen, das von den Prüfern bewertet wird.

Um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Vollständig geführtes Berichtsheft: Dein Berichtsheft muss alle notwendigen Nachweise über die während der Ausbildung erlernten Inhalte und Tätigkeiten enthalten. Es wird von den Prüfungsausschüssen überprüft, um sicherzustellen, dass du die Ausbildungsinhalte ordnungsgemäß dokumentiert hast.
  • Regelmäßige Teilnahme am Berufsschulunterricht: Deine Anwesenheit und aktive Teilnahme am Unterricht sind wichtige Voraussetzungen für die Prüfungszulassung.
  • Empfehlung des Ausbildungsbetriebs: Dein Ausbildungsbetrieb muss bestätigen, dass du die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten erworben hast und bereit für die Prüfung bist.

Vorbereitung auf die Prüfungen

Um dich optimal auf die Prüfungen vorzubereiten, solltest du folgende Schritte beachten:

  • Regelmäßige Wiederholung des Lernstoffs: Setze dich regelmäßig mit den Lerninhalten auseinander und wiederhole diese, um sie zu festigen.
  • Übungsaufgaben und Musterprüfungen: Arbeite mit Übungsaufgaben und alten Prüfungsfragen, um ein Gefühl für die Prüfungsformate zu bekommen.
  • Nachhilfe und Lerngruppen: Falls nötig, suche dir Unterstützung durch Nachhilfe oder lerne gemeinsam mit anderen Auszubildenden in einer Lerngruppe.
  • Feedback von Ausbildern: Nutze das Feedback deiner Ausbilder, um Schwächen zu erkennen und gezielt daran zu arbeiten.