Ausbildung als Lacklaborant
Farben machen die Welt nicht nur bunter, sie schützen auch auf vielfältige Weise. Dafür, dass dies von Dauer ist, sorgen die Lacklaboranten und Lacklaborantinnen: Sie sind in Labors zuständig für die Produktentwicklung, Optimierung, Herstellung, Prüfung und Anwendung von Farben, Druckfarben und Lacken. Zu diesem Zweck planen sie Versuche und führen diese auch durch. Um ein neues Produkt herzustellen, prüfen sie die Rohstoffe, die dafür in Frage kommen könnten, sowohl auf Qualität als auch auf Verwendbarkeit. Für neue Beschichtungen, die auf Holz, Metall, Kunststoff oder Mauerwerk haften, entwickeln sie neue Rezepturen, die exakt für den Einsatz auf diesen speziellen Untergründen geeignet sind.
Ausbildungsanfänger in Deutschland
- 75%
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- Hochschulreife 75%
- Mittlerer Bildungsabschluss 25%
- ohne Mittelschulabschluss 1%
- Mittelschulabschluss 1%
- Sonstige 1%
Ausbildungsdetails
| Ausbildungsdauer | 3,5 Jahre |
|---|
Ausbildungsgehalt als Lacklaborant
(Abweichungen möglich, Stand: 01. September 2024, Quelle: (BMAS))
Ausbildungsverkürzung
Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Lacklaborant lässt sich bis auf 2,5 Jahre verkürzen.
Interessante Schulfächer
Chemie
(z.B. für die Prüfung der Beständigkeit von Beschichtungen gegenüber chemischen Einflüssen)
Mathematik
(z.B. für Berechnungen von Materialeinsatz und -verbrauch für die Herstellung von Beschichtungsstoffen)
Physik
(z.B. für die Prüfung der Beständigkeit von Beschichtungen gegenüber physikalischen Einflüssen)
Wie viel verdient man als Lacklaborant
Während der Ausbildung zum Lacklaboranten verdienst du bereits ein attraktives Gehalt, das mit jedem Jahr ansteigt. Im ersten Ausbildungsjahr erhältst du 1.100 € monatlich, im zweiten Jahr steigert sich dein Gehalt auf 1.168 €. Im dritten Jahr verdienst du 1.232 €, und im vierten Jahr steigert sich dein Einkommen auf 1.321 €. Nach erfolgreichem Abschluss deiner Ausbildung erwartet dich ein noch attraktiveres Gehalt. Dein Einstiegsgehalt als Lacklaborant liegt bei mindestens 3.638 € monatlich. Im Durchschnitt verdienen Lacklaboranten etwa 4.404 €, und mit steigender Erfahrung und Qualifikation kannst du bis zu 5.472 € monatlich verdienen. Diese Verdienstmöglichkeiten machen den Beruf des Lacklaboranten zu einer lukrativen Karriereoption mit hervorragenden Zukunftsaussichten.
Was man in der Ausbildung als Lacklaborant lernt
In der Ausbildung zum Lacklaboranten erwerben die Auszubildenden umfangreiche Kenntnisse und Fähigkeiten, die für die Herstellung, Analyse und Anwendung von Beschichtungsstoffen erforderlich sind. Die Auszubildenden lernen, Energieträger effizient einzusetzen und mit Arbeitsgeräten sowie -mitteln sachgerecht umzugehen. Dazu gehört auch die Pflege und Wartung dieser Geräte, um eine stetige Betriebsbereitschaft zu gewährleisten. Sie befassen sich außerdem mit qualitätssichernden Maßnahmen und der Kundenorientierung, um die Anforderungen der Kunden genau zu verstehen und zu erfüllen. Die Auszubildenden erlernen die Bedeutung der Wirtschaftlichkeit im Labor, um kostenbewusst und effizient zu arbeiten. Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist die Arbeitsorganisation und Kommunikation. Die Auszubildenden werden in der Arbeitsplanung geschult, lernen, im Team zu arbeiten, und beschäftigen sich mit der Informationsbeschaffung und Dokumentation. Der Umgang mit Kommunikations- und Informationssystemen, die Messdatenerfassung und -verarbeitung sowie das Anwenden von Fremdsprachen bei Fachaufgaben werden ebenfalls vermittelt. Das Umgehen mit Arbeitsstoffen stellt einen weiteren wesentlichen Ausbildungsbereich dar. Die Auszubildenden setzen sich mit chemischen und physikalischen Methoden auseinander, was die Probenahme und Probenvorbereitung, das Messen physikalischer Größen und Stoffkonstanten sowie diverse Analyseverfahren umfasst. Sie lernen auch, Arbeitsstoffe zu trennen und zu vereinigen.
Ein zentraler Aspekt der Ausbildung ist das Durchführen analytischer Arbeiten an Lackrohstoffen, Halbfabrikaten und Beschichtungsstoffen. Dies beinhaltet physikalische Verfahren zur Bestimmung von Stoffkonstanten und Kennzahlen sowie chemische Verfahren zur Bestimmung verschiedener Kennzahlen. Die Auszubildenden werden außerdem in der Vorbehandlung und Beschichtung von Untergründen sowie im Prüfen von Beschichtungen geschult. Sie lernen, Untergründe für Tests vorzubereiten, Beschichtungsstoffe korrekt aufzutragen und die getrockneten und gehärteten Beschichtungen zu prüfen. Darüber hinaus werden Grundlagen der Herstellung von Beschichtungsstoffen vermittelt. Dies umfasst die verschiedenen Schritte in der Produktion von Lacken und Farben sowie die Sicherheits- und Umweltaspekte, die dabei zu beachten sind. Abschließend lernen die Auszubildenden die Grundlagen zur Formulierung von Beschichtungsstoffen. Dies beinhaltet das Mischen verschiedener Komponenten, um die gewünschten Eigenschaften und Leistungen der Endprodukte zu erzielen. Zusammenfassend bietet die Ausbildung zum Lacklaboranten eine umfassende und vielseitige Grundlage für eine Karriere in der Lack- und Beschichtungsindustrie. Die Auszubildenden erwerben praktische Fähigkeiten und theoretisches Wissen, das sie auf eine Vielzahl von Herausforderungen in diesem Fachbereich vorbereitet.
Tipps für Bewerber als Lacklaborant
Bewerbung
Als Lacklaborant/in entwickelst, prüfst und verbesserst du Lacke, Farben und Beschichtungen für Autos, Möbel, Maschinen oder Alltagsprodukte. Du arbeitest im Labor, mischst chemische Substanzen, führst Tests zur Farbwirkung, Haftung und Umweltverträglichkeit durch und dokumentierst deine Ergebnisse. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du naturwissenschaftlich interessiert, sorgfältig und verantwortungsbewusst bist.
- Interesse an Chemie und Physik: Du arbeitest mit Stoffen, Formeln und Reaktionen – Verständnis ist wichtig.
- Sorgfalt und Genauigkeit: Kleine Abweichungen können große Unterschiede machen.
- Verantwortungsbewusstsein: Sicherheit und Umweltschutz spielen im Labor eine große Rolle.
- Teamfähigkeit: Du arbeitest mit Chemikern, Technikern und Ingenieuren zusammen.
- Neugier und Lernbereitschaft: Forschung und Entwicklung verändern sich ständig – du musst mitdenken.
Tipp: Wenn du gerne experimentierst, Interesse an Farben und chemischen Prozessen hast und genau arbeitest, erwähne das in deiner Bewerbung – es zeigt, dass du für diesen Beruf bestens geeignet bist.
Kleidung für das Gespräch
Im Laborbereich zählt ein gepflegtes, sachliches und professionelles Auftreten. Du sollst zeigen, dass du sorgfältig, konzentriert und verantwortungsbewusst arbeitest.
- Schlichte, ordentliche Kleidung: Stoffhose oder Jeans mit Hemd, Bluse oder Pullover – sauber und dezent.
- Dezente Farben: Grau, Blau, Weiß oder Pastelltöne wirken ruhig und professionell.
- Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Kleidung, ordentliche Frisur und gepflegte Hände sind Pflicht.
- Ruhiges Auftreten: Zeig Konzentration und Interesse – das vermittelt Zuverlässigkeit.
- Aufrechte Haltung: Wirkt sicher und aufmerksam – wichtig bei Laborarbeit.
Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der genau, ruhig und verantwortungsbewusst arbeitet – Eigenschaften, die in der Laborarbeit entscheidend sind.
Mögliche Fragen im Gespräch
Der Betrieb möchte wissen, ob du neugierig, lernbereit und sicherheitsbewusst bist – und ob du dich wirklich für Chemie und Farben interessierst.
- „Was interessiert Sie am Beruf Lacklaborant/in?“
- „Wie gehen Sie vor, wenn ein Versuch nicht das gewünschte Ergebnis bringt?“
- „Wie wichtig ist Ihnen Genauigkeit im Labor?“
- „Wie reagieren Sie, wenn Sie mit Chemikalien oder Messgeräten arbeiten müssen?“
- „Wie arbeiten Sie im Team, wenn es um Versuchsauswertung und Dokumentation geht?“
- „Haben Sie schon Erfahrungen mit Experimenten oder naturwissenschaftlichen Fächern gesammelt?“
Tipp: Denk an Situationen, in denen du sorgfältig, geduldig oder systematisch gearbeitet hast – das zeigt, dass du die Laborarbeit realistisch einschätzt.
Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst
Eigene Fragen zeigen Neugier, Verantwortungsbewusstsein und echtes Interesse an Laborarbeit – das kommt besonders gut an.
- „Wie ist die Ausbildung zum Lacklaboranten im Betrieb aufgebaut?“
- „An welchen Produkten oder Materialien wird hier hauptsächlich geforscht?“
- „Wie viel Zeit verbringe ich im Labor und wie viel in der Theorie?“
- „Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten bei der Arbeit mit Chemikalien?“
- „Wie werden neue Lacke getestet, bevor sie in die Produktion gehen?“
- „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung Chemietechniker oder Lackingenieur?“
Tipp: Frag nach Forschung, Sicherheit und Entwicklung – das zeigt, dass du dich für die praktische und wissenschaftliche Seite des Berufs gleichermaßen interessierst.
Mögliche Karrierechancen als Lacklaborant
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Ausbilder - AdA-Schein
Andere Weiterbildung
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Betriebsmanager - Farbtechnik
Andere Weiterbildung
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Chemieingenieurwesen (Studium)
Studium
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Industriemeister - Lack- und Beschichtung
Meisterweiterbildung
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Techniker - Farb- u. Lacktechnik
Technikerweiterbildung
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Techniker - Farb- u. Lacktechnik/Gestaltung
Technikerweiterbildung
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Techniker - Farb- u. Lacktechnik/Individuelle Beschichtungstechnik
Technikerweiterbildung
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Verfahrenstechnik (Studium)
Studium
Vorteile des Berufs Lacklaborant
Forschung und Entwicklung
Lacklaboranten sind für die Entwicklung neuer Lackrezepturen und Beschichtungssysteme verantwortlich. Sie führen Experimente durch, testen verschiedene Materialien und Zusatzstoffe und optimieren die Formulierungen, um die gewünschten Eigenschaften wie Haftung, Haltbarkeit, Farbechtheit und chemische Beständigkeit zu erreichen.
Qualitätskontrolle
Lacklaboranten überwachen den Herstellungsprozess und führen Qualitätskontrollen durch, um sicherzustellen, dass die hergestellten Lacke und Beschichtungen den technischen Spezifikationen und Qualitätsstandards entsprechen. Sie prüfen die Rohstoffe, Zwischenprodukte und Endprodukte auf physikalische, chemische und optische Eigenschaften, um die Qualität der Produkte sicherzustellen.
Materialkenntnisse
Lacklaboranten haben ein tiefes Verständnis für die Eigenschaften und Verarbeitung von Lacken, Harzen, Lösungsmitteln, Pigmenten und anderen Rohstoffen, die in der Lackherstellung verwendet werden. Sie kennen die verschiedenen Arten von Lacken, ihre Anwendungen und Einsatzgebiete und wählen die geeigneten Materialien für die jeweilige Anwendung aus.
Anwendungstechnik
Diese Technologen sind mit verschiedenen Anwendungstechniken vertraut, um Lacke und Beschichtungen auf Oberflächen aufzutragen. Dazu gehören Techniken wie Sprühen, Streichen, Tauchen, Rollen und andere Verfahren, die je nach den Anforderungen des Endprodukts angewendet werden.
Umwelt- und Gesundheitsschutz
Lacklaboranten arbeiten daran, umweltfreundliche und gesundheitlich unbedenkliche Lacke und Beschichtungen zu entwickeln. Sie berücksichtigen die Auswirkungen der verwendeten Materialien auf die Umwelt und die Gesundheit der Anwender und streben nach nachhaltigen Lösungen, die den Anforderungen an Umweltschutz und Arbeitssicherheit gerecht werden.
Anwendungsbereiche
Lacke und Beschichtungen werden in verschiedenen Branchen eingesetzt, darunter Automobilindustrie, Bauwesen, Möbelindustrie, Metallverarbeitung, Holzverarbeitung, Kunststoffindustrie und viele andere. Lacklaboranten haben daher vielfältige Möglichkeiten, in verschiedenen Bereichen zu arbeiten und ihre Fähigkeiten und Kenntnisse einzusetzen.
Mögliche Digitalisierungen als Lacklaborant
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Color Reader
Durch einen visuellen Vergleich die Farbechtheit einer Glasur überprüfen.
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Wearable Technology
Datenbrillen verwenden, um chemische Geräte und Anlagen zu überwachen.
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Vernetzte Labor- und Analyse-Geräte
Farben und Lacke im Prüflabor prüfen und die Ergebnisse digital auswerten.
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Digitales Dokumentenmanagement - DMS
Messergebnisse und Versuche werden erfasst und digital dokumentiert und verwaltet.