Ausbildung als Raumausstatterwerker (§66 BBiG/42m HwO)
Der Ausbildungsberuf Raumausstatterwerker und Raumausstatterwerkerin richtet sich speziell an Menschen mit Behinderungen. Die Ausbildung dauert drei Jahre und kann sowohl im Handwerk als auch in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation absolviert werden. Dabei orientiert sich die Ausbildung am anerkannten Ausbildungsberuf Raumausstatterwerker und Raumausstatterwerkerin. Es ist jedoch zu beachten, dass je nach zuständiger Kammer unterschiedliche Abschlussbezeichnungen verwendet werden können. Die Beschreibung des Ausbildungsberufs Raumausstatterwerker und Raumausstatterwerkerin basiert auf den Vorgaben einer Kammerregelung.
Persönliche Interessen
Ausbildungsdetails
| Ausbildungsdauer | 3 Jahre |
|---|
Ausbildungsgehalt als Raumausstatterwerker (§66 BBiG/42m HwO)
Findet die Ausbildung in einem Betrieb statt, erhalten die Auszubildenden vom Betrieb eine Ausbildungsvergütung. Bei einer Ausbildung in einer Einrichtung der beruflichen Rehabilitation werden die Auszubildenden durch Leistungen vom Rehabilitationsträger
(Abweichungen möglich, Stand: 01. Oktober 2020, Quelle: Argentur für Arbeit)
Ausbildungsverkürzung
Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Raumausstatterwerker (§66 BBiG/42m HwO) lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.
Interessante Schulfächer
Werken / Technik
(z.B. bei der Herstellung von Polstern)
Mathematik
(z.B. bei der Berechnung von Flächen-, Körper-, Maß- und Gewichten)
Tipps für Bewerber als Raumausstatterwerker (§66 BBiG/42m HwO)
Bewerbung
Als Raumausstatterwerker/in unterstützt du bei der handwerklichen und gestalterischen Arbeit in Werkstätten und beim Kunden. Du hilfst beim Zuschneiden von Stoffen, beim Verlegen von Teppich- und Bodenbelägen, beim Tapezieren und beim Polstern von Möbeln. Außerdem sorgst du für Ordnung, bereitest Materialien vor und arbeitest eng mit Raumausstattern zusammen. In deiner Bewerbung solltest du zeigen, dass du handwerklich geschickt, zuverlässig und sorgfältig arbeitest.
- Handwerkliches Geschick: Du arbeitest mit Werkzeugen, Stoffen und Materialien – sauberes Arbeiten ist wichtig.
- Sorgfalt: Beim Zuschneiden und Messen kommt es auf Genauigkeit an.
- Teamfähigkeit: Du unterstützt erfahrene Fachkräfte und arbeitest Hand in Hand mit ihnen.
- Zuverlässigkeit: Pünktlichkeit und verantwortungsbewusstes Arbeiten gehören dazu.
- Kreativität: Du hast Freude daran, Räume schöner zu machen und mitzugestalten.
Tipp: Wenn du Spaß an praktischer Arbeit hast und gern mit Farben, Formen und Materialien umgehst, erwähne das – es zeigt, dass du mit Interesse und Freude im Handwerk arbeitest.
Kleidung für das Gespräch
Im Handwerksbereich zählt ein gepflegtes, bodenständiges und ordentliches Auftreten. Du sollst zeigen, dass du sorgfältig, freundlich und zuverlässig bist.
- Saubere, praktische Kleidung: Eine gepflegte Jeans oder Stoffhose mit Polo, Hemd oder Pullover ist ideal.
- Dezente Farben: Grau, Dunkelblau oder Beige wirken ruhig und passend für das Handwerk.
- Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Hände, ordentliche Frisur und ein freundliches Lächeln – das schafft Vertrauen.
- Ruhige, höfliche Haltung: Zeigt Respekt und Konzentration.
- Selbstbewusste Ausstrahlung: Macht deutlich, dass du engagiert und zuverlässig bist.
Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der gerne anpackt, genau arbeitet und sich in einem Handwerksbetrieb wohlfühlt – praktisch, freundlich und ordentlich.
Mögliche Fragen im Gespräch
Der Ausbildungsbetrieb möchte wissen, ob du handwerkliches Interesse und Zuverlässigkeit mitbringst.
- „Was gefällt Ihnen an der Arbeit mit Stoffen, Farben und Materialien?“
- „Wie gehen Sie vor, wenn eine Aufgabe Geduld und Genauigkeit erfordert?“
- „Haben Sie schon einmal handwerklich gearbeitet – zum Beispiel beim Renovieren oder Basteln?“
- „Wie wichtig ist Ihnen Teamarbeit?“
- „Wie reagieren Sie, wenn eine Aufgabe schwierig oder neu für Sie ist?“
• „Was bedeutet für Sie gutes handwerkliches Arbeiten?“
Tipp: Denk an Situationen, in denen du konzentriert gearbeitet, geholfen oder etwas selbst gestaltet hast – das zeigt, dass du zuverlässig und engagiert bist.
Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst
Eigene Fragen zeigen, dass du Interesse an der Arbeit und der Ausbildung hast.
- „Welche Arbeiten machen Raumausstatterwerker in Ihrem Betrieb am häufigsten?“
- „Wie ist die Ausbildung zwischen Werkstatt, Kundenaufträgen und Gestaltung aufgeteilt?“
- „Mit welchen Materialien und Werkzeugen arbeitet man besonders oft?“
- „Wie werden neue Auszubildende im Team eingearbeitet?“
- „Gibt es nach der Ausbildung Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln – zum Beispiel zum Raumausstatter/in?“
- „Welche Eigenschaften sind Ihnen bei Auszubildenden besonders wichtig?“
Tipp: Frag nach Aufgaben, Materialien und Entwicklungsmöglichkeiten – das zeigt, dass du motiviert bist, Neues zu lernen und dich handwerklich weiterzuentwickeln.
Vorteile des Berufs Raumausstatterwerker (§66 BBiG/42m HwO)
Fachwissen in Raumgestaltung und Innenausstattung
Raumausstatterwerker erlernen während ihrer Ausbildung umfassende Kenntnisse über Raumgestaltung, Innenarchitektur, Farbgestaltung, Materialien und Dekorationstechniken. Sie sind spezialisiert auf die Planung, Gestaltung und Umsetzung von Raumkonzepten für Wohnungen, Büros, Geschäfte, Hotels oder öffentliche Gebäude.
Handwerkliche Fertigkeiten und kreative Gestaltung
Die Ausbildung beinhaltet die Schulung in handwerklichen Fertigkeiten wie Polstern, Tapezieren, Bodenbelagsarbeiten, Vorhang- und Gardinenanfertigung, Wandbespannung, Dekorationstechniken oder Möbelbau. Raumausstatterwerker müssen über ausgeprägte kreative und gestalterische Fähigkeiten verfügen, um individuelle Kundenwünsche umzusetzen und Wohnräume ästhetisch ansprechend zu gestalten.
Beratung und Kundenbetreuung
Raumausstatterwerker beraten ihre Kunden bei der Auswahl von Farben, Materialien, Stoffen, Möbeln und Accessoires und entwickeln maßgeschneiderte Raumkonzepte entsprechend ihren Bedürfnissen, Vorlieben und Budgets. Sie erstellen Kostenvoranschläge, nehmen Maße vor Ort und planen die Umsetzung der Raumausstattungsprojekte von der Konzeption bis zur Fertigstellung.
Einsatz moderner Technologien und Materialien
Die Ausbildung umfasst die Schulung im Umgang mit modernen Raumausstattungsgeräten, Werkzeugen und Technologien sowie mit verschiedenen Materialien wie Stoffen, Leder, Holz, Metall, Kunststoffen oder Naturfasern. Raumausstatterwerker lernen, diese Materialien fachgerecht zu verarbeiten, zu veredeln und zu kombinieren, um hochwertige Innenausstattungen zu schaffen.
Nachhaltigkeit und Umweltschutz
Raumausstatterwerker setzen sich zunehmend mit Fragen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes auseinander und verwenden umweltfreundliche Materialien und Ressourcen. Sie berücksichtigen ökologische Aspekte bei der Auswahl von Produkten und tragen dazu bei, nachhaltige und gesunde Wohn- und Arbeitsumgebungen zu schaffen.
Passende Blogbeiträge
-
Raumausstatterwerker für moderne Wohnkultur
Im Umfeld von Design und Stil entfalten Raumausstatterwerker ihre Expertise im Handwerk. Damit gestalten sie Räume, die nicht nur schön, sondern auch funktional sind. -
Raumaustatter: Kreative Gestalter für Wohlfühlräume
In der Welt des Interieur-Designs und der Raumgestaltung spielen Raumaustatter eine zentrale Rolle, indem sie Räume in beeindruckende Wohlfühlorte verwandeln. -
Lothar Matthäus - Als Raumausstatter zum Weltmeister
Als Raumausstatter zum Weltmeister