Raumausstatter (m/w/d)

Kunst, Kultur, Gestaltung
Abbildung zwei Personen suchen Stoff aus

Ausbildung als Raumausstatter

Parkett oder Teppichboden? Raffstore oder edle Gardinen? Raumausstatter und Raumausstatterinnen sind verlässliche Partner in Fragen rund um die Gestaltung von Wohn- und Geschäftsräumen. Sie beraten ihre Kunden eingehend bei der Farb- und Materialwahl, legen einen Kostenvoranschlag vor und bestellen die erforderliche Ware. Dann rücken sie an, um Bodenbeläge zu verlegen, Wände und Decken mit Stoffen und Tapeten auszukleiden, Sicht- und Sonnenschutzanlagen zu montieren und Räume zu dekorieren. In der eigenen Werkstatt beziehen sie auch Polstermöbel neu und führen bei Bedarf erforderliche Reparaturen durch.

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Ausbildungsanfänger in Deutschland

  • 40%
  • 30%
  • 25%
  • 3%
  • 2%
  • Mittlerer Bildungsabschluss 40%
  • Hochschulreife 30%
  • Mittelschulabschluss 25%
  • ohne Mittelschulabschluss 3%
  • Sonstige 2%

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Raumausstatter

  • 1. Ausbildungsjahr 754 €
  • 2. Ausbildungsjahr 854 €
  • 3. Ausbildungsjahr 977 €

(Abweichungen möglich, Stand: 01. Januar 2026, Quelle: Raumausstatter- und Sattler- Innung Südbayern)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Raumausstatter lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Mögliche Berufsschulen für Raumausstatter

5 Ausbildungsplätze Raumausstatter vorhanden

Benötigte Stärken

Abbildung Minihaus auf einem Grundrissplan

Räumliches Vorstellungsvermögen

(z.B. beim Anfertigen von Entwurfsskizzen)

Abbildung Frau die mit Kamera in einem Feld sitzt und Fotos macht

Kreativität

(z.B. beim Entwickeln und Umsetzen von Ideen)

Abbildung Notizen und Planungsunterlagen

Organisationsfähigkeit

(z.B. um Aufgaben geordnet und strukturiert einzuteilen)

Abbildung Person mit Hammer und Akkuschrauber

Handwerkliches Geschick

(z.B. beim Montieren von Sonnenschutz oder Bepolstern von Sesseln und Sofas)

Abbildung Person die eine leere Sprechblase in der Hand hält

Kommunikationsfähigkeit

(z.B. bei der Kundenberatung und -absprache)

Interessante Schulfächer

Werken / Technik

(z.B. beim Beziehen von Polstermöbeln)

Kunst

(z.B. beim Ausführen von unterschiedlichen gestalterischen Arbeiten)

Mathematik

(z.B. für die Berechnung von Materialmengen und Durchführung von Messungen)

Wie viel verdient man als Raumausstatter

Während der Ausbildung zum Raumausstatter verdienst du im ersten Jahr monatlich 810 €, im zweiten Jahr 900 € und im dritten Jahr 1.000 €. Diese steigenden Vergütungen bieten dir eine solide finanzielle Basis, während du wertvolle praktische Erfahrungen sammelst und dein handwerkliches Geschick entwickelst. Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du die Möglichkeit, ein attraktives Gehalt zu erzielen. Einstiegsgehälter liegen bei mindestens 2.394 €, während der Durchschnitt bei etwa 2.818 € liegt. In manchen Fällen kannst du sogar bis zu 3.323 € verdienen. Die Vielseitigkeit des Berufs, der sowohl kreative als auch technische Fähigkeiten erfordert, eröffnet dir nicht nur vielfältige Karrierechancen, sondern auch die Möglichkeit, deine eigenen Ideen in der Gestaltung von Räumen umzusetzen.

Was man in der Ausbildung als Raumausstatter lernt

Die Ausbildung zum Raumausstatter umfasst eine breite Palette an Fähigkeiten und Kenntnissen, die notwendig sind, um Räume nach Kundenwünschen zu gestalten und einzurichten. Zunächst lernen die Auszubildenden, Arbeitsabläufe vorzubereiten, was eine sorgfältige Planung und Organisation der bevorstehenden Aufgaben beinhaltet. Sie werden auch darin geschult, Arbeitsergebnisse zu kontrollieren und zu beurteilen, um sicherzustellen, dass diese den Qualitätsstandards und Kundenanforderungen entsprechen. Teamarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung, da Raumausstatter oft mit Kollegen und anderen Handwerkern zusammenarbeiten. Die Auszubildenden lernen, Arbeitsunterlagen anzufertigen und anzuwenden, was für die Dokumentation und Planung der Projekte unerlässlich ist. Das Durchführen von Messungen ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt, um die Genauigkeit bei der Raumgestaltung zu gewährleisten. Die Vorbereitung, das Einrichten, Sichern und Räumen von Arbeitsplätzen sind grundlegende Fähigkeiten, die den Auszubildenden vermittelt werden, um eine sichere und effiziente Arbeitsumgebung zu schaffen. Sie lernen auch, Werkzeuge, Geräte, Maschinen und technische Einrichtungen einzusetzen und zu warten, was für die Durchführung ihrer Tätigkeiten erforderlich ist.

Die Auszubildenden werden in der Be- und Verarbeitung von Werk- und Hilfsstoffen unterrichtet und lernen, Raumsituationen zu entwickeln und zu gestalten. Sie lernen, Untergründe zu prüfen, vorzubereiten und zu bearbeiten sowie Profile zu be- und verarbeiten. Das Behandeln von Oberflächen ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Ausbildung. Die Gestaltung und das Verlegen von Bodenbelägen sind Teil der umfassenden Fähigkeiten, die Raumausstatter erlernen. Sie werden auch in der Instandsetzung von Polstermöbeln und der Herstellung von Polstern geschult. Die Gestaltung, Anfertigung und Montage von Raumdekorationen sind wesentliche Fähigkeiten, die die kreative Seite der Ausbildung hervorheben. Die Auszubildenden lernen, Licht-, Sicht- und Sonnenschutz anzufertigen und zu montieren sowie Wand- und Deckenflächen zu gestalten, zu bekleiden und zu beschichten. Die Durchführung qualitätssichernder Maßnahmen stellt sicher, dass alle Arbeiten den höchsten Standards entsprechen. Abschließend ist der Kundenservice ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung, da eine erfolgreiche Raumausstattung die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden erfüllen muss. Durch diese vielseitige und umfassende Ausbildung werden die Auszubildenden zu qualifizierten Raumausstattern, die in der Lage sind, vielfältige und anspruchsvolle Projekte zur Raumgestaltung zu realisieren.

Tipps für Bewerber als Raumausstatter

Bewerbung

Als Raumausstatter/in gestaltest du Räume mit Stoff, Farbe, Licht und Material. Du berätst Kunden, misst Räume aus, polsterst Möbel, nähst Vorhänge, verlegst Bodenbeläge und bringst Tapeten an. Dabei verbindest du handwerkliches Können mit gestalterischem Feingefühl. In deiner Bewerbung solltest du zeigen, dass du kreativ, sorgfältig und praktisch veranlagt bist.

  •  Handwerkliches Geschick: Du arbeitest mit Stoffen, Werkzeugen, Maschinen und Materialien – Präzision ist entscheidend.
  •  Kreativität: Du kombinierst Farben, Formen und Materialien, um Räume zu gestalten.
  •  Sorgfalt: Maßarbeit ist Alltag – sauberes, genaues Arbeiten zählt.
  •  Kundenorientierung: Du berätst Kunden freundlich und verstehst ihre Wünsche.
  •  Teamfähigkeit: Du arbeitest mit Kolleginnen, Architekten und Lieferanten zusammen.

Tipp: Wenn du Freude an Gestaltung, Handwerk und schönen Räumen hast, erwähne das – es zeigt, dass du Herz und Sinn für Ästhetik in dein Handwerk einbringst.

Kleidung für das Gespräch

Im Handwerk zählt ein gepflegtes, praktisches und geschmackvolles Auftreten. Du solltest zeigen, dass du zuverlässig arbeitest und ein Auge für Stil hast.

  •  Saubere, schlichte Kleidung: Eine gepflegte Jeans oder Stoffhose mit Polo, Hemd oder Bluse wirkt angemessen.
  •  Stilbewusste, dezente Farben: Beige, Grau oder Dunkelblau zeigen Geschmack und Professionalität.
  •  Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Hände, ordentliche Frisur und dezentes Auftreten – das passt zum kreativen Handwerk.
  •  Ruhige, freundliche Ausstrahlung: Zeigt, dass du sowohl kundenorientiert als auch konzentriert bist.
  •  Selbstbewusste Haltung: Vermittelt, dass du hinter deiner Arbeit stehst und Verantwortung übernehmen kannst.

Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der Räume mit Leidenschaft gestaltet – handwerklich präzise, geschmackvoll und kundenorientiert.

Mögliche Fragen im Gespräch

Der Ausbildungsbetrieb möchte wissen, ob du Kreativität, Genauigkeit und handwerkliches Geschick mitbringst.

  •  „Wie sind Sie auf den Beruf des Raumausstatters aufmerksam geworden?“
  •  „Was gefällt Ihnen besonders an der Raumgestaltung?“
  •  „Wie gehen Sie vor, wenn ein Kunde unzufrieden mit einem Entwurf ist?“
  •  „Welche Farben oder Materialien gefallen Ihnen persönlich am besten?“
  •  „Wie wichtig ist Ihnen genaues Arbeiten im Handwerk?“
  •  „Haben Sie schon handwerklich oder gestalterisch gearbeitet – zum Beispiel genäht, gemalt oder Möbel gestaltet?“

Tipp: Denk an Beispiele, in denen du kreativ warst oder handwerklich gearbeitet hast – das zeigt, dass du Ideen umsetzen und sorgfältig ausführen kannst.

Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst

Eigene Fragen zeigen, dass du dich für das Handwerk, die Materialien und die Kundenarbeit interessierst.

  •  „Welche Schwerpunkte haben die Arbeiten in Ihrem Betrieb – Polstern, Bodenbeläge, Wände oder Fensterdekoration?“
  •  „Wie ist die Ausbildung zwischen Werkstatt, Kundenkontakt und Gestaltung aufgeteilt?“
  •  „Welche Materialien und Stoffe verwenden Sie besonders häufig?“
  •  „Gibt es Projekte, bei denen Auszubildende eigene Ideen einbringen können?“
  •  „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. zum Meister oder Raumdesigner?“
  •  „Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrem Betrieb aus?“

Tipp: Frag nach Gestaltung, Kundenprojekten und Materialien – das zeigt, dass du den Beruf als Mischung aus Handwerk und Design verstehst und mitdenken willst.
 

Mögliche Karrierechancen als Raumausstatter

Vorteile des Berufs Raumausstatter

Kreativität und Gestaltungsfreiheit

Als Raumausstatter haben Sie die Möglichkeit, Räume individuell zu gestalten und zu verschönern. Sie arbeiten mit Farben, Stoffen, Tapeten, Bodenbelägen und Möbeln, um einzigartige und ästhetisch ansprechende Raumkonzepte zu entwickeln.

Vielseitigkeit

Die Ausbildung zum Raumausstatter umfasst verschiedene handwerkliche und gestalterische Tätigkeiten. Dazu gehören das Tapezieren, Polstern, Nähen, Verlegen von Bodenbelägen, Anfertigen von Vorhängen und das Restaurieren von Möbeln. Dadurch ist jeder Tag abwechslungsreich und spannend.

Kundenorientierung

Raumausstatter arbeiten eng mit ihren Kunden zusammen, um deren individuelle Wünsche und Vorstellungen umzusetzen. Sie beraten hinsichtlich Farb- und Materialauswahl, Raumgestaltung und Einrichtungslayouts und sorgen dafür, dass die Kunden mit dem Endergebnis zufrieden sind.

Handwerkliches Geschick

Während Ihrer Ausbildung erlernen Sie eine Vielzahl handwerklicher Fertigkeiten und Techniken. Sie werden im Umgang mit verschiedenen Werkzeugen, Maschinen und Materialien geschult und entwickeln ein fundiertes handwerkliches Geschick.

Kundenbeziehungen und Netzwerke

Durch die direkte Zusammenarbeit mit Kunden und anderen Fachkräften wie Innenarchitekten, Malern und Schreinern haben Sie die Möglichkeit, Ihr berufliches Netzwerk aufzubauen und zu erweitern. Zufriedene Kunden können zu positiven Empfehlungen und weiteren Aufträgen führen.

Trends und Innovationen

Die Raumausstattungsbranche ist ständig im Wandel. Sie werden über aktuelle Trends, Materialinnovationen und technologische Entwicklungen informiert und können Ihr Fachwissen und Ihre Fähigkeiten entsprechend anpassen und erweitern.

Selbstständigkeit oder Anstellung

Nach Ihrer Ausbildung haben Sie die Möglichkeit, als selbstständiger Raumausstatter zu arbeiten und Ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Alternativ können Sie auch in einem Raumausstattungsbetrieb, einem Möbelhaus oder einem Einrichtungsstudio angestellt werden.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Im Rahmen Ihrer Ausbildung lernen Sie auch, nachhaltige Materialien und umweltfreundliche Arbeitsweisen einzusetzen. Sie tragen dazu bei, umweltbewusste Lösungen in der Raumausstattungsbranche zu fördern und nachhaltige Wohnkonzepte zu realisieren.

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