Steinmetz und Steinbildhauer - Steinmetzarbeiten (m/w/d)

Kunst, Kultur, Gestaltung
Abbildung Person arbeitet an einer Steinstatue

Ausbildung als Steinmetz und Steinbildhauer - Steinmetzarbeiten

Manchmal sind sie grob, dann wieder unglaublich feinfühlig: Steinmetze und Steinmetzinnen und Steinbildhauer und Steinbildhauerinnen der Fachrichtung Steinmetzarbeiten sind Handwerker und Künstler zugleich. Zunächst einmal beraten sie ihre Kunden über Gestaltungsmöglichkeiten und das jeweils geeignete Material z.B. für eine Gartenskulptur oder eine hochwertige Steintreppe. Dann fertigen sie Skizzen, Entwürfe und Modelle an, ehe sie Rohblöcke aus Natur- und Kunststeinen mit programmierbaren Maschinen zersägen, die Maße ihrer Modelle maßstabsgerecht auf die Werkstücke übertragen und die Umrisse anreißen. Die Feinarbeiten führen sie dann mit Maschinen wie Trennschleifern oder Pressluftmeißeln und von Hand mit Hämmern, Knüpfeln und Meißeln aus. Durch Behauen gestalten sie strukturierte Oberflächen oder sie glätten, schleifen und polieren Flächen mit handgeführten oder CNC-Maschinen. Ferner schlagen sie Schriften und Ornamente in den Stein und tönen oder vergolden diese. Im Bereich der Denkmalpflege prüfen sie den Zustand von Bildhauerarbeiten, reinigen sie, fügen sie ein und konservieren die Oberflächen.

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Ausbildungsanfänger in Deutschland

  • 35%
  • 31%
  • 27%
  • 5%
  • 2%
  • Mittlerer Bildungsabschluss 35%
  • Hochschulreife 31%
  • Mittelschulabschluss 27%
  • ohne Mittelschulabschluss 5%
  • Sonstige 2%

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Steinmetz und Steinbildhauer - Steinmetzarbeiten

  • 1. Ausbildungsjahr 925 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.025 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.175 €

(Abweichungen möglich, Stand: 01. August 2024, Quelle: IG Bau)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Steinmetz und Steinbildhauer - Steinmetzarbeiten lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Mögliche Berufsschulen für Steinmetz und Steinbildhauer - Steinmetzarbeiten

11 Ausbildungsplätze Steinmetz und Steinbildhauer - Steinmetzarbeiten vorhanden

Benötigte Stärken

Abbildung Person mit Hammer und Akkuschrauber

Handwerkliches Geschick

(z.B. beim Trennen von Natursteinblöcken)

Abbildung Frau die mit Kamera in einem Feld sitzt und Fotos macht

Kreativität

(z.B. beim Gestalten von Grabmälern und Gedenksteinen)

Abbildung Animation von einer Skyline

Technisches Verständnis

(z.B. beim Warten und Reparieren von Steinbearbeitungsmaschinen und ‐geräten)

Abbildung einmal Dominosteine sortiert und einmal Dominosteine durcheinander

Sorgfalt

(z.B. beim Umwandeln von Zeichnungsdaten in maschinenlesbare Daten)

Abbildung zwei Menschen schütteln sich die Hand

Verhandlungsgeschick

(z.B. um mit Kunden den Arbeitsumfang und die Kosen zu besprechen)

Interessante Schulfächer

Werken / Technik

(z.B. beim Arbeiten mit automatisierten oder handgeführten Steinfräs-, Schleif- und Graviermaschinen)

Kunst

(z.B. beim Ausführen von anspruchsvollen und gestalterischen Arbeiten)

Mathematik

(z.B. bei der Berechnung von Flächen, Volumina oder Gewichten)

Wie viel verdient man als Steinmetz und Steinbildhauer - Steinmetzarbeiten

Während der Ausbildung zum Steinmetz im Bereich Steinmetzarbeiten verdient man im ersten Jahr 890 €, im zweiten Jahr 990 € und im dritten Jahr 1.140 € monatlich. Nach der Ausbildung beginnt das Einstiegsgehalt bei mindestens 2.760 € pro Monat. Im Durchschnitt liegt der Verdienst bei etwa 3.154 €, wobei erfahrene Steinmetze bis zu 3.603 € monatlich verdienen können. Das Einkommen variiert je nach Erfahrung, Region und Betrieb, bietet aber solide Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb der Branche und kann mit zunehmender Berufserfahrung weiter ansteigen.

Was man in der Ausbildung als Steinmetz und Steinbildhauer - Steinmetzarbeiten lernt

Die Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer in der Fachrichtung Steinmetzarbeiten vermittelt ein umfassendes Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten, die für die Arbeit mit Naturstein und anderen steinähnlichen Materialien benötigt werden.  Zu Beginn lernen die Auszubildenden, Arbeitsprozesse kundenorientiert zu gestalten, was die Kommunikation mit Kunden, das Verstehen ihrer Bedürfnisse und das Umsetzen dieser Anforderungen in konkrete Arbeitspläne einschließt. Weiterhin erwerben sie die Fähigkeit, Arbeitsaufgaben zu planen, vorzubereiten und zu organisieren, was eine grundlegende Voraussetzung für effizientes Arbeiten und das Einhalten von Terminen ist. Das Vorbereiten, Einrichten, Sichern und Räumen von Arbeitsplätzen ist ebenfalls Teil der Ausbildung, um eine sichere und effektive Arbeitsumgebung zu gewährleisten. Dazu gehört auch das Handhaben und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Anlagen, welche für die Bearbeitung von Stein und anderen Materialien unerlässlich sind. Die Auszubildenden lernen die Be- und Verarbeitung von Metallen, Kunst- und Hilfsstoffen sowie insbesondere die Bearbeitung von Natursteinen. Dies umfasst das Herstellen und Bearbeiten von Werkstücken aus Blöcken und Platten, das Anfertigen von Profilen und das Herstellen von eingesetzten Flächen und Einlegearbeiten.

Besonderer Wert wird auf die künstlerische Komponente der Ausbildung gelegt, wie das Herstellen von Schriften, Symbolen und Ornamenten, die sowohl technisches Können als auch kreatives Gestalten erfordern.  Die Auszubildenden lernen auch, Bauteile aus mineralisch gebundenen Materialien herzustellen, künstlich hergestellte Steine zu verarbeiten und Platten sowie Fliesen zu verlegen und zu versetzen. Zudem wird das Versetzen von Werkstücken, das Einsetzen von programmierbaren Maschinen und das Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen vermittelt. Weiterhin umfasst die Ausbildung spezialisierte Fertigkeiten wie das Verlegen von Bodenbelägen, das Versetzen von Treppen, das Versetzen und Verankern von Bauteilen und Fassaden sowie das Gestalten, Herstellen und Versetzen von Denkmalen und Grabanlagen. Zuletzt lernen die Auszubildenden, Bauwerke und Denkmäler zu erhalten und zu restaurieren, was ein tiefes Verständnis für historische Techniken und Materialien erfordert.

Tipps für Bewerber als Steinmetz und Steinbildhauer - Steinmetzarbeiten

Bewerbung

Als Steinmetz/in und Steinbildhauer/in in der Fachrichtung Steinmetzarbeiten arbeitest du mit einem der ältesten und beständigsten Werkstoffe der Welt. Du bearbeitest Naturstein für Fassaden, Treppen, Denkmäler oder Restaurierungen – mit handwerklicher Präzision und Sinn für Ästhetik. Dabei brauchst du Kraft, technisches Verständnis und ein gutes Auge für Formen und Proportionen. In deiner Bewerbung solltest du zeigen, dass du handwerklich geschickt, sorgfältig und gestalterisch interessiert bist.

  •  Handwerkliches Geschick: Du arbeitest mit Werkzeugen, Maschinen und verschiedenen Gesteinsarten.
  •  Sorgfalt und Genauigkeit: Maßarbeit ist entscheidend – ein Millimeter kann den Unterschied machen.
  •  Körperliche Belastbarkeit: Steinbearbeitung erfordert Ausdauer und Kraft.
  •  Technisches Verständnis: Du liest Pläne und arbeitest mit modernen CNC-Maschinen.
  •  Kreativität: Du gestaltest Oberflächen und Formen – jedes Werkstück ist einzigartig.

Tipp: Wenn du gerne praktisch arbeitest, Materialien fühlst und an bleibenden Bauwerken mitwirken willst, erwähne das – es zeigt, dass du diesen Beruf mit Leidenschaft und Respekt fürs Handwerk wählst.

Kleidung für das Gespräch

Im Steinmetzhandwerk zählt ein gepflegtes, bodenständiges und authentisches Auftreten. Du solltest zeigen, dass du sorgfältig, zuverlässig und naturverbunden bist.

  •  Saubere, schlichte Kleidung: Eine gepflegte Jeans oder Arbeitshose mit Hemd oder Polo passt gut.
  •  Dezente, natürliche Farben: Grau, Beige oder Dunkelblau wirken handwerklich und unaufgeregt.
  •  Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Kleidung und Hände zeigen Respekt vor dem Handwerk.
  •  Ruhige, aufmerksame Haltung: Zeigt Konzentration und Verantwortungsbewusstsein.
  •  Selbstbewusste, freundliche Ausstrahlung: Wirkt handwerklich sicher und teamfähig.

Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der präzise, bodenständig und kunsthandwerklich interessiert arbeitet – konzentriert, zuverlässig und stolz auf sein Handwerk.

Mögliche Fragen im Gespräch

Der Ausbildungsbetrieb möchte wissen, ob du handwerklich begabt, belastbar und interessiert an Gestaltung und Material bist.

  •  „Was fasziniert Sie an der Arbeit mit Naturstein?“
  •  „Wie gehen Sie vor, wenn ein Werkstück nicht so gelingt wie geplant?“
  •  „Wie wichtig ist Ihnen Genauigkeit im Handwerk?“
  •  „Haben Sie schon einmal mit Stein, Ton oder anderen Materialien gearbeitet?“
  •  „Wie behalten Sie Konzentration bei körperlich anspruchsvoller Arbeit?“
  •  „Wie arbeiten Sie im Team bei größeren Projekten?“

Tipp: Denk an Situationen, in denen du handwerklich gearbeitet, geduldig geblieben oder etwas gestaltet hast – das zeigt, dass du sowohl die Technik als auch die Kunst des Steinmetzhandwerks verstehst.

Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst

Eigene Fragen zeigen, dass du dich für Materialien, Werktechniken und Ausbildungsschwerpunkte interessierst.

  •  „Mit welchen Steinarten arbeiten Sie hauptsächlich – Granit, Marmor oder Sandstein?“
  •  „Wie ist die Ausbildung zwischen Handarbeit, Maschinenarbeit und Restaurierung aufgebaut?“
  •  „Welche Aufgaben übernehmen Auszubildende im ersten Jahr?“
  •  „Wie wird im Betrieb mit moderner Technik wie CNC oder CAD gearbeitet?“
  •  „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung Steinmetzmeister/in, Techniker/in oder Restaurator/in?“
  •  „Arbeitet Ihr Betrieb eher im Neubau, in der Denkmalpflege oder in der Gestaltung?“

Tipp: Frag nach Materialien, Technik und Spezialisierungen – das zeigt, dass du dich nicht nur fürs Handwerk interessierst, sondern auch für seine künstlerische und kulturelle Bedeutung.
 

Mögliche Karrierechancen als Steinmetz und Steinbildhauer - Steinmetzarbeiten

Vorteile des Berufs Steinmetz und Steinbildhauer - Steinmetzarbeiten

Bearbeitung von Natursteinen

Steinmetze schneiden und formen Natursteine wie Marmor, Granit, Sandstein, Schiefer und Kalkstein für den Bau von Gebäuden, Denkmälern, Brunnen, Treppen, Grabsteinen und anderen Strukturen.

Herstellung von Bauelementen

Steinmetze fertigen Bauelemente wie Fensterbänke, Tür- und Fensterrahmen, Säulen, Verkleidungen und Platten aus Stein an.

Restaurierung und Konservierung

Steinmetze sind oft an Restaurierungsprojekten historischer Gebäude und Denkmäler beteiligt. Sie reparieren beschädigte Steinstrukturen, reinigen und konservieren alte Steinoberflächen, um ihre Integrität und Schönheit zu bewahren.

Skulpturarbeit

Steinbildhauer erstellen Skulpturen, Statuen und Kunstwerke aus Stein. Sie verwenden Werkzeuge wie Meißel, Hammer und Sägen, um den Stein zu formen und ihm eine gewünschte Form zu geben.

Gravur und Inschriften

Steinmetze können auch Gravuren und Inschriften auf Grabsteinen, Gedenktafeln und anderen steinernen Oberflächen anfertigen. Diese können Texte, Symbole, Muster oder Bilder umfassen.

Mauerwerk

Steinmetze können auch im Bereich des Mauerwerks arbeiten, indem sie Steine für den Bau von Mauern, Gehwegen, Terrassen und anderen Strukturen verwenden.

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