Ausbildung als Friseur
Waschen, Schneiden, Föhnen – und schon freut man sich wieder auf den Blick in den Spiegel. Friseure und Friseurinnen müssen noch viel mehr können: Sie färben, wellen oder glätten das Haar, arbeiten Verlängerungen (Extensions) ein, erzielen Effekte mit Farben und sorgen auf Wunsch für eine Lockenpracht. Bei Männern kommt das Rasieren, Pflegen und Formen der Bärte dazu. Doch egal ob Mann oder Frau: Vor dem Griff zur Schere steht immer die Beratung der Kunden, was nicht nur Kontaktfreudigkeit erfordert, sondern auch ein profundes Fachwissen für den besten, typgerechten Schnitt. Darüber hinaus färben und formen Friseure und Friseurinnen die Augenbrauen, gestalten Tages- oder festliche Make-ups, führen Maniküren durch und verkaufen Kosmetika sowie Haarpflegeprodukte.
Ausbildungsanfänger in Deutschland
- 50%
- 30%
- 8%
- 8%
- 4%
- Mittelschulabschluss 50%
- Mittlerer Bildungsabschluss 30%
- ohne Mittelschulabschluss 8%
- Hochschulreife 8%
- Sonstige 4%
Ausbildungsdetails
| Ausbildungsdauer | 3 Jahre |
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Ausbildungsgehalt als Friseur
(Abweichungen möglich, Stand: 01. Januar 2025, Quelle: Tarifinformationen der Bundes und der Länder)
Ausbildungsverkürzung
Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Friseur lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.
17 Ausbildungsplätze Friseur vorhanden
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Entdecke die Unternehmenskultur
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Friseur (m/w/d)
Ausbildung 2026Natürlich Schönes Haar GmbHMax-Braunstrasse 497828 Marktheidenfeld -
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Friseur (m/w/d)
Ausbildung 2026Schönheitsmanufaktur Inh. Eva-Maria ZdravevNiederhofer Weg 686987 Schwabsoien -
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Entdecke die Unternehmenskultur
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Interessante Schulfächer
Kunst
(z.B. für die typgerechte Frisur- und Make-up-Gestaltung)
Deutsch
(z.B. für die Kommunikation mit Kunden)
Werken / Technik
(z.B. im Umgang mit der Friseurschere, beim Haareschneiden, -färben und -tönen)
Chemie
(z.B. wenn Mittel zum Färben und Tönen gemischt und angewendet werden)
Wie viel verdient man als Friseur
Während der Ausbildung zum Friseur variiert das Gehalt je nach Lehrjahr. Im ersten Ausbildungsjahr verdient man bis zu 665 €, im zweiten Jahr steigt das Einkommen auf bis zu 785 € und im dritten Jahr auf bis zu 900 €. Nach Abschluss der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt eines Friseurs bei mindestens 1.680 € brutto monatlich. Im Durchschnitt kann man jedoch mit einem Verdienst von etwa 2.052 € rechnen. Mit Berufserfahrung und je nach Arbeitgeber oder Standort kann das Gehalt weiter ansteigen, sodass ein Maximaleinkommen von bis zu 2.296 € brutto im Monat möglich ist. Faktoren wie die Größe des Salons, die regionale Lage oder zusätzliche Qualifikationen können das Gehalt zusätzlich beeinflussen. In spezialisierten Bereichen oder durch Weiterbildungen bestehen zudem gute Möglichkeiten, das Einkommen langfristig zu steigern.
Was man in der Ausbildung als Friseur lernt
Die Ausbildung zum Friseur umfasst ein breites Spektrum an Fähigkeiten und Wissen, das für die professionelle Haar- und Schönheitspflege erforderlich ist. Ein wesentlicher Teil der Ausbildung ist das Kundenmanagement, einschließlich des kunden- und dienstleistungsorientierten Handelns. Die Auszubildenden lernen, Kunden zu betreuen, zu beraten und Produkte zu verkaufen, was eine Grundlage für den Erfolg in diesem Beruf ist. Die praktischen Friseur-Dienstleistungen wie das Pflegen des Haares und der Kopfhaut, das Haarschneiden und das Gestalten von Frisuren sind Kernkompetenzen der Ausbildung. Die Auszubildenden erlernen verschiedene Techniken und Stile, um den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden. Das dauerhafte Umformen und farbverändernde Haarbehandlungen sind weitere wichtige Fähigkeiten, die den Auszubildenden vermittelt werden. Sie lernen, wie man verschiedene chemische Behandlungen sicher und effektiv durchführt, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Die dekorative Kosmetik und Maniküre erweitern das Dienstleistungsangebot eines Friseursalons. Die Auszubildenden lernen, wie man Make-up professionell aufträgt und wie man eine grundlegende Maniküre durchführt, um das Gesamterscheinungsbild der Kunden zu vervollständigen. Die Betriebsorganisation sowie die Betriebs- und Arbeitsabläufe sind entscheidend für den reibungslosen Betrieb eines Friseursalons. Die Auszubildenden erlernen, wie man Maschinen, Geräte und Werkzeuge pflegt, um deren Lebensdauer zu verlängern und eine sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten.
Der Schutz der Haut und der Atemwege sowie die Einhaltung von Hygienestandards sind für die Gesundheit und Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern von größter Bedeutung. Die Auszubildenden werden in Qualitätssicherung und Hygienemaßnahmen geschult. Das Arbeiten im Team und der Einsatz von Informations- und Kommunikationssystemen sind weitere wichtige Aspekte der Ausbildung. Die Auszubildenden lernen, effektiv mit Kollegen zu kommunizieren und moderne Technologien für die Terminplanung und Kundenverwaltung zu nutzen. Marketing, Werbung, Präsentation und Preisgestaltung sind entscheidend, um Kunden anzuziehen und zu halten. Die Auszubildenden entwickeln Fähigkeiten in der Kundenbindung und lernen, wie man effektive Marketingstrategien anwendet. Schließlich erhalten die Auszubildenden auch Einblicke in globale Wirtschaftstrends und deren Auswirkungen auf persönliche Finanzen, was ihnen hilft, den größeren wirtschaftlichen Kontext ihres Berufs zu verstehen. Insgesamt bietet die Ausbildung zum Friseur eine umfassende Grundlage für eine erfolgreiche Karriere im Bereich der Haar- und Schönheitspflege, indem sie eine Kombination aus praktischen Fertigkeiten, Kundenmanagement und betrieblichem Wissen vermittelt.
Tipps für Bewerber als Friseur
Bewerbung
Als Friseur/in arbeitest du mit Menschen und Schönheit – du schneidest, färbst und stylst Haare, berätst Kunden zu Pflegeprodukten und sorgst dafür, dass sie sich wohlfühlen. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du kreativ, kontaktfreudig und sorgfältig bist.
- Kreativität betonen: Du gestaltest Frisuren und Looks – dein Gespür für Stil und Farben zählt.
- Freude am Umgang mit Menschen: Du arbeitest direkt am Kunden – Freundlichkeit und Einfühlungsvermögen sind wichtig.
- Sorgfalt und Geduld: Haare brauchen Präzision – du musst genau arbeiten und konzentriert bleiben.
- Interesse an Mode und Trends: Du solltest dich für neue Styles und Pflegeprodukte begeistern.
- Tipp: Wenn du Spaß daran hast, Menschen zu verschönern und selbst kreativ zu sein, erwähne das – es zeigt, dass du für diesen Beruf brennst.
Kleidung für das Gespräch
Im Friseurhandwerk zählt ein gepflegtes, modisches und sympathisches Auftreten – du repräsentierst später deinen eigenen Stil.
- Modisch, aber gepflegt: Saubere Kleidung mit persönlicher Note – z. B. Jeans und Bluse oder ein schlichtes, stylisches Oberteil.
- Frisur und Hände im Blick: Eine ordentliche Frisur und gepflegte Hände sind Pflicht – sie zeigen Professionalität.
- Freundlich und offen: Ein Lächeln wirkt überzeugender als jede Marke.
- Körpersprache: Offen, aufmerksam und ruhig – das zeigt, dass du kundenorientiert bist.
- Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der Stil hat, aber natürlich und freundlich bleibt.
Mögliche Fragen im Gespräch
Der Betrieb möchte wissen, ob du kreativ bist, Geduld hast und Freude am Umgang mit Menschen mitbringst.
- „Warum möchten Sie Friseur/in werden?“
- „Was macht Ihnen am meisten Spaß – Schneiden, Färben oder Beraten?“
- „Wie gehen Sie mit anspruchsvollen oder unzufriedenen Kunden um?“
- „Wie wichtig ist Ihnen Teamarbeit im Salon?“
- „Wie bleiben Sie über aktuelle Frisurentrends informiert?“
- „Wie reagieren Sie, wenn etwas nicht so klappt, wie Sie es geplant haben?“
Tipp: Denk an Situationen, in denen du jemandem geholfen oder kreativ gearbeitet hast – das zeigt, dass du sowohl mit Menschen als auch mit Ideen gut umgehen kannst.
Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst
Wenn du am Ende gefragt wirst, ob du noch Fragen hast, kannst du mit gezielten Fragen Interesse und Leidenschaft zeigen.
- „Wie ist die Ausbildung im Salon aufgebaut?“
- „Welche Techniken lerne ich zuerst – Schneiden, Färben oder Styling?“
- „Wie viel Kundenkontakt habe ich schon im ersten Ausbildungsjahr?“
- „Welche Produkte oder Marken verwendet der Salon?“
- „Wie werden neue Trends und Schulungen an die Azubis weitergegeben?“
- „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung Meister, Make-up oder Visagistik?“
Tipp: Frag nach Praxis, Trends und Entwicklung – das zeigt, dass du nicht nur Haare schneiden willst, sondern dich für das Handwerk, Mode und Menschen begeisterst.
Mögliche Karrierechancen als Friseur
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Ausbilder - AdA-Schein
Andere Weiterbildung
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Fachmann für kaufmännische Betriebsführung (HwO)
Andere Weiterbildung
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Friseurmeister
Meisterweiterbildung
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Maskenbild (Studium)
Studium
Vorteile des Berufs Friseur
Kreatives Handwerk
Friseure sind Künstler, die mit Haaren arbeiten und individuelle Frisuren gestalten. Sie haben die Möglichkeit, ihre kreative Seite auszuleben, indem sie verschiedene Schnitte, Farben, Stylings und Techniken anwenden.
Kundenorientierung
Friseure haben direkten Kontakt mit Kunden, denen sie individuelle Beratung und Betreuung bieten. Sie gehen auf die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kunden ein, beraten sie zu aktuellen Trends und Stylingoptionen und schaffen eine angenehme Atmosphäre im Salon.
Vielfältige Aufgabenbereiche
Die Ausbildung umfasst eine Vielzahl von Aufgaben, darunter Haarschnitte, Colorationen, Dauerwellen, Stylings, Haarpflege, Bartpflege, Make-up und Kopfhautbehandlungen. Friseure können auch zusätzliche Dienstleistungen wie Augenbrauenzupfen, Wimpernfärben oder Maniküre anbieten.
Handwerkliches Geschick
Die Ausbildung vermittelt den Auszubildenden handwerkliche Fähigkeiten und Techniken, um Haare fachgerecht zu schneiden, zu färben, zu stylen und zu pflegen. Dazu gehören das Beherrschen von Scheren-, Messer- und Schneidetechniken sowie das Arbeiten mit verschiedenen Werkzeugen und Produkten.
Ästhetisches Empfinden
Friseure entwickeln ein ausgeprägtes ästhetisches Empfinden für Haare und Styling. Sie lernen, harmonische Frisuren zu gestalten, Gesichtsformen zu berücksichtigen, Farbharmonien zu kreieren und individuelle Looks zu entwickeln, die zu ihren Kunden passen.
Teamarbeit
Friseure arbeiten oft in Teams in einem Salon oder Friseurstudio. Sie haben die Möglichkeit, sich mit Kollegen auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam an Projekten und Veranstaltungen teilzunehmen.
Mögliche Digitalisierungen als Friseur
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Mobile Payment
Kunden Haarpflegeprodukte und Dienstleistungen über mobile Zahlungssysteme verkaufen.
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Augmented-Reality-Visualisierung
Mithilfe von Augmented Reality (AR)-Anwendungen Kunden neue Haarfarben und Frisuren vorschlagen
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Karrierechancen als Friseur
Friseurberufe bieten mehr als nur Schneiden, Färben und Föhnen – sie kombinieren Handwerk, Kreativität und Unternehmertum. Der Beruf öffnet zahlreiche Karrierechancen, von der Spezialisierung in Bereichen wie Color Correction und Barbering bis hin zur Selbstständigkeit oder internationalen Tätigkeiten. Ob Fachlaufbahn, Führung oder die Arbeit auf Kreuzfahrtschiffen und bei Fashion Weeks, wer sich kontinuierlich weiterbildet, kann sich ein starkes Profil aufbauen. Mit gezieltem Marketing, Fachwissen und einer klaren Preisstrategie wächst man nicht nur im Salon, sondern auch als Marke. -
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