Ausbildung als Drogist
Sie sind die Allrounder, die man in Drogeriemärkten so gut wie alles fragen kann: Drogisten und Drogistinnen beraten über die Inhaltsstoffe von Kosmetika, bestimmten Lebensmitteln, Körperpflege- oder Waschmitteln. Darüber hinaus beraten sie über die Anwendung von Heil- und Hilfsmitteln sowie von frei verkäuflichen Arzneimitteln. Sie empfehlen zudem geeignete Produkte, unterstützen Kunden und Kundinnen bei der Bedienung von Digitalfototerminals und bedienen die Kasse. Außerdem gestalten sie die Sortimentsauswahl mit und nutzen dabei ihr Wissen über die Kundenwünsche. Um die Waren ansprechend zu präsentieren, gestalten und dekorieren sie auch Schaufenster und Verkaufsräume. Ferner planen und realisieren sie verkaufsfördernde Maßnahmen und übernehmen organisatorische und kaufmännische Tätigkeiten im Personal- und Rechnungswesen.
Ausbildungsanfänger in Deutschland
- 52%
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- Mittlerer Bildungsabschluss 52%
- Hochschulreife 26%
- Mittelschulabschluss 20%
- ohne Mittelschulabschluss 1%
- Sonstige 1%
Ausbildungsdetails
| Ausbildungsdauer | 3 Jahre |
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Ausbildungsgehalt als Drogist
(Abweichungen möglich, Stand: 01. September 2025, Quelle: Drogeriewarenhandel)
Ausbildungsverkürzung
Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Drogist lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.
Mögliche Berufsschulen für Drogist
6 Ausbildungsplätze Drogist vorhanden
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Entdecke die Unternehmenskultur
Drogist (m/w/d)
Ausbildung 2027dm-drogerie markt GmbH + Co. KGEbersberger Straße 3a83043 Bad AiblingStudium mit AusbildungDuales Studium BWL-HandelBachelor of Arts (B.A.) -
Drogist (m/w/d)
Ausbildung 2026dm-drogerie markt GmbH + Co. KGMaisacher Str. 12282256 FürstenfeldbruckStudium mit AusbildungDuales Studium BWL-HandelBachelor of Arts (B.A.) -
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Entdecke die Unternehmenskultur
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Entdecke die Unternehmenskultur
Drogist (m/w/d)
Ausbildung 2026dm-drogerie markt GmbH + Co. KGMünchener Straße 18685051 IngolstadtStudium mit AusbildungDuales Studium BWL-HandelBachelor of Arts (B.A.)
Interessante Schulfächer
Deutsch
(z.B. zum Verfassen von Berichten und Dokumentationen)
Chemie
(z.B. für Kenntnisse über chemische Reaktionen)
Mathematik
(z.B. bei der Kassenführung, Preisgestaltung und Lagerverwaltung)
Wie viel verdient man als Drogist
Während der Ausbildung zum Drogisten erhalten Auszubildende bereits eine attraktive Vergütung. Im ersten Ausbildungsjahr verdient man bis zu 1.255 € brutto pro Monat. Im zweiten Ausbildungsjahr steigt das Gehalt auf bis zu 1.355 €, und im dritten Ausbildungsjahr können es sogar bis zu 1.475 € pro Monat sein. Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung eröffnen sich weitere finanzielle Perspektiven. Ein Drogist kann mit einem Einstiegsgehalt von mindestens 2.476 € brutto pro Monat rechnen. Im Durchschnitt liegt das Gehalt in diesem Beruf bei etwa 2.969 €. In gut positionierten Unternehmen oder bei besonderer Berufserfahrung kann das Einkommen sogar bis zu 3.391 € monatlich betragen. Der Beruf des Drogisten bietet somit nicht nur eine abwechslungsreiche Tätigkeit im Handel und der Beratung, sondern auch eine solide und steigende Einkommensperspektive.
Was man in der Ausbildung als Drogist lernt
Die Ausbildung zum Drogisten umfasst eine breite Palette von Themen, die für die Tätigkeit in einer Drogerie relevant sind. Die angehenden Drogisten werden in verschiedenen Bereichen geschult, um sie auf ihre vielfältigen Aufgaben vorzubereiten. Zu diesen Bereichen gehört die Beschaffung von Produkten, bei der sie lernen, Bestellungen aufzugeben und Lieferungen zu verwalten, um sicherzustellen, dass die Drogerie stets über ausreichende Lagerbestände verfügt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Lagerung der Produkte, bei der sie den richtigen Umgang mit den Waren erlernen, um ihre Qualität zu erhalten und sicherzustellen, dass sie den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Im Bereich des Absatzes werden verschiedene Verkaufstechniken und -strategien vermittelt, um Kunden zu beraten, Produkte zu präsentieren und den Verkauf zu fördern. Zudem erhalten die Auszubildenden Einblicke in Personalmanagementpraktiken wie Arbeitszeiterfassung, Urlaubsplanung und Mitarbeiterführung im Bereich Personalwesen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist die Schulung im Rechnungswesen, wo grundlegende Buchhaltungs- und Abrechnungsaufgaben erlernt werden, um den finanziellen Betrieb der Drogerie zu unterstützen. Zudem werden sie über Gesundheitsthemen informiert und lernen, Kunden zu Ernährungsfragen zu beraten sowie sie über Produkte für die Gesundheitspflege zu informieren. In den Bereichen Kosmetik, Körperpflege und Parfümerie erhalten die angehenden Drogisten eine umfassende Schulung, um Kunden bei der Auswahl von Produkten und der Pflege ihrer Haut und ihres Körpers zu unterstützen. Des Weiteren werden sie über rechtliche Bestimmungen informiert, die den Verkauf von Drogerieprodukten betreffen, sowie über chemische Produkte, Reinigungsmittel und Pflanzenschutzmittel und deren sichere Anwendung und Lagerung. Insgesamt bereitet die Ausbildung zum Drogisten die angehenden Fachkräfte umfassend darauf vor, Kunden in einer Drogerie zu beraten, Produkte zu verkaufen und den reibungslosen Betrieb des Geschäfts sicherzustellen.
Tipps für Bewerber als Drogist
Bewerbung
Als Drogist/in arbeitest du an der Schnittstelle zwischen Gesundheit, Kosmetik und Beratung. Du kennst dich mit Pflegeprodukten, Arzneimitteln, Naturheilmitteln und sogar Fotoartikeln aus. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du freundlich, verantwortungsbewusst und serviceorientiert bist.
- Interesse an Gesundheit und Beratung betonen: Du hilfst Menschen, das richtige Produkt für ihre Bedürfnisse zu finden – Einfühlungsvermögen ist wichtig.
- Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein: Medikamente und Pflegeprodukte müssen korrekt verkauft und erklärt werden.
- Kommunikationsfreude: Freundlichkeit und Zuhören sind entscheidend – du arbeitest täglich mit Kundinnen und Kunden.
- Interesse an Warenkunde: Du solltest neugierig sein, wie Produkte wirken und hergestellt werden.
- Tipp: Wenn du dich für Kosmetik, Heilpflanzen oder gesunde Lebensweise interessierst, erwähne das unbedingt – es passt perfekt zum Beruf.
Kleidung für das Gespräch
Im Einzelhandel, besonders in der Gesundheitsbranche, zählt ein gepflegtes, sympathisches Auftreten – du sollst Vertrauen und Professionalität ausstrahlen.
- Ordentlich und freundlich: Stoffhose oder Jeans mit Hemd, Bluse oder Pullover – sauber und schlicht.
- Gepflegt und dezent: Dezente Farben und ein natürliches Erscheinungsbild wirken seriös.
- Saubere Hände und Frisur: Körperpflege ist Teil deines Berufs – das sollte man dir ansehen.
- Körpersprache: Offen, aufmerksam und freundlich – so wirkst du kompetent und kundenorientiert.
- Ziel: Du sollst zeigen, dass du zuverlässig, hilfsbereit und gepflegt auftrittst.
Mögliche Fragen im Gespräch
Im Gespräch möchte der Betrieb wissen, ob du kommunikativ, verantwortungsvoll und kundenorientiert bist.
- „Warum möchten Sie Drogist/in werden?“
- „Was interessiert Sie an Gesundheit und Kosmetik?“
- „Wie gehen Sie mit Kunden um, die unsicher oder unfreundlich sind?“
- „Wie wichtig ist Ihnen Genauigkeit beim Verkauf von Arzneimitteln?“
- „Wie reagieren Sie, wenn Sie eine Produktfrage nicht sofort beantworten können?“
- „Wie würden Sie einem Kunden ein Produkt empfehlen, ohne aufdringlich zu wirken?“
Tipp: Denk an Situationen, in denen du freundlich beraten, Verantwortung übernommen oder ruhig reagiert hast – das zeigt, dass du gut in den Beruf passt.
Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst
Wenn du am Ende gefragt wirst, ob du noch Fragen hast, kannst du mit passenden Fragen Interesse und Engagement zeigen.
- „Wie ist die Ausbildung zum Drogisten aufgebaut?“
- „Welche Bereiche – z. B. Kosmetik, Gesundheit, Ernährung – spielen in Ihrem Betrieb die größte Rolle?“
- „Wie viel Kundenkontakt hat man im Alltag?“
- „Welche internen Schulungen oder Weiterbildungen gibt es für Auszubildende?“
- „Wie wird auf richtige Beratung bei Gesundheitsprodukten geachtet?“
- „Welche Karrierechancen gibt es nach der Ausbildung – z. B. Filialleitung oder Fachberater/in?“
Tipp: Frag nach Weiterbildung, Produktwissen oder Kundenberatung – das zeigt, dass du den Beruf nicht nur als Verkauf, sondern als verantwortungsvolle Beratung siehst.
Mögliche Karrierechancen als Drogist
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Ausbilder - AdA-Schein
Andere Weiterbildung
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Betriebswirt - Absatz/Marketing
Kaufmännische Weiterbildung
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Betriebswirt - Handel
Kaufmännische Weiterbildung
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Fachwirt - Handel
Kaufmännische Weiterbildung
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Fachwirt - Marketing
Kaufmännische Weiterbildung
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Pharmareferent
Andere Weiterbildung
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Pharmazie (Studium)
Studium
Vorteile des Berufs Drogist
Umfassendes Wissen über Produkte und Wirkstoffe
Drogisten erlernen während ihrer Ausbildung ein breites Spektrum an Wissen über Arzneimittel, Kosmetika, Körperpflegeprodukte, Nahrungsergänzungsmittel und weitere Gesundheitsprodukte. Sie sind damit in der Lage, Kunden fundiert zu beraten und auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen.
Kundenberatung und -betreuung
Drogisten sind direkte Ansprechpartner für Kunden in Apotheken, Drogerien oder Fachgeschäften für Gesundheits- und Schönheitsprodukte. Sie helfen Kunden bei der Auswahl geeigneter Produkte, klären über deren Anwendung und Wirkung auf und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung.
Prävention und Gesundheitsförderung
Drogisten tragen zur Prävention von Krankheiten und zur Gesundheitsförderung bei, indem sie Kunden zu einem gesunden Lebensstil, zur richtigen Anwendung von Arzneimitteln und Kosmetika sowie zu Ernährungsfragen beraten.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Während ihrer Ausbildung arbeiten Drogisten eng mit Apothekern, Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA), Ärzten und anderen Gesundheitsfachkräften zusammen. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht es, Kunden ganzheitlich zu betreuen und eine optimale Versorgung sicherzustellen.
Kundenorientierung und Service
Drogisten legen großen Wert auf Kundenservice und -zufriedenheit. Sie nehmen sich Zeit für individuelle Beratungsgespräche, gehen auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden ein und bieten zusätzliche Services wie Hautanalysen, Gesundheitschecks oder Produkttests an.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Drogisten können in Apotheken, Drogerien, Reformhäusern, Parfümerien, Kosmetikstudios, Gesundheitszentren oder im Einzelhandel tätig sein. Sie haben somit eine breite Auswahl an Arbeitsorten und können je nach Interesse und Spezialisierung ihre Karriere gestalten.
Häufige Fragen zum Ausbildungsberuf Drogist
Mögliche Digitalisierungen als Drogist
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Shop-Systeme
Betreuung von Online-Shops übernehmen und den Verkauf von Drogeriewaren im E-Commerce durchführen.
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Mobile Payment
Arbeit mit digitalen Bezahlsystemen wie kontaktlosem und kassenlosem Bezahlen.
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Warehouse-Management-Systeme - WMS
Mithilfe von Lagerverwaltungssoftware Bestände überwachen und ein- sowie ausgehende Warenströme steuern.
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Store-Management-System
Handlungsempfehlungen des Systems konfigurieren und auswerten, um flexibel Engpässe zu bewältigen und die Kundenzufriedenheit steigern zu können.
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Interaktive Verkaufsassistenten
Unterstützung für Kunden beim Umgang mit interaktiven Beauty- und Fotobuch-Apps.
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Serviceroboter
Roboter zur Bestandskontrolle oder zum Auffüllen von Regalen implementieren und einsetzen.
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Automatisierte Bestandskontrolle
Wareneingang und Lagerbestände mithilfe von mobilen Geräten erfassen.
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Der Drogist: Ein Ratgeber für Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden
Hinter den Regalen eines Drogeriemarkts verbirgt sich eine Fachkraft, die mit Fachwissen und Empathie ausgestattet ist, um Kunden bei der Auswahl der richtigen Produkte für ihre individuellen Bedürfnisse zu unterstützen.