Ausbildung als Präparationstechnischer Assistent
Präparationstechnische Assistenten und -Assistentinnen sind Fachkräfte, die in verschiedenen Bereichen wie Biologie, Medizin oder Geologie tätig sein können. Ihre Aufgaben variieren je nach Schwerpunkt, können aber folgendes umfassen:
Biologie: In der Biologie verarbeiten sie Tier- und Pflanzenmaterial zu Anschauungsobjekten. Sie präparieren beispielsweise Tiere für die Ausstellung in Museen oder für den Unterricht. Sie betreuen auch Sammlungen und Schauvitrinen und sorgen für deren Pflege und Instandhaltung Medizin: Im medizinischen Bereich arbeiten sie bei Sektionen mit und präparieren menschliche und tierische Organe. Diese Präparate dienen der Forschung und Lehre, beispielsweise in Anatomie-Kursen oder bei medizinischen Untersuchungen.
Geologie: In der Geologie präparieren sie Gesteinsproben und erdgeschichtliche Abdrücke von Tieren und Pflanzen. Diese Präparate dienen der Erforschung der Erdgeschichte und können beispielsweise in Museen ausgestellt werden.
Anschauungs-, Demonstrations- oder Versuchsobjekte: Präparationstechnische Assistenten und -Assistentinnen können auch mit der Präparation von Objekten zu Anschauungs-, Demonstrations- oder Versuchszwecken befasst sein. Sie bereiten beispielsweise Proben für mikroskopische Untersuchungen vor oder stellen Modelle her.
Die genauen Aufgaben können je nach Arbeitsplatz variieren. Präparationstechnische Assistenten und Assistentinnen arbeiten in Laboren, Forschungseinrichtungen, Museen oder Bildungseinrichtungen. Sie arbeiten eng mit Biologen, Medizinern, Geologen und anderen Fachkräften zusammen. Eine Ausbildung zum präparationstechnischen Assistenten und zur präparationstechnischen Assistentin dauert in der Regel drei Jahre und schließt mit einer Prüfung ab. Für diese Tätigkeit sind fundierte Kenntnisse im jeweiligen Fachbereich, handwerkliches Geschick und eine sorgfältige Arbeitsweise erforderlich.
Ausbildungsgehalt als Präparationstechnischer Assistent
Während der schulischen Ausbildung erhält man keine Vergütung. An manchen Schulen fallen für die Ausbildung Kosten an, z.B. Schulgeld, Aufnahme- und Prüfungsgebühren.
(Abweichungen möglich, Stand: 05. Oktober 2023, )
Interessante Schulfächer
Mathematik
(z.B. um die prozentuale Zusammensetzung chemischer Verbindungen zu berechnen und statistische Kenngrößen zu finden)
Wie viel verdient man als Präparationstechnischer Assistent
Die Ausbildung zum Präparationstechnischen Assistenten ist eine schulische Ausbildung, daher erhältst du während dieser Zeit keine Vergütung. Doch der Start in den Beruf wird finanziell umso attraktiver. Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von mindestens 3.106 € pro Monat rechnen. Mit wachsender Berufserfahrung steigt dein Verdienst auf durchschnittlich 3.665 €, und in einigen Fällen sind sogar Gehälter von bis zu 4.368 € möglich. Diese Verdienstmöglichkeiten spiegeln die hohe Spezialisierung und das Fachwissen wider, das du in diesem anspruchsvollen Berufsfeld erwirbst. Der Beruf des Präparationstechnischen Assistenten bietet dir daher nicht nur interessante Tätigkeiten, sondern auch eine vielversprechende finanzielle Perspektive.
Tipps für Bewerber als Präparationstechnischer Assistent
Bewerbung
Als Präparationstechnische/r Assistent/in arbeitest du an der spannenden Schnittstelle von Medizin, Biologie und Technik. Du unterstützt Ärztinnen, Pathologen und Wissenschaftler bei der Untersuchung von Gewebe, Zellen und Organen. Dabei erstellst du mikroskopische Präparate, konservierst Proben, führst Färbungen durch und dokumentierst Untersuchungsergebnisse. Der Beruf erfordert Konzentration, Verantwortungsbewusstsein und ein gutes Verständnis biologischer Abläufe. In deiner Bewerbung solltest du zeigen, dass du sorgfältig, belastbar und naturwissenschaftlich interessiert bist.
- Sorgfalt und Genauigkeit: Du arbeitest mit empfindlichem biologischem Material – Fehler können Ergebnisse verfälschen.
- Naturwissenschaftliches Verständnis: Biologie, Chemie und Anatomie gehören zu deinem Arbeitsalltag.
- Verantwortungsbewusstsein: Du gehst respektvoll mit Gewebeproben und medizinischen Materialien um.
- Belastbarkeit: Präparationen erfordern Konzentration, Geduld und ein sicheres Auftreten – auch in ungewohnten Situationen.
- Teamfähigkeit: Du arbeitest mit Ärzten, Laborpersonal und Forschern zusammen.
Tipp: Wenn du dich für Biologie und Medizin begeisterst und präzises Arbeiten schätzt, erwähne das – es zeigt, dass du die Mischung aus Wissenschaft und Verantwortung, die diesen Beruf prägt, verstanden hast.
Kleidung für das Gespräch
Im medizinisch-wissenschaftlichen Bereich zählen Sauberkeit, Professionalität und Ruhe. Du solltest zeigen, dass du verantwortungsvoll, konzentriert und respektvoll auftrittst.
- Schlichte, gepflegte Kleidung: Eine Stoffhose oder saubere Jeans mit Hemd, Bluse oder Polo wirkt sachlich und ordentlich.
- Neutrale Farben: Weiß, Grau oder Hellblau wirken ruhig und professionell.
- Saubere, geschlossene Schuhe: Zeigen Hygienebewusstsein und Ernsthaftigkeit.
- Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Hände, ordentliche Frisur, dezentes Auftreten – spiegelt Laborhygiene wider.
- Ruhige, konzentrierte Ausstrahlung: Zeigt Verantwortungsbewusstsein und Genauigkeit.
Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der mit Sorgfalt, Disziplin und Respekt arbeitet – Eigenschaften, die in der Präparation unverzichtbar sind.
Mögliche Fragen im Gespräch
Der Ausbildungsbetrieb möchte wissen, ob du dir der Verantwortung und der besonderen Arbeitsbedingungen bewusst bist.
- „Was interessiert Sie besonders am Beruf des Präparationstechnischen Assistenten?“
- „Wie gehen Sie mit dem Gedanken um, an biologischem Material zu arbeiten?“
- „Welche naturwissenschaftlichen Fächer liegen Ihnen besonders?“
- „Wie bewahren Sie Konzentration bei langen und anspruchsvollen Arbeiten?“
- „Wie reagieren Sie, wenn etwas nicht wie geplant gelingt?“
- „Wie wichtig ist Ihnen Hygiene und Sorgfalt im Labor?“
Tipp: Denk an Situationen, in denen du ruhig, genau und konzentriert gearbeitet hast – solche Beispiele zeigen, dass du das nötige Verantwortungsgefühl für die Arbeit im medizinischen Umfeld mitbringst.
Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst
Eigene Fragen zeigen, dass du dich für die wissenschaftlichen und praktischen Aspekte der Ausbildung interessierst.
- „Wie ist die Ausbildung zwischen Laborarbeit, Präparation und Theorie aufgebaut?“
- „Welche Arten von Präparaten oder Untersuchungen werden im Labor durchgeführt?“
- „Wie stark ist die Zusammenarbeit mit Ärztinnen, Pathologen oder Forschern?“
- „Welche Sicherheits- und Hygieneschulungen erhalten Auszubildende?“
- „Gibt es Spezialisierungsmöglichkeiten, z. B. in Histologie, Pathologie oder Forensik?“
- „Welche Perspektiven gibt es nach der Ausbildung – z. B. Arbeit in der Forschung oder Weiterbildung im medizinischen Bereich?“
Tipp: Frag nach Spezialisierungen, Laborarbeit und Weiterbildung – das zeigt, dass du nicht nur neugierig bist, sondern dich langfristig fachlich entwickeln möchtest.
Mögliche Karrierechancen als Präparationstechnischer Assistent
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Biologie (Studium)
Studium
-
Geowissenschaften (Studium)
Studium
Vorteile des Berufs Präparationstechnischer Assistent
Fachwissen in Präparationstechniken
Präparationstechnische Assistenten erwerben während ihrer Ausbildung umfassende Kenntnisse über anatomische Strukturen, Präparationstechniken und -methoden. Sie lernen, biologische Proben wie Gewebe, Organe oder Knochen für wissenschaftliche Untersuchungen oder medizinische Anwendungen präzise vorzubereiten und zu konservieren.
Arbeit in Forschungseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
Präparationstechnische Assistenten arbeiten hauptsächlich in Forschungslaboren, medizinischen Instituten, Pathologien, Anatomiesälen oder Tierpräparationswerkstätten. Sie unterstützen Wissenschaftler, Ärzte, Pathologen oder Veterinäre bei der Präparation von Proben für anatomische Studien, diagnostische Untersuchungen, medizinische Ausbildung oder wissenschaftliche Forschungsprojekte.
Handwerkliche Fertigkeiten und feinmotorische Geschicklichkeit
Die Ausbildung beinhaltet die Schulung in handwerklichen Fertigkeiten wie präzisem Schneiden, Sezieren, Präparieren, Färben, Fixieren oder Montieren von Gewebeproben und anatomischen Präparaten. Präparationstechnische Assistenten müssen über ausgeprägte feinmotorische Geschicklichkeit und Geduld verfügen, um ihre Arbeit präzise und akkurat auszuführen.
Kenntnisse in Anatomie und Histologie
Präparationstechnische Assistenten haben ein tiefgreifendes Verständnis der Anatomie und Histologie des menschlichen Körpers oder anderer Organismen. Sie sind vertraut mit den Strukturen, Funktionen und Krankheitsbildern von Geweben und Organen und können anatomische Präparate für Lehr- und Forschungszwecke herstellen.
Einsatz moderner Technologien
Die Ausbildung umfasst die Schulung im Umgang mit modernen Präparationsgeräten, Instrumenten und Technologien wie Mikroskopen, Skalpellen, Sezierbestecken, Fixier- und Färbemethoden, Bildgebungsverfahren oder digitaler Präparationstechnik.
Mögliche Digitalisierungen als Präparationstechnischer Assistent
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Holografie
3D-Hologrammsysteme in Dioramen implementieren.
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Digitales Sammlungsmanagement
Objekte fotografieren und in Sammlungssystemen erfassen.
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3D-Druck
Kleine Dekorationselemente für den Einsatz in Dioramen mit 3D-Druckern herstellen.
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3D-Laserscanning
Tier- und Pflanzenmaterial mit 3D-Laserscannern einscannen.