Sozialversicherungsfachangestellter – Unfallversicherung (m/w/d)

Wirtschaft, Verwaltung

Ausbildung als Sozialversicherungsfachangestellter – Unfallversicherung

Sozialversicherungsfachangestellte der Fachrichtung gesetzliche Unfallversicherung sind spezialisiert auf die Beurteilung von Versicherungsverhältnissen und die Zuständigkeit des Unfallversicherungsträgers für Versicherungsfälle und die Mitgliedschaft von Unternehmen. Sie sind verantwortlich für die Berechnung von Mitgliedsbeiträgen, die Veranlassung von Beitragszahlungen, die Überwachung des Zahlungseingangs und die Bearbeitung von Beitragserstattungen. Darüber hinaus beraten sie Mitglieder in versicherungsrechtlichen Belangen sowie Finanzierungsfragen.

Zu ihren Aufgaben gehört es auch, Leistungsansprüche bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten festzustellen und Geldleistungen an Versicherte und Hinterbliebene zu veranlassen. Im Rahmen von Heilbehandlungen und Rehabilitationsmaßnahmen prüfen sie Rechnungen über medizinische oder Sachleistungen, Reisekosten und Verdienstausfälle. Dabei arbeiten sie eng mit Leistungserbringern wie Ärzten, Krankenhäusern, Reha- und Pflegeeinrichtungen, Apotheken, Pflegediensten sowie einschlägigen Unternehmen zusammen.

Darüber hinaus können Sozialversicherungsfachangestellte der Fachrichtung gesetzliche Unfallversicherung auch administrative Aufgaben in der inneren Verwaltung übernehmen.

Diese Berufsgruppe erfordert fundierte Kenntnisse im Bereich des Sozialversicherungsrechts sowie ein gutes Verständnis für finanzielle Zusammenhänge. Sozialversicherungsfachangestellte müssen in der Lage sein, komplexe Sachverhalte zu analysieren und Lösungen zu finden. Sie sollten über gute Kommunikationsfähigkeiten verfügen, um Versicherte kompetent beraten zu können. Die Arbeit der Sozialversicherungsfachangestellten Fachrichtung gesetzliche Unfallversicherung bietet eine abwechslungsreiche Tätigkeit im Bereich der Sozialversicherung und ermöglicht es, Menschen in wichtigen Lebensbereichen zu unterstützen.

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Ausbildungsanfänger in Deutschland

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  • Hochschulreife 63%
  • Mittlerer Bildungsabschluss 37%
  • ohne Mittelschulabschluss 1%
  • Mittelschulabschluss 1%
  • Sonstige 1%

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Sozialversicherungsfachangestellter – Unfallversicherung

  • 1. Ausbildungsjahr 1.242 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.324 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.380 €

(Abweichungen möglich, Stand: 05. Oktober 2023, Quelle: Agentur für Arbeit)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Sozialversicherungsfachangestellter – Unfallversicherung lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Mögliche Berufsschulen für Sozialversicherungsfachangestellter – Unfallversicherung

Benötigte Stärken

Abbildung Person die eine leere Sprechblase in der Hand hält

Kommunikationsfähigkeit

(z.B. für das Beraten von Kunden)

Abbildung Balkendiagramm auf einen Klemmbrett

Wirtschaftliche Grundkenntnisse

(z.B. Verständnis für Zusammenhänge des Sozialsystems)

Abbildung einmal Dominosteine sortiert und einmal Dominosteine durcheinander

Sorgfalt

(z.B. bei der Verwaltung von Versichertendaten)

Interessante Schulfächer

Mathematik

(z.B. wenn man Versicherungsbeiträge berechnet)

Deutsch

(z.B. bei der Erstellung von Geschäftsbriefen und anderen Schriftstücken)

Was man in der Ausbildung als Sozialversicherungsfachangestellter – Unfallversicherung lernt

Die Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten in der Fachrichtung Unfallversicherung bietet umfassendes Wissen und praktische Fähigkeiten für die Arbeit im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung. Dieser wichtige Bereich der Sozialversicherung konzentriert sich auf die Prävention von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten sowie auf die Rehabilitation und Kompensation von Beschäftigten, die am Arbeitsplatz oder auf dem Weg dorthin verletzt wurden. Zu Beginn der Ausbildung lernen die Auszubildenden, wer genau unter den versicherten Personenkreis fällt. Dies umfasst in der Regel alle Arten von Beschäftigten, einschließlich der Auszubildenden und bestimmter Gruppen von Selbstständigen, sowie in einigen Fällen auch Personen, die ehrenamtlich tätig sind. Ein klares Verständnis der Kriterien, die bestimmen, wer versichert ist, ist entscheidend, um korrekte Versicherungsleistungen sicherzustellen. Ein weiteres wichtiges Thema der Ausbildung ist die Mitgliedschaft. Die Auszubildenden erhalten einen Einblick in die Struktur und die Regelungen der Mitgliedschaft in der Unfallversicherung. Sie lernen, welche Unternehmen und Einrichtungen versicherungspflichtig sind und wie die Anmeldung und Beitragszahlung der Unternehmen gehandhabt wird.

Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Sozialversicherungszweigen ist die Finanzierung der Unfallversicherung, die ausschließlich durch die Arbeitgeber erfolgt. Während der Ausbildung lernen die angehenden Sozialversicherungsfachangestellten, wie die Beiträge berechnet und erhoben werden, einschließlich der Bedeutung von Gefahrenklassen und des Umlageverfahrens, sowie wie die eingenommenen Mittel effektiv für Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen eingesetzt werden. Schließlich wird ein großer Teil der Ausbildung den Leistungen der Unfallversicherung gewidmet. Dazu zählen Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, umfassende Rehabilitationsleistungen, die darauf abzielen, die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der Versicherten nach einem Unfall oder bei einer Berufskrankheit wiederherzustellen, sowie Entschädigungsleistungen für die von Unfällen oder Berufskrankheiten Betroffenen. Die Auszubildenden erlernen die Details dieser Leistungen und wie sie effektiv angewendet werden, um den Versicherten bestmöglich zu unterstützen.

Mögliche Karrierechancen als Sozialversicherungsfachangestellter – Unfallversicherung

Vorteile des Berufs Sozialversicherungsfachangestellter – Unfallversicherung

Grundlagen der Unfallversicherung

Die Auszubildenden lernen die Strukturen und rechtlichen Grundlagen der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland kennen. Dies umfasst das Verständnis für die Aufgaben und Ziele der Unfallversicherungsträger, die Versicherungspflicht, sowie die Finanzierung des Systems.

Prävention und Unfallverhütung

Ein wichtiger Teil der Ausbildung ist die Vermittlung von Kenntnissen über Maßnahmen zur Unfallverhütung und zur Förderung der Arbeitssicherheit. Die Auszubildenden lernen, wie Betriebe und Versicherte beraten und unterstützt werden können, um Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu vermeiden.

Leistungen der Unfallversicherung

Die Auszubildenden erhalten einen umfassenden Überblick über die Leistungen der Unfallversicherung, einschließlich medizinischer Rehabilitation, beruflicher Wiedereingliederung, Geldleistungen wie Verletztengeld und Renten sowie Hinterbliebenenleistungen.

Antragsbearbeitung und Leistungsfall

Die Auszubildenden erlernen die Prozesse der Antragsannahme, -prüfung und -bearbeitung für Leistungen nach Arbeitsunfällen oder bei Berufskrankheiten. Dies beinhaltet die Bewertung von Unfallberichten, die Koordination mit Ärzten und Therapeuten sowie die Entscheidung über Leistungsansprüche.

Rehabilitationsmanagement

Die Ausbildung umfasst das Management von Rehabilitationsmaßnahmen mit dem Ziel, die Betroffenen möglichst schnell und effektiv in das Berufsleben und in die Gesellschaft zurückzuführen.

Kommunikation und Beratung

Die Auszubildenden lernen, effektiv mit Versicherten, Unternehmen, Ärzten und anderen Beteiligten zu kommunizieren. Sie erwerben Fähigkeiten in der individuellen Beratung und Unterstützung von Unfallopfern und deren Angehörigen.

Datenschutz und Diskretion

Angesichts der Verarbeitung sensibler persönlicher und medizinischer Daten der Versicherten lernen die Auszubildenden die Bedeutung des Datenschutzes und der vertraulichen Behandlung von Informationen.

Praktische Erfahrung

Die Ausbildung beinhaltet Praktika bei Unfallversicherungsträgern, wo die Auszubildenden praktische Erfahrungen im Umgang mit Versicherungsfällen sammeln und ihr erlerntes Wissen anwenden können.

Mögliche Digitalisierungen als Sozialversicherungsfachangestellter – Unfallversicherung

  • Video-Ident-Verfahren

    Beim Online-Abschluss von Versicherungsverträgen werden Videoidentifizierungsverfahren verwendet.

  • E-Invoicing

    Elektronische Beitragsrechnungen automatisiert durch Buchhaltungssoftware versenden.

  • Vertragsgeneratoren

    Verwendung von Software zur automatisierten Erstellung von Versicherungsverträgen.

  • Chatbots

    Informationen von Beratungssuchenden aus der ersten Kontaktaufnahme mit Chatbots verarbeiten.

  • Digitales Dokumentenmanagement - DMS

    Anlage, Verwaltung und Übermittlung von Versorgungsplänen und Gutachten in digitaler Form.

  • Digitale Sozialplattformen

    Digitale Entgegennahme und Verwaltung von Unterlagen und Daten von Versicherten.

  • Algorithmic Decision Making - ADM

    Mithilfe Advanced Data Mining (ADM) die Bewertung des Versicherungsrisikos von Personen durchführen.

  • Sprachassistenten

    Informationen von Beratungssuchenden aus der ersten Kontaktaufnahme mit Sprachassistenten verarbeiten.

  • E-Akte

    Digitale Verwaltung und Archivierung von Versicherungsakten.

  • Formularmanagementsysteme

    Digitale Entgegennahme, Bearbeitung und Verwaltung von Antragsformularen.

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