Elektroanlagenmonteur (m/w/d)

Elektro
Abbildung junger Mann arbeitet an einer Elektroanlage

Ausbildung als Elektroanlagenmonteur

Überall dort, wo Strom fließt, sind sie gefragt, denn ohne sie fließt gar nichts: Elektroanlagenmonteure und Elektroanlagenmonteurinnen sind idealerweise geborene Tüftler mit handwerklichem Geschick und Freude am Lösen mitunter kniffliger Aufgaben, denn sie installieren Anlagen wie Generatoren oder Transformatoren, Laternen, Überlandleitungen, Straßenbahn-Oberleitungen oder Blitzableiter. Sie planen dabei die Auftragsabwicklung und stellen Messwerkzeuge, Materialien sowie Hilfs- und Werkstoffe bereit. Außerdem fertigen sie mechanische oder elektrische Bauteile an, die sie für die geplante Montage benötigen. Sie montieren Anschluss- und Verteilertafeln, verdrahten Baugruppen und prüfen Anlagenteile. Im Auftrag der Kunden führen sie auch Instandhaltungs- bzw. Reparaturarbeiten an defekten Anlagen durch.

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Ausbildungsanfänger in Deutschland

  • 59%
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  • 14%
  • 2%
  • 2%
  • Mittlerer Bildungsabschluss 59%
  • Mittelschulabschluss 23%
  • Hochschulreife 14%
  • ohne Mittelschulabschluss 2%
  • Sonstige 2%

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Elektroanlagenmonteur

  • 1. Ausbildungsjahr 1.264 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.324 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.401 €

(Abweichungen möglich, Stand: 10. Januar 2025, Quelle: WSI Tarifarchiv)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Elektroanlagenmonteur lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Mögliche Berufsschulen für Elektroanlagenmonteur

7 Ausbildungsplätze Elektroanlagenmonteur vorhanden

Benötigte Stärken

Abbildung Animation von einer Skyline

Technisches Verständnis

(z.B. um komplexe elektrische Systeme und Anlagen zu installieren)

Abbildung Person mit Hammer und Akkuschrauber

Handwerkliches Geschick

(z.B. um elektrische Komponenten korrekt zu montieren und zu verdrahten)

Abbildung Frau die überrascht auf sich selber mit dem Finger zeigt

Verantwortungsbewusstsein

(z.B. die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften)

Abbildung zwei Personen schlagen ein

Teamfähigkeit

(z.B. für eine reibungslose Zusammenarbeit und effektive Projektumsetzung)

Abbildung Person die einen Ordner als Hut trägt

Belastbarkeit

(z.B. die Arbeit erfordert oft langes Stehen und Arbeiten in unbequemen Positionen)

Interessante Schulfächer

Mathematik

(z.B. für Berechnungen von elektrischen Größen wie Spannung und Stromstärke)

Werken / Technik

(z.B. Wissen über elektrische und magnetische Felder sowie über Kräfte)

Informatik

(z.B. im Umgang mit modernen, computergesteuerten Elektroanlagen)

Physik

(z.B. beim Überprüfen und Installieren elektrischer Anlagen)

Deutsch

(z.B. für das Verfassen von Berichten und technischen Dokumentationen)

Wie viel verdient man als Elektroanlagenmonteur

Während der Ausbildung zum Elektroanlagenmonteur kannst du mit einem ansprechenden Ausbildungsgehalt rechnen. Im ersten Ausbildungsjahr verdienst du 1.124 € brutto pro Monat. Im zweiten Jahr steigt dein Gehalt auf 1.184 €, und im dritten Jahr erhältst du bereits 1.261 €. Nach erfolgreichem Abschluss deiner Ausbildung steigert sich dein Verdienst erheblich. Das Einstiegsgehalt liegt bei mindestens 3.654 € brutto pro Monat. Im Durchschnitt verdienen Elektroanlagenmonteure etwa 4.414 €, und in manchen Fällen kannst du sogar bis zu 5.104 € monatlich erreichen, abhängig von deiner Berufserfahrung, dem Unternehmen und der Region, in der du arbeitest. Mit dieser soliden Vergütung bietet der Beruf des Elektroanlagenmonteurs eine vielversprechende finanzielle Perspektive.

Was man in der Ausbildung als Elektroanlagenmonteur lernt

Als Elektroanlagenmonteur ist es von entscheidender Bedeutung, über eine Vielzahl von Fertigkeiten und Kenntnissen zu verfügen, um erfolgreich in der Montage und Instandhaltung elektrischer Anlagen zu arbeiten. Dazu gehört zunächst die Fähigkeit zur technischen und betrieblichen Kommunikation, um effektiv mit Kollegen, Vorgesetzten und Kunden zu interagieren. Ein wichtiger Aspekt der Arbeit besteht darin, die Auftragsabwicklung zu planen und die Auftragsausführung vorzubereiten. Dazu gehört das Einrichten und Abräumen der Montagestelle, um einen reibungslosen Ablauf der Arbeiten zu gewährleisten. Des Weiteren umfasst die Tätigkeit das Bearbeiten und Verbinden von mechanischen Teilen sowie das Zusammenbauen und Verdrahten von Baugruppen und Schaltschränken.

Ein Elektroanlagenmonteur ist auch für das Montieren von elektrischen Maschinen, Geräten und anderen Betriebsmitteln verantwortlich. Dies beinhaltet auch das Montieren von Leitungsführungssystemen und das Verlegen von Leitungen, um eine ordnungsgemäße Verbindung herzustellen. Das Installieren von elektrischen Anlagen ist ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit, wobei Prüfungen, Messungen, Einstellungen und das Inbetriebnehmen der Anlagen durchgeführt werden müssen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Fehlersuche und Fehlerbehebung in elektrischen Anlagen, um sicherzustellen, dass sie ordnungsgemäß funktionieren. Schließlich ist die Dokumentation der durchgeführten Arbeiten unerlässlich, um eine lückenlose Aufzeichnung zu gewährleisten und bei Bedarf Referenzmaterial zur Verfügung zu haben.

Tipps für Bewerber als Elektroanlagenmonteur

Bewerbung

Als Elektroanlagenmonteur/in sorgst du dafür, dass elektrische Anlagen sicher funktionieren – von der Stromversorgung über Schaltanlagen bis zur Beleuchtung. Du installierst, prüfst und wartest elektrische Systeme in Gebäuden oder Industrieanlagen. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du technisch interessiert, sorgfältig und verantwortungsbewusst bist.

  • Technisches Verständnis betonen: Du arbeitest mit Strom, Schaltplänen und Messgeräten – Interesse an Elektronik ist entscheidend.
  • Sorgfalt und Genauigkeit: Sicherheit steht an erster Stelle – Fehler dürfen hier nicht passieren.
  • Handwerkliches Geschick: Du arbeitest mit Werkzeug, Kabeln und Bauteilen – praktische Begabung ist wichtig.
  • Teamarbeit: Auf Baustellen oder in Betrieben arbeitest du mit Kolleginnen und Kollegen Hand in Hand.
  • Tipp: Wenn du dich für Technik, Physik oder Elektronik begeisterst oder schon ein Praktikum in einem Elektroberuf gemacht hast, erwähne das unbedingt.

Kleidung für das Gespräch

Im Handwerk zählt ein gepflegtes, bodenständiges und zuverlässiges Auftreten – du sollst zeigen, dass du anpacken und sicher arbeiten kannst.

  • Saubere Alltagskleidung: Jeans oder Stoffhose mit Hemd oder Polo-Shirt – ordentlich, aber nicht übertrieben.
  • Dezent und gepflegt: Saubere Kleidung und ein freundliches Auftreten sind wichtiger als Schickimicki.
  • Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Hände und ein wacher Eindruck zeigen Verantwortungsbewusstsein.
  • Körpersprache: Ruhig, aufmerksam und interessiert – das vermittelt Zuverlässigkeit und Ernsthaftigkeit.
  • Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der sorgfältig und konzentriert arbeitet.

Mögliche Fragen im Gespräch

Im Gespräch möchte der Betrieb wissen, ob du Interesse an Technik, Verantwortungsgefühl und Teamfähigkeit mitbringst.

  • „Warum möchten Sie Elektroanlagenmonteur/in werden?“
  •  „Was interessiert Sie an elektrischen Anlagen oder Stromversorgungssystemen?“
  • „Wie gehen Sie vor, wenn eine Anlage nicht funktioniert?“
  • „Wie wichtig ist Ihnen Sicherheit bei der Arbeit?“
  •  „Wie reagieren Sie, wenn eine Aufgabe komplizierter ist als gedacht?“
  •  „Wie arbeiten Sie im Team, wenn verschiedene Gewerke beteiligt sind?“

Tipp: Denk an Situationen, in denen du sorgfältig gearbeitet, technische Probleme gelöst oder Verantwortung übernommen hast – das zeigt, dass du das richtige Mindset für diesen Beruf hast.

Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst

Wenn du am Ende gefragt wirst, ob du noch Fragen hast, kannst du mit gezielten Fragen echtes Interesse und Verantwortungsbewusstsein zeigen.

  • „Wie ist die Ausbildung zum Elektroanlagenmonteur aufgebaut?“
  •  „Welche Anlagen oder Systeme lerne ich während der Ausbildung kennen?“
  •  „Wie viel Zeit verbringt man in der Praxis und wie viel in der Berufsschule?“
  • „Wie werden Azubis im Bereich Arbeitssicherheit geschult?“
  •  „Welche technischen Neuerungen spielen im Betrieb derzeit eine Rolle?“
  • „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung Elektrotechniker oder Meister?“

Tipp: Frag nach Sicherheit, Technik oder Weiterbildung – das zeigt, dass du langfristig denkst und Verantwortung übernehmen willst.
 

Mögliche Karrierechancen als Elektroanlagenmonteur

Vorteile des Berufs Elektroanlagenmonteur


Vielseitigkeit der Tätigkeiten

Elektroanlagenmonteure arbeiten an der Installation, Wartung und Reparatur von elektrischen Anlagen in verschiedenen Bereichen wie Wohngebäuden, Industrieanlagen, Bürokomplexen und öffentlichen Einrichtungen. Diese Vielseitigkeit bietet eine abwechslungsreiche und spannende Tätigkeit.

Technisches Know-how

Während ihrer Ausbildung erwerben Elektroanlagenmonteure fundierte Kenntnisse über Elektrotechnik, Schaltpläne, Verkabelung, Sicherheitsvorschriften und elektrische Systeme. Sie lernen, komplexe elektrische Probleme zu identifizieren und zu lösen, und sind in der Lage, elektrische Anlagen sachgemäß zu installieren und zu warten.

Sicherheit am Arbeitsplatz

Sicherheit hat in der Elektrotechnik oberste Priorität. Elektroanlagenmonteure werden darauf trainiert, sicher mit elektrischen Geräten und Anlagen umzugehen, um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden. Sie kennen die geltenden Sicherheitsvorschriften und -standards und setzen diese konsequent um.

Praktische Erfahrung

Die Ausbildung zum Elektroanlagenmonteur beinhaltet in der Regel eine Kombination aus theoretischem Unterricht in der Berufsschule und praktischer Arbeit in Betrieben oder auf Baustellen. Dadurch erhalten die Auszubildenden wertvolle praktische Erfahrungen und können ihr theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen.

Technologische Innovationen

Die Elektrotechnik ist ein sich ständig weiterentwickelndes Feld mit ständigen technologischen Innovationen. Elektroanlagenmonteure müssen sich kontinuierlich über neue Technologien, Produkte und Verfahren informieren und ihre Fähigkeiten entsprechend aktualisieren.

Beitrag zur Nachhaltigkeit

Elektroanlagenmonteure spielen eine wichtige Rolle bei der Förderung von Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Sie installieren und warten energieeffiziente Beleuchtungs- und Heizsysteme, Solaranlagen, Ladestationen für Elektrofahrzeuge und andere umweltfreundliche Technologien.

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Mögliche Digitalisierungen als Elektroanlagenmonteur

  • Speicherprogrammierbare Steuerung

    Einrichten von automatisierten Systemen und Steuerungen.

  • Mikroelektronik

    Mikrochips in Steuerungssysteme integrieren.

  • Sprachassistenten

    Durch die Verwendung von Sprachassistenten eine Fehlerdiagnose ausführen.

  • Photonik

    Integrieren von optischen Sensoren in Steuerungssysteme.

  • Service-Portale und -Apps

    Bereitstellung von technischen Dokumentationen für Kunden über Geräte, Systeme und Anlagen; Interaktion mit Kunden bei technischen Störungen aufrechterhalten.

  • Connected Buildings

    Installation von Teilen von Gebäudeautomationssystemen.

  • Sensorik

    Einbau und Kontrolle von Brandmeldern.

  • Aktoren

    Installation von intelligente Aktoren für Steuerungs-, Sicherheits- und Diagnosefunktionen.

  • 3D-Druck

    Bauteile mit verschiedenen Materialpulvern Schicht für Schicht aufbauen, nachdem ein digitaler Datensatz eingegeben wurde.

  • Predictive Maintenance

    Minimierung ungeplanter Reparaturen und Ausfälle durch kontinuierliche Auswertung von System- und Anlagendaten.

  • Collaborative Robots - Cobots

    Zusammenarbeit mit Robotern bei der Installation von Bauteilen, Baugruppen und Maschinen.

  • Wearable Technology

    Datenbrillen verwenden, um Wartungs- und Reparaturarbeiten zu unterstützen.

  • Echtzeitdatensysteme

    Vorausschauende Wartung von Anlagen und Systemen durch Analyse von Maschinen- und Prozessdaten in Echtzeit.

  • Augmented Reality Operation

    Mithilfe von virtuell eingeblendeten Informationen Montage- und Instandhaltungsarbeiten durchführen.