Elektroniker – Informations- und Systemtechnik (m/w/d)

Elektro
Abbildung Mann mit Brille steht vor einer elektronischen Anlage

Ausbildung als Elektroniker – Informations- und Systemtechnik

Sie sind die Praktiker an der Seite jener, die z.B. ein spannendes Computerspiel entwickeln, irgendeine Software neu erfinden oder bestimmte Prozesse automatisieren: Elektroniker und Elektronikerinnen für Informations- und Systemtechnik sind an der Entwicklung von Automatisierungssystemen, Informations- und Kommunikationssystemen, Steuerungselementen, Signal- und Sicherheitssystemen oder funktechnischen Systemen beteiligt und arbeiten an deren Umsetzung und Installation mit. Sie montieren elektronische Bauteile, konfigurieren Betriebssysteme und Netzwerke und richten Benutzeroberflächen und Schnittstellen ein, damit ein reibungsloser Arbeitsablauf gewährleistet ist. Außerdem passen sie standardisierte Softwarelösungen an, programmieren Softwarekomponenten sowie Schnittstellen, integrieren Hard- und Softwarekomponenten und führen Systemtests durch. Wenn es mal irgendwo hakt, sind sie auch für den Support zuständig.

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Ausbildungsanfänger in Deutschland

  • 66%
  • 32%
  • 2%
  • 1%
  • 1%
  • Hochschulreife 66%
  • Mittlerer Bildungsabschluss 32%
  • Mittelschulabschluss 2%
  • ohne Mittelschulabschluss 1%
  • Sonstige 1%

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3,5 Jahre

Ausbildungsgehalt als Elektroniker – Informations- und Systemtechnik

  • 1. Ausbildungsjahr 1.264 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.324 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.401 €
  • 4. Ausbildungsjahr 1.452 €

(Abweichungen möglich, Stand: 10. Januar 2025, Quelle: WSI Tarifarchiv)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Elektroniker – Informations- und Systemtechnik lässt sich bis auf 2,5 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Mögliche Berufsschulen für Elektroniker – Informations- und Systemtechnik

1 Ausbildungsplatz Elektroniker – Informations- und Systemtechnik vorhanden

Benötigte Stärken

Abbildung Person vor einem Laptop

Computerkenntnisse

(z.B. in der Programmierung und um Informationssysteme zu entwickeln)

Abbildung Animation von einer Skyline

Technisches Verständnis

(z.B. beim Durchführen von Systemtests)

Abbildung Frau macht Box auf und gezeichnete Glühbirnen kommen raus

Logisches Denken

(z.B. um komplexe Systeme zu analysieren, Probleme zu identifizieren und effektive Lösungen zu finden)

Abbildung Person mit Hammer und Akkuschrauber

Handwerkliches Geschick

(z.B. um technische Einrichtungen instand zu setzen und zu warten)

Abbildung zwei Personen schlagen ein

Teamfähigkeit

(z.B. bei der Zusammenarbeit mit anderen Fachkräften)

Abbildung Frau die mit Kamera in einem Feld sitzt und Fotos macht

Kreativität

(z.B. bei der Konzeption von Softwarelösungen)

Interessante Schulfächer

Mathematik

(z.B. für die Berechnung von elektrischen Strömen, Spannungen und Widerständen)

Physik

(z.B. um moderne-, digitale- und elektrische Systeme zu verstehen)

Informatik

(z.B. um mit computergesteuerten Systemen zu arbeiten und diese zu programmieren)

Werken / Technik

(z.B. für technische Zeichnungen und Pläne bei der Arbeit mit Bauplänen)

Wie viel verdient man als Elektroniker – Informations- und Systemtechnik

Während der Ausbildung zum Elektroniker für Informations- und Systemtechnik steigert sich das Gehalt schrittweise. Im ersten Ausbildungsjahr erhält man 1.124 €, im zweiten 1.184 €, im dritten 1.261 € und im vierten Ausbildungsjahr 1.312 €. Diese Vergütung ermöglicht eine solide finanzielle Grundlage, während man sich wertvolle Fachkenntnisse aneignet. Nach Abschluss der Ausbildung steigen die Verdienstmöglichkeiten deutlich an. Das Einstiegsgehalt liegt bei mindestens 3.366 €, im Durchschnitt verdienen Elektroniker in diesem Bereich etwa 4.194 €, wobei Spitzengehälter bis zu 5.200 € erreicht werden können. Damit bietet der Beruf nicht nur eine interessante technische Tätigkeit, sondern auch attraktive Perspektiven in Bezug auf das Einkommen und die berufliche Weiterentwicklung.

Was man in der Ausbildung als Elektroniker – Informations- und Systemtechnik lernt

Der Elektroniker für Informations- und Systemtechnik erwirbt während seiner Ausbildung umfassende Fertigkeiten und Kenntnisse, um komplexe elektronische Systeme zu planen, zu installieren, zu konfigurieren und zu warten. Dabei spielen moderne Themen wie Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit eine zentrale Rolle. Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist die betriebliche und technische Kommunikation sowie das Planen und Organisieren der Arbeit, einschließlich der Bewertung der Arbeitsergebnisse. Der Auszubildende lernt, elektrische Betriebsmittel zu montieren und anzuschließen sowie Messungen und Analysen von elektrischen Funktionen und Systemen durchzuführen. Darüber hinaus erwirbt er Kenntnisse im Beurteilen der Sicherheit von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln sowie im Installieren und Konfigurieren von IT-Systemen. Die Beratung und Betreuung von Kunden sowie das Erbringen von Serviceleistungen gehören ebenfalls zum Ausbildungsinhalt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der technischen Auftragsanalyse, Lösungsentwicklung und dem Erstellen von Software. Die Ausbildung umfasst auch das Integrieren und Konfigurieren von Systemen sowie das Durchführen von Systemtests im Rahmen des technischen Service und der Systemoptimierung. Die erlangten Qualifikationen können in verschiedenen Einsatzgebieten vertieft werden, darunter Automatisierungssysteme, Signal- und Sicherheitssysteme, Informations- und Kommunikationssysteme, funktechnische Systeme sowie eingebettete Systeme (Embedded Systems). Durch diese umfassende Ausbildung ist der Elektroniker für Informations- und Systemtechnik optimal auf die vielfältigen Anforderungen seines späteren Berufsfeldes vorbereitet.

Tipps für Bewerber als Elektroniker – Informations- und Systemtechnik

Bewerbung

Als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik entwickelst, installierst und wartest komplexe Systeme, die Informationen verarbeiten – etwa in Computern, Kommunikationsanlagen oder Sicherheitssystemen. Du arbeitest an der Schnittstelle von Elektronik, Informatik und Netzwerktechnik. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du technisches Verständnis, logisches Denken und Genauigkeit mitbringst.

  • Technik- und IT-Interesse betonen: Du arbeitest mit Hard- und Software, Netzwerken und Steuerungen – Freude an Technik und Computern ist entscheidend.
  • Analytisches Denken: Du musst Fehler systematisch finden, Programme verstehen und Schaltungen analysieren können.
  • Sorgfalt und Konzentration: Schon kleine Ungenauigkeiten können Systeme lahmlegen – Präzision zählt.
  • Teamfähigkeit: Du arbeitest mit Entwicklern, Technikern und IT-Spezialisten – Kommunikation ist wichtig.
  • Tipp: Wenn du gern tüftelst, programmierst oder dich für Computerhardware interessierst, erwähne das – es zeigt, dass du Spaß an vernetzten Systemen hast.

Kleidung für das Gespräch

In einem technisch geprägten Beruf zählt ein gepflegtes, sachliches und aufgeschlossenes Auftreten – du sollst zeigen, dass du konzentriert und verantwortungsvoll arbeitest.

  • Schlicht und ordentlich: Jeans oder Stoffhose mit Hemd, Bluse oder Polo-Shirt – sauber und neutral.
  • Dezent und gepflegt: Ein aufgeräumtes, technikaffines Erscheinungsbild wirkt professionell.
  • Gepflegtes Auftreten: Saubere Kleidung und eine ruhige, wache Ausstrahlung sind entscheidend.
  •  Körpersprache: Aufmerksam, ruhig und freundlich – das vermittelt Sorgfalt und technisches Interesse.
  •  Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der logisch denkt und präzise arbeitet.

Mögliche Fragen im Gespräch

Im Gespräch möchte der Betrieb wissen, ob du systematisch arbeitest, technisches Verständnis und Interesse an Informationssystemen mitbringst.

  • „Warum möchten Sie Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik werden?“
  • „Was interessiert Sie an der Verbindung von Elektronik und Informatik?“
  • „Wie gehen Sie vor, wenn ein System nicht funktioniert?“
  • „Wie wichtig ist Ihnen Teamarbeit bei technischen Projekten?“
  • „Wie behalten Sie den Überblick, wenn mehrere Systeme gleichzeitig geprüft werden müssen?“
  • „Wie reagieren Sie, wenn Sie unter Zeitdruck ein Problem lösen sollen?“

Tipp: Denk an Situationen, in denen du ruhig, analytisch oder mit Technik gearbeitet hast – das zeigt, dass du für diesen Beruf geeignet bist.

Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst

Wenn du am Ende gefragt wirst, ob du noch Fragen hast, kannst du mit durchdachten Fragen Interesse und Fachverständnis zeigen.

  •  „Wie ist die Ausbildung im Bereich Informations- und Systemtechnik aufgebaut?“
  •  „Mit welchen Systemen oder Netzwerken arbeite ich während der Ausbildung?“
  • „Wie viel Programmierung gehört zur Ausbildung dazu?“
  • „Wie werden Azubis an komplexe Hard- und Softwarelösungen herangeführt?“
  • „Welche Technologien spielen in Ihrem Betrieb eine große Rolle – z. B. Netzwerktechnik, Steuerungssysteme oder IoT?“
  • „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung IT-Systemelektronik oder Techniker?“

Tipp: Frag nach Netzwerken, Programmierung oder neuen Technologien – das zeigt, dass du verstehst, dass dieser Beruf die Verbindung von Elektronik und moderner IT ist.
 

Mögliche Karrierechancen als Elektroniker – Informations- und Systemtechnik

Vorteile des Berufs Elektroniker – Informations- und Systemtechnik

Spezialisierung auf Informations- und Kommunikationstechnologie

Elektroniker für Informations- und Systemtechnik sind darauf spezialisiert, komplexe IT-Systeme zu planen, zu installieren, zu warten und zu reparieren. Dazu gehören beispielsweise Netzwerke, Telekommunikationssysteme, Computertechnik, Server- und Storage-Systeme, sowie VoIP-Systeme und mehr.

Technisches Fachwissen

Der Beruf erfordert ein tiefes Verständnis für Elektronik, Informationstechnologie, Netzwerktechnik, Kommunikationstechnik, sowie für Betriebssysteme, Datenbanken und Anwendungssoftware. Elektroniker für Informations- und Systemtechnik müssen in der Lage sein, komplexe IT-Systeme zu verstehen, zu analysieren und zu optimieren.

Integration von IT-Technologien

Elektroniker für Informations- und Systemtechnik spielen eine wichtige Rolle bei der Integration von Informationstechnologie (IT) in verschiedene Anwendungsgebiete. Sie sind verantwortlich für die Implementierung von vernetzten Systemen, Cloud Computing, Cybersecurity, IoT (Internet of Things) und mehr.

Effizienzsteigerung und Digitalisierung

Elektroniker für Informations- und Systemtechnik tragen dazu bei, die Effizienz von Geschäftsprozessen zu steigern und die Digitalisierung von Unternehmen voranzutreiben. Sie entwickeln und implementieren IT-Lösungen, die es Unternehmen ermöglichen, ihre Abläufe zu optimieren, Kosten zu senken und Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

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Mögliche Digitalisierungen als Elektroniker – Informations- und Systemtechnik

  • Mikroelektronik

    Beteiligt an der Entwicklung von Mikroprozessorsteuerungen für Kommunikations- und Automatisierungssysteme.

  • Fahrerassistenzsysteme - FAS

    Beteiligt an der Entwicklung von Steuerungen für Fahrerassistenzsysteme.

  • Maschine-zu-Maschine-Kommunikation - M2M

    Schnittstellen für digital vernetzte Anlagen und Systeme definieren und spezifizieren.

  • 5G-Technologie

    Digitale Vernetzung von Informationssystemen durch 5G-Technologie.

  • Photonik

    Integrieren von optischen Sensoren in Steuerungssysteme.

  • Mensch-Maschine-Kommunikation

    Programmieren und Benutzerschnittstellen für vernetzte Systeme kundenfreundlich erstellen.

  • Connected Buildings

    installieren von Informationstechnische Systeme für die Gebäudeautomation.

  • 3-D-Simulation

    Kommunikations- und Automatisierungssysteme virtuell simulieren und testen.

  • Embedded Systems

    Installation von Systemsoftware für Kommunikations-, Sicherheits- oder Diagnosesysteme.

  • Service-Portale und -Apps

    Unterstützung durch Service-Portal-Anwendungen und Schnittstellen bereitstellen; Annahme von Störungsmeldungen durchführen.

  • Aktoren

    Konfiguration von intelligente Aktoren für Steuerungs-, Sicherheits- und Diagnosefunktionen.

  • Sensorik

    Installation von Sensoren zur Erfassung von Prozessgrößen wie Temperatur oder Druck.

  • 3D-Druck

    Elektronische Bauelemente auf Oberflächen bedrucken.

  • Predictive Maintenance

    Minimierung ungeplanter Reparaturen und Ausfälle durch kontinuierliche Auswertung der Systemdaten.

  • Maschinendatenerfassung

    Installation von Systemen zur Überwachung von fertigungsbezogenen Daten.

  • Echtzeitdatensysteme

    Vorausschauende Wartung von Anlagen und Systemen durch Analyse von Maschinen- und Prozessdaten in Echtzeit.

  • Wearable Technology

    Datenbrillen verwenden, um Wartungs- und Reparaturarbeiten zu unterstützen.

  • Vernetzte Produktionssysteme

    Vernetzte Automatisierungssystemkomponenten einrichten und instand halten.

  • Augmented Reality Operation

    Mittels virtuell eingeblendeter Daten die Wartung von Maschinen und Prüfeinrichtungen durchführen.

  • 3D-Laserscanning

    Vermessung industrielle Anlagen und deren Umgebung vor Verlagerungs- oder Umbaumaßnahmen.

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