Fahrzeuglackierer (m/w/d)

Verkehr, Logistik
Abbildung Mann mit Atemschutzmaske, der ein Fahrzeugteil in rot lackiert

Ausbildung als Fahrzeuglackierer

Ob ein Unfall, ein Kratzer im Lack oder die Lust auf Abwechslung: Wenn der fahrbare Untersatz eine neue Farbe braucht, sind die Fahrzeuglackierer und Fahrzeuglackiererinnen gefragt. Sie lackieren Fahrzeuge sowie deren Aufbauten und gestalten sie ggf. mit Beschriftungen oder Motiven. Ferner beurteilen sie Karosserie- und Lackschäden und bereiten Untergründe z.B. durch Schleifen und Grundieren für die Lackierung vor. Darüber hinaus versiegeln sie Hohlräume und konservieren Oberflächen mit Pflegemitteln. Sie demontieren und montieren Bauteile, messen und prüfen die Funktion elektrischer, elektronischer, pneumatischer und hydraulischer Bauteile bzw. Systeme.

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Ausbildungsanfänger in Deutschland

  • 55%
  • 31%
  • 10%
  • 4%
  • 1%
  • Mittlerer Bildungsabschluss 55%
  • Mittelschulabschluss 31%
  • Hochschulreife 10%
  • ohne Mittelschulabschluss 4%
  • Sonstige 1%

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Fahrzeuglackierer

  • 1. Ausbildungsjahr 850 € bis 1.264 €
  • 2. Ausbildungsjahr 935 € bis 1.324 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.100 € bis 1.401 €

(Abweichungen möglich, Stand: 01. August 2025, Quelle: WSI Tarifarchiv)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Fahrzeuglackierer lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Mögliche Berufsschulen für Fahrzeuglackierer

27 Ausbildungsplätze Fahrzeuglackierer vorhanden

Benötigte Stärken

Abbildung Person mit Hammer und Akkuschrauber

Handwerkliches Geschick

(z.B. im Umgang mit der Spritzpistole)

Abbildung einmal Dominosteine sortiert und einmal Dominosteine durcheinander

Sorgfalt

(z.B. beim Reinigen, Spachteln und Schleifen)

Abbildung Frau die mit Kamera in einem Feld sitzt und Fotos macht

Kreativität

(z.B. für das Aufbringen von Zierlackierungen im Airbrush-Verfahren)

Abbildung Kind mit den Fingern in den Ohren

Auffassungsgabe

(z.B. bei der Bedienung von Spritzlackgeräten)

Interessante Schulfächer

Mathematik

(z.B. für die Flächen- und Voluminaberechnung und das Mischungsverhältnis der Farbmengen)

Chemie

(z.B. für das Verständnis des chemischen Verhaltens von Trägermaterialien)

Werken / Technik

(z.B. bei der Montage von Fahrzeugbauteilen)

Wie viel verdient man als Fahrzeuglackierer

Während der Ausbildung zum Fahrzeuglackierer kann man bereits ein attraktives Gehalt erwarten. Im ersten Ausbildungsjahr verdient man bis zu 1.124 €, im zweiten Jahr steigt das Einkommen auf bis zu 1.184 €, und im dritten Ausbildungsjahr kann man bis zu 1.261 € monatlich erhalten. Nach erfolgreich bestandener Ausbildung startet das Einstiegsgehalt bei mindestens 2.780 € brutto im Monat. Im Durchschnitt liegt das Gehalt eines Fahrzeuglackierers bei etwa 3.306 €, und erfahrene Fachkräfte können sogar bis zu 4.211 € verdienen. Diese Gehaltsentwicklung zeigt, dass sich die Ausbildung nicht nur in fachlicher Hinsicht lohnt, sondern auch attraktive finanzielle Perspektiven für die Zukunft bietet.

Was man in der Ausbildung als Fahrzeuglackierer lernt

Die Ausbildung zum Fahrzeuglackierer vermittelt umfassende Kenntnisse und Fertigkeiten, die für die professionelle Lackierung von Fahrzeugen notwendig sind. Ein wichtiges Element dieser Ausbildung ist die Kundenorientierung, die Auszubildenden lernen, auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden einzugehen und entsprechend zu beraten. Der Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken ist ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. Die Auszubildenden werden geschult, aktuelle Technologien zu nutzen, um Arbeitsaufträge zu übernehmen, zu planen und zu dokumentieren. In der Phase der Auftragsübernahme, Planung, Vorbereitung und Organisation von Arbeitsaufgaben lernen die Auszubildenden, wie sie Aufträge effizient bearbeiten und vorbereiten. Dies umfasst die Bewertung des Arbeitsumfangs, die Auswahl der notwendigen Materialien und die Planung der Arbeitsschritte. Das Arbeiten im Team und das Einrichten von Arbeitsplätzen sind ebenfalls wichtige Fähigkeiten, die während der Ausbildung erworben werden. Die Auszubildenden lernen, wie man Arbeitsbereiche effektiv organisiert und sicherstellt, dass alle notwendigen Werkzeuge und Materialien verfügbar sind. Die Bedienung und Instandhaltung von Geräten, Werkzeugen, Maschinen und Anlagen ist für die Ausübung des Berufs unerlässlich. Die Auszubildenden erhalten praktische Erfahrungen im Umgang mit der für die Fahrzeuglackierung benötigten Ausrüstung. Ein weiterer wichtiger Bereich ist das Be- und Verarbeiten von Werk-, Hilfs- und Beschichtungsstoffen sowie von Bauteilen. Die Auszubildenden lernen, verschiedene Materialien und Techniken zu verwenden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Das Prüfen, Bewerten und Vorbereiten von Untergründen ist entscheidend für die Qualität der Lackierung. Die Auszubildenden lernen, Oberflächen zu beurteilen und vorzubereiten, um eine optimale Haftung und ein perfektes Finish zu gewährleisten. Die Ausbildung umfasst auch das Herstellen, Bearbeiten, Behandeln und Gestalten von Oberflächen. Die Auszubildenden erwerben Fähigkeiten in verschiedenen Lackiertechniken, einschließlich der Erstellung von Design- und Effektlackierungen. Das Ausführen von Demontage- und Montagearbeiten ist Teil der Ausbildung, um den Auszubildenden zu ermöglichen, Fahrzeugteile für die Lackierung korrekt zu entfernen und nach Abschluss der Arbeiten wieder anzubringen. Die Herstellung von Beschriftungen und das Anwenden von Design- und Effektlackierungen geben den Auszubildenden die Möglichkeit, kreativ zu sein und individuelle Gestaltungen umzusetzen. Schließlich lernen die Auszubildenden, qualitätssichernde Maßnahmen durchzuführen, um sicherzustellen, dass alle Lackierarbeiten den höchsten Standards entsprechen. Insgesamt bietet die Ausbildung zum Fahrzeuglackierer eine gründliche Grundlage für eine Karriere in diesem künstlerischen und technisch anspruchsvollen Handwerk.

Tipps für Bewerber als Fahrzeuglackierer

Bewerbung

Als Fahrzeuglackierer/in sorgst du dafür, dass Autos und andere Fahrzeuge nicht nur geschützt, sondern auch perfekt aussehen. Du bereitest Oberflächen vor, mischst Farben, lackierst und polierst – manchmal auch bei aufwendigen Designarbeiten. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du sorgfältig, kreativ und handwerklich geschickt bist.

  •     Sorgfalt und Genauigkeit betonen: Eine Lackierung muss makellos sein – Präzision und Geduld sind entscheidend.
  •     Handwerkliches Geschick: Schleifen, Spritzen, Polieren – du arbeitest mit Werkzeug, Maschinen und Farben.
  •     Sinn für Farbe und Gestaltung: Du wählst Farbtöne, kombinierst Lacke und achtest auf Details.
  •     Verantwortungsbewusstsein: Lackierarbeiten schützen Fahrzeuge – sauberes und sicheres Arbeiten ist Pflicht.
  •     Tipp: Wenn du Freude an Farben, Technik und Gestaltung hast, erwähne das – es zeigt, dass du sowohl kreativ als auch praktisch denkst.

Kleidung für das Gespräch

Im Handwerk zählt ein gepflegtes, bodenständiges und zuverlässiges Auftreten – du sollst zeigen, dass du sorgfältig arbeitest.

  •     Saubere Alltagskleidung: Jeans oder Stoffhose mit Hemd, Polo-Shirt oder Pullover – ordentlich, aber nicht formell.
  •     Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Hände und Kleidung zeigen, dass du Wert auf Ordnung legst.
  •     Natürlich und ruhig: Du musst nicht elegant wirken – wichtig ist ein sympathischer, aufmerksamer Eindruck.
  •     Körpersprache: Ruhig, freundlich und konzentriert – das zeigt Genauigkeit und Zuverlässigkeit.
  •     Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der mit Geduld und Präzision arbeitet. 

Mögliche Fragen im Gespräch

Der Betrieb möchte wissen, ob du sorgfältig, technisch interessiert und verantwortungsbewusst bist.

  •     „Warum möchten Sie Fahrzeuglackierer/in werden?“
  •     „Was interessiert Sie besonders an Farben und Lackierungen?“
  •     „Wie gehen Sie vor, wenn bei einer Lackierung ein Fehler passiert?“
  •     „Wie behalten Sie die Ruhe bei filigranen oder aufwendigen Arbeiten?“
  •     „Wie wichtig ist Teamarbeit in der Werkstatt?“
  •     „Haben Sie schon Erfahrung mit handwerklicher Arbeit oder Kreativprojekten gesammelt?“

Tipp: Denk an Situationen, in denen du handwerklich gearbeitet oder kreative Ideen umgesetzt hast – das zeigt, dass du für den Beruf geeignet bist.

Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst

Wenn du am Ende gefragt wirst, ob du noch Fragen hast, kannst du mit gezielten Fragen Interesse und Lernbereitschaft zeigen.

  •     „Wie ist die Ausbildung zum Fahrzeuglackierer aufgebaut?“
  •     „Mit welchen Lacken und Beschichtungssystemen arbeitet der Betrieb?“
  •     „Wie stark ist der Anteil von Handarbeit im Vergleich zu Maschinenarbeit?“
  •     „Wie wird im Betrieb auf Umwelt- und Gesundheitsschutz geachtet?“
  •     „Wie viel Praxis habe ich während der Ausbildung im Bereich Designlackierungen oder Sonderfarben?“
  •     „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung Fahrzeugdesign oder Meisterschule?“

Tipp: Frag nach Technik, Umweltschutz und Gestaltung – das zeigt, dass du sowohl die handwerkliche als auch die kreative Seite des Berufs verstehst.
 

Vorteile des Berufs Fahrzeuglackierer

 Künstlerische Gestaltung

Fahrzeuglackierer haben die Möglichkeit, ihre künstlerischen Fähigkeiten und ihr ästhetisches Empfinden bei der Lackierung von Fahrzeugen einzusetzen. Sie können Farben, Designs und Lackierungen individuell anpassen und so einzigartige Fahrzeugoberflächen schaffen.

Breites Fachwissen

Die Ausbildung vermittelt ein breites Spektrum an Fachkenntnissen über Lacke, Farben, Beschichtungstechniken und Lackiermaterialien. Fahrzeuglackierer lernen, wie man Lacke mischt, Oberflächen vorbereitet, Lackierungen durchführt und Lackierarbeiten professionell ausführt.

Praxisorientierte Ausbildung

Fahrzeuglackierer erhalten eine praxisnahe Ausbildung in Lackierwerkstätten, Auto- oder Fahrzeugwerkstätten, Karosseriebauunternehmen oder Lackierereibetrieben. Dort können sie ihr erlerntes Wissen direkt anwenden und praktische Erfahrungen im Umgang mit verschiedenen Lackiermaterialien und -techniken sammeln.

Handwerkliches Geschick

Die Ausbildung vermittelt den Auszubildenden handwerkliche Fähigkeiten und Techniken, die für die Lackierung von Fahrzeugen erforderlich sind. Dazu gehören das Vorbereiten von Oberflächen, das Spritzen von Lacken, das Polieren von Lackierungen und das Durchführen von Qualitätskontrollen.

Technisches Verständnis

Fahrzeuglackierer benötigen ein grundlegendes Verständnis für die chemischen und physikalischen Eigenschaften von Lacken und Beschichtungsmaterialien sowie für die Funktionsweise von Lackieranlagen und -geräten. Sie lernen, wie man Lacke richtig anmischt, verdünnt und aufträgt, um ein gleichmäßiges und haltbares Ergebnis zu erzielen.

Qualitätsbewusstsein und Kundenorientierung

Als Fahrzeuglackierer legt man Wert auf hohe Qualitätsstandards und Kundenzufriedenheit. Man sorgt für eine präzise und saubere Lackierung, stellt sicher, dass Lackierungen gleichmäßig und haltbar sind, und geht auf die individuellen Wünsche und Anforderungen der Kunden ein.

Häufige Fragen zum Ausbildungsberuf Fahrzeuglackierer

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