Keramiker (m/w/d)

Produktion, Fertigung

Ausbildung als Keramiker

Keramiker und Keramikerinnen sind für die Herstellung von verschiedenen keramischen Produkten wie Ofenkacheln, Fliesen, Tassen, Tellern, Vasen und anderen Zier- und Gebrauchskeramiken verantwortlich. Sie können auch eigene Designs entwerfen. Wenn sie keine vorgefertigte Arbeitsmasse verwenden, mischen sie Ton und andere Zuschlagstoffe selbst zusammen. Je nach Projekt verwenden sie verschiedene Formgebungsverfahren. Runde Gebrauchs- und Zierkeramik wird auf Töpferscheiben gedreht. Andere Werkstücke wie Plastiken oder Kacheln werden modelliert oder in Gipsformen gegossen. Nach dem Formen werden die Rohlinge in den Ofen gebracht. Manche keramische Erzeugnisse werden mehrmals gebrannt. Der erste Brand, auch Schrühbrand genannt, verfestigt die Rohlinge, die dann bemalt und glasiert werden können. Beim Glattbrand wird schließlich die Glasur eingebrannt.

Je nach Größe des Betriebs könen Keramiker und Keramikerinnen auch in der Präsentation und im Verkauf der Produkte tätig sein.

Ausbildungsanfänger in Deutschland

  • 67%
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  • Hochschulreife 67%
  • Mittlerer Bildungsabschluss 33%
  • ohne Mittelschulabschluss 1%
  • Mittelschulabschluss 1%
  • Sonstige 1%

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Keramiker

Zur Höhe der Ausbildungsvergütung liegen derzeit keine Informationen vor.

(Abweichungen möglich, Stand: 04. Oktober 2023, )

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Keramiker lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Mögliche Berufsschulen für Keramiker

Benötigte Stärken

Abbildung einmal Dominosteine sortiert und einmal Dominosteine durcheinander

Sorgfalt

(z.B. wenn Sie Verzierungen und Henkel anbringen)

Abbildung Person mit Hammer und Akkuschrauber

Handwerkliches Geschick

(z.B. während des Gießens oder der Formung der Arbeitsmasse in Gipsformen)

Abbildung Person die auf einer Slackline balanciert

Konzentrationsfähigkeit

(z.B. bei der Herstellung keramischer Produkte auf Töpferscheiben oder dem Bemalen von Rohlingen)

Abbildung weiße Blüte von einer Blume

Sinn für Ästhetik

(z.B. bei der Gestaltung von Zierkeramik und der Umsetzung der Ideen)

Interessante Schulfächer

Kunst

(z.B. bei der Erstellung von Skizzen und Entwürfen, bei der Verzierung von Keramikprodukten)

Mathematik

(z.B. zum Zwecke der Berechnung der Zusammensetzung der Materialien)

Was man in der Ausbildung als Keramiker lernt

In der Ausbildung zum Keramiker erwerben die Auszubildenden vielfältige Fertigkeiten und Kenntnisse, die für die Herstellung keramischer Produkte wesentlich sind. Sie beginnen mit dem Anfertigen und Umsetzen von Entwürfen, was ihnen hilft, kreative Ideen in konkrete Produkte umzusetzen. Ein wichtiger Aspekt ihrer Ausbildung ist das Aufbereiten von keramischen Massen, die Grundlage für alle keramischen Arbeiten. Die Auszubildenden lernen, Rohlinge herzustellen und fertigzustellen sowie Suspensionen für verschiedene keramische Techniken zu erstellen. Ein weiterer wesentlicher Bereich ist das Bearbeiten und Gestalten von keramischen Oberflächen, was eine große Rolle bei der Endgestaltung der Produkte spielt. Das Trocknen und Brennen sind entscheidende Schritte im keramischen Prozess, die die Auszubildenden meistern müssen. Zudem ist die Produktkontrolle und Qualitätssicherung an Halb- und Fertigwaren ein wichtiger Bestandteil ihrer Ausbildung, um die hohen Standards in der Keramikherstellung zu gewährleisten.

Die Auszubildenden erlernen auch spezifische Techniken wie das Freidrehen und Abdrehen von Formen, das Formen, Aufbauen und Modellieren von Baukeramiken sowie das Entwerfen und Umsetzen von Dekoren. Sie beschäftigen sich mit halbmaschinellen Formgebungsverfahren, dem Henkeln und Garnieren und dem Herstellen von Modellen und Formen, was für die Vielfalt keramischer Produkte unerlässlich ist. Zudem wird großer Wert auf das Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen gelegt sowie auf das Handhaben, Pflegen und Instandhalten von Werkzeugen, Maschinen und Einrichtungen. Die betriebliche und technische Kommunikation ist ebenso Teil der Ausbildung wie qualitätssichernde Maßnahmen, die sicherstellen, dass die Produkte den Erwartungen entsprechen. Kundenorientierung, Produktverkauf sowie unternehmerisches Denken und Handeln sind weitere wesentliche Aspekte, die den Auszubildenden helfen, die geschäftlichen Aspekte ihrer Arbeit zu verstehen und erfolgreich im Berufsfeld zu agieren. Insgesamt bietet die Ausbildung zum Keramiker eine umfassende Grundlage für eine kreative und technisch anspruchsvolle Karriere in der Keramikbranche.

Mögliche Karrierechancen als Keramiker

Vorteile des Berufs Keramiker

Kreativität und Handwerk

Keramiker haben die Möglichkeit, kreative Ideen in die Praxis umzusetzen und einzigartige keramische Kunstwerke zu schaffen. Sie arbeiten mit Ton, Porzellan und anderen keramischen Materialien, formen sie von Hand oder mit Hilfe von Werkzeugen und gestalten sie nach ihren Vorstellungen.

Vielfalt der Anwendungen

Keramiker können eine Vielzahl von Produkten herstellen, darunter Gebrauchskeramik wie Töpfe, Geschirr und Vasen, dekorative Keramik wie Skulpturen und Kunstobjekte, Fliesen und Mosaike, sowie spezialisierte Produkte wie keramische Prothesen, technische Keramik oder keramische Bauteile.

Tradition und Innovation

Der Beruf des Keramikers vereint traditionelle Handwerkstechniken mit modernen Fertigungsmethoden und innovativen Materialien. Keramiker können alte Techniken wie Töpfern, Glasieren und Brennen weiterentwickeln und neue Technologien wie 3D-Druck, Digitaldruck oder Keramikbeschichtungen einsetzen, um innovative Produkte zu schaffen.

Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit

Keramik ist ein nachhaltiges und umweltfreundliches Material, das aus natürlichen Rohstoffen wie Ton, Kaolin und Feldspat hergestellt wird. Keramiker können umweltfreundliche Produktionsverfahren einsetzen, recycelte Materialien verwenden und energieeffiziente Brennöfen nutzen, um die Umweltauswirkungen ihrer Arbeit zu minimieren.

Handwerkliche Gemeinschaft

Keramiker arbeiten oft in Gemeinschaftswerkstätten, Ateliers oder Kunstzentren, wo sie sich mit anderen Handwerkern austauschen, voneinander lernen und gemeinsam Projekte umsetzen können. Diese handwerkliche Gemeinschaft bietet Unterstützung, Inspiration und kreative Zusammenarbeit.

Berufliche Selbstständigkeit

Viele Keramiker sind selbstständig und betreiben ihre eigenen Werkstätten oder Studios. Sie können ihre eigenen Produkte entwerfen, herstellen und verkaufen, an Kunsthandwerkermärkten und Ausstellungen teilnehmen oder individuelle Aufträge von Kunden entgegennehmen. Die Selbstständigkeit bietet Freiheit, kreative Kontrolle und die Möglichkeit, ein eigenes Geschäft aufzubauen.

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