Wasserbauer (m/w/d)

Landwirtschaft, Natur, Umwelt
Abbildung zwei Personen stehen im Wasser und halten einen Wasserschlauch

Ausbildung als Wasserbauer

Bei stehenden und fließenden Gewässern sind sie im Einsatz: Wasserbauer und Wasserbauerinnen pflegen die Bausubstanz von Dämmen, Regelungsbauwerken und Ufersicherungen sowie von Anlagen des Küsten- und Inselschutzes. Sie inspizieren Wehre, Schleusen, Stauseen und andere Staubauwerke, führen kleinere Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten aus oder veranlassen größere Reparaturen. Regelmäßig messen sie die Wasserstände und -tiefen, beseitigen Verkehrshindernisse wie Treibgut oder halten die Fahrrinne frei und stellen Schifffahrtszeichen auf. Bei Katastrophengefahr sorgen sie für den Schutz der Wasserwege und Küstenbauwerke. Außerdem überwachen und betreuen sie größere Bauvorhaben.

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Ausbildungsanfänger in Deutschland

  • 33%
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  • Mittlerer Bildungsabschluss 33%
  • Hochschulreife 21%
  • Mittelschulabschluss 13%
  • ohne Mittelschulabschluss 1%
  • Sonstige 1%

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Wasserbauer

  • 1. Ausbildungsjahr 1.080 € bis 1.087 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.200 € bis 1.300 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.291 € bis 1.550 €

(Abweichungen möglich, Stand: 01. August 2024, Quelle: Tarifinformationen des Bundes und der Länder)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Wasserbauer lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Benötigte Stärken

Abbildung Person mit Hammer und Akkuschrauber

Handwerkliches Geschick

(z.B. bei Wartungsarbeiten an Wehren, Schleusen und anderen Bauwerken)

Abbildung einmal Dominosteine sortiert und einmal Dominosteine durcheinander

Sorgfalt

(z.B. beim Sichern von Fahrrinne und Fahrwasser und Arbeiten mit Planierraupen)

Abbildung zwei Menschen beim Sport

Körperliche Fitness

(z.B. bei Arbeiten auf abschüssigen Böschungen und Booten)

Interessante Schulfächer

Werken / Technik

(z.B. bei der Planung von Ufersicherungen)

Physik

(z.B. für Messungen von Strömungsgeschwindigkeiten)

Sport

(z.B. für die Verrichtung körperlich anstrengender Arbeiten)

Wie viel verdient man als Wasserbauer

Während der Ausbildung zum Wasserbauer erhältst du bereits eine attraktive Vergütung, die sich mit jedem Ausbildungsjahr erhöht. Im ersten Jahr verdienst du 1.084 €, im zweiten Jahr steigert sich dein Gehalt auf 1.196 €, und im dritten Ausbildungsjahr kannst du mit 1.371 € rechnen. Diese finanzielle Unterstützung während deiner Ausbildung bietet dir Sicherheit und ermöglicht es, dich voll auf die spannenden Aufgaben des Wasserbaus zu konzentrieren. Nach erfolgreichem Abschluss kannst du mit einem Einstiegsgehalt von mindestens 3.419 € rechnen. Durchschnittlich verdienen Wasserbauer etwa 3.809 €, und mit wachsender Erfahrung sind Gehälter von bis zu 4.265 € möglich. Der Beruf des Wasserbauers bietet dir nicht nur abwechslungsreiche Tätigkeiten im Bau und der Instandhaltung von Wasserstraßen, sondern auch langfristig attraktive Verdienstmöglichkeiten und eine solide berufliche Perspektive in einem wichtigen Bereich des Ingenieurwesens.

Was man in der Ausbildung als Wasserbauer lernt

Während der Ausbildung zum Wasserbauer erwirbt man umfassende Fähigkeiten und Kenntnisse, die für die Planung, den Bau und die Instandhaltung von Bauwerken in und an Gewässern unerlässlich sind. Zu den Schwerpunkten der Ausbildung gehören: Zunächst erlernt man das Einrichten, Sichern und Räumen von Baustellen in und an Gewässern, um sichere Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Darüber hinaus werden Fertigkeiten im Anfertigen und Anwenden von technischen Unterlagen vermittelt, um Bauprojekte effektiv zu planen und umzusetzen. Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist das Durchführen von Vermessungen, um Geländeformen zu bestimmen und Baupositionen festzulegen. Dabei werden auch Kenntnisse über die Herstellung von Bauwerksteilen sowie den Umgang mit Werkzeugen, Geräten und Maschinen vermittelt.

Die Ausbildung umfasst zudem das Herstellen, Kontrollieren und Instandhalten von Bauwerken in und an Gewässern, einschließlich Ufersicherungen und Unterhaltungswegen. Maßnahmen zur Pflege und Entwicklung von Gewässern sowie für den Insel- und Küstenschutz werden ebenfalls vermittelt. Des Weiteren werden Aufgaben der Bauüberwachung erlernt, um die Einhaltung von Standards und Vorschriften sicherzustellen. Die Durchführung von gewässerkundlichen Messungen und Maßnahmen des Hochwasserschutzes gehören ebenso zum Ausbildungsprogramm wie das Führen schwimmender Fahrzeuge und das Bedienen schwimmender Geräte. Schließlich werden auch Themen wie das Betreiben und Unterhalten von Talsperren, Speichern und Rückhaltebecken sowie qualitätssichernde Maßnahmen behandelt, um die Qualität und Sicherheit von Wasserbauwerken zu gewährleisten.

Tipps für Bewerber als Wasserbauer

Bewerbung

Als Wasserbauer/in arbeitest du an Flüssen, Seen und Küsten – dort, wo Wasserbauwerke wie Schleusen, Dämme, Deiche oder Uferbefestigungen entstehen oder instand gehalten werden. Du schützt Landschaften vor Hochwasser, sorgst für sichere Schifffahrtswege und trägst zur Pflege und Stabilisierung von Gewässern bei. Dabei brauchst du handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit der Natur. In deiner Bewerbung solltest du zeigen, dass du praktisch veranlagt, wetterfest und zuverlässig bist.

  •  Technisches Verständnis: Du arbeitest mit Bauplänen, Maschinen und Vermessungstechnik.
  •  Sorgfalt: Im Wasserbau zählt Präzision – kleine Fehler können große Folgen haben.
  •  Teamfähigkeit: Du arbeitest mit Ingenieuren, Baggerführern und Vermessern zusammen.
  •  Körperliche Fitness: Die Arbeit findet oft im Freien und unter wechselnden Bedingungen statt.
  •  Verantwortungsbewusstsein: Du schützt Mensch, Umwelt und Infrastruktur.

Tipp: Wenn du dich für Wasser, Natur und Technik begeisterst und gern an Projekten arbeitest, die bleibende Spuren in der Landschaft hinterlassen, erwähne das – es zeigt, dass du für diesen Beruf das richtige Verantwortungsgefühl mitbringst.

Kleidung für das Gespräch

Im technischen und baulichen Bereich zählt ein gepflegtes, bodenständiges und zuverlässiges Auftreten. Du solltest zeigen, dass du praktisch, verantwortungsbewusst und naturverbunden bist.

  •  Saubere, schlichte Kleidung: Eine Jeans oder Stoffhose mit Hemd, Bluse oder Polo passt gut.
  •  Dezente Farben: Grau, Blau oder Grün wirken sachlich und naturverbunden.
  •  Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Kleidung, feste Schuhe und ordentliche Frisur vermitteln Sorgfalt.
  •  Ruhige, aufrechte Haltung: Zeigt Konzentration und Verlässlichkeit.
  •  Freundliche, sachliche Ausstrahlung: Wirkt engagiert und bodenständig.

Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der Technik, Natur und Verantwortung miteinander verbindet – praktisch, zuverlässig und respektvoll.

Mögliche Fragen im Gespräch

Der Ausbildungsbetrieb möchte wissen, ob du Interesse an Wasser, Technik und Teamarbeit hast.

  •  „Was interessiert Sie besonders am Wasserbau?“
  •  „Wie gehen Sie vor, wenn Arbeiten wegen Wetter oder Hochwasser erschwert sind?“
  •  „Wie wichtig ist Ihnen Teamarbeit im Freien und auf Baustellen?“
  •  „Wie behalten Sie die Übersicht, wenn mehrere Arbeiten gleichzeitig laufen?“
  •  „Wie gehen Sie mit Sicherheitsvorschriften und Schutzkleidung um?“
  •  „Haben Sie bereits handwerkliche oder technische Erfahrung gesammelt?“

Tipp: Denk an Situationen, in denen du praktisch gearbeitet, dich an wechselnde Bedingungen angepasst oder Verantwortung übernommen hast – das zeigt, dass du die richtige Haltung für den Wasserbau mitbringst.

Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst

Eigene Fragen zeigen, dass du dich für Technik, Umwelt und Projektarbeit interessierst.

  •  „An welchen Projekten oder Gewässern arbeitet Ihr Betrieb aktuell?“
  •  „Wie ist die Ausbildung zwischen Baustelle, Werkhof und Berufsschule aufgebaut?“
  •  „Welche Maschinen und Geräte kommen im Wasserbau regelmäßig zum Einsatz?“
  •  „Wie werden Umwelt- und Naturschutzaspekte bei Ihrer Arbeit berücksichtigt?“
  •  „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung Techniker/in, Meister/in oder Wasserbauingenieur/in?“
  •  „Wie wichtig sind moderne Vermessungs- und Steuerungssysteme im heutigen Wasserbau?“

Tipp: Frag nach Technik, Umweltaspekten und Projekten – das zeigt, dass du dich nicht nur für den handwerklichen Teil interessierst, sondern auch für die Verantwortung, die Wasserbauer für Umwelt und Infrastruktur tragen.

Mögliche Karrierechancen als Wasserbauer

Vorteile des Berufs Wasserbauer

Arbeit im Wasserbau

Wasserbauer sind auf die Planung, Errichtung und Instandhaltung von Wasserbauwerken spezialisiert, darunter Dämme, Deiche, Schleusen, Kanäle und Flussregulierungen. Diese Tätigkeiten sind von zentraler Bedeutung für den Hochwasserschutz, die Wasserversorgung, die Schifffahrt und den Umweltschutz.

Vielseitige Aufgaben

Die Arbeit als Wasserbauer ist äußerst vielseitig und abwechslungsreich. Sie umfasst technische Zeichnungen, Vermessungsarbeiten, den Umgang mit Baumaschinen, die Installation von Wasserbauwerken und die Durchführung von Wartungsarbeiten.

Verantwortungsvolle Aufgaben

Wasserbauer tragen eine hohe Verantwortung, da Fehler bei der Planung oder Umsetzung von Wasserbauwerken schwerwiegende Folgen haben können. Daher erfordert der Beruf ein hohes Maß an Präzision, Sorgfalt und technischem Verständnis.

Arbeit im Team

Bei der Umsetzung von Wasserbauprojekten arbeiten Wasserbauer oft im Team mit anderen Fachleuten wie Bauingenieuren, Vermessungstechnikern und Baumaschinenführern zusammen. Diese Teamarbeit fördert den Austausch von Ideen und das gemeinsame Lösen von Problemen.

Beitrag zur Umwelt und Gesellschaft

Wasserbauer leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Hochwasser, zur Sicherstellung der Wasserversorgung und zur Verbesserung der Wasserqualität. Durch ihre Arbeit tragen sie dazu bei, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und die Umwelt zu schützen.

Praktisches Arbeiten im Freien

Die Arbeit als Wasserbauer findet größtenteils im Freien statt, was für viele Menschen ein attraktiver Aspekt des Berufs ist. Man arbeitet in der Natur, oft an Flüssen, Seen oder Küsten, und kann die Landschaft maßgeblich mitgestalten.

Häufige Fragen zum Ausbildungsberuf Wasserbauer

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