Notarfachangestellter (m/w/d)

Wirtschaft, Verwaltung
Abbild Person stempelt ein Dokument

Ausbildung als Notarfachangestellter

Der Kauf eines Hauses, ein Ehevertrag oder die Gründung eines Unternehmens – bei all diesen rechtlichen Angelegenheiten ist der Gang ins Notariat erforderlich. Und dort wiederum sind die Notarfachangestellten unerlässliche Helfer der Notare, denn sie führen vorbereitende und begleitende Arbeiten bei der Beurkundung von Rechtsgeschäften durch; dies erstreckt sich unter anderem auf die Bereiche Haus¬- und Wohnungskauf, Ehevertrag, Vorsorgevollmacht und Testament. Im Rahmen ihrer Tätigkeiten erledigen sie wesentliche Teile der Korrespondenz mit den Mandanten, Gerichten, Behörden und Banken, nehmen Beurkundungsaufträge entgegen, führen Vorbesprechungen mit den Beteiligten und beschaffen erforderliche Unterlagen und Dokumente. Selbstständig bereiten sie Urkundenentwürfe vor und erstellen Schriftstücke wie Erbscheinanträge, Vollmachten, eidesstattliche Versicherungen oder Unterschriftsbeglaubigungen. Ihre Aufgaben reichen bis hin zur Abwicklung von Urkunden.

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Ausbildungsanfänger in Deutschland

  • 68%
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  • Hochschulreife 68%
  • Mittlerer Bildungsabschluss 31%
  • Mittelschulabschluss 1%
  • ohne Mittelschulabschluss 1%
  • Sonstige 1%

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Notarfachangestellter

  • 1. Ausbildungsjahr 1.237 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.291 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.341 €

(Abweichungen möglich, Stand: 01. Februar 2025, Quelle: Notarkammer)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Notarfachangestellter lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Mögliche Berufsschulen für Notarfachangestellter

20 Ausbildungsplätze Notarfachangestellter vorhanden

Benötigte Stärken

Abbildung zwei Menschen schütteln sich die Hand

Verhandlungsgeschick

(z.B. um mit Klienten über Vertragsinhalte zu verhandeln)

Abbildung einmal Dominosteine sortiert und einmal Dominosteine durcheinander

Sorgfalt

(z.B. beim Einhalten von Fristen und Gerichtsterminen)

Abbildung Notizen und Planungsunterlagen

Organisationsfähigkeit

(z.B. beim Vereinbaren von Terminen mit Mandanten)

Abbildung Menschenkette die sich gegenseitig hilft um auf einem Berg zu kommen

Hilfsbereitschaft

(z.B. bei der Unterstüzung der Mandanten bei Rechtsangelegenheiten)

Abbildung Verkäuferin berät einen Kunden

Kunden- & Serviceorientierung

(z.B. beim Eingehen auf die Bedürfnisse der Mandanten)

Interessante Schulfächer

Deutsch

(z.B. beim Erstellen von Schriftstücken und Urkunden)

Wirtschaft / Recht

(z.B. beim Informieren des Sachstandes von Rechtsangelegenheiten)

Rechnungswesen / Controlling

(z.B. für die Berechnung von Gebühren und Vorbereiten der Buchführung)

Englisch

(z.B. im grenzüberschreitenden Rechtsverkehr)

Wie viel verdient man als Notarfachangestellter

Während der Ausbildung zum Notarfachangestellten steigert sich das Gehalt jährlich. Im ersten Ausbildungsjahr verdienen Sie 1.087 € brutto monatlich, im zweiten Jahr steigt Ihr Verdienst auf 1.141 €, und im dritten Ausbildungsjahr können Sie sich über ein monatliches Gehalt von 1.191 € freuen. Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung erwartet Sie ein deutlich höheres Einkommen. Als Berufseinsteiger verdienen Sie mindestens 2.500 € brutto pro Monat. Mit zunehmender Berufserfahrung und Expertise steigt das Gehalt auf ein durchschnittliches Einkommen von 3.090 €. In Spitzenpositionen oder mit zusätzlicher Qualifikation sind sogar bis zu 3.908 € monatlich möglich. Die Ausbildung als Notarfachangestellter bietet somit nicht nur ein attraktives Einstiegsgehalt, sondern auch hervorragende Verdienstmöglichkeiten im weiteren Berufsleben.

Was man in der Ausbildung als Notarfachangestellter lernt

Die Ausbildung zum Notarfachangestellten vermittelt ein umfangreiches Set an berufsspezifischen sowie berufsübergreifenden Fertigkeiten und Kenntnissen, die für die Arbeit in einem Notarbüro erforderlich sind. Ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung ist die Mandanten- oder Beteiligtenbetreuung. Die Auszubildenden lernen, wie man Klienten professionell und diskret berät und unterstützt, was insbesondere im Notariat von hoher Bedeutung ist. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Büro- und Arbeitsorganisation, inklusive des Rechnungswesens und der -kontrolle. Die Auszubildenden erwerben Fähigkeiten in der effizienten Gestaltung von Büroabläufen sowie im Umgang mit buchhalterischen Aufgaben. Die Ausbildung deckt auch eine breite Palette von Gesetzen und Verordnungen in der Rechtspflege ab, insbesondere im zivilrechtlichen und zwangsvollstreckungsrechtlichen Bereich. Dazu gehört auch die Anwendung dieser Gesetze in der Praxis, beispielsweise in zivilrechtlichen Mandaten.

Ein weiteres Kernthema sind die Notariatsgeschäfte selbst, einschließlich des notariellen Berufs- und Verfahrensrechts und des Kostenrechts. Die Auszubildenden lernen, wie man Urkunden erstellt, beglaubigt und beurkundet sowie wie man mit dem elektronischen Rechtsverkehr im Notariat umgeht. Darüber hinaus erhalten die Auszubildenden Einblicke in spezifische Rechtsbereiche wie das Handels- und Gesellschaftsrecht, das Recht des geistigen Eigentums sowie den nationalen, regionalen und europäischen gewerblichen Rechtsschutz. Die Ausbildung behandelt auch büro- und verwaltungsspezifische Aufgaben im gewerblichen Rechtsschutz und lehrt Verfahren nach Erteilung oder Eintragung von Schutzrechten. Durch diese umfassende Ausbildung sind Notarfachangestellte in der Lage, Notare in allen Belangen der notariellen Praxis kompetent zu unterstützen, von der Mandantenbetreuung über die Büroorganisation bis hin zur Durchführung spezifischer notarieller Tätigkeiten und der Abwicklung des elektronischen Rechts- und Zahlungsverkehrs.

Tipps für Bewerber als Notarfachangestellter

Bewerbung

Als Notarfachangestellte/r unterstützt du den Notar bei der Vorbereitung, Durchführung und Abwicklung rechtlicher Vorgänge – zum Beispiel bei Immobilienkaufverträgen, Testamenten oder Firmengründungen. Du bereitest Urkunden vor, betreust Mandanten, führst Akten und überwachst Fristen. Dabei brauchst du Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein und ein gutes Verständnis für rechtliche Zusammenhänge. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du zuverlässig, organisiert und verschwiegen arbeitest.

  •  Sorgfalt und Genauigkeit: Du arbeitest mit wichtigen Rechtsdokumenten, bei denen kein Fehler passieren darf.
  •  Verantwortungsbewusstsein: Du gehst vertrauensvoll mit sensiblen Informationen um.
  •  Organisationstalent: Du koordinierst Termine, Fristen und Schriftstücke.
  •  Kommunikationsfähigkeit: Du erklärst rechtliche Vorgänge verständlich und höflich.
  •  Teamarbeit: Du arbeitest eng mit dem Notar und Kollegen zusammen.

Tipp: Wenn du strukturiert arbeitest, gerne Verantwortung übernimmst und Interesse an Recht und Verwaltung hast, erwähne das – es zeigt, dass du gut in diesen Beruf passt.

Kleidung für das Gespräch

Im juristischen Bereich zählt ein gepflegtes, seriöses und vertrauenswürdiges Auftreten. Du sollst zeigen, dass du diskret, konzentriert und zuverlässig bist.

  •  Klassische, ordentliche Kleidung: Stoffhose oder Rock mit Hemd, Bluse oder Blazer – schlicht, aber gepflegt.
  •  Dezente Farben: Grau, Blau, Schwarz oder Beige wirken seriös und professionell.
  •  Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Kleidung, ordentliche Haare und dezentes Auftreten sind wichtig.
  •  Ruhige, freundliche Ausstrahlung: Zeig Selbstbewusstsein, aber bleib höflich und zurückhaltend.
  •  Aufrechte Haltung: Wirkt verantwortungsvoll und kompetent – passend für die Arbeit beim Notar.

Ziel: Du sollst wirken wie jemand, dem man vertraut – gewissenhaft, diskret und professionell.

Mögliche Fragen im Gespräch

Der Notar möchte wissen, ob du verantwortungsbewusst, genau und zuverlässig arbeitest – und ob du Interesse an rechtlichen Vorgängen hast.

  •  „Was interessiert Sie am Beruf Notarfachangestellte/r?“
  •  „Wie gehen Sie mit vertraulichen Informationen um?“
  •  „Wie wichtig ist Ihnen Genauigkeit bei Dokumenten und Fristen?“
  •  „Wie reagieren Sie, wenn mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigt werden müssen?“
  •  „Wie arbeiten Sie im Team mit Kollegen und Vorgesetzten zusammen?“
  •  „Haben Sie schon Erfahrungen mit Büroarbeit, Verwaltung oder rechtlichen Themen gesammelt?“

Tipp: Denk an Situationen, in denen du konzentriert, verantwortungsbewusst oder strukturiert gearbeitet hast – das zeigt, dass du die Disziplin und Zuverlässigkeit für diesen Beruf mitbringst.

Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst

Eigene Fragen zeigen Interesse, Verantwortungsbewusstsein und Motivation – Eigenschaften, die in einer Kanzlei sehr geschätzt werden.

  •  „Wie ist die Ausbildung zur Notarfachangestellten im Betrieb aufgebaut?“
  •  „Mit welchen rechtlichen Themen arbeite ich während der Ausbildung am häufigsten?“
  •  „Wie viel Kontakt habe ich mit Mandanten im Arbeitsalltag?“
  •  „Welche Programme oder Systeme werden für Urkunden und Fristen verwendet?“
  •  „Wie wird im Betrieb auf Weiterbildung und Schulungen geachtet?“
  •  „Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung Notarfachwirt/in?“

Tipp: Frag nach Verantwortung, Aufgaben und Weiterbildung – das zeigt, dass du dich für den juristischen Alltag interessierst und langfristig in diesem Beruf wachsen möchtest.
 

Mögliche Karrierechancen als Notarfachangestellter

Vorteile des Berufs Notarfachangestellter

Juristisches Fachwissen

Als Notarfachangestellter erlangen Sie fundiertes juristisches Fachwissen in Bereichen wie Vertragsrecht, Erbrecht, Immobilienrecht und Gesellschaftsrecht. Sie unterstützen den Notar bei der Vorbereitung und Abwicklung von juristischen Vorgängen und lernen, rechtliche Dokumente zu verstehen und zu bearbeiten.

Kundenkontakt und Beratung

Sie sind Ansprechpartner für Mandanten und unterstützen diese bei rechtlichen Fragen und Anliegen. Sie lernen, Mandanten professionell zu beraten, ihre Bedürfnisse zu verstehen und individuelle Lösungen anzubieten.

Organisatorische Fähigkeiten

Notarfachangestellte sind für die Organisation und Koordination von Terminen, Besprechungen und Aktenführung verantwortlich. Sie lernen, den Arbeitsablauf effizient zu gestalten, Unterlagen zu verwalten und Fristen einzuhalten.

Verwaltungsaufgaben

Sie unterstützen den Notar bei administrativen Aufgaben wie der Erstellung von Urkunden, der Vorbereitung von Verträgen und der Abwicklung von Grundstücks- und Immobiliengeschäften. Sie lernen, rechtliche Dokumente zu verfassen, zu prüfen und zu archivieren.

Vertraulichkeit und Diskretion

Als Notarfachangestellter arbeiten Sie mit sensiblen und vertraulichen Informationen. Sie lernen, mit Diskretion und Verschwiegenheit zu arbeiten und die Privatsphäre der Mandanten zu respektieren.

Häufige Fragen zum Ausbildungsberuf Notarfachangestellter

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Mögliche Digitalisierungen als Notarfachangestellter

  • E-Akte

    Abfragen von elektronischen Archivalien.

  • Legal Technology

    Einsatz von Software und Online-Diensten zur Automatisierung oder Unterstützung von juristischen Arbeitsprozessen.

  • Compliance-Management-Systeme - CMS

    Überwachung der Einhaltung von Vorschriften und Gesetzen mittels Compliance-Management-Systemen.

  • Digitales Grundbuch

    Abrufen oder Aktualisieren von Daten in der digitalen Grundakte.

  • E-Invoicing

    Versenden von Rechnungen für Beratungsdienstleistungen mithilfe von Buchhaltungssoftware.