Patentanwaltsfachangestellter (m/w/d)

Wirtschaft, Verwaltung
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Ausbildung als Patentanwaltsfachangestellter

Sie sind unentbehrliche Mitarbeiter in Patentanwaltskanzleien und Patentabteilungen von Unternehmen: Der Patentanwaltsfachangestellte und die Patentanwaltsfachangestelltin. Sie organisieren die Büroabläufe selbstständig, kommunizieren mit Mandanten und Beteiligten aus aller Welt, erledigen Gebühreneinzahlungen, verwalten Termine und Fristen und unterstützen die Patentanwälte bei Anmeldungen. Ferner bereiten sie Schriftsätze sowie Anträge für Patent-, Marken- oder Gebrauchsmusteranmeldungen vor und wirken bei der Auswertung neu angemeldeter gewerblicher Schutzrechte, Veröffentlichungen und Eintragungen mit. Sie unterstützen ihre Chefs bei der Durchsetzung und zum Schutz von Innovationen. Dabei lernen sie technische Neuentwicklungen, innovative Designs und neue Marken kennen, lange bevor die entsprechenden Produkte auf den Markt kommen.

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Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Patentanwaltsfachangestellter

  • 1. Ausbildungsjahr 880 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.050 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.150 €

(Abweichungen möglich, Stand: 01. September 2023, Quelle: Patensanwaltskammer)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Patentanwaltsfachangestellter lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Mögliche Berufsschulen für Patentanwaltsfachangestellter

Benötigte Stärken

Abbildung Person die eine leere Sprechblase in der Hand hält

Kommunikationsfähigkeit

(z.B. beim Kontakt mit Mandanten, Gerichten und Ämtern, beim Schreiben und Bearbeiten von Schriftsätzen)

Abbildung Verkäuferin berät einen Kunden

Kunden- & Serviceorientierung

(z.B. beim Eingehen auf die Bedürfnisse der Mandanten wie z.B. bei Terminvereinbarungen)

Abbildung Notizen und Planungsunterlagen

Organisationsfähigkeit

(z.B. beim Organisieren der Büroabläufe und Einstellen auf wechselnde Tätigkeiten)

Abbildung einmal Dominosteine sortiert und einmal Dominosteine durcheinander

Sorgfalt

(z.B. beim Einhalten von Fristen und Gerichtsterminen sowie beim Umgang mit sensiblen Daten und Informationen)

Interessante Schulfächer

Wirtschaft / Recht

(z.B. beim Informieren über den Sachstand von Rechtsangelegenheiten)

Deutsch

(z.B. beim Erstellen von Schriftstücken)

Fremdsprachen

(z.B. beim Kontakt mit internationalen Mandanten)

Mathematik

(z.B. für die Berechnung von Gebühren)

Was man in der Ausbildung als Patentanwaltsfachangestellter lernt

Die Ausbildung und Tätigkeit eines Patentanwaltsfachangestellten umfasst ein breites Spektrum an Fertigkeiten und Kenntnissen, die für die Unterstützung von Patentanwälten und deren Mandanten in allen Angelegenheiten des gewerblichen Rechtsschutzes entscheidend sind. Im Mittelpunkt steht die mandanten- oder beteiligtenorientierte Kommunikation und die serviceorientierte Betreuung. Fachangestellte müssen in der Lage sein, komplexe Sachverhalte verständlich zu kommunizieren und Mandanten professionell zu beraten und zu unterstützen. Dies beinhaltet auch das Konferenz- und Besprechungsmanagement, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten effektiv informiert und koordiniert werden. Die fachbezogene Anwendung der englischen Sprache ist in diesem Berufsfeld besonders wichtig, da viele Patentdokumente und rechtliche Texte auf Englisch verfasst sind. Darüber hinaus sind die Betriebs- und Arbeitsabläufe innerhalb der Kanzlei sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung essentielle Bestandteile der Tätigkeit. Zu den täglichen Aufgaben gehören umfangreiche Büro- und Verwaltungsarbeiten wie die Aktenverwaltung und Dokumentation, das Fristen- und Terminmanagement sowie das Arbeiten im Team. Die Textgestaltung sowie der Umgang mit Informations- und Kommunikationssystemen sind ebenfalls wichtige Fähigkeiten, insbesondere im Kontext des elektronischen Rechtsverkehrs sowie des Datenschutzes und der Datensicherheit.

Im Bereich des Rechnungs- und Finanzwesens sind Kenntnisse im Zahlungsverkehr und in der Aktenbuchhaltung erforderlich. Des Weiteren ist die Handhabung von Gesetzen und Verordnungen, insbesondere im Europarecht, Zivilrecht und den nationalen gesetzlichen Vorschriften, von großer Bedeutung. Patentanwaltsfachangestellte müssen mit den Prozessen der Anmeldung nationaler und internationaler gewerblicher Schutzrechte vertraut sein, inklusive der Erteilungs- und Eintragungsverfahren sowie der entsprechenden Rechtsmittel und Rechtsbehelfe. Das Fristenmanagement spielt hierbei eine entscheidende Rolle, ebenso wie das Wissen um die Aufrechterhaltung und den Schutz von Schutzrechten. Die internationale Zusammenarbeit, insbesondere die Anmeldung gewerblicher Schutzrechte auf Grund internationaler, regionaler und europäischer Verträge und Abkommen, erfordert eine breite Kenntnis der relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen und Verfahren. Die Anmeldung gewerblicher Schutzrechte im Ausland und die damit verbundenen Erteilungs- und Eintragungsverfahren sind ebenfalls wichtige Bestandteile des Berufsfeldes.

 

Mögliche Karrierechancen als Patentanwaltsfachangestellter

Vorteile des Berufs Patentanwaltsfachangestellter

Rechtsgrundlagen

Auszubildende erlernen die rechtlichen Grundlagen des gewerblichen Rechtsschutzes. Dazu gehören das deutsche, europäische und internationale Patent-, Marken- und Designrecht sowie angrenzende Rechtsgebiete wie das Urheber- und Wettbewerbsrecht.

Verfahrensmanagement

Ein wesentlicher Teil der Ausbildung konzentriert sich auf das Erlernen der Verfahren vor dem Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA), dem Europäischen Patentamt (EPA) und der World Intellectual Property Organization (WIPO). Dies umfasst das Vorbereiten und Einreichen von Anmeldungen, die Kommunikation mit Ämtern und das Fristenmanagement.

Technisches Verständnis

Patentanwaltsfachangestellte müssen technische Beschreibungen und Zeichnungen verstehen und aufbereiten können. Deshalb ist ein grundlegendes technisches Verständnis, oft in Bereichen wie Maschinenbau, Elektrotechnik, Chemie oder Biotechnologie, Teil der Ausbildung.

Kommunikation und Korrespondenz

Die Auszubildenden lernen, professionell mit Mandanten, Ämtern und Gerichten zu kommunizieren. Dies umfasst das Verfassen von Schriftsätzen, Berichten und anderen rechtlichen Dokumenten sowie das Führen von Akten und Datenbanken.

Büro- und Verwaltungsarbeiten

Zu den täglichen Aufgaben eines Patentanwaltsfachangestellten gehören allgemeine Büroarbeiten wie Terminplanung, Aktenführung und Rechnungsstellung. Die Auszubildenden erlernen effiziente Büroorganisation und den Umgang mit branchenspezifischer Software.

Kundenberatung und -betreuung

Die Ausbildung bereitet die Auszubildenden darauf vor, Mandanten in Fragen des gewerblichen Rechtsschutzes zu beraten und zu betreuen. Dazu gehört das Verständnis für die wirtschaftlichen und technischen Hintergründe der Mandanten.

Internationale Zusammenarbeit

Da viele Schutzrechte international ausgerichtet sind, erwerben die Auszubildenden Kenntnisse in der internationalen Zusammenarbeit und im Umgang mit unterschiedlichen Rechtssystemen.

Ethik und Vertraulichkeit

Die Ausbildung vermittelt auch die Bedeutung von ethischen Grundsätzen und Vertraulichkeit in der Arbeit eines Patentanwaltsfachangestellten.

Mögliche Digitalisierungen als Patentanwaltsfachangestellter

  • Legal Technology

    Einsatz von Software und Online-Diensten zur Automatisierung oder Unterstützung von juristischen Arbeitsprozessen.

  • E-Invoicing

    Versenden von Rechnungen für Beratungsdienstleistungen mithilfe von Buchhaltungssoftware.

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