Justizfachangestellter (m/w/d)

Wirtschaft, Verwaltung

Ausbildung als Justizfachangestellter

Justizfachangestellte sind für Büro- und Verwaltungsaufgaben zuständig. Sie verwalten Akten zu gerichtlichen Vorgängen und haben insbesondere die Aufgabe, Fristen zu berechnen, zu vermerken und zu überwachen. Zudem überwachen sie den Schriftverkehr und erledigen ihn auch selbst. Sie nehmen Eintragungen in Dateien und Karteien vor, beispielsweise im Grundbuch oder im Handelsregister. Des Weiteren erstellen sie Schriftstücke und beglaubigen diese. Bei Verhandlungen und Vernehmungen führen sie Protokoll. Sie berechnen Gebühren für Gerichtsverfahren und überwachen die Zahlungsvorgänge. In Serviceeinheiten bei Gerichten und Staatsanwaltschaften geben sie auch Auskünfte an Bürgerinnen und Bürger, die rechtlichen Rat suchen.

Alles für die Ausbildung als Justizfachangestellter https://con.arbeitsagentur.de/prod/berufetv/detailansicht/0;filmId=Dk9nRTreq-96Kd29iPuUrL

Ausbildungsanfänger in Deutschland

  • 70%
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  • Hochschulreife 70%
  • Mittlerer Bildungsabschluss 30%
  • ohne Mittelschulabschluss 1%
  • Mittelschulabschluss 1%
  • Sonstige 1%

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Justizfachangestellter

  • 1. Ausbildungsjahr 1.187 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.241 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.291 €

(Abweichungen möglich, Stand: 01. November 2024, Quelle: TVA-L BBiG)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Justizfachangestellter lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Benötigte Stärken

Abbildung einmal Dominosteine sortiert und einmal Dominosteine durcheinander

Sorgfalt

(z.B. um Fehler in Dokumenten oder Verfahren zu vermeiden)

Abbildung Notizen und Planungsunterlagen

Organisationsfähigkeit

(z.B. um den Überblick über verschiedene Fälle und Fristen zu behalten)

Abbildung Person die eine leere Sprechblase in der Hand hält

Kommunikationsfähigkeit

(z.B. für klare und präzise Kommunikation und um Informationen effektiv weiterzugeben)

Abbildung Frau die überrascht auf sich selber mit dem Finger zeigt

Verantwortungsbewusstsein

(z.B. da die Arbeit oft mit sensiblen Informationen und rechtlichen Angelegenheiten zu tun hat)

Abbildung zwei Personen schlagen ein

Teamfähigkeit

(z.B. um mit Richtern, Anwälten und anderen Mitarbeitern der Justiz zu arbeiten)

Interessante Schulfächer

Deutsch

(z.B. für das Verfassen von Dokumenten und die Kommunikation)

Mathematik

(z.B. für Berechnungen von Gebühren und Fristen)

Politik

(z.B. für Kenntnisse über politische Systeme und wirtschaftliche Zusammenhänge)

Informatik

(z.B. im Umgang mit der Verwaltungssoftware und Datenbanken)

Wie viel verdient man als Justizfachangestellter

Während der Ausbildung zum Justizfachangestellten erhält man eine Vergütung, die sich über die drei Jahre hinweg steigert. Im ersten Ausbildungsjahr beträgt das monatliche Gehalt 1.087 €. Im zweiten Jahr erhöht sich der Betrag auf 1.141 €, und im dritten Jahr erhält man 1.191 €. Nach Abschluss der Ausbildung variiert das Einkommen je nach Berufserfahrung und Einsatzort. Das Einstiegsgehalt liegt bei mindestens 3.522 €, während der Durchschnitt bei etwa 3.763 € liegt. Erfahrene Justizfachangestellte können sogar bis zu 4.176 € im Monat verdienen. Diese Gehaltsspanne reflektiert die kontinuierliche Entwicklung und das zunehmende Verantwortungsbewusstsein in diesem Berufsfeld.

Tipps für Bewerber als Justizfachangestellter

Bewerbung

Als Justizfachangestellte/r arbeitest du an Gerichten, bei Staatsanwaltschaften oder in der Justizverwaltung. Du führst Akten, bereitest Verhandlungen vor, schreibst Beschlüsse und Urteile nach Diktat und hast Kontakt zu Anwälten, Richtern und Bürgern. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du zuverlässig, sorgfältig und verantwortungsbewusst arbeitest.

  •  Organisationstalent: Du sorgst dafür, dass Fristen, Termine und Akten immer im Blick bleiben.
  •  Sorgfalt und Genauigkeit: Fehler in Dokumenten können rechtliche Folgen haben – Präzision ist entscheidend.
  •  Verantwortungsbewusstsein: Du arbeitest mit vertraulichen Unterlagen und sensiblen Daten.
  •  Kommunikationsfähigkeit: Du erklärst Abläufe freundlich und klar, auch Menschen ohne juristisches Wissen.
  •  Interesse an Recht und Verwaltung: Du solltest Freude an geordneten Strukturen und klaren Regeln haben.

Tipp: Wenn du ordentlich arbeitest, gerne mit Menschen umgehst und dich für rechtliche Abläufe interessierst, erwähne das in deiner Bewerbung – es zeigt, dass du für diesen Beruf gut geeignet bist.

Kleidung für das Gespräch

Als Justizfachangestellte/r arbeitest in einer Behörde, in der Seriosität und Vertrauen zählen. Dein Auftreten sollte ruhig, gepflegt und professionell wirken.

  •  Business-Kleidung: Hemd oder Bluse mit Stoffhose, Rock oder Blazer – klassisch und ordentlich.
  •  Dezente Farben: Grau, Blau, Beige oder Schwarz wirken seriös und zurückhaltend.
  •  Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Kleidung, ordentliche Frisur und dezente Accessoires.
  •  Freundliches, ruhiges Auftreten: Zeig, dass du zuverlässig und verantwortungsvoll bist.
  •  Aufrechte Haltung: Wirkt sicher und konzentriert – passend zur Arbeit in der Justiz.

Ziel: Du sollst wirken wie jemand, dem man vertraut, der Diskretion wahrt und sorgfältig arbeitet – Eigenschaften, die im Justizdienst unverzichtbar sind.

Mögliche Fragen im Gespräch

Der Betrieb möchte wissen, ob du zuverlässig, konzentriert und rechtlich interessiert bist – und ob du mit der Verantwortung im Justizbereich umgehen kannst.

  •  „Was interessiert Sie am Beruf Justizfachangestellte/r?“
  •  „Wie gehen Sie mit vertraulichen Informationen um?“
  •  „Wie reagieren Sie, wenn ein Bürger ungeduldig oder verärgert ist?“
  •  „Wie wichtig ist Ihnen Genauigkeit beim Schreiben oder Bearbeiten von Akten?“
  •  „Wie gehen Sie mit Termindruck um, wenn Fristen eingehalten werden müssen?“
  •  „Haben Sie sich schon mit rechtlichen Themen oder Verwaltung beschäftigt?“

Tipp: Denk an Situationen, in denen du konzentriert, verantwortungsbewusst oder geduldig gearbeitet hast – das zeigt, dass du die Anforderungen des Justizalltags verstehst.

Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst

Mit eigenen Fragen zeigst du Interesse an der Ausbildung und am Arbeitsumfeld – das kommt im Justizwesen gut an.

  •  „Wie ist die Ausbildung zur/zum Justizfachangestellten im Gericht aufgebaut?“
  •  „Welche Abteilungen durchlaufe ich während der Ausbildung?“
  •  „Wie eng ist die Zusammenarbeit mit Richtern und Staatsanwälten?“
  •  „Welche Aufgaben übernehmen Auszubildende im ersten Ausbildungsjahr?“
  •  „Wie wird im Justizdienst auf Datenschutz und Vertraulichkeit geachtet?“
  •  „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung Justizfachwirt/in?“

Tipp: Frag nach Aufgaben, Verantwortung und Entwicklungsmöglichkeiten – das zeigt, dass du dich für die Strukturen und Abläufe in der Justiz wirklich interessierst.
 

Mögliche Karrierechancen als Justizfachangestellter

Vorteile des Berufs Justizfachangestellter

Verwaltungsaufgaben

Justizfachangestellte sind für eine Vielzahl von Verwaltungsaufgaben in Gerichten, Staatsanwaltschaften und anderen justizbezogenen Einrichtungen verantwortlich. Dazu gehören die Aktenführung, die Terminverwaltung, die Korrespondenz mit Parteien und Behörden sowie die Vorbereitung von Dokumenten und Schriftstücken.

Kundenkontakt

Justizfachangestellte haben regelmäßigen Kontakt mit Anwälten, Staatsanwälten, Richtern, Parteien und anderen Justizbeteiligten. Sie sind oft die ersten Ansprechpartner für Fragen und Anliegen und müssen professionell und serviceorientiert agieren.

Rechtskenntnisse

Justizfachangestellte benötigen ein grundlegendes Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen und Verfahrensabläufe im Bereich der Justiz. Sie müssen in der Lage sein, Gesetze, Verordnungen und Richtlinien zu interpretieren und anzuwenden.

Aktenführung und Datenverarbeitung

Justizfachangestellte sind für die ordnungsgemäße Führung von Gerichtsakten und Datenbanken verantwortlich. Sie erfassen und aktualisieren Informationen, archivieren Dokumente und stellen sicher, dass alle Unterlagen gemäß den gesetzlichen Vorgaben aufbewahrt werden.

Vertraulichkeit und Datenschutz

ustizfachangestellte arbeiten häufig mit sensiblen Informationen und müssen daher strenge Vertraulichkeits- und Datenschutzrichtlinien einhalten. Sie sind verantwortlich für den sicheren Umgang mit vertraulichen Daten und die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz.
 

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Mögliche Digitalisierungen als Justizfachangestellter

  • Compliance-Management-Systeme - CMS

    Überwachung der Einhaltung von Vorschriften und Gesetzen mittels Compliance-Management-Systemen.

  • E-Invoicing

    Durch die Verwendung von Buchhaltungssoftware können elektronische Gebührenrechnungen automatisiert verschickt werden.

  • Formularmanagementsysteme

    Digitalen Bearbeitung und Archivierung von Anträgen und Formularen zur Eintragung im Handelsregister.

  • E-Akte

    Verwaltung von Akten zu gerichtlichen Verfahren; Überprüfung von Dokumenten anhand digitaler Akten.

  • Digitales Dokumentenmanagement - DMS

    Verfügungen und Anklageschriften digital erstellen, verwalten und versenden.