Pflegefachmann/-frau generalistische Ausbildung – Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege (m/w/d)

Soziales, Pädagogik
Abbildung Frau und Männer in Pflegekleidung

Ausbildung als Pflegefachmann/-frau generalistische Ausbildung – Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege

Aus drei mach eins: Die Ausbildung zum Pflegefachmann und zur Pflegefachfrau Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege ersetzt die Ausbildungen als Gesundheits- und Krankenpfleger, als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger sowie als Altenpfleger. Pflegefachkräfte sind also große Allrounder: Sie versorgen in Abstimmung mit den behandelnden Ärzten z.B. Wunden und führen Infusionen, Blutentnahmen und Punktionen durch, assistieren bei Untersuchungen, verabreichen den Patienten ärztlich verordnete Medikamente oder Injektionen und bereiten diese auf operative Maßnahmen vor. Je nach Einsatzgebiet betten sie auch hilfsbedürftige Menschen und unterstützen diese bei der Nahrungsaufnahme und Körperpflege. Die Ausbildung kann in 3 Jahren (Vollzeit) oder 5 Jahren (Teilzeit) absolviert werden.

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Pflegefachmann/-frau generalistische Ausbildung – Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege

  • 1. Ausbildungsjahr 1.416 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.477 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.578 €

Für die Ausbildung wird ein mittlerer oder vergleichbarer Abschluss vorausgesetzt. Die Ausbildungsvergütung richtet sich nach den aktuell gültigen tariflichen Bestimmungen.

(Abweichungen möglich, Stand: 01. September 2025, Quelle: TVAöD)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Pflegefachmann/-frau generalistische Ausbildung – Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

213 Ausbildungsplätze Pflegefachmann/-frau generalistische Ausbildung – Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege vorhanden

Benötigte Stärken

Abbildung eine Person tröstet die andere Person und gibt ihr halt mit ihrer Hand

Einfühlungsvermögen

(z.B. bei der Arbeit mit Kindern, Personen mit Handicap oder Senioren)

Abbildung Frau die überrascht auf sich selber mit dem Finger zeigt

Verantwortungsbewusstsein

(z.B. im Umgang mit den Protokollen von Patientendaten)

Abbildung zwei Menschen beim Sport

Körperliche Fitness

(z.B. bei der Körperpflege und Lagerung von Patienten)

Arbeit eine junge Hand hält eine älter Hand

Freude an der Arbeit mit Menschen

(z.B. im Umgang mit Patienten und deren Angehörigen)

Abbildung Person die einen Ordner als Hut trägt

Belastbarkeit

(z.B. um in Krisensituationen einen kühlen Kopf zu bewahren)

Abbildung Frau mit gezeichneten muskulären Armen

Durchsetzungsvermögen

(z.B. bei der Umsetzung von medizinischen Maßnahmen)

Interessante Schulfächer

Psychologie / Pädagogik

(z.B. im Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen)

Biologie

(z.B. um die Anatomie und wichtigen Prozesse im Körper zu verstehen)

Religionslehre / Ethik

(z.B. um sich stets verantwortungsvoll um den Gesundheitszustand der Patienten zu kümmern)

Tipps für Bewerber als Pflegefachmann/-frau generalistische Ausbildung – Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege

Bewerbung

Als Pflegefachmann oder Pflegefachfrau absolvierst du eine generalistische Ausbildung, die dich auf die Arbeit mit Menschen in allen Lebensphasen vorbereitet – von Neugeborenen über Erwachsene bis zu Seniorinnen und Senioren. Du lernst, Patienten zu pflegen, medizinische Aufgaben zu übernehmen, Erkrankungen zu erkennen und auf die individuellen Bedürfnisse jedes Menschen einzugehen. In Krankenhäusern, Pflegeheimen oder ambulanten Diensten arbeitest du eng mit Ärztinnen, Therapeuten und Angehörigen zusammen. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du verantwortungsbewusst, empathisch und vielseitig interessiert bist.

  •  Einfühlungsvermögen: Du betreust Menschen in sensiblen Lebenssituationen – Mitgefühl ist unerlässlich.
  •  Verantwortungsbewusstsein: Du arbeitest mit Medikamenten, Dokumentationen und medizinischen Geräten.
  •  Belastbarkeit: Schichtdienst, körperliche Arbeit und emotionale Situationen gehören zum Alltag.
  •  Teamfähigkeit: Du bist Teil eines interdisziplinären Teams – Zusammenarbeit ist entscheidend.
  •  Interesse an Medizin und Menschen: Die Ausbildung verbindet praktische Pflege mit medizinischem Wissen.

Tipp: Wenn du Freude daran hast, Menschen in allen Lebensphasen zu begleiten und medizinisches Wissen praktisch anzuwenden, erwähne das. Es zeigt, dass du das Herz und den Verstand mitbringst, die diesen vielseitigen Beruf ausmachen.
 


Kleidung für das Gespräch

Im Pflegebereich zählt ein gepflegtes, ruhiges und professionelles Auftreten. Du sollst zeigen, dass du verantwortungsvoll, hygienisch und empathisch arbeitest.

  •  Schlichte, saubere Kleidung: Eine ordentliche Stoffhose oder gepflegte Jeans mit heller Bluse, Hemd oder Polo wirkt vertrauenswürdig.
  •  Neutrale Farben: Weiß, Hellblau, Grau oder Beige vermitteln Ruhe und Seriosität.
  •  Saubere, geschlossene Schuhe: Sie zeigen, dass du auf Hygiene und Sicherheit achtest.
  •  Gepflegtes Erscheinungsbild: Zusammengebundene Haare, saubere Hände und dezentes Auftreten sind Pflicht.
  •  Freundliche Ausstrahlung: Ein Lächeln, klare Stimme und ruhiges Auftreten schaffen sofort Vertrauen.

Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der Verantwortung trägt, Ruhe ausstrahlt und mit Herz arbeitet – so überzeugst du in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Kinderkliniken gleichermaßen.

Mögliche Fragen im Gespräch

Der Ausbildungsbetrieb möchte wissen, ob du dich auf die vielseitigen Anforderungen der generalistischen Ausbildung einstellen kannst.

  •  „Warum haben Sie sich für die generalistische Pflegeausbildung entschieden?“
  •  „Welche Altersgruppe liegt Ihnen besonders am Herzen – und warum?“
  •  „Wie gehen Sie mit emotional belastenden Situationen um?“
  •  „Wie behalten Sie den Überblick, wenn viele Aufgaben gleichzeitig anfallen?“
  •  „Wie wichtig ist Ihnen Teamarbeit im Pflegealltag?“
  •  „Wie reagieren Sie, wenn ein Patient oder Angehöriger unzufrieden ist?“

Tipp: Denk an Beispiele, in denen du Empathie, Ruhe und Verantwortungsbewusstsein gezeigt hast. Besonders überzeugend sind Erlebnisse, in denen du Menschen unterstützt oder schwierige Situationen souverän gemeistert hast.

Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst

Eigene Fragen zeigen, dass du dich mit dem Berufsbild und den Zukunftsperspektiven beschäftigst.

  •  „Wie ist die Ausbildung zwischen Krankenhaus, Altenpflege und Kinderkrankenpflege aufgeteilt?“
  •  „Welche Stationen oder Bereiche lernt man während der Ausbildung kennen?“
  •  „Gibt es Spezialisierungsmöglichkeiten innerhalb der Ausbildung?“
  •  „Wie werden Auszubildende bei emotional anspruchsvollen Situationen unterstützt?“
  •  „Welche Karrieremöglichkeiten gibt es nach dem Abschluss – z. B. Fachweiterbildungen oder Studium?“
  •  „Wie läuft die Zusammenarbeit zwischen Pflegefachkräften, Ärztinnen und Therapeuten ab?“

Tipp: Frag gezielt nach Rotationsbereichen, Spezialisierungen und Weiterbildung – das zeigt, dass du die Vielfalt der generalistischen Ausbildung verstehst und deine Zukunft in der Pflege bewusst planst.
 

Mögliche Karrierechancen als Pflegefachmann/-frau generalistische Ausbildung – Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege

Vorteile des Berufs Pflegefachmann/-frau generalistische Ausbildung – Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege

Breites Kompetenzspektrum

Die Ausbildung vermittelt umfassende Kenntnisse und Fähigkeiten in den verschiedenen Pflegebereichen. Die Auszubildenden erlernen, Menschen aller Altersgruppen – von Säuglingen bis zu älteren Menschen – in unterschiedlichen Gesundheits- und Lebenssituationen zu pflegen und zu unterstützen.

Grundlagen der Pflege

Zu Beginn der Ausbildung erlernen die Auszubildenden die Grundlagen der Pflege. Dazu gehören unter anderem Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre, Pflegetheorien, Pflegetechniken und die Grundlagen der Ersten Hilfe.

Spezialisierte Pflegebereiche

Im Verlauf der Ausbildung vertiefen die Auszubildenden ihr Wissen in den spezifischen Bereichen der Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege. Sie lernen, auf die besonderen Bedürfnisse und Pflegesituationen von Menschen in verschiedenen Lebensphasen und mit unterschiedlichen gesundheitlichen Einschränkungen einzugehen.

Praktische Erfahrungen

Ein zentraler Bestandteil der Ausbildung sind die praktischen Einsätze in Krankenhäusern, Pflegeheimen und anderen Pflegeeinrichtungen. Diese Praxisteile ermöglichen es den Auszubildenden, ihr erworbenes Wissen direkt anzuwenden und Erfahrungen in den verschiedenen Pflegebereichen zu sammeln.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die Auszubildenden lernen, wie sie effektiv mit anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen zusammenarbeiten. Dazu gehört die Kommunikation mit Ärzten, Therapeuten und anderen Pflegefachkräften.

Rechtliche und ethische Grundlagen

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist das Verständnis für die rechtlichen und ethischen Aspekte in der Pflege, einschließlich Patientenrechte, Datenschutz und berufsethischen Grundsätzen.

Psychosoziale Betreuung

Neben der körperlichen Pflege erlernen die Auszubildenden auch, wie sie die psychosozialen Bedürfnisse der Pflegebedürftigen erkennen und unterstützen können. Dazu gehört die Begleitung von Menschen in kritischen Lebenssituationen sowie die Unterstützung von Angehörigen.

Pflegedokumentation und -planung

Die Ausbildung umfasst auch die korrekte Dokumentation und Planung von Pflegemaßnahmen, was für die Qualitätssicherung und die Koordination der Pflege essentiell ist.
 

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