Maßschuhmacher - Maßschuhe (m/w/d)

Produktion, Fertigung

Mann klopft mit Hammer auf die Sohle eines Lederschuhs.
Mann klopft mit Hammer auf die Sohle eines Lederschuhs.

Ausbildung als Maßschuhmacher - Maßschuhe

Wenn sie ein Unikat fertigen, dann gibt es immer zwei Stück davon: Maßschuhmacher- und Maßschuhmacherinnen der Fachrichtung Maßschuhe sind der Gegenentwurf zur Massenproduktion, denn sie fertigen von Hand Straßenschuhe aller Art, die exakt den Füßen der Kunden angepasst werden. Dafür nehmen sie zunächst an den Füßen des Kunden Maß. Die Maße übertragen sie dann auf ein Fußmodell (Leisten) und richten dieses auf die passende Form und Größe zu. Anhand der Leisten und der Wünsche des Kunden erstellen sie Skizzen, Schnittmuster und Schablonen und schneiden dann die einzelnen Schuhbestandteile aus dem gewählten Material. Die Schuhoberteile (Schäfte) steppen sie mit dem Innenfutter zusammen, ziehen sie über die Leisten und verbinden sie mit den Bodenteilen. Danach bringen sie Sohlen und Absätze an und polieren die Schuhe. Daneben arbeiten sie auch Konfektionsschuhe fußgerecht um, indem sie z.B. Einlegeteile anpassen, Fußbettungen einarbeiten oder Weitungen vornehmen. Außerdem reparieren sie defektes Schuhwerk und tauschen z.B. Absätze oder Sohlen aus.

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Maßschuhmacher - Maßschuhe

  • 1. Ausbildungsjahr 740 €
  • 2. Ausbildungsjahr 805 €
  • 3. Ausbildungsjahr 921 €

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.

(Abweichungen möglich, Stand: 01. Januar 2025, Quelle: Tarifregister Saarland)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Maßschuhmacher - Maßschuhe lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Mögliche Berufsschulen für Maßschuhmacher - Maßschuhe

Benötigte Stärken

Abbildung Person mit Hammer und Akkuschrauber

Handwerkliches Geschick

(z.B. bei der Reparatur von Schuhsohlen, Schuhen oder beim Anfertigen von Maßschuhen)

Abbildung einmal Dominosteine sortiert und einmal Dominosteine durcheinander

Sorgfalt

(z.B. beim Anfertigen von Leistenkopien und der Übertragung von Fußmaßen)

Abbildung Verkäuferin berät einen Kunden

Kunden- & Serviceorientierung

(z.B. bei der Reparatur von Schuhen nach Vorstellung der Kunden)

Interessante Schulfächer

Mathematik

(z.B. zur Berechnung der Preise für das Material)

Werken / Technik

(z.B. beim Umgang mit Arbeitsmaterialien, wie Werkzeuge und Maschinen)

Biologie

(z.B. zur Beurteilung der Stütz- und Bewegungsorgane, Anatomie und der Physiologie)

Wie viel verdient man als Maßschuhmacher - Maßschuhe

Während der Ausbildung zum Maßschuhmacher steigert sich dein Verdienst kontinuierlich. Im ersten Ausbildungsjahr erhältst du ein monatliches Gehalt von 740 €. Im zweiten Jahr erhöht sich dein Lohn auf 770 €, und im dritten Ausbildungsjahr verdienst du bereits 860 €. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung erwarten dich attraktive Verdienstmöglichkeiten. Das Einstiegsgehalt liegt bei mindestens 2.393 € brutto im Monat. Im Durchschnitt verdienen Maßschuhmacher jedoch rund 2.672 €, wobei mit steigender Erfahrung und Spezialisierung ein Gehalt von bis zu 3.040 € möglich ist. Die Tätigkeit als Maßschuhmacher bietet somit nicht nur handwerkliche Erfüllung, sondern auch gute Verdienstperspektiven. Dies macht den Beruf zu einer lohnenden Option für alle, die ihre Leidenschaft für traditionelles Handwerk mit einem attraktiven Einkommen verbinden möchten.

Tipps für Bewerber als Maßschuhmacher - Maßschuhe

Bewerbung

Als Maßschuhmacher/in fertigst du individuelle Schuhe, die perfekt passen und höchsten Tragekomfort bieten. Du misst die Füße deiner Kunden, entwirfst Leisten, wählst Leder aus, schneidest zu, nähst und formst – oft in echter Handarbeit. Jeder Schuh ist ein Unikat, bei dem Präzision, Gefühl und Erfahrung zählen. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du handwerklich begabt, geduldig und qualitätsbewusst bist.

  •  Handwerkliches Geschick: Du arbeitest mit Leder, Werkzeugen und Maschinen – Präzision ist entscheidend.
  •  Sorgfalt und Geduld: Maßarbeit braucht Zeit, Feingefühl und höchste Genauigkeit.
  •  Kreativität: Du gestaltest Formen, Farben und Details individuell für jeden Kunden.
  •  Verantwortungsbewusstsein: Deine Arbeit beeinflusst Komfort und Gesundheit der Füße – Qualität steht an erster Stelle.
  •  Interesse an traditionellem Handwerk: Du erhältst ein jahrhundertealtes Handwerk und verbindest es mit moderner Technik.

Tipp: Wenn du gerne mit den Händen arbeitest, Formen und Materialien spannend findest und Perfektion liebst, erwähne das in deiner Bewerbung – es zeigt, dass du zu diesem Handwerksberuf passt.

Kleidung für das Gespräch

Im traditionellen Handwerk zählt ein gepflegtes, bodenständiges und ruhiges Auftreten. Du sollst zeigen, dass du sorgfältig, konzentriert und respektvoll arbeitest.

  •  Saubere, schlichte Kleidung: Jeans oder Stoffhose mit Hemd, Bluse oder Pullover – ordentlich, aber natürlich.
  •  Dezente Farben: Braun, Grau, Beige oder Dunkelblau passen gut zu handwerklichen Berufen.
  •  Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Kleidung und Hände zeigen, dass du auf Details achtest.
  •  Freundliches, ruhiges Auftreten: Zeig Geduld und Genauigkeit – zwei Eigenschaften, die im Schuhhandwerk zählen.
  •  Aufrechte Haltung: Wirkt aufmerksam und konzentriert – passend für feine Handarbeit.

Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der zuverlässig, ruhig und detailverliebt arbeitet – genau das braucht ein guter Maßschuhmacher.

Mögliche Fragen im Gespräch

Der Betrieb möchte wissen, ob du handwerkliches Talent, Geduld und Leidenschaft für traditionelles Arbeiten mitbringst – und ob du die Bedeutung von Präzision verstehst.

  •  „Was interessiert Sie am Beruf Maßschuhmacher/in?“
  •  „Wie gehen Sie vor, wenn ein Schuh nicht perfekt sitzt?“
  •  „Wie wichtig ist Ihnen Genauigkeit bei der Arbeit?“
  •  „Wie reagieren Sie, wenn ein Arbeitsschritt besonders lange dauert?“
  •  „Wie arbeiten Sie mit anderen zusammen – z. B. in einer Werkstatt oder mit Kunden?“
  •  „Haben Sie schon Erfahrungen mit Leder, Handarbeit oder Gestaltung gesammelt?“

Tipp: Denk an Situationen, in denen du ruhig, konzentriert oder kreativ gearbeitet hast – das zeigt, dass du für die präzise Handarbeit im Schuhmacherhandwerk geeignet bist.

Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst

Wenn du eigene Fragen stellst, zeigst du echtes Interesse am Handwerk und an der Herstellung von Maßschuhen – das macht einen guten Eindruck.

  •  „Wie ist die Ausbildung zum Maßschuhmacher im Betrieb aufgebaut?“
  •  „Welche Arbeitsschritte darf ich während der Ausbildung selbst übernehmen?“
  •  „Mit welchen Materialien und Ledersorten arbeite ich am häufigsten?“
  •  „Wie lange dauert es, bis ein Paar Maßschuhe vollständig fertiggestellt ist?“
  •  „Wie wird im Betrieb auf Passform, Komfort und Qualität geachtet?“
  •  „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung Orthopädieschuhtechnik oder Meisterprüfung?“

Tipp: Frag nach Materialien, Arbeitsabläufen und Weiterbildung – das zeigt, dass du dich für das Handwerk, die Präzision und die Kunst hinter jedem einzelnen Schuh begeisterst.
 

Mögliche Karrierechancen als Maßschuhmacher - Maßschuhe

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Mögliche Digitalisierungen als Maßschuhmacher - Maßschuhe

  • 3D-Laserscanning

    Füße des Kunden mit einem 3-D-Laserscanner vermessen, um die Daten in CAD-Programmen weiterzubearbeiten.

  • 3D-Druck

    Individualisierte Schuhmodelle mithilfe von 3D-Druckern anfertigen; Schuhleisten für die Maßanfertigung von Schuhen mittels 3D-Druck produzieren.