Verfahrensmechaniker - Beschichtungstechnik (m/w/d)

Produktion, Fertigung
Abbildung Person lackiert mit Schutzausrüstung einen Wagen

Ausbildung als Verfahrensmechaniker - Beschichtungstechnik

Der Lack an Autos, Mopeds oder Fahrrädern muss ganz schön was aushalten: Hitze, Kälte, Hagel, Steinschlag. Dafür, dass da nichts einfach so abblättert, sind die Verfahrensmechaniker und Verfahrensmechanikerinnen für Beschichtungstechnik verantwortlich. Um das darunter liegende Material zu schützen, wählen sie die unterschiedlichsten Lacke aus, die nach der Grundierung maschinell oder manuell aufgetragen werden. Je nach Werkstückgröße, Oberflächenmaterial und Lack kommen das thermische Spritzverfahren, die Pulverbeschichtung oder die Nasslackierung zum Einsatz. Bei dem thermischen Verfahren wird der Beschichtungsstoff angeschmolzen und dann mit einer Spritzpistole auf die Oberfläche gespritzt. Bei der Pulverbeschichtung werden trockene, körnige Partikel in einer elektrisch geladenen Pulverwolke zur Werkstückoberfläche transportiert und haften dort elektrostatisch. Und bei der Nasslackierung wird der Lack als flüssiger Beschichtungsstoff dünn auf die Bauteile aufgetragen. Die Verfahrensmechaniker und Verfahrensmechanikerinnen planen dabei sämtliche Arbeitsabläufe, führen Qualitätskontrollen durch und sind für die Bedienung sowie die Wartung der Anlagen verantwortlich.

Alles für die Ausbildung als Verfahrensmechaniker - Beschichtungstechnik https://www.ardmediathek.de/video/ich-mach-s/verfahrensmechaniker-in-fuer-beschichtungstechnik/ardalpha/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvLzI0YzkzOWM4LTM3ZmQtNDhkNC05MmM5LWU4ZDY0YWY3NGUzMg

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Verfahrensmechaniker - Beschichtungstechnik

  • 1. Ausbildungsjahr 1.035 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.089 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.160 €

(Abweichungen möglich, Stand: 01. Juni 2021, Quelle: IG Metall)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Verfahrensmechaniker - Beschichtungstechnik lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Mögliche Berufsschulen für Verfahrensmechaniker - Beschichtungstechnik

Benötigte Stärken

Abbildung Person mit Hammer und Akkuschrauber

Handwerkliches Geschick

(z.B. beim Beizen, Schleifen und Grundieren der Objekte)

Abbildung Dominosteine

Reaktionsgeschwindigkeit

(z.B. zum schnellen Erkennen und Beseitigen von Störungen)

Abbildung einmal Dominosteine sortiert und einmal Dominosteine durcheinander

Sorgfalt

(z.B. beim Arbeiten mit Spritzpistolen oder Spritzautomaten)

Interessante Schulfächer

Chemie

(z.B. beim Auswählen von geeigneten chemischen Behandlungsverfahren)

Mathematik

(z.B. bei der Berechnung des Materialbedarfs)

Werken / Technik

(z.B. bei der Anfertigung von technischen Zeichnungen)

Was man in der Ausbildung als Verfahrensmechaniker - Beschichtungstechnik lernt

Während der Ausbildung zum Verfahrensmechaniker - Beschichtungstechnik erwirbt der Auszubildende ein breites Spektrum an Fähigkeiten und Kenntnissen, um Beschichtungsprozesse zu planen, zu überwachen und durchzuführen. Zu Beginn erlernt der Auszubildende die Grundlagen der mechanischen Fertigungs- und Fügeverfahren sowie das Herstellen von Betriebsmitteln. Das Erfassen von Messwerten und das Warten von Betriebsmitteln sind ebenfalls wesentliche Bestandteile der Ausbildung. Ein wichtiger Aspekt der Ausbildung ist das Vor- und Nachbehandeln von unbeschichteten und beschichteten Oberflächen. Hierbei lernt der Auszubildende die verschiedenen Schritte und Verfahren kennen, um Oberflächen für die Beschichtung vorzubereiten und diese nach dem Beschichtungsprozess zu behandeln.

Die Ausbildung umfasst auch das Regeln von Produktionsprozessen, den Umgang mit Betriebs- und Gefahrenstoffen sowie verfahrenstechnische Grundoperationen. Der Auszubildende lernt, Trägerwerkstoffe und Beschichtungsstoffe zu unterscheiden und anzuwenden, sowie verschiedene Applikationsverfahren anzuwenden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Erfassen und Dokumentieren von Messwerten, dem Bedienen, Überwachen und Warten von Einrichtungen und Anlagen sowie dem Nachbehandeln von Beschichtungen, um eine hohe Qualität und Haltbarkeit der Beschichtungen sicherzustellen. Die Optimierung des Gesamtprozesses sowie das Kennenlernen von Verfahren der Umwelttechnik sind ebenfalls wichtige Bestandteile der Ausbildung. Der Auszubildende lernt, wie Beschichtungsprozesse umweltfreundlich gestaltet und durchgeführt werden können, um die Umweltauswirkungen zu minimieren.

Mögliche Karrierechancen als Verfahrensmechaniker - Beschichtungstechnik

Vorteile des Berufs Verfahrensmechaniker - Beschichtungstechnik

Vielseitigkeit der Beschichtungstechniken

Als Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik lernst du verschiedene Verfahren zur Oberflächenbeschichtung kennen, darunter Spritz-, Tauch-, und Pulverbeschichtung. Diese Vielseitigkeit ermöglicht es dir, ein breites Spektrum an Materialien und Oberflächen zu bearbeiten, von Metallen über Kunststoffe bis hin zu Glas und Keramik.

Umweltfreundliche Beschichtungstechnologien

Mit dem zunehmenden Fokus auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz gewinnen auch umweltfreundliche Beschichtungstechnologien an Bedeutung. In deiner Ausbildung wirst du mit modernen Verfahren vertraut gemacht, die umweltschonend sind und dennoch qualitativ hochwertige Ergebnisse liefern, wie beispielsweise lösemittelfreie Lacke oder wasserbasierte Beschichtungen.

Qualitätskontrolle und -sicherung

Ein wichtiger Teil der Ausbildung besteht darin, Qualitätsstandards zu verstehen und einzuhalten. Du lernst, Beschichtungen auf ihre Haftfestigkeit, Dicke, Farbe und andere Eigenschaften zu prüfen und sicherzustellen, dass sie den Anforderungen entsprechen. Dies ist entscheidend für die Herstellung von Produkten mit hoher Qualität und Langlebigkeit.

Kombination aus Handwerk und Technologie

Die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik vereint handwerkliche Fertigkeiten mit dem Einsatz modernster Technologien. Du wirst lernen, komplexe Beschichtungsanlagen zu bedienen, zu warten und zu programmieren, während du gleichzeitig ein Verständnis für die chemischen und physikalischen Prozesse hinter den Beschichtungsverfahren entwickelst.

Zukunftssicherheit und Karrieremöglichkeiten

Beschichtungstechniken sind in vielen Branchen unverzichtbar, sei es in der Automobilindustrie, im Maschinenbau, in der Elektronik oder in der Bauindustrie. Daher bietet die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik gute Berufsaussichten und vielfältige Karrieremöglichkeiten. Du kannst in Beschichtungsbetrieben, Lackierereien, Oberflächenveredelungsbetrieben oder in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen verschiedener Unternehmen arbeiten.

Kreativität und Innovation

Beschichtungstechniken bieten Raum für Kreativität und Innovation. Du kannst dich in der Entwicklung neuer Beschichtungsverfahren oder -materialien engagieren, um den wachsenden Anforderungen an Funktionalität, Ästhetik und Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Diese Möglichkeit, aktiv an der Weiterentwicklung der Branche mitzuwirken, macht den Beruf des Verfahrensmechanikers für Beschichtungstechnik besonders spannend und zukunftsorientiert.

Mögliche Digitalisierungen als Verfahrensmechaniker - Beschichtungstechnik

  • Speicherprogrammierbare Steuerung

    Programmierung und Einrichtung einer automatisierten Beschichtungsanlage.

  • Vernetzte Labor- und Analyse-Geräte

    Analyse von Proben von Chemikalien und digitale Auswertung der gewonnenen Daten zur Sicherstellung der Qualitätskontrolle.

  • Wearable Technology

    Durch Verwendung von Datenbrillen können Beschichtungsanlagen überwacht werden.

  • Augmented Reality Operation

    Durchführen von Maschinenwartung mit Datenbrillen oder Tablets.

  • Maschinendatenerfassung

    Erfassung von Daten von automatischen Beschichtungsanlagen.

  • Industrieroboter

    Roboter für Polituren konfigurieren und die durchgeführten Arbeiten anschließend auf eventuelle Fehler überwachen.

  • Echtzeitdatensysteme

    Vorausschauende Wartung und Optimierung automatischer Beschichtungsanlagen durch Analyse von Maschinen- und Prozessdaten in Echtzeit.

  • Sensorik

    Überprüfung von Sensoren zur Überwachung des pH-Werts von Chemikalien durchführen.

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