Ausbildung als Bootsbauer - Neu-, Aus- und Umbau
Ob Ruderboot, Einhandjolle, Fischkutter oder mondäne Yacht: Bei all diesen Wasserfahrzeugen sind Bootsbauer und Bootsbauerinnen am Werk, die nicht nur mit Holz, sondern auch mit Stahl, Aluminium und faserverstärkten Kunststoffen perfekt umzugehen wissen. Entscheidet man sich in der Ausbildung für die Fachrichtung "Neu-, Aus- und Umbau" konstruiert man Bauteile wie Rumpf oder Deck und fügt diese zum Bootskörper zusammen. Bei größeren Booten fertigen die Bootsbauer und Bootsbauerinnen auch die Aufbauten, übernehmen den Innenausbau und stellen die Masten und Spieren her. Neben dem Neubau von Booten führen sie Instandsetzungs- und Umbauarbeiten durch. Um Deck und Aufbauten, insbesondere aber den Rumpf vor Schäden durch Wasser und Witterungseinflüsse zu schützen, lackieren sie z.B. die Oberflächen. Den Unterwasserbereich behandeln sie mit speziellen Beschichtungsstoffen. Ferner setzen sie vorhandene Struktur- oder Materialschäden am Rumpf und an Aufbauten instand.
Ausbildungsanfänger in Deutschland
- 63%
- 32%
- 5%
- 1%
- 1%
- Hochschulreife 63%
- Mittlerer Bildungsabschluss 32%
- Mittelschulabschluss 5%
- ohne Mittelschulabschluss 1%
- Sonstige 1%
Ausbildungsdetails
| Ausbildungsdauer | 3,5 Jahre |
|---|
Ausbildungsgehalt als Bootsbauer - Neu-, Aus- und Umbau
(Abweichungen möglich, Stand: 01. September 2024, Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
Ausbildungsverkürzung
Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Bootsbauer - Neu-, Aus- und Umbau lässt sich bis auf 2,5 Jahre verkürzen.
Interessante Schulfächer
Werken / Technik
(z.B. für Instandsetzungen und Umbauarbeiten mit Werkzeugen und Kleinmaschinen)
Physik
(z.B. zur Bestimmung der Wasserverdrängung)
Mathematik
(z.B. für die Flächenberechnung)
Wie viel verdient man als Bootsbauer - Neu-, Aus- und Umbau
Die Ausbildung zum Bootsbauer mit Schwerpunkt auf Neu-, Aus- und Umbau ist nicht nur spannend, sondern auch finanziell attraktiv. Bereits während der Ausbildung erhält man eine gestaffelte Vergütung: Im ersten Ausbildungsjahr verdient man 953 € brutto monatlich, im zweiten Jahr steigt das Gehalt auf 1.025 €. Im dritten Ausbildungsjahr erhöht sich die Vergütung auf 1.130 €, und im vierten Jahr erreicht sie 1.190 €. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung kann man in diesem handwerklichen Beruf mit einem Einstiegsgehalt von mindestens 3.064 € brutto pro Monat rechnen. Durchschnittlich liegt das Gehalt eines Bootsbauers bei etwa 3.489 €, wobei in spezialisierten Bereichen oder bei erfahrenen Fachkräften auch bis zu 3.924 € monatlich möglich sind. Die Kombination aus handwerklichem Können und einer soliden Vergütung macht den Beruf des Bootsbauers besonders attraktiv.
Was man in der Ausbildung als Bootsbauer - Neu-, Aus- und Umbau lernt
Während ihrer Ausbildung als Bootsbauer für Neu-, Aus- und Umbau erwerben die Auszubildenden eine Vielzahl von Fähigkeiten und Kenntnissen, um sie auf ihre Tätigkeiten im Bootsbaubereich vorzubereiten. Ein zentraler Bestandteil der Ausbildung ist das Einrichten, Bedienen und Instandhalten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Vorrichtungen, die für den Bootsbau benötigt werden. Die Auszubildenden lernen außerdem das Bearbeiten, Verarbeiten und Lagern von Werkstoffen sowie das Herstellen von Werkstücken und Verbindungen. Ein wichtiger Aspekt ist auch das Herstellen und Verarbeiten von Faserverbundwerkstoffen sowie das Behandeln von Oberflächen, um qualitativ hochwertige Bootskonstruktionen zu gewährleisten. Zur Ausstattung von Booten werden die Auszubildenden darin geschult, Ausrüstungsteile im Bereich Deck und Aufbau einzubauen sowie Masten und Spieren zu setzen. Sie lernen auch, technische Geräte, Anlagen und Systeme einzubauen und Funktionsprüfungen durchzuführen.
Weitere wichtige Aspekte der Ausbildung umfassen das Anwenden von Dämm- und Isolierungstechniken sowie Maßnahmen zum Brandschutz, das Instandhalten von Booten, das Transportieren und Lagern von Materialien und Bauteilen. Insgesamt werden die Auszubildenden umfassend auf ihre zukünftige Tätigkeit als Bootsbauer vorbereitet, um erfolgreich in verschiedenen Bereichen des Bootsbaus arbeiten zu können und hochwertige Bootskonstruktionen herzustellen, instand zu halten und zu reparieren.
Tipps für Bewerber als Bootsbauer - Neu-, Aus- und Umbau
Bewerbung
Als Bootsbauer/in im Bereich Neu-, Aus- und Umbau arbeitest du an Yachten, Segelbooten oder Motorbooten – von der Rumpfkonstruktion bis zur Innenausstattung. Du verbindest traditionelles Handwerk mit moderner Technik und sorgst dafür, dass jedes Boot stabil, sicher und schön wird. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du handwerklich geschickt, technikinteressiert und begeistert vom Wasser bist.
- Technik- und Handwerksinteresse betonen: Du arbeitest mit Holz, Metall und Kunststoffen – Genauigkeit ist dabei entscheidend.
- Sorgfalt hervorheben: Boote müssen absolut dicht und sicher gebaut sein – Präzision zählt.
- Kreativität und räumliches Denken zeigen: Du planst Innenräume und Lösungen, die auf engem Raum perfekt passen.
- Teamarbeit erwähnen: In der Werft oder Werkstatt arbeiten viele Fachkräfte zusammen – Zusammenarbeit ist wichtig.
- Tipp: Wenn du dich für Boote, Segeln oder Handwerk begeisterst oder schon ein Praktikum in einer Werkstatt gemacht hast, erwähne das unbedingt.
Kleidung für das Gespräch
Als Bootsbauer zählt ein gepflegtes, bodenständiges Auftreten – du sollst zeigen, dass du sowohl handwerklich als auch zuverlässig bist.
Saubere Alltagskleidung: Jeans und ein schlichtes Hemd oder Polo-Shirt wirken passend.
Kein Anzug nötig: Praktisch und ordentlich ist besser als übertrieben schick.
Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Kleidung und gepflegte Hände zeigen, dass du sorgfältig arbeitest.
Körpersprache: Ruhig, freundlich und aufmerksam – das vermittelt Zuverlässigkeit und Interesse.
Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der mitdenkt, Verantwortung übernimmt und Spaß am Handwerk hat.
Mögliche Fragen im Gespräch
Im Gespräch möchte der Betrieb wissen, ob du zuverlässig, interessiert und handwerklich geschickt bist.
- „Warum möchten Sie Bootsbauer/in werden?“
- „Was interessiert Sie besonders an Booten oder Schiffbau?“
- „Mit welchem Material arbeiten Sie am liebsten – Holz, Metall oder Kunststoff?“
- „Wie gehen Sie mit Aufgaben um, die viel Geduld und Genauigkeit erfordern?“
- „Wie wichtig ist Teamarbeit bei großen Bauprojekten für Sie?“
- „Könnten Sie sich vorstellen, auch an der Küste oder auf Werften zu arbeiten?“
Tipp: Denk an Situationen, in denen du sorgfältig, ausdauernd oder handwerklich gearbeitet hast – das zeigt, dass du zum Beruf passt.
Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst
Wenn du am Ende gefragt wirst, ob du noch Fragen hast, kannst du mit passenden Fragen echtes Interesse zeigen.
- „Wie ist die Ausbildung zum Bootsbauer im Bereich Neu-, Aus- und Umbau aufgebaut?“
- „Mit welchen Materialien und Werkzeugen arbeite ich während der Ausbildung?“
- „Wie viel Zeit verbringt man in der Werkstatt und wie viel direkt am Boot?“
- „Wie laufen typische Projekte ab – vom Plan bis zur Fertigstellung?“
- „Welche Spezialisierungen sind nach der Ausbildung möglich?“
- „Wie sehen die Chancen auf Übernahme oder Arbeit in einer Werft aus?“
Tipp: Frag nach Materialien, Projekten oder Spezialisierungen – das zeigt, dass du dich für den gesamten Prozess des Bootbaus interessierst und dir eine Zukunft im Handwerk vorstellen kannst.
Mögliche Karrierechancen als Bootsbauer - Neu-, Aus- und Umbau
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Ausbilder - AdA-Schein
Andere Weiterbildung
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Bootsbauermeister
Meisterweiterbildung
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Fachmann für kaufmännische Betriebsführung (HwO)
Andere Weiterbildung
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Holztechnik (Studium)
Studium
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Industriemeister - Holz
Meisterweiterbildung
-
Industriemeister - Kunststoff und Kautschuk
Meisterweiterbildung
-
Kunststofftechnik (Studium)
Studium
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Techniker - Holztechnik
Technikerweiterbildung
-
Techniker - Kunststoff- und Kautschuktechnik
Technikerweiterbildung
-
Technischer Fachwirt
Kaufmännische Weiterbildung
Vorteile des Berufs Bootsbauer - Neu-, Aus- und Umbau
Handwerkliche Vielseitigkeit
Bootsbaulehrlinge lernen eine breite Palette von handwerklichen Fertigkeiten, darunter Holzbearbeitung, Metallbearbeitung, Kunststoffverarbeitung und Komposittechnik. Diese Vielseitigkeit ermöglicht es ihnen, verschiedene Materialien zu verwenden und sowohl traditionelle als auch moderne Bauweisen zu beherrschen.
Kreativität und Gestaltungsfreiheit
Der Bau und Umbau von Booten erfordert kreative Lösungen und ermöglicht es Bootsbauern, ihre gestalterischen Fähigkeiten einzusetzen. Sie können individuelle Kundenwünsche umsetzen und einzigartige Designs entwickeln, sei es für Segelboote, Motorboote, Yachten oder andere Wasserfahrzeuge.
Technische Kompetenz
Bootsbaulehrlinge erwerben ein tiefes Verständnis für die Funktionsweise von Booten und Schiffsstrukturen sowie für maritime Systeme wie Motoren, Elektrik und Navigation. Sie lernen, wie sie diese Systeme installieren, warten und reparieren können, um sicherzustellen, dass Boote den geltenden Standards entsprechen und sicher betrieben werden können.
Einsatz im Freien
Die Arbeit als Bootsbauer bietet die Möglichkeit, viel Zeit im Freien zu verbringen, sei es auf Werften, an Seen oder an der Küste. Dies kann für Menschen attraktiv sein, die gerne draußen arbeiten und eine Affinität zum Wasser haben.
Nachhaltigkeit und Umweltschutz
In den letzten Jahren hat das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz auch die Bootsbauindustrie erreicht. Bootsbaulehrlinge lernen, wie sie umweltfreundliche Materialien verwenden, effiziente Produktionsprozesse implementieren und umweltschonende Entsorgungsmethoden anwenden können, um die ökologischen Auswirkungen ihrer Arbeit zu minimieren.
Häufige Fragen zum Ausbildungsberuf Bootsbauer - Neu-, Aus- und Umbau
Mögliche Digitalisierungen als Bootsbauer - Neu-, Aus- und Umbau
-
Tauchroboter
Mithilfe eines Tauchroboters Schäden am Booten unter Wasser inspizieren.
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Aktoren
Aktoren in Systeme für Steuerung und Regelung integrieren; Aktoren austauschen.
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Wartungs- und Instandhaltungsroboter
Roboter zur Durchführung von Wartungs- und Inspektionsarbeiten an Schiffsrümpfen einsetzen.
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Augmented Reality Operation
Durchführen von Maschinenwartung mit Datenbrillen oder Tablets.
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Industrieroboter
Einrichtung von Robotern für die Produktion von Bootsteilen, gefolgt von der Überprüfung der durchgeführten Arbeiten auf Fehler.
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Maschinendatenerfassung
Daten aus Fertigungsanlagen sammeln.
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Echtzeitdatensysteme
Optimierung von Fertigungseinrichtungen durch Echtzeitauswertung von Maschinen- und Prozessdaten sowie vorausschauende Wartung.
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Vernetzte Produktionssysteme
Umgang mit digital vernetzten Produktionsanlagen.
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Apps für Überwachung der Produktionsprozesse
Vernetzte Produktionsstätten überwachen; Betriebsbereitschaft gewährleisten.
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Speicherprogrammierbare Steuerung
Konfigurieren von CNC-gesteuerte Säge- und Fräsmaschinen, Daten eintragen und Steuereinrichtungen bedienen.
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3D-Druck
Herstellung kleinerer Bootsteile mit einem 3-D-Drucker.
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Sensorik
Überprüfung und Wartung von Sensoren in Fertigungsanlagen durchführen.
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