Ausbildung als Physiklaborant
Physiklaboranten führen Experimente durch, um physikalische Theorien zu testen und neue Entdeckungen zu machen. Sie bedienen eine Reihe von Instrumenten, von einfachen Messgeräten bis zu fortschrittlichen Technologien. Ihre Aufgaben umfassen die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung physikalischer Experimente, die Kalibrierung von Messinstrumenten und die Analyse der Ergebnisse für Forschungszwecke. Diese Rolle erfordert Genauigkeit, technische Fähigkeiten und ein tiefes physikalisches Verständnis. Physiklaboranten arbeiten in Laboren von Universitäten, Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen. Ihre Arbeit ist entscheidend für die Entwicklung neuer Technologien und Produkte in Bereichen wie Materialwissenschaften, Halbleitertechnologie und erneuerbare Energien. Die Ausbildung kombiniert theoretische Grundlagen mit praktischer Erfahrung in Laborarbeit, Instrumentenhandhabung und Datenanalyse. Sie bereiten auf eine Karriere vor, die Neugier und Innovationsgeist erfordert, und tragen maßgeblich zum wissenschaftlichen Fortschritt und technologischen Innovationen bei.
Ausbildungsanfänger in Deutschland
- 77%
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- Hochschulreife 77%
- Mittlerer Bildungsabschluss 23%
- ohne Mittelschulabschluss 1%
- Mittelschulabschluss 1%
- Sonstige 1%
Ausbildungsdetails
| Ausbildungsdauer | 3,5 Jahre |
|---|
Ausbildungsgehalt als Physiklaborant
(Abweichungen möglich, Stand: 01. November 2024, Quelle: TVA-L BBiG)
Ausbildungsverkürzung
Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Physiklaborant lässt sich bis auf 2,5 Jahre verkürzen.
Mögliche Berufsschulen für Physiklaborant
2 Ausbildungsplätze Physiklaborant vorhanden
-
Physiklaborant (m/w/d)
Ausbildung 2026Fraunhofer-Institut für BauphysikFraunhoferstr.1083626 Valley -
Physiklaborant (m/w/d)
Ausbildung 2027Fraunhofer-Institut für BauphysikFraunhoferstr.1083626 Valley
Interessante Schulfächer
Chemie
(z.B. um chemische Bindungen und Reaktionen besser zu verstehen)
Mathematik
(z.B. um die prozentuale Zusammensetzung chemischer Verbindungen zu berechnen und statistische Kenngrößen zu finden)
Wie viel verdient man als Physiklaborant
Während der Ausbildung als Physiklaborant steigert sich dein Verdienst stetig: Im ersten Ausbildungsjahr kannst du bereits bis zu 1.100 € monatlich verdienen. Im zweiten Jahr steigt dein Gehalt auf bis zu 1.168 €, im dritten Jahr auf 1.232 €, und im vierten Ausbildungsjahr kannst du sogar bis zu 1.321 € erwarten. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung profitierst du von einem attraktiven Gehalt: Dein Einstiegsverdienst liegt bei mindestens 3.614 € pro Monat. Im Durchschnitt erhältst du ein Gehalt von etwa 4.460 €, und mit entsprechender Berufserfahrung sind sogar bis zu 5.534 € monatlich möglich. Als Physiklaborant hast du somit sehr gute Verdienstmöglichkeiten sowohl während als auch nach deiner Ausbildungszeit.
Was man in der Ausbildung als Physiklaborant lernt
Die Ausbildung zum Physiklaboranten bereitet die Auszubildenden auf eine vielfältige Tätigkeit in physikalischen Laboren vor, die Forschung und Entwicklung, Qualitätskontrolle und analytische Dienstleistungen umfassen kann. Zu Beginn lernen die Auszubildenden den effizienten Einsatz von Energieträgern und die rationelle Energienutzung. Sie werden im Einsetzen, Pflegen und Instandhalten von Arbeitsgeräten, stationären Einrichtungen und Laborgeräten geschult. Die Ausbildung umfasst das Bearbeiten von Werkstoffen und das Herstellen von Schlauch- und Rohrverbindungen sowie das sichere Umgehen mit Arbeitsstoffen. Die Auszubildenden lernen auch, Arbeitsstoffe zu vereinigen, zu trennen und zu reinigen, wobei sowohl physikalische als auch chemische Methoden zur Anwendung kommen. Ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung ist das Messen physikalischer Größen und das Bestimmen von Stoffkonstanten sowie das Durchführen elektrotechnischer Arbeiten. Die Auszubildenden werden auch in mikrobiologischen Arbeitstechniken geschult und lernen, Arbeitsabläufe und -ergebnisse zu dokumentieren. Die Ausbildung umfasst mechanische Arbeiten, einschließlich der Mechanik von Festkörpern, Flüssigkeiten und Gasen sowie schwingenden Systemen, einschließlich Akustik.
Weitere Ausbildungsinhalte sind wärmetechnische und optische Arbeiten sowie vertiefende elektrotechnische und elektronische Arbeiten. Die Auszubildenden lernen auch den Umgang mit Röntgen- und Kernstrahlungsmaßtechnik. Die Ausbildung deckt zudem Werkstoffe und Werkstoffprüfung, instrumentelle Analytik und verfahrenstechnische Arbeiten ab. Die Auszubildenden erwerben Kenntnisse in der Leit-, Sensor-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Informationstechnische Arbeiten sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil, ebenso wie Maßnahmen zur Qualitätssicherung, die in modernen Laborumgebungen unerlässlich sind.
Tipps für Bewerber als Physiklaborant
Bewerbung
Als Physiklaborant/in arbeitest du an der spannenden Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis. Du planst und führst physikalische Experimente durch, misst Strahlung, Wärme, Elektrizität oder Magnetismus und dokumentierst die Ergebnisse sorgfältig. Dabei arbeitest du mit modernen Messgeräten, Computern und oft direkt an Forschungsprojekten in Laboren, Hochschulen oder Industrieunternehmen. In deiner Bewerbung solltest du zeigen, dass du naturwissenschaftlich interessiert, genau und verantwortungsbewusst bist.
- Naturwissenschaftliches Verständnis: Physik, Mathematik und Technik bilden die Grundlage deiner Arbeit.
- Sorgfalt und Genauigkeit: Messungen müssen exakt ausgeführt und dokumentiert werden.
- Technisches Geschick: Du arbeitest mit empfindlichen Geräten und führst Wartungen oder Kalibrierungen durch.
- Analytisches Denken: Du erkennst Zusammenhänge zwischen Versuchsdaten und physikalischen Gesetzen.
- Teamarbeit: Forschung ist Teamarbeit – du unterstützt Ingenieure und Wissenschaftler bei Experimenten.
Tipp: Wenn du Freude am Experimentieren hast und verstehen willst, wie Naturgesetze praktisch wirken, erwähne das – es zeigt, dass du die Leidenschaft für präzises, wissenschaftliches Arbeiten mitbringst.
Kleidung für das Gespräch
In Laboren und Forschungsbetrieben zählt ein sauberes, sachliches und professionelles Auftreten. Du sollst zeigen, dass du sorgfältig, diszipliniert und sicher arbeitest.
- Ordentliche, dezente Kleidung: Eine Stoffhose oder saubere Jeans mit Hemd, Bluse oder Polo wirkt angemessen.
- Neutrale Farben: Grau, Blau oder Weiß passen gut zum technischen Umfeld.
- Saubere, geschlossene Schuhe: Zeigen Verantwortungsbewusstsein und Respekt vor Sicherheitsvorschriften.
- Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Hände, schlichte Frisur und kein auffälliger Schmuck – im Labor steht Sicherheit an erster Stelle.
- Ruhige, aufmerksame Haltung: Spiegelt Konzentration und Zuverlässigkeit wider – beides essenziell in der Physik.
Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der experimentiert, beobachtet und denkt – konzentriert, neugierig und präzise.
Mögliche Fragen im Gespräch
Der Ausbildungsbetrieb möchte wissen, ob du Interesse an physikalischen Prozessen hast und konzentriert arbeiten kannst.
- „Was fasziniert Sie an der Physik und am Experimentieren?“
- „Wie gehen Sie vor, wenn ein Versuch nicht wie geplant funktioniert?“
- „Wie wichtig ist Ihnen Genauigkeit und Dokumentation?“
- „Welche Erfahrungen haben Sie mit technischen Geräten oder Messungen?“
- „Wie behalten Sie Ruhe, wenn ein Experiment viel Geduld erfordert?“
- „Können Sie sich vorstellen, mit komplexen Messsystemen oder Computerprogrammen zu arbeiten?“
Tipp: Denk an Beispiele aus Schule oder Freizeit, in denen du experimentiert, Fehler analysiert oder mit Technik gearbeitet hast – das zeigt, dass du die richtige Denkweise für Laborarbeit besitzt.
Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst
Eigene Fragen zeigen, dass du echtes Interesse an der wissenschaftlichen Arbeit und den Lerninhalten hast.
- „Welche physikalischen Fachgebiete sind in Ihrem Labor besonders wichtig?“
- „Wie ist die Ausbildung zwischen Theorie, Experiment und Auswertung aufgebaut?“
- „Mit welchen Messgeräten oder Computerprogrammen arbeiten die Auszubildenden?“
- „Gibt es die Möglichkeit, an Forschungsprojekten mitzuwirken?“
- „Wie eng arbeiten Physiklaboranten mit Ingenieuren oder Wissenschaftlern zusammen?“
- „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung, z. B. zum Techniker oder Physikingenieur?“
Tipp: Frag nach Experimentiermöglichkeiten, Forschungsthemen und Entwicklungsperspektiven – das zeigt, dass du nicht nur messen willst, sondern verstehen, warum du misst.
Mögliche Karrierechancen als Physiklaborant
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Materialwissenschaft (Studium)
Studium
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Physik (Studium)
Studium
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Physikingenieurwesen (Studium)
Studium
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Techniker - Physiktechnik
Technikerweiterbildung
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Techniker - Werkstofftechnik
Technikerweiterbildung
Vorteile des Berufs Physiklaborant
Praktische Laborarbeit
Als Physiklaborant arbeiten Sie täglich im Labor und führen Experimente durch. Sie haben die Möglichkeit, theoretische Kenntnisse direkt in die Praxis umzusetzen und wissenschaftliche Phänomene hautnah zu erleben.
Vielfältige Einsatzgebiete
Physiklaboranten werden in verschiedenen Branchen benötigt, darunter in Forschungsinstituten, Hochschulen, Industrieunternehmen und in der medizinischen Diagnostik. Dadurch eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten für den Berufseinstieg und die berufliche Weiterentwicklung.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Sie arbeiten oft im Team mit Physikern, Ingenieuren, Chemikern und anderen Fachkräften zusammen. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit fördert den Austausch von Wissen und Ideen und erweitert Ihr berufliches Netzwerk.
Eigenständige Durchführung von Experimenten
Sie planen und führen Experimente eigenständig durch, dokumentieren Ihre Ergebnisse und werten diese aus. Dadurch entwickeln Sie wichtige Fähigkeiten in den Bereichen Problemlösung, Analyse und Dokumentation.
Umgang mit modernen Geräten und Technologien
Sie lernen den Umgang mit hochmodernen Laborgeräten und Analyseinstrumenten kennen, die in der physikalischen Forschung und Entwicklung eingesetzt werden. Dies umfasst beispielsweise Spektrometer, Mikroskope, Laser und verschiedene Messgeräte.
Theoretische Grundlagen
Neben der praktischen Laborarbeit erwerben Sie auch theoretische Kenntnisse in Physik, Mathematik, Chemie und anderen naturwissenschaftlichen Fächern. Diese bilden die Grundlage für Ihr Verständnis physikalischer Phänomene und Methoden.
Umwelt- und Arbeitsschutz
Sie lernen, sicher mit gefährlichen Stoffen umzugehen und halten die geltenden Sicherheits- und Umweltstandards ein. Der verantwortungsvolle Umgang mit Chemikalien und anderen Materialien steht dabei im Mittelpunkt.
Mögliche Digitalisierungen als Physiklaborant
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3D-Laserscanning
Digitalisierung von Versuchsobjekten mittels 3D-Laserscanning.
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Vernetzte Labor- und Analyse-Geräte
Durchführung der Qualitätssicherung neuentwickelter Werkstoffe unter Einsatz vernetzter Labortechnik.
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Digitales Dokumentenmanagement - DMS
Digitale Verwaltung von Prüfprotokollen und Dokumentationen von Prüfergebnissen.
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3D-Druck
Neue Werkstoffe zu Testzwecken mittels 3-D-Drucker produzieren.
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Wearable Technology
Automatisierte Führung von Laborprotokollen mithilfe von Smart-Watches und Datenbrillen.
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