Chemielaborant (m/w/d)

Naturwissenschaften
Abbildung Mann und Frau mit Kittel und Laborbrillen schauen sich einen Gegenstand an

Ausbildung als Chemielaborant

Wer in der Schule gut in Chemie war und gerne im weißen Kittel mit Reagenzgläsern hantiert, für den ist das der ideale Beruf: Chemielaboranten und Chemielaborantinnen prüfen nämlich nicht nur organische und anorganische Stoffe und untersuchen chemische Prozesse, sondern sie stellen auch Stoffgemische her und entwickeln bzw. optimieren das Syntheseverfahren von Präparaten. Hinzu kommt die Analyse von Stoffen mit verschiedenen chemischen und physikalischen Verfahren. Außerdem zählen immunologische, diagnostische oder biotechnische Untersuchungen zu ihren Aufgaben. Chemielaboranten und Chemielaborantinnen sind meist in der chemischen und pharmazeutischen Industrie, aber auch in Umweltämtern sowie bei Unternehmen der Kosmetik- oder Nahrungsmittelbranche tätig, um Produkte oder Wirkstoffe mit neuen Anforderungen zu entwickeln. Spannend dabei: Sie bereiten die verschiedenen Versuche nicht nur vor, sondern führen sie auch selbständig durch. Anschließend werden die Versuchsabläufe protokolliert und die Ergebnisse am Computer ausgewertet.

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Ausbildungsanfänger in Deutschland

  • 68%
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  • Hochschulreife 68%
  • Mittlerer Bildungsabschluss 28%
  • Mittelschulabschluss 2%
  • ohne Mittelschulabschluss 1%
  • Sonstige 1%

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3,5 Jahre

Ausbildungsgehalt als Chemielaborant

  • 1. Ausbildungsjahr 1.176 € bis 1.293 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.249 € bis 1.343 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.318 € bis 1.389 €
  • 4. Ausbildungsjahr 1.412 € bis 1.453 €

(Abweichungen möglich, Stand: 01. April 2025, Quelle: WSI Tarifarchiv)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Chemielaborant lässt sich bis auf 2,5 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Mögliche Berufsschulen für Chemielaborant

42 Ausbildungsplätze Chemielaborant vorhanden

Benötigte Stärken

Abbildung Fischer auf einem Boot beim Angeln auf einem See

Geduld

(z.B. beim Überwachen langwieriger, chemischer Versuchsabläufe)

Abbildung Person mit Hammer und Akkuschrauber

Handwerkliches Geschick

(z.B. bei der Verwendung von Pipette und Pinzette)

Abbildung Person die auf einer Slackline balanciert

Konzentrationsfähigkeit

(z.B. durch Aufmerksamkeit bei schwierigen und gefährlichen Aufgaben)

Abbildung einmal Dominosteine sortiert und einmal Dominosteine durcheinander

Sorgfalt

(z.B. bei der Beobachtung von chemischen Versuchen)

Abbildung Person steht vor einer Wand mit mathematischen Formeln

Mathekenntnisse

(z.B. für die Berechnung von Mischverhältnissen)

Interessante Schulfächer

Chemie

(z.B. für die Analyse und Herstellung von Stoffen)

Englisch

(z.B. zum Lesen von englischsprachigen Fachtexten)

Biologie

(z.B. für das Anlegen von Zellkulturen)

Mathematik

(z.B. bei der Berechnung von Mischverhältnissen)

Wie viel verdient man als Chemielaborant

Die Ausbildung zum Chemielaboranten bietet bereits während der Lehrjahre attraktive Verdienstmöglichkeiten. Im ersten Ausbildungsjahr erhalten Auszubildende bis zu 1.218 € monatlich. Im zweiten Jahr steigt das Gehalt auf bis zu 1.268 €, im dritten Ausbildungsjahr können sie bis zu 1.314 € verdienen, und im vierten Jahr erreicht das monatliche Einkommen bis zu 1.378 €. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung eröffnen sich noch bessere finanzielle Perspektiven. Ein ausgebildeter Chemielaborant verdient mindestens 3.411 € brutto pro Monat. Im Durchschnitt liegt das Gehalt in diesem Beruf bei etwa 4.215 € monatlich, wobei in besonders gut bezahlten Positionen oder spezialisierten Bereichen Gehälter von bis zu 5.201 € möglich sind. Der Beruf des Chemielaboranten verbindet somit interessante und herausfordernde Tätigkeiten mit einer soliden und attraktiven Vergütung.

Was man in der Ausbildung als Chemielaborant lernt

Während ihrer Ausbildung als Chemielaborantinnen und -laboranten erwerben die Auszubildenden eine breite Palette von Fähigkeiten und Kenntnissen, um sie auf ihre Tätigkeiten im Labor vorzubereiten. Ein wichtiger Teil der Ausbildung umfasst das Einsetzen von Energieträgern und das sichere Umgehen mit Arbeitsgeräten und -mitteln, einschließlich Pflege und Wartung, um einen reibungslosen Laborbetrieb zu gewährleisten. Darüber hinaus lernen die Auszubildenden Qualitätssichernde Maßnahmen durchzuführen und entwickeln dabei eine Kundenorientierung sowie ein Verständnis für die Wirtschaftlichkeit im Labor. Sie werden in der Arbeitsorganisation geschult, lernen Arbeitsabläufe zu planen und im Team zu arbeiten. Die Beschaffung von Informationen und die Dokumentation von Arbeitsschritten werden ebenfalls gelehrt, ebenso wie der Umgang mit Kommunikations- und Informationssystemen sowie die Erfassung und Verarbeitung von Messdaten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem sicheren Umgehen mit Arbeitsstoffen und der Anwendung chemischer und physikalischer Methoden. Dies umfasst die Probenahme und -vorbereitung, die Analyseverfahren, das Trennen und Vereinigen von Arbeitsstoffen sowie die Durchführung analytischer und präparativer Arbeiten. Dazu gehört das Herstellen von Präparaten, das Trennen und Reinigen von Stoffen sowie das Charakterisieren von Produkten.

Je nach individueller Wahl vertiefen die Auszubildenden ihre Kenntnisse in verschiedenen Bereichen der Chemie und des Laborbetriebs. Dies kann die Durchführung verfahrenstechnischer Arbeiten, das Arbeiten mit automatisierten Systemen im Labor, die Kundenbetreuung, das Qualitätsmanagement, umweltbezogene Arbeitstechniken und vieles mehr umfassen. Insgesamt werden die Auszubildenden umfassend darauf vorbereitet, verantwortungsvolle Aufgaben im Labor zu übernehmen und zum Erfolg wissenschaftlicher und technischer Projekte beizutragen.

Tipps für Bewerber als Chemielaborant

Bewerbung

Als Chemielaborant/in arbeitest du in Laboren von Forschungseinrichtungen, Industrie oder Universitäten. Du analysierst Stoffe, führst Versuche durch und dokumentierst sorgfältig deine Ergebnisse. Dabei sind Genauigkeit, Sicherheitsbewusstsein und Neugier auf chemische Zusammenhänge gefragt. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du naturwissenschaftlich interessiert, konzentriert und verantwortungsbewusst bist.

  • Interesse an Chemie betonen: Schreib, dass du gern experimentierst und verstehen willst, wie Stoffe reagieren.
  • Sorgfalt und Genauigkeit hervorheben: Kleine Fehler können große Auswirkungen haben – Präzision ist entscheidend.
  • Verantwortungsbewusstsein zeigen: Du arbeitest mit Chemikalien und Geräten – Sicherheit hat oberste Priorität.
  • Teamfähigkeit: Forschung gelingt nur gemeinsam – du musst dich auf andere verlassen können.
  • Tipp: Wenn du in der Schule Chemie mochtest oder schon ein Praktikum im Labor gemacht hast, erwähne das unbedingt. Es zeigt, dass du weißt, was dich erwartet.

Kleidung für das Gespräch

Im Laborumfeld zählt ein gepflegtes, sachliches Auftreten – du sollst zeigen, dass du zuverlässig und konzentriert arbeitest.

  • Schlicht und ordentlich: Stoffhose oder Jeans mit Hemd, Bluse oder Pullover sind passend.
  • Dezent und sauber: Saubere Kleidung zeigt, dass du Wert auf Ordnung legst.
  • Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Hände, ordentliche Frisur und ruhige Ausstrahlung machen Eindruck.
  • Körpersprache: Aufmerksam, ruhig und freundlich – das vermittelt Zuverlässigkeit und Konzentration.
  • Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der strukturiert arbeitet und naturwissenschaftlich denkt.

Mögliche Fragen im Gespräch

Im Gespräch möchte der Betrieb wissen, ob du naturwissenschaftliches Verständnis, Konzentrationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein mitbringst.

  • „Warum möchten Sie Chemielaborant/in werden?“
  • „Was fasziniert Sie an chemischen Experimenten?“
  • „Wie gehen Sie vor, wenn ein Versuch nicht das gewünschte Ergebnis bringt?“
  •  „Wie wichtig ist Ihnen Sicherheit bei der Arbeit?“
  •  „Wie behalten Sie bei langen Versuchsreihen den Überblick?“
  • „Wie arbeiten Sie im Team, wenn mehrere Personen an einem Projekt beteiligt sind?“

Tipp: Denk an Situationen, in denen du sorgfältig, geduldig oder logisch gearbeitet hast – das zeigt, dass du gut in ein Laborumfeld passt.

Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst

Wenn du am Ende gefragt wirst, ob du noch Fragen hast, kannst du damit echtes Interesse und Verständnis für den Beruf zeigen.

  •  „Wie ist die Ausbildung zum Chemielaboranten aufgebaut?“
  •  „Mit welchen Geräten oder Analysemethoden arbeite ich während der Ausbildung?“
  • „Wie viel Zeit verbringt man im Labor und wie viel in der Theorie?“
  • „Wie werden Sicherheits- und Umweltaspekte im Betrieb vermittelt?“
  • „Welche Möglichkeiten zur Weiterbildung oder Spezialisierung gibt es nach der Ausbildung?“
  • „Wie sehen die Chancen auf Übernahme oder Arbeit in der Forschung aus?“

Tipp: Frag nach Laborarbeit, Geräten oder Spezialisierungen – das zeigt, dass du dich wirklich für die praktische und wissenschaftliche Seite des Berufs interessierst.
 

Mögliche Karrierechancen als Chemielaborant

Vorteile des Berufs Chemielaborant

Forschung und Entwicklung

Chemielaboranten arbeiten oft in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Unternehmen, Universitäten oder Forschungsinstituten. Sie sind an der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Technologien beteiligt und tragen dazu bei, Innovationen voranzutreiben.

Analytische Fertigkeiten

Der Beruf erfordert ausgeprägte analytische Fähigkeiten, um Proben zu analysieren, Experimente durchzuführen und Daten zu interpretieren. Chemielaboranten verwenden eine Vielzahl von Instrumenten und Techniken, darunter chromatographische Verfahren, spektroskopische Methoden, mikroskopische Untersuchungen und mehr.

Qualitätskontrolle

Chemielaboranten spielen eine wichtige Rolle bei der Qualitätskontrolle von Produkten in verschiedenen Industriezweigen wie Pharmazie, Lebensmittel, Kosmetik, Chemie und mehr. Sie überwachen die Einhaltung von Qualitätsstandards, führen Tests durch, um die Reinheit und Zusammensetzung von Produkten zu überprüfen, und identifizieren mögliche Probleme oder Verunreinigungen.

Sicherheit und Umweltschutz

Chemielaboranten arbeiten mit verschiedenen Chemikalien und müssen strenge Sicherheitsstandards einhalten, um Unfälle zu vermeiden und eine sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten. Sie sind auch für den umweltgerechten Umgang mit Chemikalien verantwortlich und tragen zur Minimierung von Umweltauswirkungen bei.

Weiterentwicklung der Gesellschaft

Durch ihre Arbeit tragen Chemielaboranten zur Entwicklung neuer Medikamente, Verbesserung von Lebensmittelsicherheit und Qualität, Erforschung alternativer Energien, Entwicklung umweltfreundlicher Produkte und vielem mehr bei. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen und tragen zum Fortschritt der Menschheit bei.

Häufige Fragen zum Ausbildungsberuf Chemielaborant

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