Ausbildung als Tierwirt
Tierwirte und Tierwirtinnen der Fachrichtung Geflügelhaltung sind in Agrarbetrieben für die Haltung, Versorgung und Vermarktung von Geflügel zuständig. Je nach Betrieb arbeiten sie entweder in Legehennen- oder Mastbetrieben. In Legehennenbetrieben kümmern sie sich um die Gewinnung von Eiern und die Aufzucht von Küken. Sie füttern das Junggeflügel, Hennen und Masthähnchen mit speziell ausgewählten Futtermitteln und Zusatzstoffen. Die Entwicklung des Geflügels wird kontrolliert, die Gesundheit der Tiere wird überwacht und Licht- und Impfprogramme werden durchgeführt. Dabei achten sie auf Hygiene-, Tier- und Verbraucherschutzvorschriften. Die Reinigung der Käfige, Ställe und Batterien sowie deren Desinfektion gehört ebenfalls zu den Aufgaben. Um optimale Bedingungen für die Geflügelhaltung zu schaffen, regulieren sie das Stallklima und legen die geeignete Besatzdichte fest. In Legehennenbetrieben nehmen sie die Eier ab, sortieren, kennzeichnen und verpacken sie gemäß den Qualitätsstandards. In Mastbetrieben gehört es auch zu ihren Aufgaben, das Geflügel zu schlachten und marktgerecht aufzubereiten.
Persönliche Interessen
Ausbildungsanfänger in Deutschland
- 46%
- 36%
- 9%
- 9%
- 1%
- Mittlerer Bildungsabschluss 46%
- Mittelschulabschluss 36%
- ohne Mittelschulabschluss 9%
- Hochschulreife 9%
- Sonstige 1%
Ausbildungsdetails
| Ausbildungsdauer | 3 Jahre |
|---|
Ausbildungsgehalt als Tierwirt
(Abweichungen möglich, Stand: 01. Januar 2026, Quelle: IG Bau)
Ausbildungsverkürzung
Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Tierwirt lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.
1 Ausbildungsplatz Tierwirt vorhanden
-
Tierwirt (m/w/d)
Ausbildung 2026Landwirtschaftliche Lehranstalten TriesdorfMarkgrafenstr. 1291746 Weidenbach
Interessante Schulfächer
Biologie
(z.B. die Aufrechterhaltung und Züchtung von Tieren sowie die Gesundheitsvorsorge)
Mathematik
(z.B. wenn man die Leistungsmerkmale der Mast berechnet und vergleicht, sowie die anfallenden Kosten berücksichtigt)
Was man in der Ausbildung als Tierwirt lernt
Die Ausbildung zum Tierwirt umfasst eine breite Palette an Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten, die für die professionelle und nachhaltige Tierhaltung erforderlich sind. Die Ausbildung gliedert sich in verschiedene Fachrichtungen, die jeweils auf spezifische Tierarten oder Tätigkeitsfelder ausgerichtet sind. Unabhängig von der Fachrichtung werden grundlegende Themen wie ökologische Zusammenhänge, Nachhaltigkeit, Verbraucherschutz, betriebliche Abläufe und wirtschaftliche Zusammenhänge behandelt. Zu den grundlegenden Fertigkeiten gehört das Planen, Kontrollieren und Beurteilen von Arbeitsabläufen und Produktionen. Die Auszubildenden lernen, Kalkulationen zu erstellen und Geschäftsvorgänge abzuwickeln, was für den wirtschaftlichen Erfolg des Betriebs unerlässlich ist. Kommunikation und Information spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, ebenso wie qualitätssichernde Maßnahmen und der sachgerechte Umgang mit Maschinen, Geräten und Betriebseinrichtungen. Im Bereich des Tierschutzes, der Tierproduktion, Tierzucht und Tierhaltung erwerben die Auszubildenden umfassende Kenntnisse und Fähigkeiten. Sie lernen, wie Tiere artgerecht gefüttert und gepflegt werden, und erlangen Wissen in Tiergesundheit und Tierhygiene. Die Nutzung von Tieren und die Gewinnung spezifischer Produkte sind ebenfalls wichtige Inhalte der Ausbildung. In der Fachrichtung Rinderhaltung konzentriert sich die Ausbildung auf die Kälber- und Jungrinderaufzucht, Rinderhaltung, Reproduktion sowie die Produktion von Milch, Zucht- und Schlachttieren. Die Auszubildenden lernen auch die Grundlagen der Weidewirtschaft und Futtergewinnung.
Die Fachrichtung Schweinehaltung umfasst die Reproduktion, Sauenhaltung, Ferkelaufzucht und Schweinemast. Zudem erwerben die Auszubildenden Kenntnisse in der Vermarktung, den technischen Systemen der Schweinehaltung sowie der Verwertung und Entsorgung von Rückständen. In der Geflügelhaltung stehen Haltung und Herdenmanagement, Fütterung, Produktgewinnung und Vermarktung sowie Reproduktion, Vermehrung und Brut im Mittelpunkt. Auch hier ist die Verwertung und Entsorgung von Rückständen ein wichtiger Aspekt. Die Fachrichtung Schäferei befasst sich mit der Schafhaltung, Ablammung und Aufzucht sowie der Produktion von Wolle, Milch und Fleisch. Hütetechnik, Weidewirtschaft, Futtergewinnung sowie Naturschutz und Landschaftspflege sind ebenfalls Teil der Ausbildung. In der Fachrichtung Imkerei lernen die Auszubildenden alles über Völkerführung und Bienengesundheit, Bienenwanderung, Bienenweide und Bestäubung. Der Naturschutz, die Gewinnung und Vermarktung von Bienenprodukten, Königinnenzucht und die Betriebsmittel zur Bienenhaltung sind weitere zentrale Themen.
Tipps für Bewerber als Tierwirt
Bewerbung
Als Tierwirt/in arbeitest du in der landwirtschaftlichen Tierhaltung und sorgst dafür, dass Tiere gesund, artgerecht und leistungsfähig bleiben. Je nach Fachrichtung (z. B. Rinder-, Schweine-, Geflügel- oder Schäferei) kümmerst du dich um Fütterung, Pflege, Zucht, Stallhygiene und Technik. Du bedienst moderne Anlagen, überwachst Klima und Futterversorgung und achtest auf das Wohlbefinden der Tiere. Dabei brauchst du Verantwortungsbewusstsein, Tierliebe, technisches Verständnis und Ausdauer. In deiner Bewerbung solltest du zeigen, dass du zuverlässig, naturverbunden und körperlich belastbar bist.
- Tierliebe und Verantwortungsbewusstsein: Du kümmerst dich täglich um Tiere und erkennst Veränderungen sofort.
- Sorgfalt: Fütterung, Hygiene und Gesundheitskontrollen müssen exakt eingehalten werden.
- Körperliche Belastbarkeit: Stallarbeit, Wetter und lange Tage gehören zum Alltag.
- Technisches Verständnis: Du arbeitest mit Maschinen, Melkanlagen oder Fütterungstechnik.
- Teamfähigkeit: Du arbeitest mit Landwirten, Tierärzten und Fachkräften zusammen.
Tipp: Wenn du Tiere liebst, gern an der frischen Luft arbeitest und dich für Landwirtschaft interessierst, erwähne das – es zeigt, dass du den Beruf mit Leidenschaft und Verantwortungsgefühl wählst.
Kleidung für das Gespräch
Im landwirtschaftlichen Bereich zählt ein gepflegtes, bodenständiges und praktisches Auftreten. Du solltest zeigen, dass du zuverlässig, naturverbunden und tatkräftig bist.
- Saubere, schlichte Kleidung: Eine gepflegte Jeans oder Stoffhose mit Hemd, Bluse oder Polo ist ideal.
- Dezente Farben: Naturtöne wie Grün, Grau oder Braun wirken passend.
- Praktische Schuhe: Zeigen, dass du auch körperliche Arbeit gewohnt bist.
- Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Kleidung und ein ordentlicher Gesamteindruck vermitteln Respekt.
- Freundliche, offene Ausstrahlung: Zeigt Bodenständigkeit und Verantwortungsbewusstsein.
Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der mit anpackt, Tiere respektiert und zuverlässig arbeitet – ehrlich, fleißig und naturverbunden.
Mögliche Fragen im Gespräch
Der Ausbildungsbetrieb möchte wissen, ob du Tierliebe, Ausdauer und Interesse an Landwirtschaft mitbringst.
- „Warum möchten Sie Tierwirt/in werden?“
- „Mit welchen Tieren würden Sie am liebsten arbeiten?“
- „Wie gehen Sie mit kranken oder ängstlichen Tieren um?“
- „Wie wichtig ist Ihnen Hygiene und Ordnung im Stall?“
- „Wie reagieren Sie, wenn die Arbeit körperlich anstrengend oder wetterabhängig ist?“
- „Haben Sie bereits Erfahrung mit Nutztieren – z. B. durch Familie, Praktikum oder Ferienarbeit?“
Tipp: Denk an Erfahrungen, bei denen du Verantwortung für Tiere übernommen oder körperlich gearbeitet hast – das zeigt, dass du die Realität der Landwirtschaft kennst und trotzdem motiviert bist.
Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst
Eigene Fragen zeigen, dass du dich für Tierhaltung, Technik und Nachhaltigkeit interessierst.
- „Welche Tierarten werden auf Ihrem Betrieb gehalten?“
- „Wie ist die Ausbildung zwischen Stallarbeit, Technik und Theorie aufgebaut?“
- „Welche modernen Anlagen oder Systeme werden im Betrieb eingesetzt?“
- „Wie eng arbeiten Auszubildende mit Tierärzten oder Beratern zusammen?“
- „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung Tierwirtschaftsmeister/in oder Agrarbetriebswirt/in?“
- „Wie wird im Betrieb auf Tierwohl und Nachhaltigkeit geachtet?“
Tipp: Frag nach Technik, Verantwortung und Weiterentwicklung – das zeigt, dass du Landwirtschaft als modernen, verantwortungsvollen Beruf siehst, der dir am Herzen liegt.
Mögliche Karrierechancen als Tierwirt
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Agrarbiologie (Studium)
Studium
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Agrarmanagement (Studium)
Studium
-
Agrarwissenschaft (Studium)
Studium
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Betriebswirt - Agrarbetrieb
Kaufmännische Weiterbildung
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Fachagrarwirt - Erneuerbare Energien/Biomasse
Andere Weiterbildung
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Klauenpfleger
Andere Weiterbildung
-
Landwirtschaftsmeister
Meisterweiterbildung
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Techniker - Agrartechnik
Technikerweiterbildung
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Tierwirtschaftsmeister - Geflügelhaltung
Meisterweiterbildung
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Wirtschafter - Landwirtschaft
Andere Weiterbildung
Vorteile des Berufs Tierwirt
Tierpflege und Fütterung
Tierwirte sind für die tägliche Pflege und Fütterung von Nutztieren wie Rindern, Schweinen, Schafen, Geflügel oder anderen Tieren in landwirtschaftlichen Betrieben verantwortlich. Sie stellen sicher, dass die Tiere ausgewogenes Futter erhalten und dass ihre Stallungen sauber und komfortabel sind.
Gesundheitsmanagement
Tierwirte überwachen den Gesundheitszustand der Tiere und erkennen frühzeitig Anzeichen von Krankheiten oder Verletzungen. Sie können grundlegende tierärztliche Versorgung wie Impfungen, Entwurmung und Erstbehandlung von Verletzungen durchführen und bei Bedarf einen Tierarzt hinzuziehen.
Zucht- und Fortpflanzungsmanagement
Tierwirte unterstützen bei der Zucht und Fortpflanzung von Nutztieren, indem sie Zuchttiere auswählen, Zuchtprogramme koordinieren, künstliche Besamung durchführen und die Trächtigkeit und Geburt überwachen.
Haltungssysteme und Tierwohl
Sie sind für die Gestaltung und Verwaltung von Haltungssystemen verantwortlich, die den Bedürfnissen der Tiere gerecht werden und das Tierwohl fördern. Dazu gehört die Bereitstellung von ausreichend Platz, Belüftung, Beleuchtung und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere.
Dokumentation und Aufzeichnungen
Tierwirte führen Aufzeichnungen über die Pflege, Gesundheit, Zuchtaktivitäten und Produktionsleistung der Tiere. Diese Informationen sind wichtig für die Überwachung der Tiergesundheit, die Erfüllung von Vorschriften und die Optimierung der Betriebsabläufe.
Produktion und Ernte
In einigen Fällen können Tierwirte auch bei der Produktion und Ernte tierischer Produkte wie Milch, Fleisch, Eier oder Wolle helfen. Dies umfasst die Milchgewinnung, Schlachtung, Eiersammlung oder Schafschur.
Nachhaltigkeit und Umweltschutz
Tierwirte können nachhaltige Landwirtschaftspraktiken fördern, um die Umweltbelastung zu verringern und natürliche Ressourcen zu schonen. Dazu gehören die Verwendung von ökologischen Anbaumethoden, die Reduzierung von Abfällen und die Förderung von Biodiversität auf landwirtschaftlichen Flächen.
Häufige Fragen zum Ausbildungsberuf Tierwirt
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