Tierpfleger - Tierheim und Tierpension (m/w/d)

Landwirtschaft, Natur, Umwelt

Ausbildung als Tierpfleger - Tierheim und Tierpension

Tierpfleger und Tierpflegerinnen der Fachrichtung Tierheim und Tierpension sind für die Versorgung und Pflege von Haustieren zuständig und kümmern sich intensiv um ihr Wohlergehen. Oftmals handelt es sich dabei um Tiere, die ausgesetzt wurden oder aufgrund von Misshandlungen oder schlechter Haltung ins Tierheim kommen und daher traumatisiert sein können. Um Verhaltensstörungen entgegenzuwirken, beobachten Tierpfleger und Tierpflegerinnen das Verhalten der Tiere besonders aufmerksam und bringen viel Geduld im Umgang mit ihnen auf.

Zu den Aufgaben der Tierpfleger und Tierpflegerinnen gehört es, die Tiere mit Futter zu versorgen und artgerechte Unterkünfte einzurichten, die sie auch regelmäßig reinigen und instand halten. Sie beraten Tierbesitzer, die ihre Haustiere beispielsweise in einer Tierpension unterbringen möchten, und kümmern sich um neue Eigentümer für herrenlose Heimtiere. Dazu schließen sie Aufnahme- und Abgabeverträge ab.

Darüber hinaus fallen verwaltende Aufgaben an, wie die Beschaffung von Futtermitteln und Gerätschaften, Kostenplanung sowie die Abwicklung des Zahlungsverkehrs.

Ausbildungsanfänger in Deutschland

  • 36%
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  • 24%
  • 4%
  • 1%
  • Mittlerer Bildungsabschluss 36%
  • Hochschulreife 36%
  • Mittelschulabschluss 24%
  • ohne Mittelschulabschluss 4%
  • Sonstige 1%

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Tierpfleger - Tierheim und Tierpension

  • 1. Ausbildungsjahr 1.218 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.268 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.314 €

(Abweichungen möglich, Stand: 01. März 2024, Quelle: TVAöD-BBiG)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Tierpfleger - Tierheim und Tierpension lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Benötigte Stärken

Abbildung einmal Dominosteine sortiert und einmal Dominosteine durcheinander

Sorgfalt

(z.B. das Auffinden von Hinweisen auf Erkrankungen von Tieren, Schwangerschaft und Verhaltensstörungen)

Abbildung Frau die überrascht auf sich selber mit dem Finger zeigt

Verantwortungsbewusstsein

(z.B. bei der sorgfältigen Einhaltung der Futter- oder Medikamentendosierung sowie bei der artgerechten Haltung von Tieren)

Abbildung Person mit Hammer und Akkuschrauber

Handwerkliches Geschick

(z.B. beim Säubern, Einrichten und Instandhalten von Tierunterkünften)

Abbildung Verkäuferin berät einen Kunden

Kunden- & Serviceorientierung

(z.B. beim Beantworten von Kundenfragen)

Interessante Schulfächer

Biologie

(z.B. wenn man Tiere nach Rasse oder Herkunft einordnet und nicht einheimische Reptilien oder Vögel artgerecht unterbringt)

Mathematik

(z.B. zur Berechnung der Futterrationen)

Wie viel verdient man als Tierpfleger - Tierheim und Tierpension

Während der Ausbildung zum Tierpfleger in einem Tierheim oder einer Tierpension verdient man im ersten Jahr 1.218 €, im zweiten Jahr 1.268 € und im dritten Jahr 1.314 € monatlich. Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt bei mindestens 2.246 € pro Monat. Durchschnittlich beträgt das Einkommen etwa 2.723 €, wobei erfahrene Tierpfleger bis zu 3.425 € monatlich erreichen können. Diese Gehälter können je nach Region und Einrichtung variieren, bieten jedoch gute Perspektiven in einem erfüllenden Berufsfeld, das das Wohlbefinden von Tieren in den Mittelpunkt stellt.

Tipps für Bewerber als Tierpfleger - Tierheim und Tierpension

Bewerbung

Als Tierpfleger/in in der Fachrichtung Tierheim und Tierpension kümmerst du dich um Tiere, die abgegeben, gefunden oder zeitweise untergebracht sind. Du fütterst, pflegst und beschäftigst sie, beobachtest ihr Verhalten und achtest auf ihre Gesundheit. Außerdem sprichst du mit Tierhaltern, organisierst Vermittlungen und arbeitest eng mit Tierärzten zusammen. Dabei brauchst du Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und Geduld. In deiner Bewerbung solltest du zeigen, dass du tierlieb, belastbar und zuverlässig bist.

  •  Tierliebe und Empathie: Du kümmerst dich liebevoll um Tiere, auch wenn sie ängstlich oder krank sind.
  •  Verantwortungsbewusstsein: Du trägst Verantwortung für das Wohl jedes einzelnen Tieres.
  •  Sorgfalt: Du achtest auf Hygiene, Fütterungspläne und medizinische Betreuung.
  •  Belastbarkeit: Der Alltag kann emotional und körperlich anstrengend sein.
  •  Kommunikationsfähigkeit: Du sprichst mit Tierhaltern, Tierärzten und Kolleginnen.

Tipp: Wenn du Tiere liebst, zuverlässig bist und gerne Verantwortung übernimmst, erwähne das – es zeigt, dass du Herz und Verstand für diesen Beruf mitbringst.

Kleidung für das Gespräch

In einem Tierheim oder einer Tierpension zählt ein gepflegtes, bodenständiges und tierfreundliches Auftreten. Du solltest zeigen, dass du praktisch, verantwortungsbewusst und mitfühlend bist.

  •  Saubere, schlichte Kleidung: Eine gepflegte Jeans oder Stoffhose mit Bluse, Hemd oder Polo passt gut.
  •  Praktische Schuhe: Zeigt, dass du für körperliche Arbeit und Bewegung bereit bist.
  •  Dezente Farben: Erd- und Naturtöne wie Beige, Grau oder Grün wirken passend.
  •  Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Kleidung und gebundene Haare vermitteln Respekt und Hygiene.
  •  Freundliche, ruhige Ausstrahlung: Zeigt Geduld und Tierliebe.

Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der mit Herz, Disziplin und Verantwortungsbewusstsein arbeitet – liebevoll, ruhig und zuverlässig.

Mögliche Fragen im Gespräch

Der Ausbildungsbetrieb möchte wissen, ob du Tierliebe, Belastbarkeit und Verantwortungsbewusstsein mitbringst.

  •  „Was interessiert Sie besonders an der Arbeit im Tierheim oder in der Tierpension?“
  •  „Wie gehen Sie mit schwierigen oder ängstlichen Tieren um?“
  •  „Wie reagieren Sie, wenn ein Tier krank oder aggressiv ist?“
  •  „Wie wichtig ist Ihnen Hygiene und Ordnung in der Tierpflege?“
  •  „Wie gehen Sie damit um, wenn Tiere abgegeben oder eingeschläfert werden müssen?“
  •  „Haben Sie bereits Erfahrung mit Tieren, z. B. durch ein Praktikum oder eigenes Engagement?“

Tipp: Denk an Situationen, in denen du ruhig geblieben, Verantwortung übernommen oder Tiere betreut hast – das zeigt, dass du sowohl emotional gefestigt als auch engagiert bist. 

Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst

Eigene Fragen zeigen, dass du dich für Tierpflege, Abläufe und Tierschutz interessierst.

  •  „Welche Tierarten werden hier hauptsächlich betreut?“
  •  „Wie ist die Ausbildung zwischen Tierpflege, Organisation und Kundenkontakt aufgebaut?“
  •  „Wie eng arbeitet das Tierheim mit Tierärzten oder Tierschutzorganisationen zusammen?“
  •  „Welche Aufgaben übernehmen Auszubildende im ersten Jahr?“
  •  „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung Tierpflegermeister/in oder Tierpsychologie?“
  •  „Wie wird im Tierheim für Beschäftigung und Sozialverhalten der Tiere gesorgt?“

Tipp: Frag nach Pflegeabläufen, Tierverhalten und Ausbildungsschwerpunkten – das zeigt, dass du dich nicht nur für Tiere begeisterst, sondern ihr Wohl langfristig verbessern möchtest.
 

Mögliche Karrierechancen als Tierpfleger - Tierheim und Tierpension

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