Ausbildung als Florist
Es gibt wenig Berufe, deren gekonnte Ausübung jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubert: Floristen und Floristinnen haben dieses Privileg immer dann, wenn sie zauberhafte Sträuße oder Gestecke komponieren. Darüber hinaus fertigen sie auch Kränze und Brautschmuck, dekorieren Schaufenster und Verkaufsräume und versorgen die Pflanzen im Laden. Da sie genau wissen, welche Blume oder Topfpflanze für welchen Anlass geeignet und wie sie zu pflegen ist, sind sie für die Beratung der Kunden und Kundinnen bestens gerüstet. Ferner ermitteln sie den Warenbedarf, holen Angebote ein, erledigen den Einkauf neuer Ware, berechnen Preise und bedienen die Kasse.
Persönliche Interessen
Ausbildungsanfänger in Deutschland
- 42%
- 33%
- 19%
- 4%
- 2%
- Mittlerer Bildungsabschluss 42%
- Mittelschulabschluss 33%
- Hochschulreife 19%
- ohne Mittelschulabschluss 4%
- Sonstige 2%
Ausbildungsdetails
| Ausbildungsdauer | 3 Jahre |
|---|
Ausbildungsgehalt als Florist
(Abweichungen möglich, Stand: 01. Januar 2025, Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
Ausbildungsverkürzung
Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Florist lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.
Interessante Schulfächer
Biologie
(z.B. für die Pflege bestimmter Blumen- und Pflanzenarten)
Kunst
(z.B. um stilvolle, ausgefallene Kreationen herzustellen)
Deutsch
(z.B. bei der Beratung von Kunden)
Mathematik
(z.B. um eine Preiskalkulation zu erstellen)
Wie viel verdient man als Florist
Während der Ausbildung als Florist verdient man bereits ein solides Gehalt, das je nach Ausbildungsjahr ansteigt. Im ersten Lehrjahr beträgt die Vergütung rund 800 €, im zweiten Jahr steigt sie auf etwa 900 € und im dritten Ausbildungsjahr kann man bis zu 1.000 € verdienen. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt bei mindestens 1.902 €. Im Durchschnitt verdienen Floristen in Deutschland etwa 2.220 € pro Monat. Mit zunehmender Berufserfahrung und je nach Region oder Arbeitgeber kann das Gehalt sogar bis zu 2.495 € steigen. Floristen, die sich weiterbilden oder spezialisieren, haben zudem gute Chancen, ihr Einkommen weiter zu verbessern. Damit bietet der Beruf langfristig eine solide finanzielle Perspektive.
Was man in der Ausbildung als Florist lernt
Ein wesentlicher Teil der Ausbildung ist das Bestimmen, Einordnen, Versorgen und Pflegen von Pflanzen und Pflanzenteilen. Die Auszubildenden erwerben Kenntnisse über verschiedene Pflanzenarten, ihre Pflegebedürfnisse und ihre Verwendung in Blumenarrangements und Dekorationen. Das Gestalten von Pflanzen- und Blumenschmuck ist das kreative Herzstück der Ausbildung. Die Auszubildenden lernen, ästhetisch ansprechende Arrangements für verschiedene Anlässe zu erstellen, von Hochzeiten und Feierlichkeiten bis hin zu Traueranlässen und Alltagsdekorationen. Die Auszubildenden werden auch in den berufsbezogenen rechtlichen Vorschriften geschult, einschließlich der Abgabe von Pflanzenschutzmitteln im Fachhandel. Dies ist wichtig, um die Gesundheit der Pflanzen zu schützen und gleichzeitig die rechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Die Beschaffung und Lagerung von Waren, einschließlich Einkauf, Warenannahme, Lagerung und Bestandsüberwachung, sind weitere wichtige Fähigkeiten, die in der Ausbildung vermittelt werden. Die Auszubildenden lernen, wie sie die benötigten Materialien und Pflanzen effizient beschaffen und lagern, um Frische und Qualität zu gewährleisten.
Beratung und Verkauf sind ebenfalls wichtige Bestandteile der Ausbildung. Die Auszubildenden erwerben Fähigkeiten in der Kundenberatung und im Verkauf, um Kunden bei der Auswahl von Blumen und Pflanzen zu unterstützen und zusätzliche Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Die Auszubildenden lernen auch, Verkaufsförderungs- und Verkaufsvorbereitungsmaßnahmen zu planen und umzusetzen, um den Absatz zu steigern und das Kundenerlebnis zu verbessern. Die kaufmännische Steuerung und Kontrolle sind ebenfalls Teil der Ausbildung. Die Auszubildenden erwerben Kenntnisse in der finanziellen Verwaltung, einschließlich Preisgestaltung, Kostenkontrolle und Budgetierung, um die Rentabilität des Floristikgeschäfts zu gewährleisten. Insgesamt bietet die Ausbildung zum Floristen eine umfassende Vorbereitung für eine kreative und kundenorientierte Karriere, indem sie eine Kombination aus gestalterischen Fähigkeiten, pflanzenkundlichem Wissen und kaufmännischem Verständnis vermittelt.
Tipps für Bewerber als Florist
Bewerbung
Als Florist/in gestaltest du mit Blumen, Pflanzen und Naturmaterialien – du arrangierst Sträuße, Kränze und Dekorationen, berätst Kundinnen und Kunden und sorgst für ein stimmiges Gesamtbild. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du kreativ, sorgfältig und serviceorientiert bist.
- Kreativität betonen: Du arbeitest mit Farben, Formen und Düften – dein Gespür für Ästhetik ist entscheidend.
- Sorgfalt und Genauigkeit: Blumen müssen frisch, sauber und harmonisch arrangiert werden – Liebe zum Detail ist wichtig.
- Teamarbeit: Im Laden oder Atelier läuft alles Hand in Hand – gute Zusammenarbeit ist selbstverständlich.
- Kundenfreundlichkeit: Du gestaltest nicht nur, du berätst – Freundlichkeit gehört zu deinem Handwerkszeug.
- Tipp: Wenn du ein gutes Auge für Gestaltung hast und gern mit Pflanzen arbeitest, erwähne das – es zeigt, dass du den Beruf mit Herz machst.
Kleidung für das Gespräch
In der Floristik zählt ein gepflegtes, natürliches und freundliches Auftreten – du sollst zeigen, dass du mit Stil und Herz arbeitest.
- Natürlich und ordentlich: Stoffhose oder Jeans mit Bluse, Hemd oder Pullover – freundlich und sauber.
- Dezente Farben: Naturtöne oder sanfte Farben passen gut zum Beruf.
- Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Kleidung, gepflegte Hände und ein Lächeln machen den besten Eindruck.
- Körpersprache: Offen, ruhig und aufmerksam – das zeigt Feingefühl und Kundenorientierung.
- Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der Kreativität, Freundlichkeit und Präzision verbindet.
Mögliche Fragen im Gespräch
Der Betrieb möchte wissen, ob du kreativ, zuverlässig und kundenorientiert bist – und ob du Freude an Gestaltung und Pflanzen hast.
- „Warum möchten Sie Florist/in werden?“
- „Was begeistert Sie an der Arbeit mit Blumen und Pflanzen?“
- „Wie gehen Sie vor, wenn ein Kunde keine genauen Vorstellungen hat?“
- „Wie behalten Sie die Ruhe, wenn viele Bestellungen gleichzeitig eingehen?“
- „Wie wichtig ist Ihnen Teamarbeit in der Floristik?“
- „Welche Erfahrung haben Sie schon mit Dekoration oder kreativer Arbeit gesammelt?“
Tipp: Denk an Situationen, in denen du etwas Schönes gestaltet oder mit Menschen gearbeitet hast – das zeigt, dass du Herz und Hand für den Beruf hast.
Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst
Wenn du am Ende gefragt wirst, ob du noch Fragen hast, kannst du mit gezielten Fragen Interesse und Leidenschaft zeigen.
- „Wie ist die Ausbildung zur Floristin oder zum Floristen aufgebaut?“
- „Welche Aufgaben übernehme ich schon im ersten Ausbildungsjahr?“
- „Wie lerne ich, Sträuße und Dekorationen kreativ zu gestalten?“
- „Welche Pflanzen oder Stile sind bei Ihren Kunden besonders gefragt?“
- „Wie läuft die Arbeit an besonderen Tagen wie Valentinstag oder Muttertag ab?“
- „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung Floristikmeister oder Eventgestaltung?“
Tipp: Frag nach Gestaltung, Trends und Kundenkontakt – das zeigt, dass du den Beruf nicht nur als Handwerk, sondern als kreative Berufung siehst.
Mögliche Karrierechancen als Florist
-
Ausbilder - AdA-Schein
Andere Weiterbildung
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Biologie (Studium)
Studium
-
Fachwirt - Handel
Kaufmännische Weiterbildung
-
Floristmeister
Meisterweiterbildung
-
Gestalter - Blumenkunst
Andere Weiterbildung
-
Techniker - Gartenbau/Produktion und Vermarktung
Technikerweiterbildung
Vorteile des Berufs Florist
Kreatives Handwerk
Floristen sind kreative Künstler, die mit Blumen, Pflanzen und anderen Naturmaterialien arbeiten. Sie erlernen Techniken und Fertigkeiten, um kunstvolle florale Arrangements, Sträuße, Gestecke und Dekorationen zu gestalten.
Natürliche Materialien
Die Ausbildung legt Wert auf die Verwendung natürlicher Materialien wie Blumen, Zweige, Blätter, Gräser und andere Pflanzenteile. Floristen arbeiten mit lebendigen Organismen und tragen so zur Schönheit und Vielfalt der Natur bei.
Vielfältige Einsatzbereiche
Floristen finden Beschäftigungsmöglichkeiten in verschiedenen Branchen und Bereichen, darunter Blumenläden, Gärtnereien, Friedhofsgärtnereien, Eventagenturen, Hotels, Restaurants, Hochzeitsplanung oder Messebau. Sie können sowohl individuelle Kundenwünsche erfüllen als auch große Veranstaltungen und Events mit floralen Dekorationen ausstatten.
Handwerkliches Geschick
Die Ausbildung vermittelt den Auszubildenden handwerkliche Fähigkeiten und Techniken, um Blumen und Pflanzen fachgerecht zu behandeln, zu schneiden, zu stecken, zu binden und zu arrangieren. Floristen arbeiten mit verschiedenen Werkzeugen und Materialien, um hochwertige florale Designs zu kreieren.
Ästhetisches Empfinden
Floristen entwickeln ein ausgeprägtes ästhetisches Empfinden für Farben, Formen und Texturen. Sie lernen, harmonische Kompositionen zu gestalten, künstlerische Konzepte umzusetzen und individuelle Kundenwünsche zu interpretieren.
Kundenorientierung
Floristen haben oft direkten Kontakt mit Kunden, die ihre Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Sie beraten ihre Kunden bei der Auswahl von Blumen und Pflanzen, entwerfen maßgeschneiderte Arrangements und sorgen für eine professionelle Präsentation und Lieferung der floralen Produkte.
Häufige Fragen zum Ausbildungsberuf Florist
Mögliche Digitalisierungen als Florist
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Warenwirtschaftssysteme - WWS
Den Materialverbrauch feststellen, neue Waren bestellen und das Kassensystem verwalten.
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Curated Shopping
Online-Beratung bei der Auswahl von Schnittblumen für bestimmte Anlässe.
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Shop-Systeme
Übernahme von Gestecken, Blumensträußen oder Bouquets über Online-Shops.
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E-Invoicing
Versenden von Rechnungen mithilfe von Buchhaltungssoftware.
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Mobile Payment
Mit Apps kassenlos in Blumengeschäften abrechnen.
Passende Blogbeiträge
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Karrierechancen als Florist
Die Floristikbranche bietet vielfältige Karrieremöglichkeiten jenseits des klassischen Verkaufs, von Event- und Hochzeitsfloristik über Innenraumbegrünung bis hin zu nachhaltigen Konzepten. Wer kreativ ist und betriebswirtschaftliche Fähigkeiten entwickelt, kann von individuellen Konzepten, Abo-Modellen und modernen Geschäftsmodellen profitieren. Qualifizierte Fachkräfte, die ihr Handwerk mit digitalen und kaufmännischen Kompetenzen verbinden, finden viele berufliche Perspektiven. Eine strukturierte Ausbildung und kontinuierliche Weiterbildung öffnen Türen zu spezialisierten Positionen und selbstständigen Geschäftsmodellen. -
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