Bodenleger (m/w/d)

Bau, Architektur, Vermessung
Abbildung Mann rollt Teppich auf Boden in einem Raum aus

Ausbildung als Bodenleger

Wer schon mal ein Haus gebaut hat, sehnt sie herbei: die Bodenleger und Bodenlegerinnen. Denn sind sie erstmal bei der Arbeit, ist das Gröbste überstanden – der Einzug steht nun bald bevor. Ob Teppich-, Linoleum-, PVC- oder Korkboden sowie Beläge aus anderem Material wie Laminat oder Fertigparkett: Bodenleger und Bodenlegerinnen statten die Räume nicht nur damit aus, sie berechnen zuvor auch den Materialbedarf und – ganz wichtig – beraten die Kunden bei der Auswahl. Vor dem Auslegen muss noch der Untergrund geprüft und geglättet werden, ebenso (vor allem bei Sanierungen) ist es auch erforderlich, eine Unterbodenkonstruktion zu errichten. Danach geht es ans Werk, was bedeutet, dass die Beläge zugeschnitten und auf den Untergrund geklebt werden. Elastische Beläge wie Kunststoffplatten werden verschweißt oder verfugt. Und schließlich gehören auch die Reinigung und Versiegelung von Böden zum Anforderungsprofil dieses Berufs, zu dem im Übrigen nicht nur der Einsatz auf Baustellen, sondern auch im Messebau zählt.

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Ausbildungsanfänger in Deutschland

  • 57%
  • 24%
  • 10%
  • 6%
  • 3%
  • Mittelschulabschluss 57%
  • Mittlerer Bildungsabschluss 24%
  • ohne Mittelschulabschluss 10%
  • Hochschulreife 6%
  • Sonstige 3%

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Bodenleger

  • 1. Ausbildungsjahr 1.080 € bis 1.080 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.200 € bis 1.300 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.450 € bis 1.550 €

(Abweichungen möglich, Stand: 01. August 2024, Quelle: WSI-Tarifarchiv)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Bodenleger lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

2 Ausbildungsplätze Bodenleger vorhanden

Benötigte Stärken

Abbildung Person mit Hammer und Akkuschrauber

Handwerkliches Geschick

(z.B. bei der Verlegung von Bodenbelägen auf winkeligen Treppen)

Abbildung einmal Dominosteine sortiert und einmal Dominosteine durcheinander

Sorgfalt

(z.B. bei der Einpassung von Bodenbahnen)

Abbildung Minihaus auf einem Grundrissplan

Räumliches Vorstellungsvermögen

(z.B. beim Lesen der Verlegepläne)

Abbildung zwei Menschen beim Sport

Körperliche Fitness

(z.B. bei der Arbeit auf Knien sowie beim Heben und Tragen schwerer Teppichrollen)

Interessante Schulfächer

Werken / Technik

(z.B. beim Schleifen der Oberflächen)

Physik

(z.B. für Kenntnisse in der Wärmelehre)

Mathematik

(z.B. zur Flächenberechnung)

Wie viel verdient man als Bodenleger

Die Ausbildung zum Bodenleger bietet nicht nur handwerkliche Vielfalt, sondern auch eine attraktive Vergütung schon während der Lehrjahre. Im ersten Ausbildungsjahr verdienen angehende Bodenleger bis zu 1.080 € brutto pro Monat. Im zweiten Jahr steigt das Gehalt auf bis zu 1.300 €, und im dritten Ausbildungsjahr können sie sogar mit bis zu 1.550 € rechnen. Nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung erwarten die frisch ausgebildeten Bodenleger stabile Gehaltsaussichten. Das Einstiegsgehalt liegt bei mindestens 2.426 € brutto monatlich. Im Durchschnitt verdienen Bodenleger etwa 2.817 € pro Monat, und in besonders gefragten Positionen oder bei spezialisierten Unternehmen kann das Einkommen auf bis zu 3.258 € ansteigen. Der Beruf des Bodenlegers bietet somit eine lohnenswerte Kombination aus praktischer Arbeit und finanzieller Sicherheit.

Was man in der Ausbildung als Bodenleger lernt

Während seiner Ausbildung erwirbt der Bodenleger eine Vielzahl von Fähigkeiten und Kenntnissen, um verschiedene Bodenbeläge professionell zu verlegen und zu pflegen. Dazu gehört zunächst der sichere Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken sowie das Auswerten von Informationen, um Arbeitsabläufe effizient vorzubereiten. Im Team zu arbeiten und kooperativ zu handeln, ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Die angehenden Bodenleger lernen, technische Unterlagen anzufertigen und anzuwenden sowie Messungen durchzuführen, um die richtigen Verlegebedingungen zu gewährleisten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Vorbereiten, Einrichten, Sichern und Aufräumen von Arbeitsplätzen, um eine sichere und ordentliche Arbeitsumgebung zu schaffen. Sie werden darin geschult, Werkzeuge, Geräte, Maschinen und technische Einrichtungen fachgerecht zu handhaben und instand zu halten. Das Be- und Verarbeiten von Werk- und Hilfsstoffen sowie das Herstellen von Untergründen sind ebenfalls wichtige Aufgaben, die im Rahmen der Ausbildung vermittelt werden.

Zu den praktischen Fertigkeiten gehören das Gestalten und Verlegen von textilen und elastischen Bodenbelägen, das Verlegen von Fertigparkett und Schichtwerkstoffen sowie das Behandeln von Oberflächen und das Bearbeiten von Profilen. Darüber hinaus lernen die angehenden Bodenleger, Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten durchzuführen und Qualitätssicherungsmaßnahmen zu treffen, um sicherzustellen, dass die verlegten Bodenbeläge den erforderlichen Standards entsprechen. Kundenorientierung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, da Bodenleger oft direkt mit Kunden interagieren und deren Wünsche und Anforderungen berücksichtigen müssen.

Tipps für Bewerber als Bodenleger

Bewerbung

Als Bodenleger/in sorgst du dafür, dass Räume ihren perfekten Auftritt bekommen – ob Teppich, Parkett, Vinyl oder Designboden. Du misst Flächen aus, schneidest Materialien zu, verlegst sie präzise und achtest auf ein sauberes, stabiles Ergebnis. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du handwerklich geschickt, genau und ästhetisch interessiert bist.

  • Handwerkliches Geschick betonen: Du arbeitest mit Werkzeugen, Messgeräten und Materialien – Präzision ist entscheidend.
  • Sorgfalt hervorheben: Ein sauber verlegter Boden erfordert Genauigkeit und Geduld.
  • Kreatives Auge zeigen: Farben, Muster und Materialien müssen zusammenpassen – Geschmack ist gefragt.
  • Körperliche Belastbarkeit: Beim Verlegen arbeitest du oft auf den Knien oder in gebückter Haltung – Durchhaltevermögen zählt.
  • Tipp: Wenn du schon ein Praktikum im Handwerk oder Innenausbau gemacht hast, erwähne das. Es zeigt, dass du weißt, was dich erwartet.

Kleidung für das Gespräch

Als Bodenleger zählt ein gepflegtes, bodenständiges Auftreten – du sollst zeigen, dass du ordentlich arbeitest und zupacken kannst.

  • Saubere Alltagskleidung: Jeans und ein schlichtes Hemd oder T-Shirt reichen völlig.
  • Kein Anzug nötig: Praktisch, aber ordentlich – das passt am besten.
  • Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Hände, ordentliche Frisur und ein ruhiges Auftreten zeigen, dass du zuverlässig bist.
  •  Körpersprache: Freundlich, aufmerksam und ruhig – das vermittelt Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit.
  • Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der sorgfältig arbeitet und Freude an handwerklicher Präzision hat.

Mögliche Fragen im Gespräch

Im Gespräch möchte der Betrieb wissen, ob du handwerklich begabt, sorgfältig und verantwortungsbewusst bist.

  •  „Warum möchten Sie Bodenleger/in werden?“
  • „Was gefällt Ihnen an handwerklicher Arbeit?“
  • „Wie gehen Sie vor, wenn etwas millimetergenau passen muss?“
  • „Wie wichtig ist Ihnen Teamarbeit bei größeren Projekten?“
  • „Wie reagieren Sie, wenn eine Arbeit länger dauert als geplant?“
  •  „Wie gehen Sie mit körperlicher Belastung um?“

Tipp: Denk an Situationen, in denen du genau gearbeitet, Geduld gezeigt oder handwerklich etwas gestaltet hast – das überzeugt Ausbilder sofort.

Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst

Wenn du am Ende gefragt wirst, ob du noch Fragen hast, kannst du mit passenden Fragen echtes Interesse zeigen.

  •  „Mit welchen Materialien arbeite ich in der Ausbildung hauptsächlich?“
  • „Wie ist die Ausbildung als Bodenleger/in aufgebaut?“
  • „Wie läuft ein typischer Arbeitstag auf der Baustelle oder beim Kunden ab?“
  • „Welche Werkzeuge und Maschinen lerne ich kennen?“
  •  „Wie wichtig ist Teamarbeit bei größeren Aufträgen?“
  • „Wie sehen die Chancen auf Übernahme nach der Ausbildung aus?“

Tipp: Frag nach Materialien, Arbeitsabläufen oder Werkzeugen – das zeigt, dass du dich für die praktische Seite des Berufs interessierst und motiviert bist, im Handwerk durchzustarten.
 

Mögliche Karrierechancen als Bodenleger

Vorteile des Berufs Bodenleger

Vielfalt der Materialien

Bodenleger arbeiten mit einer breiten Palette von Bodenbelägen, darunter Holz, Laminat, Fliesen, Teppich, Vinyl und Linoleum. Diese Vielfalt ermöglicht es Bodenlegern, ihre Fähigkeiten an verschiedene Materialien anzupassen und ihren Kunden eine große Auswahl an Bodenoptionen anzubieten.

Kreatives Potenzial

Die Verlegung von Bodenbelägen erfordert oft kreatives Denken und gestalterisches Geschick. Bodenleger haben die Möglichkeit, Muster und Designs zu kreieren, die den Raum ästhetisch ansprechend gestalten und den individuellen Vorlieben ihrer Kunden entsprechen.

Präzises Handwerk

Bodenleger müssen präzise und akkurate Arbeit leisten, um einen qualitativ hochwertigen Bodenbelag zu verlegen. Dies erfordert sorgfältige Messungen, genaue Schnitte und eine gründliche Vorbereitung des Untergrunds, um ein professionelles Endergebnis zu erzielen.

Kundenzufriedenheit

Ein gut verlegter Bodenbelag kann das Aussehen und die Funktionalität eines Raumes erheblich verbessern und den Wert einer Immobilie steigern. Bodenleger haben die Möglichkeit, die Zufriedenheit ihrer Kunden zu steigern, indem sie ihre Fachkenntnisse und Erfahrung nutzen, um den richtigen Bodenbelag für deren Bedürfnisse auszuwählen und zu installieren.

Nachhaltigkeit

Mit dem wachsenden Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit suchen viele Kunden nach umweltfreundlichen Bodenbelägen wie Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft oder recycelbaren Materialien. Bodenleger können ihren Kunden dabei helfen, umweltfreundliche Entscheidungen zu treffen und Bodenbeläge zu wählen, die sowohl langlebig als auch umweltfreundlich sind.

Häufige Fragen zum Ausbildungsberuf Bodenleger

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