Ausbildung als Werkstoffprüfer - Metalltechnik
Überall dort in der Industrie, wo Metall verarbeitet wird, müssen sich die Leute in der Produktion darauf verlassen können, dass die Beschaffenheit der Werkstücke einwandfrei ist. Dies garantieren die Werkstoffprüfer und Werkstoffprüferinnen der Fachrichtung Metalltechnik. Mit zerstörenden und zerstörungsfreien sowie metallografischen Prüfverfahren ermitteln sie Härte, Festigkeit, Verformbarkeit und andere Eigenschaften der aus Metall gefertigten Teile. Dafür bereiten sie physikalisch-technische Untersuchungen und Versuchsreihen vor, führen diese durch und werten die Ergebnisse aus. Hierbei kommen Schublehre, Mikroskop, Röntgenstrahlen, Ultraschall und Wärmebehandlung zum Einsatz. Bei Werkstofffehlern oder fehlerhaften Bauteilen ermitteln sie die Ursachen und veranlassen ggf. Nachbehandlungsmaßnahmen. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen dokumentieren sie in Prüfprotokollen.
Persönliche Interessen
Ausbildungsanfänger in Deutschland
- 49%
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- 2%
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- 1%
- Hochschulreife 49%
- Mittlerer Bildungsabschluss 46%
- ohne Mittelschulabschluss 2%
- Mittelschulabschluss 2%
- Sonstige 1%
Ausbildungsdetails
| Ausbildungsdauer | 3,5 Jahre |
|---|
Ausbildungsgehalt als Werkstoffprüfer - Metalltechnik
(Abweichungen möglich, Stand: 01. Januar 2025, Quelle: WSI-Tarifarchiv)
Ausbildungsverkürzung
Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Werkstoffprüfer - Metalltechnik lässt sich bis auf 2,5 Jahre verkürzen.
Mögliche Berufsschulen für Werkstoffprüfer - Metalltechnik
3 Ausbildungsplätze Werkstoffprüfer - Metalltechnik vorhanden
-
Werkstoffprüfer - Metalltechnik (m/w/d)
Ausbildung 2026Hirschvogel Umformtechnik GmbHDr.-Manfred-Hirschvogel-Str. 686920 Denklingen -
Entdecke die Unternehmenskultur
Werkstoffprüfer - Metalltechnik (m/w/d)
Ausbildung 2027Hirschvogel Umformtechnik GmbHDr.-Manfred-Hirschvogel-Str. 686920 Denklingen -
Werkstoffprüfer - Metalltechnik (m/w/d)
Ausbildung 2026HOERBIGER Antriebstechnik GmbHBernbeurener Str. 1386956 Schongau
Interessante Schulfächer
Chemie
(z.B. im Einsatz bei verschiedenen Prüfverfahren)
Informatik
(z.B. als Hilfestellung bei technischen Prüfungen am Computer)
Mathematik
(z.B. um bestimmte Messwerte berechnen zu können)
Physik
(z.B. um abzuschätzen, welche Härte und Festigkeit bestimmte Materialien haben)
Wie viel verdient man als Werkstoffprüfer - Metalltechnik
Während der Ausbildung zum Werkstoffprüfer in der Fachrichtung Metalltechnik wirst du bereits gut bezahlt. Im ersten Ausbildungsjahr verdienst du 1.117 €, im zweiten Jahr steigt dein Gehalt auf 1.161 €, und im dritten Ausbildungsjahr bekommst du 1.243 €. Diese kontinuierliche Gehaltssteigerung sorgt dafür, dass du während der Ausbildung finanziell abgesichert bist. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung kannst du mit einem attraktiven Einstiegsgehalt von mindestens 3.471 € rechnen. Durchschnittlich verdienen Werkstoffprüfer in der Metalltechnik etwa 4.154 €, und mit wachsender Erfahrung und Spezialisierung sind Gehälter von bis zu 4.948 € möglich. Der Beruf bietet dir nicht nur spannende und vielseitige Aufgaben in der Materialprüfung, sondern auch sehr gute Verdienstmöglichkeiten und langfristige Perspektiven in einem wichtigen Bereich der industriellen Fertigung.
Was man in der Ausbildung als Werkstoffprüfer - Metalltechnik lernt
In der Ausbildung zum Werkstoffprüfer mit der Fachrichtung Metalltechnik erwerben die Auszubildenden ein umfangreiches Wissen und praktische Fähigkeiten, die für die Überprüfung und Bewertung verschiedener Materialien essentiell sind. Zu Beginn der Ausbildung werden grundlegende Kenntnisse über die Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten von Werkstoffen vermittelt, sowohl für metallische als auch für nichtmetallische Materialien. Die Auszubildenden lernen die verschiedenen Verarbeitungs- und Veredelungsverfahren kennen und verstehen, wie diese die Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten der Werkstoffe beeinflussen. Ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung ist das Erlernen der Grundlagen verschiedener Prüfverfahren. Die Auszubildenden werden darauf vorbereitet, Prüfaufträge zu planen und vorzubereiten, geeignete Prüfmittel auszuwählen und auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Sie lernen, Prüfarbeitsplätze einzurichten und Prüfungen fachgerecht durchzuführen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Bewertung von Prüfergebnissen und der sachgerechten Dokumentation des Prüfungsverlaufs sowie der ermittelten Messwerte und Ergebnisse.
Die Auszubildenden werden außerdem darin geschult, Werkstoffeigenschaften zu ändern und zu beurteilen. Sie erlernen die Ermittlung mechanisch-technologischer Eigenschaften und führen metallografische Untersuchungen durch. Darüber hinaus werden sie in die Anwendung zerstörungsfreier Werkstoffprüfverfahren eingeführt und erlernen die Ermittlung weiterer Werkstoff- und Produkteigenschaften. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist das Analysieren von Fehlerursachen, was für die Qualitätssicherung und -verbesserung unerlässlich ist. Die Auszubildenden werden im Umgang mit Arbeits- und Gefahrstoffen geschult und lernen die Grundsätze der betrieblichen und technischen Kommunikation kennen. Das Qualitätsmanagement spielt eine zentrale Rolle in der Ausbildung, da es für die Aufrechterhaltung und Verbesserung der Produkt- und Arbeitsqualität von entscheidender Bedeutung ist. Zusätzlich zu diesen spezialisierten Kenntnissen und Fähigkeiten erlernen die Auszubildenden das Bearbeiten von Werkstücken aus unterschiedlichen Werkstoffen und werden in der Wartung und Pflege von Werkzeugen, Messgeräten und Betriebseinrichtungen unterwiesen. Durch diese vielfältige Ausbildung werden Werkstoffprüfer in der Metalltechnik umfassend auf ihre zukünftigen beruflichen Aufgaben vorbereitet.
Tipps für Bewerber als Werkstoffprüfer - Metalltechnik
Bewerbung
Als Werkstoffprüfer/in in der Metalltechnik sorgst du dafür, dass Metalle und Bauteile die geforderte Qualität und Festigkeit besitzen. Du prüfst Proben auf Härte, Zugfestigkeit oder Struktur, arbeitest mit Mikroskopen, Messgeräten und manchmal auch zerstörenden Prüfverfahren. Deine Arbeit ist entscheidend, um die Sicherheit von Maschinen, Fahrzeugen oder Bauwerken zu gewährleisten. Dabei brauchst du technisches Verständnis, Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein. In deiner Bewerbung solltest du zeigen, dass du konzentriert, neugierig und präzise arbeitest.
- Technisches Verständnis: Du kennst Prüfverfahren, Maschinen und Materialeigenschaften.
- Sorgfalt: Schon kleine Ungenauigkeiten können Ergebnisse verfälschen.
- Analytisches Denken: Du erkennst Zusammenhänge zwischen Werkstoffstruktur und Belastbarkeit.
- Verantwortungsbewusstsein: Deine Prüfungen entscheiden über Sicherheit und Qualität.
- Teamfähigkeit: Du arbeitest eng mit Produktion, Entwicklung und Qualitätssicherung zusammen.
Tipp: Wenn du dich für Metalle, Technik und Laborarbeit interessierst, erwähne das – es zeigt, dass du die Leidenschaft für Präzision und Sicherheit mitbringst, die dieser Beruf verlangt.
Kleidung für das Gespräch
In technischen und analytischen Berufen zählt ein gepflegtes, sachliches und konzentriertes Auftreten. Du solltest zeigen, dass du zuverlässig, verantwortungsbewusst und technisch interessiert bist.
- Saubere, schlichte Kleidung: Eine Stoffhose oder gepflegte Jeans mit Hemd, Bluse oder Polo ist passend.
- Dezente Farben: Grau, Blau oder Weiß wirken ruhig und professionell.
- Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Kleidung, ordentliche Frisur und gepflegte Hände sind Pflicht.
- Ruhige, aufmerksame Haltung: Zeigt Konzentration und Genauigkeit.
- Freundliche, sachliche Ausstrahlung: Wirkt zuverlässig und gewissenhaft.
Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der präzise, technisch versiert und verantwortungsbewusst arbeitet – ruhig, konzentriert und sorgfältig.
Mögliche Fragen im Gespräch
Der Ausbildungsbetrieb möchte wissen, ob du Interesse an Technik, Materialien und Qualitätsarbeit mitbringst.
- „Was interessiert Sie besonders an der Werkstoffprüfung von Metallen?“
- „Wie gehen Sie vor, wenn ein Prüfergebnis nicht den Erwartungen entspricht?“
- „Wie wichtig ist Ihnen Genauigkeit und Dokumentation bei der Arbeit?“
- „Wie reagieren Sie, wenn mehrere Prüfaufträge gleichzeitig anstehen?“
- „Haben Sie schon praktische Erfahrung im technischen oder handwerklichen Bereich gesammelt?“
- „Wie würden Sie im Team mit Ingenieuren und Laborfachkräften zusammenarbeiten?“
Tipp: Denk an Situationen, in denen du konzentriert gearbeitet, technische Probleme gelöst oder sorgfältig dokumentiert hast – das zeigt, dass du die Präzision und Ausdauer dieses Berufs mitbringst.
Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst
Eigene Fragen zeigen, dass du dich für Materialien, Prüfverfahren und Weiterentwicklung interessierst.
- „Welche Metalle oder Legierungen werden in Ihrem Betrieb am häufigsten geprüft?“
- „Wie ist die Ausbildung zwischen Labor, Werkstatt und Theorie aufgebaut?“
- „Welche Prüfverfahren setzen Sie ein – z. B. Härteprüfung, Ultraschall oder Zugversuch?“
- „Wie werden Prüfergebnisse archiviert oder digital ausgewertet?“
- „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung Techniker/in, Qualitätssicherung oder Materialprüfermeister/in?“
- „Wie wichtig ist Nachhaltigkeit und Recycling bei der Metallprüfung in Ihrem Unternehmen?“
Tipp: Frag nach Verfahren, Materialien und Qualitätssicherung – das zeigt, dass du die Bedeutung der Werkstoffprüfung nicht nur als Laborarbeit, sondern als Schlüssel zur Sicherheit und Zuverlässigkeit moderner Technik verstehst.
Mögliche Karrierechancen als Werkstoffprüfer - Metalltechnik
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Ausbilder - AdA-Schein
Andere Weiterbildung
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Güte-, Materialprüfer - Qualitätsfachmann
Andere Weiterbildung
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Industriemeister - Metall
Meisterweiterbildung
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Materialwissenschaft (Studium)
Studium
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Physikingenieurwesen (Studium)
Studium
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Techniker - Physiktechnik
Technikerweiterbildung
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Techniker - Werkstofftechnik
Technikerweiterbildung
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Technischer Fachwirt
Kaufmännische Weiterbildung
Vorteile des Berufs Werkstoffprüfer - Metalltechnik
Materialprüfung
Werkstoffprüfer führen eine Vielzahl von Prüfungen an metallischen Werkstoffen durch, um deren mechanische, thermische, chemische und elektrische Eigenschaften zu bewerten. Dazu gehören Zug-, Druck-, Biege-, Härte-, Schlag- und Kerbschlagprüfungen.
Qualitätskontrolle
Sie überwachen den Herstellungsprozess von metallischen Bauteilen und führen Qualitätskontrollen durch, um sicherzustellen, dass die hergestellten Produkte den festgelegten Standards und Spezifikationen entsprechen.
Prüfmittelkalibrierung
Werkstoffprüfer kalibrieren und warten Prüfgeräte und -instrumente wie Zugprüfmaschinen, Härteprüfer, Mikroskope und Metallographen, um sicherzustellen, dass die durchgeführten Tests präzise und zuverlässig sind.
Dokumentation
Sie dokumentieren Prüfergebnisse, erstellen Prüfprotokolle und Berichte und überwachen die Einhaltung von Qualitätsstandards und -richtlinien gemäß den Anforderungen der Metallindustrie und relevanten Normen.
Fehleranalyse
Bei Abweichungen von den Qualitätsstandards untersuchen Werkstoffprüfer die Ursachen für Fehler oder Mängel und unterstützen bei der Entwicklung von Maßnahmen zur Fehlerbehebung und Qualitätsverbesserung.
Rohstoffprüfung
Sie prüfen die Qualität und Eigenschaften von Rohstoffen und Halbzeugen, die für die Herstellung von metallischen Bauteilen verwendet werden, um sicherzustellen, dass sie den Anforderungen entsprechen.
Schadensanalyse
Bei Schadensfällen oder Ausfällen von metallischen Bauteilen führen Werkstoffprüfer Untersuchungen durch, um die Ursachen für das Versagen zu ermitteln und Empfehlungen für die Verbesserung der Produktqualität abzugeben.
Zusammenarbeit
Sie arbeiten eng mit anderen Abteilungen wie der Produktion, Entwicklung und Qualitätssicherung zusammen, um sicherzustellen, dass die hergestellten metallischen Bauteile den Anforderungen und Standards entsprechen.
Mögliche Digitalisierungen als Werkstoffprüfer - Metalltechnik
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Automatische optische Inspektion - AOI
Optische Prüfsysteme verwenden, um metallische Werkstoffe auf Abweichungen von Produktionsvorlagen zu überprüfen.
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Bilderkennung
Mit technischer Bildauswertung arbeiten, die automatisch feinste Risse in Blechen erkennt und betroffene Stellen markiert.
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IoT-Plattformen
IoT-Plattformen verwenden, um Daten von vernetzten Messgeräten und Prüfapplikationen auszuwerten.
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Sensorik
Intelligente, zerstörungsfreie Sensorsysteme verwenden, um die automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlererkennung zu erkennen.
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Vernetzte Labor- und Analyse-Geräte
Untersuchung von Proben im Prüflabor und digitale Auswertung der gewonnenen Daten.
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Speicherprogrammierbare Steuerung
Programmierung von Prüfanlagen mit Computersteuerung
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Digitales Dokumentenmanagement - DMS
Dokumentation und Auswertung von Prüfungsergebnissen sowie Bereitstellung für andere Abteilungen; Einsatz von Software für das Bild- und Testreportmanagement.
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