Ausbildung als Polizeivollzugsbeamter (2. QE)
Der besonderen Verantwortung für die Gesellschaft sind sie sich zu jeder Zeit bewusst: Mit rund 44.500 Kollegen und Kolleginnen setzen sich Polizeibeamte und Polizeibeamtinnen tagtäglich für Gerechtigkeit ein. Neben vielfältigen Einsatzmöglichkeiten bietet der Polizeiberuf gute Aufstiegschancen. Zudem erlebt man täglich, was starke Teamarbeit bedeutet und wie sie gelebt wird. Der Polizeiberuf ist abwechslungsreich und vielfältig. Ob Streifendienst, Verkehrs-, Bereitschafts-, Kriminal- und Wasserschutzpolizei, Spezialeinheiten oder Diensthunde-, Reiter- und Hubschrauberstaffel – gemeinsam findet man einen passenden Einsatzbereich. Man wird in den unterschiedlichsten Disziplinen ausgebildet, um auf jede Einsatzsituation bestens vorbereitet zu sein. Mit den zukünftigen Kolleginnen und Kollegen arbeitet man in einem Team zusammen, in dem sich alle aufeinander verlassen können. Man wird ein wichtiger Teil der Gesellschaft und kann die eigenen Interessen innerhalb der vielen Möglichkeiten bei der Bayerischen Polizei verwirklichen.
Ausbildungsdetails
| Ausbildungsdauer | 2,5 Jahre |
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Ausbildungsgehalt als Polizeivollzugsbeamter (2. QE)
Die Ausbildungsvergütung bezieht sich auf die Nettobeträge. Qualifizierender Mittelschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung oder ein mittlerer bzw. höherwertiger Schulabschluss. Beamtenrechtliche Voraussetzungen und die Einstellungsprüfung müssen erfüllt bzw. bestanden werden.
(Abweichungen möglich, Stand: 24. Januar 2025, Quelle: dbb beamtenbund tarifunion)
Ausbildungsverkürzung
Bei dieser Ausbildung ist eine Verkürzung nicht möglich.
4 Ausbildungsplätze Polizeivollzugsbeamter (2. QE) vorhanden
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Polizeivollzugsbeamter (2. QE) (m/w/d)
Ausbildung 2027Polizeipräsidium Oberbayern SüdDietrich-Bonhoeffer-Str. 1383043 Bad Aibling -
Polizeivollzugsbeamter (2. QE) (m/w/d)
Ausbildung 2026Polizeipräsidium Oberbayern NordEsplanade 4085049 Ingolstadt -
Polizeivollzugsbeamter (2. QE) (m/w/d)
Ausbildung 2027Polizeipräsidium Oberbayern SüdAm Wasserturm 584453 Mühldorf am Inn -
Polizeivollzugsbeamter (2. QE) (m/w/d)
Ausbildung 2027Polizeipräsidium Oberbayern SüdBarbarastr. 982418 Murnau
Interessante Schulfächer
Deutsch
(z.B. bei der Formulierung von Sachverhalten im Rahmen einer Anzeigenbearbeitung)
Englisch
(z.B. um mit Personen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, kommunizieren zu können)
Sport
(z.B. beim Training und bei Einsätzen)
Mathematik
(z.B. um die mathematischen Grundkenntnisse zu beherrschen)
Tipps für Bewerber als Polizeivollzugsbeamter (2. QE)
Bewerbung
Als Polizeivollzugsbeamter oder -beamtin in der 2. Qualifikationsebene (mittlerer Dienst) trägst du Verantwortung für Sicherheit, Ordnung und Rechtsdurchsetzung in deinem Bundesland. Du sorgst für Schutz und Hilfe im Alltag – von Verkehrskontrollen über Einsätze bei Straftaten bis zur Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern in Notsituationen. Dabei sind Selbstbeherrschung, körperliche Fitness, Teamgeist und ein starkes Rechts- und Gerechtigkeitsempfinden entscheidend. In deiner Bewerbung solltest du zeigen, dass du verantwortungsbewusst, zuverlässig und belastbar bist.
- Verantwortungsbewusstsein: Du triffst Entscheidungen, die Menschen direkt betreffen – oft in kurzer Zeit.
- Teamfähigkeit: Einsätze sind Gemeinschaftsarbeit – Vertrauen und Kommunikation sind unverzichtbar.
- Körperliche und geistige Fitness: Polizeiarbeit fordert dich körperlich, mental und emotional.
- Selbstdisziplin: Du arbeitest nach klaren Regeln und bleibst auch in Stresssituationen besonnen.
- Empathie und Durchsetzungsvermögen: Du brauchst Verständnis für Menschen, aber auch klare Haltung in Konflikten.
Tipp: Wenn du Interesse an Recht, Sicherheit und gesellschaftlicher Verantwortung hast, zeig das. Betone, dass du bereit bist, dich für andere einzusetzen und täglich Verantwortung zu übernehmen.
Kleidung für das Gespräch
Bei der Polizei zählt ein gepflegtes, respektvolles und diszipliniertes Auftreten – schließlich bewirbst du dich für einen Beruf mit Vorbildfunktion.
- Formelle Kleidung: Eine Stoffhose oder Anzughose mit Hemd oder Bluse, optional Sakko oder Blazer.
- Klassische Farben: Dunkelblau, Grau oder Schwarz wirken seriös und passen zur Polizeiuniform.
- Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Kleidung, ordentliche Frisur und dezentes Auftreten sind selbstverständlich.
- Aufrechte Haltung: Wirkt souverän, konzentriert und respektvoll – ein zentraler Eindruck im Auswahlgespräch.
- Freundliche, ruhige Ausstrahlung: Zeigt Selbstsicherheit und Charakterstärke.
Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der Verantwortung übernehmen kann, Respekt vermittelt und zuverlässig handelt – so, wie es Bürgerinnen und Bürger von einer Polizeibeamtin oder einem Polizeibeamten erwarten.
Mögliche Fragen im Gespräch
Die Auswahlkommission möchte wissen, ob du die Werte und Belastungen des Polizeiberufs realistisch einschätzt und die persönliche Eignung mitbringst.
- „Warum möchten Sie zur Polizei?“
- „Was bedeutet für Sie Rechtsstaatlichkeit?“
- „Wie gehen Sie mit Stress oder Konflikten um?“
- „Wie würden Sie reagieren, wenn ein Kollege einen Fehler macht?“
- „Wie wichtig ist Teamarbeit im Polizeidienst für Sie?“
- „Wie stehen Sie zu Schichtarbeit und wechselnden Einsatzorten?“
- „Was würden Sie tun, wenn jemand Ihre Autorität in Frage stellt?“
Tipp: Denk an Beispiele, in denen du Verantwortung getragen, ruhig reagiert oder fair gehandelt hast – etwa im Sport, Ehrenamt oder schulischen Projekten. Sie zeigen, dass du über Charakterstärke und Selbstreflexion verfügst.
Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst
Eigene Fragen zeigen, dass du dich mit der Ausbildung, den Aufgaben und Perspektiven des Polizeiberufs befasst hast.
- „Wie ist die Ausbildung an der Polizeischule aufgebaut?“
- „Welche fachlichen Schwerpunkte (z. B. Recht, Einsatztraining, Psychologie) werden besonders betont?“
- „Wie werden die körperliche Fitness und Belastbarkeit während der Ausbildung geprüft und gefördert?“
- „Welche Einsatzgebiete oder Spezialeinheiten kann man nach der Ausbildung anstreben?“
- „Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es nach der 2. Qualifikationsebene?“
- „Wie unterstützt die Polizei ihre Mitarbeiter in besonders belastenden Situationen?“
Tipp: Frag nach Ausbildung, Spezialisierungen und Teamarbeit – das zeigt, dass du nicht nur den Beruf, sondern auch die Verantwortung dahinter verstehst und mit Überzeugung übernehmen willst.
Vorteile des Berufs Polizeivollzugsbeamter (2. QE)
Sicherheitsaufgaben auf Landesebene
Polizeivollzugsbeamte im mittleren Dienst auf der 2. Qualifikationsebene sind in erster Linie für die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung auf Landesebene zuständig. Sie arbeiten bei den Landespolizeibehörden und unterstützen bei der Verhütung und Verfolgung von Straftaten, der Gefahrenabwehr und der allgemeinen polizeilichen Aufgabenwahrnehmung.
Einsatz in verschiedenen Bereichen
Die Ausbildung umfasst eine Vielzahl von Einsatzbereichen, darunter Streifendienst, Kriminalpolizei, Verkehrspolizei, Einsatzhundertschaften, Schutzpolizei oder Spezialeinheiten wie die SEK (Spezialeinsatzkommandos) oder MEK (Mobile Einsatzkommandos). Polizeivollzugsbeamte haben die Möglichkeit, sich je nach Interessen und Fähigkeiten auf bestimmte Einsatzbereiche zu spezialisieren.
Praxisnahe Ausbildung
Die Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten im mittleren Dienst umfasst sowohl theoretischen Unterricht als auch praktische Übungen und Einsätze. Polizeianwärter erlernen polizeiliche Grundfertigkeiten wie Einsatz- und Festnahmetechniken, Vernehmungen, Spurensicherung, Unfallaufnahme, Einsatzplanung und Krisenmanagement.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Polizeivollzugsbeamte arbeiten eng mit anderen Sicherheitsbehörden, wie beispielsweise Feuerwehr, Rettungsdiensten, dem Zoll oder kommunalen Ordnungsämtern, zusammen. Sie koordinieren ihre Einsätze und Maßnahmen, um die Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten.
Gesellschaftliche Verantwortung
Polizeivollzugsbeamte tragen eine hohe gesellschaftliche Verantwortung und setzen sich für die Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in ihrem Bundesland ein. Sie sind Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, helfen in Notlagen, klären über Gefahren auf und leisten einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung.
Mögliche Digitalisierungen als Polizeivollzugsbeamter (2. QE)
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Bilderkennung
Die Verwendung von Gesichtserkennungssystemen bei der Suche nach Verbrechern.
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Gefahren-Management-Systeme - GMS
Bei Einsätzen mit GMS zusammenwirken.
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Bürgerkonto / KM-eGovCenter
Überprüfung von Aktivitäten und Daten in Bürgerkonten sowie Entgegennahme von Anträgen über digitale Konten.
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E-Akte
Digitale Verwaltung und Archivierung von Polizeiakten.
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Digitale Topografische Karten - DTK
Durchführung von Streifengängen und Transporten unter Nutzung digitaler Karten.
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Wearable Technology
Aktuelle Informationen über Datenbrillen bei Großeinsätzen erhalten.
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Digitales Dokumentenmanagement - DMS
Stellungnahmen und Berichte digital erstellen, verwalten und versenden.
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Aufgaben eines Polizeivollzugsbeamters der 2. Qualifikationsebene
Ein praxisnaher Einstieg als Polizeivollzugsbeamter (2. Qualifikationsebene) ermöglicht klare Aufstiegschancen. Unterschiedliche Länder bieten teils eigene Laufbahnen an. -
Polizeivollzugsbeamter: Hüter der Sicherheit und Ordnung
Der Polizeivollzugsbeamte ist ein Experte in der Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Straftaten zu verhindern, zu erkennen und zu bekämpfen sowie in Notfällen zu agieren und Hilfe zu leisten.