Feinwerkmechaniker (m/w/d)

Metall, Maschinenbau
Abbildung Hand mit digitaler Schieblehre an Rohrstück

Ausbildung als Feinwerkmechaniker

Hier kommt es auf millimetergenaue Feinarbeit an: Feinwerkmechaniker und Feinwerkmechanikerinnen fertigen Präzisionsbauteile aus Metall für Maschinen und feinmechanische Geräte an und montieren diese zu funktionsfähigen Einheiten, wobei häufig auch elektronische Mess- und Regelkomponenten eingebaut werden. Für die Bearbeitung des Metalls durch Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen werden in der Regel computergesteuerte Werkzeugmaschinen verwendet, zum Teil ist aber auch Handarbeit erforderlich. Ganz wichtig ist die Überprüfung eines jeden Arbeitsschrittes, da schon eine Abweichung von 1/1000 Millimeter genügen kann, dass ein Bauteil nicht mehr funktioniert. Wer sich für eine Ausbildung in diesem Beruf entschieden hat, muss nach Abschluss des zweiten Ausbildungsjahres zwischen vier möglichen Fachrichtungen wählen: Maschinenbau, Feinmechanik, Werkzeugbau oder Zerspanungstechnik.

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Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3,5 Jahre

Ausbildungsgehalt als Feinwerkmechaniker

  • 1. Ausbildungsjahr 760 €
  • 2. Ausbildungsjahr 810 €
  • 3. Ausbildungsjahr 950 €
  • 4. Ausbildungsjahr 1.010 €

(Abweichungen möglich, Stand: 01. Dezember 2021, Quelle: Bayerisches Tarifregister)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Feinwerkmechaniker lässt sich bis auf 2,5 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Mögliche Berufsschulen für Feinwerkmechaniker

Benötigte Stärken

Abbildung Person mit Hammer und Akkuschrauber

Handwerkliches Geschick

(z.B. bei der Montage von Maschinen und Anlagen, beim Erkennen und Beheben von Maschinenstörungen)

Abbildung Animation von einer Skyline

Technisches Verständnis

(z.B. bei manuellen Dreh- und Fräsarbeiten, beim genauen Ausrichten von Werkstücken)

Abbildung Person die auf einer Slackline balanciert

Konzentrationsfähigkeit

(z.B. bei der Überprüfung millimetergenauer Abweichungen)

Abbildung Mann im Anzug streckt die Faust in den Himmel

Selbstständigkeit

(z.B. für das fehlerfreie Anfertigen von Präzisionsgeräten)

Abbildung einmal Dominosteine sortiert und einmal Dominosteine durcheinander

Sorgfalt

(z.B. bei der Suche und Beseitigung von Fehlern bei einer Störung)

Interessante Schulfächer

Werken / Technik

(z.B. bei der Montage von bestimmten Vorrichtungen und Systemen)

Physik

(z.B. zum leichteren Verständnis von Mess- und Anzeigengeräten)

Mathematik

(z.B. zur Berechnung von Flächen, Volumina und Gewichten)

Was man in der Ausbildung als Feinwerkmechaniker lernt

Die Ausbildung zum Feinwerkmechaniker bereitet die Auszubildenden auf eine Vielzahl von Aufgaben in der Feinmechanik und verwandten Bereichen vor. Ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung ist die betriebliche, technische und kommunikative Kompetenz, die den Auszubildenden hilft, effektiv in ihrem Arbeitsumfeld zu agieren und mit Kollegen, Vorgesetzten und Kunden zu kommunizieren. Ein wichtiger Aspekt ist das kundenorientierte Planen und Steuern von Arbeitsabläufen. Die Auszubildenden lernen, wie sie Projekte nach Kundenspezifikationen planen, durchführen und überwachen, um sicherzustellen, dass die Kundenanforderungen erfüllt werden. Das Kontrollieren und Beurteilen der Arbeitsergebnisse ist entscheidend für die Qualitätssicherung. Die Auszubildenden werden geschult, ihre eigenen Arbeiten kritisch zu prüfen und sicherzustellen, dass alle Produkte und Dienstleistungen den Qualitätsstandards entsprechen. Qualitätsmanagement, Prüfen und Messen sind weitere zentrale Themen der Ausbildung. Die Auszubildenden erwerben Kenntnisse und Fähigkeiten, um die Qualität von Produkten und Prozessen zu überwachen, zu analysieren und zu verbessern. Im Bereich des Fügens sowie des manuellen Spanens und Umformens lernen die Auszubildenden, wie sie Materialien sicher und effizient verbinden und in die gewünschte Form bringen. Das maschinelle Bearbeiten ist ebenfalls ein wichtiger Teil der Ausbildung, wobei die Auszubildenden lernen, moderne Maschinen und Anlagen für die Fertigung von Präzisionsteilen zu nutzen. Das Instandhalten und Warten von Betriebsmitteln ist entscheidend, um die Funktionsfähigkeit und Effizienz der Produktionsmittel zu gewährleisten. Die Auszubildenden lernen, wie sie Maschinen und Geräte warten, reparieren und optimieren.

Die Ausbildung umfasst auch das Unterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Werk- und Hilfsstoffen, was für die richtige Auswahl und Verwendung von Materialien in der Fertigung wichtig ist. Die Wärmebehandlung, eine Methode zur Veränderung der Eigenschaften von Metallen, ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil. Das Programmieren von numerisch gesteuerten Geräten, Maschinen oder Anlagen ist eine Schlüsselkompetenz in der modernen Fertigungstechnik. Die Auszubildenden lernen, CNC-Programme zu schreiben und anzupassen, um komplexe Teile mit hoher Präzision herzustellen. Das Bearbeiten auf Werkzeugmaschinen, das Aufbauen und Prüfen von hydraulischen, pneumatischen und elektropneumatischen Steuerungen sowie das Montieren und Inbetriebnehmen von Maschinen und Anlagen sind weitere wichtige Fähigkeiten, die während der Ausbildung vermittelt werden. Schließlich umfasst die Ausbildung das Instandhalten von technischen Systemen, um deren zuverlässigen und effizienten Betrieb zu gewährleisten. Insgesamt bietet die Ausbildung zum Feinwerkmechaniker eine umfassende und vielseitige Grundlage für eine Karriere in diesem anspruchsvollen technischen Feld.

Mögliche Karrierechancen als Feinwerkmechaniker

Vorteile des Berufs Feinwerkmechaniker

Präzisionsarbeit

Feinwerkmechaniker sind auf die Herstellung und Montage von präzisen mechanischen Bauteilen spezialisiert. Sie erlernen spezifische Techniken und Fertigkeiten, um hochpräzise Komponenten für Maschinen, Geräte und Instrumente herzustellen.

Vielseitige Tätigkeiten

Die Ausbildung ermöglicht es den Auszubildenden, ein breites Spektrum an Aufgaben im Bereich der Feinwerktechnik zu übernehmen. Dazu gehören das Drehen, Fräsen, Bohren, Schleifen und Erodieren von Werkstücken, die Montage von Baugruppen, die Justierung von Maschinen und die Durchführung von Qualitätskontrollen.

Praxisorientierte Ausbildung

Feinwerkmechaniker erhalten eine praxisnahe Ausbildung in Werkstätten, Fertigungshallen oder Produktionsbetrieben. Dort können sie ihr erlerntes Wissen direkt anwenden und praktische Erfahrungen im Umgang mit verschiedenen Werkzeugmaschinen, Messgeräten und Materialien sammeln.

Handwerkliches Geschick

Die Ausbildung vermittelt den Auszubildenden handwerkliche Fähigkeiten und Techniken, die für die feinmechanische Bearbeitung von Werkstücken erforderlich sind. Dazu gehören das Lesen von technischen Zeichnungen, das Bedienen von CNC-Maschinen, das Feilen von Werkstücken und das Prüfen von Toleranzen.

Technisches Verständnis

Feinwerkmechaniker benötigen ein fundiertes Verständnis für technische Prinzipien und Verfahren in der mechanischen Fertigung. Sie lernen, wie man Werkstoffeigenschaften berücksichtigt, wie Werkstücke richtig bearbeitet und wie man Fehler und Probleme bei der Fertigung identifiziert und behebt.

Qualitätsbewusstsein und Präzision

Als Feinwerkmechaniker legt man Wert auf hohe Qualitätsstandards und Präzision bei der Arbeit. Man sorgt für eine exakte und fehlerfreie Herstellung von Bauteilen, um eine optimale Funktionalität und Langlebigkeit der Produkte sicherzustellen.

Mögliche Digitalisierungen als Feinwerkmechaniker

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