Ausbildung als Medizinischer Dokumentationsassistent
Medizinische Dokumentationsassistenten und -assistentinnen sorgen für einen reibungslosen fachlichen Informationsfluss in allen Bereichen des Gesundheitswesens sowie in der Pharmazie. In Krankenhäusern arbeiten sie in der patientennahen Verwaltung, erheben Patientendaten, legen Krankenakten an und archivieren sie. Sie erfassen und erschließen die anfallenden medizinischen Daten und stellen sie bereit, z.B. als Diagnose- oder Spezialdokumentationen oder für die Abrechnung der erbrachten Leistungen. Gegebenenfalls recherchieren sie auch nach Fachliteratur. Ebenfalls betreuen sie Krankenhausinformationssysteme, entwickeln Software oder passen bestehende Softwareprodukte an und schulen Anwender
Im Bereich medizinisch-dokumentarisches Informationsmanagement systematisieren, verschlagworten und verschlüsseln sie Daten und Informationen und entwerfen Bildschirmmasken für Formulare und Dokumentationen. Sie bauen Datenbestände auf, sichern und pflegen sie. Auch an der Erstellung von Statistiken sind sie beteiligt. In der Arzneimittelforschung können sie bei klinischen Studien bzw. bei der Arzneimittelprüfung mitwirken.
Ausbildungsdetails
| Ausbildungsdauer | 2,5 Jahre |
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Ausbildungsgehalt als Medizinischer Dokumentationsassistent
Während der schulischen Ausbildung erhält man keine Vergütung. An manchen Schulen fallen für die Ausbildung Kosten an, z.B. Schulgeld, Aufnahme- und Prüfungsgebühren.
(Abweichungen möglich, , Quelle: Argentur für Arbeit)
Ausbildungsverkürzung
Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Medizinischer Dokumentationsassistent lässt sich bis auf 1,5 Jahre verkürzen.
Interessante Schulfächer
Biologie
(z.B. um die Beziehungen zwischen anatomischen und physiologischen Systemen zu verstehen)
Informatik
(z.B. um Auswertungen digitalisierter Patientendaten zu programmieren)
Deutsch
(z.B. beim Erstellen von Formularen und Erfassen von medizinischen Daten)
Mathematik
(z.B. für die Dokumentation von Untersuchungsergebnissen und Behandlungsverlauf)
Wie viel verdient man als Medizinischer Dokumentationsassistent
Während der schulischen Ausbildung zum Medizinischen Dokumentationsassistenten erhältst du keine Vergütung, da es sich um eine rein schulische Ausbildung handelt. Nach erfolgreichem Abschluss erwartet dich jedoch eine attraktive Vergütung im Berufsleben. Dein Einstiegsgehalt liegt bei mindestens 3.539 € pro Monat, was bereits eine solide Grundlage darstellt. Im Durchschnitt verdienen Medizinische Dokumentationsassistenten etwa 4.208 €, und mit steigender Berufserfahrung und Spezialisierung kann dein Gehalt sogar bis zu 5.203 € erreichen. Dieser Beruf bietet also nicht nur eine spannende Tätigkeit im Gesundheitswesen, sondern auch eine sehr gute finanzielle Perspektive mit Aufstiegsmöglichkeiten im Laufe deiner Karriere.
Tipps für Bewerber als Medizinischer Dokumentationsassistent
Bewerbung
Als Medizinische/r Dokumentationsassistent/in sorgst du dafür, dass medizinische Daten und Forschungsergebnisse korrekt erfasst, ausgewertet und verwaltet werden. Du arbeitest mit Ärzten, Forschern und Verwaltungspersonal zusammen und stellst sicher, dass Patientendaten, Studien und Laborergebnisse präzise dokumentiert sind. Dabei brauchst du Genauigkeit, Verantwortungsbewusstsein und technisches Verständnis. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du sorgfältig, strukturiert und interessiert an Medizin und IT bist.
- Sorgfalt und Genauigkeit: Du arbeitest mit sensiblen Gesundheitsdaten – Fehler sind tabu.
- Interesse an Medizin und Forschung: Du musst verstehen, wie Daten in medizinischen Zusammenhängen genutzt werden.
- Technisches Verständnis: Du arbeitest mit Datenbanken und medizinischer Software.
- Verantwortungsbewusstsein: Du trägst zur Qualität und Sicherheit medizinischer Informationen bei.
- Teamfähigkeit: Du arbeitest mit Ärzten, Wissenschaftlern und Verwaltungspersonal zusammen.
Tipp: Wenn du dich für Medizin, Daten und Organisation begeisterst, erwähne das in deiner Bewerbung – es zeigt, dass du den analytischen und verantwortungsvollen Charakter des Berufs mitbringst.
Kleidung für das Gespräch
In medizinisch-technischen Berufen zählt ein gepflegtes, seriöses und verantwortungsbewusstes Auftreten. Du sollst zeigen, dass du zuverlässig, konzentriert und diskret arbeitest.
- Schlichte, saubere Kleidung: Stoffhose oder Jeans mit Bluse, Hemd oder Pullover – ordentlich, aber nicht zu formell.
- Dezente Farben: Weiß, Grau, Blau oder Pastelltöne wirken ruhig und professionell.
- Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Kleidung und ein aufmerksames Auftreten zeigen Sorgfalt.
- Freundliche, ruhige Ausstrahlung: Zeig, dass du geduldig und verantwortungsbewusst bist.
- Aufrechte Haltung: Wirkt konzentriert und zuverlässig – wichtig in einem Beruf mit Genauigkeit.
Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der sorgfältig, diskret und verantwortungsbewusst mit medizinischen Daten umgeht – das schafft Vertrauen.
Mögliche Fragen im Gespräch
Der Betrieb oder die Schule möchte wissen, ob du Organisationstalent, Verantwortungsbewusstsein und Interesse an Medizin und Datenverarbeitung mitbringst.
- „Was interessiert Sie am Beruf Medizinische/r Dokumentationsassistent/in?“
- „Wie gehen Sie mit vertraulichen Patientendaten um?“
- „Wie wichtig ist Ihnen Genauigkeit in der Arbeit?“
- „Wie reagieren Sie, wenn Sie in Datensätzen einen Fehler entdecken?“
- „Wie arbeiten Sie im Team mit Ärzten, Laboren oder Verwaltung zusammen?“
- „Haben Sie schon Erfahrungen mit Datenverarbeitung oder medizinischen Themen gesammelt?“
Tipp: Denk an Situationen, in denen du sorgfältig, analytisch oder verantwortungsbewusst gearbeitet hast – das zeigt, dass du für die Arbeit mit sensiblen Daten geeignet bist.
Fragen, die du dem Betrieb oder der Schule stellen kannst
Eigene Fragen zeigen Interesse, Verantwortungsbewusstsein und Lernbereitschaft – besonders wichtig in einem Beruf mit medizinischer Verantwortung.
- „Wie ist die Ausbildung im Bereich medizinische Dokumentation aufgebaut?“
- „Mit welchen Programmen und Datenbanken arbeite ich während der Ausbildung?“
- „Wie wird im Betrieb auf Datenschutz und Datensicherheit geachtet?“
- „Welche Aufgaben übernehme ich im Bereich Forschung oder Verwaltung?“
- „Wie eng arbeite ich mit Ärzten oder medizinischen Fachkräften zusammen?“
- „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung klinisches Datenmanagement oder Gesundheitsinformatik?“
Tipp: Frag nach Software, Datenschutz und Aufgabenbereichen – das zeigt, dass du die Bedeutung von Genauigkeit und Verantwortung in der medizinischen Dokumentation wirklich verstehst.
Mögliche Karrierechancen als Medizinischer Dokumentationsassistent
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Archivwissenschaft (Studium)
Studium
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Fachwirt - Informationsdienste
Kaufmännische Weiterbildung
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Informationsmanagement (Studium)
Studium
Vorteile des Berufs Medizinischer Dokumentationsassistent
Fachwissen im Gesundheitswesen
Medizinische Dokumentationsassistenten erwerben während ihrer Ausbildung umfassende Kenntnisse im Bereich des Gesundheitswesens, der medizinischen Terminologie, der Krankheitslehre und der medizinischen Dokumentation. Sie verstehen die Strukturen und Prozesse im Gesundheitswesen und sind mit den rechtlichen Rahmenbedingungen für die Dokumentation von Patientendaten vertraut.
Dokumentations- und Verwaltungskompetenzen
Die Ausbildung vermittelt den angehenden Medizinischen Dokumentationsassistenten die notwendigen Fähigkeiten und Techniken, um medizinische Daten zu erfassen, zu analysieren, zu verwalten und zu dokumentieren. Sie lernen den Umgang mit medizinischen Informationssystemen, Datenbanken, Archivierungsmethoden und Datenschutzbestimmungen.
Qualitätssicherung und -kontrolle
Medizinische Dokumentationsassistenten tragen zur Qualitätssicherung im Gesundheitswesen bei, indem sie die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität von Patientendaten überprüfen und sicherstellen. Sie unterstützen bei der Erstellung und Pflege von Patientenakten, Krankenhausstatistiken, Abrechnungsunterlagen und Qualitätsberichten.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Medizinische Dokumentationsassistenten arbeiten eng mit Ärzten, Pflegekräften, medizinischem Personal, Verwaltungsmitarbeitern und anderen Fachkräften im Gesundheitswesen zusammen. Sie kommunizieren mit verschiedenen Abteilungen und Organisationen, um eine reibungslose Erfassung und Dokumentation von Patientendaten zu gewährleisten.
Informationsmanagement und Digitalisierung
Mit dem zunehmenden Einsatz von elektronischer Patientenakte und digitaler Dokumentation gewinnen Informationsmanagement und Digitalisierung im Gesundheitswesen an Bedeutung. Medizinische Dokumentationsassistenten sind mit den aktuellen IT-Systemen und Softwarelösungen vertraut und unterstützen bei der Umstellung auf digitale Arbeitsprozesse.
Mögliche Digitalisierungen als Medizinischer Dokumentationsassistent
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Impfmanagement-Plattformen
Durchgeführte Impfungen in Impfmanagement-Plattformen eintragen und Benachrichtigungen für Auffrischungs- oder Zweitimpfungserinnerungen versenden.
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Krankenhausinformationssysteme - KIS
Medizinische und administrative Daten mithilfe von Krankenhausinformationssystemen erfassen, verarbeiten und verteilen.
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Elektronische Patientenakte - ePA
Patientendaten mittels einer elektronischen Patientenakte erfassen.
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Formularmanagementsysteme
Elektronische Erfassung von Patientenfragebögen zur Auswertung.
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Digitales Dokumentenmanagement - DMS
Dokumentation für Diagnosen und Spezialfälle anfertigen.