Ausbildung als Medizinischer Technologe - Radiologie
Sie durchleuchten den Menschen im wahrsten Sinne des Wortes: die medizinisch-technischen Radiologieassistenten und -Radiologieassistentinnen (MTRA). In Krankenhäusern und radiologischen Praxen erstellen sie nicht nur Röntgenaufnahmen, sondern bedienen auch Computer- und Kernspintomografen. Dabei stellen sie die Anlagen und Apparate ein und bedienen sie, treffen die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen, dokumentieren die Untersuchung und sorgen für die sachgerechte Lagerung des Filmmaterials bzw. für das Speichern der digitalen Daten. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Strahlentherapie bei Krebspatienten: Auch hier sind die MRTA für die praktische Durchführung der Therapie verantwortlich, doch aufgrund der nicht selten bedrohlichen Krankheitsbilder entsteht in diesem Bereich auch eine vertrauensvollere Beziehung zu den Patienten, weshalb neben der medizinischen oft psychologische Unterstützung gefragt ist.
Persönliche Interessen
Ausbildungsdetails
| Ausbildungsdauer | 3 Jahre |
|---|
Ausbildungsgehalt als Medizinischer Technologe - Radiologie
An kommunalen Krankenhäusern oder Uni-Kliniken wird eine Bezahlung nach dem TVAöD bezahlt. Bei der Ausbildung an einer staatlichen Schule muss kein Schulgeld bezahlt werden. Für die Ausbildung wird ein mittlerer Ausbildungsabschluss vorausgesetzt.
(Abweichungen möglich, Stand: 01. August 2025, Quelle: TVAöD)
Ausbildungsverkürzung
Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Medizinischer Technologe - Radiologie lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.
5 Ausbildungsplätze Medizinischer Technologe - Radiologie vorhanden
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Medizinischer Technologe - Radiologie (m/w/d)
Ausbildung 2026Klinikum St. Marien AmbergMariahilfbergweg 792224 Amberg -
Medizinischer Technologe - Radiologie (m/w/d)
Ausbildung 2026Radiologie OberlandNorbert-Kerkel-Platz 183734 Hausham -
Medizinischer Technologe - Radiologie (m/w/d)
Ausbildung 2027Radiologie OberlandNorbert-Kerkel-Platz 183734 Hausham -
Medizinischer Technologe - Radiologie (m/w/d)
Ausbildung 2026RoMed KlinikenBrückenstr. 183022 Rosenheim -
Medizinischer Technologe - Radiologie (m/w/d)
Ausbildung 2026Leopoldina Krankenhaus der Stadt Schweinfurt GmbHGustav-Adolf-Str. 6-897422 Schweinfurt
Interessante Schulfächer
Biologie
(z.B. um die Auswirkungen von Radiologie- und Strahlentherapie auf den menschlichen Körper zu verstehen)
Chemie
(z.B. bei der richtigen Einschätzung nuklearmedizinischer Zusammenhänge)
Physik
(z.B. für ein gutes Verständnis physikalisch-technischer Grundlagen im Bereich Magnetismus)
Wie viel verdient man als Medizinischer Technologe - Radiologie
Während der Ausbildung zum Medizinischen Technologen für Radiologie steigert sich das Gehalt kontinuierlich: Im ersten Ausbildungsjahr beträgt es 1.215 €, im zweiten Jahr 1.275 € und im dritten Ausbildungsjahr 1.372 €. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung kannst du mit einem deutlich höheren Einkommen rechnen. Das Einstiegsgehalt liegt bei mindestens 3.494 €, was bereits eine solide Grundlage für den Start ins Berufsleben darstellt. Durchschnittlich verdienen Medizinische Technologen für Radiologie etwa 4.162 € monatlich. Mit steigender Berufserfahrung und Spezialisierung sind sogar Gehälter von bis zu 4.846 € möglich. Damit bietet der Beruf attraktive Verdienstmöglichkeiten und eröffnet vielfältige Chancen, sich finanziell und beruflich weiterzuentwickeln.
Tipps für Bewerber als Medizinischer Technologe - Radiologie
Bewerbung
Als Medizinische/r Technologe/in für Radiologie arbeitest du mit moderner Medizintechnik, um Einblicke in den menschlichen Körper zu ermöglichen. Du bedienst Röntgen-, CT-, MRT- und Ultraschallgeräte, bereitest Patienten auf Untersuchungen vor und unterstützt Ärzte bei der Diagnostik. Dabei brauchst du technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du sorgfältig, konzentriert und patientenorientiert arbeitest.
- Technisches Verständnis: Du arbeitest mit komplexen Geräten, die präzise bedient werden müssen.
- Verantwortungsbewusstsein: Du trägst Verantwortung für die Sicherheit und das Wohl der Patienten.
- Einfühlungsvermögen: Du begleitest Menschen in oft belastenden Untersuchungssituationen.
- Sorgfalt: Strahlenschutz, Hygiene und Genauigkeit sind in deinem Beruf unverzichtbar.
- Teamfähigkeit: Du arbeitest mit Ärzten, Pflegepersonal und anderen Fachkräften zusammen.
Tipp: Wenn du dich für Medizin und Technik gleichermaßen begeisterst und Ruhe, Geduld sowie Verantwortungsbewusstsein mitbringst, erwähne das in deiner Bewerbung – es zeigt, dass du in der Radiologie genau richtig bist.
Kleidung für das Gespräch
Im medizinischen Umfeld zählt ein gepflegtes, ruhiges und vertrauenswürdiges Auftreten. Du sollst zeigen, dass du zuverlässig, aufmerksam und respektvoll bist.
- Schlichte, saubere Kleidung: Stoffhose oder Bluse/Hemd in hellen Farben – ordentlich, aber nicht steif.
- Dezente Farben: Weiß, Hellblau oder Grau wirken ruhig und medizinisch professionell.
- Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Kleidung, dezente Frisur und gepflegte Hände vermitteln Sorgfalt.
- Freundliche, ruhige Ausstrahlung: Zeig, dass du Menschen Sicherheit gibst.
- Aufrechte Haltung: Wirkt konzentriert und zuverlässig – genau das erwartet man in einem radiologischen Umfeld.
Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der verantwortungsvoll mit Menschen und Technik umgeht – konzentriert, empathisch und professionell.
Mögliche Fragen im Gespräch
Der Betrieb oder die Schule möchte wissen, ob du Verantwortungsbewusstsein, technisches Interesse und Empathie mitbringst – und ob du mit Patienten respektvoll umgehen kannst.
- „Was interessiert Sie am Beruf Medizinische/r Technologe/in für Radiologie?“
- „Wie gehen Sie mit Patienten um, die Angst vor einer Untersuchung haben?“
- „Wie wichtig ist Ihnen Genauigkeit im Umgang mit Geräten und Aufnahmen?“
- „Wie reagieren Sie, wenn technische Probleme während einer Untersuchung auftreten?“
- „Wie arbeiten Sie im Team mit Ärzten und Pflegepersonal zusammen?“
- „Haben Sie schon Erfahrungen mit Technik oder medizinischen Themen gesammelt?“
Tipp: Denk an Situationen, in denen du ruhig geblieben, sorgfältig gearbeitet oder anderen Sicherheit vermittelt hast – das zeigt, dass du die menschliche und technische Seite des Berufs verstehst.
Fragen, die du dem Betrieb oder der Schule stellen kannst
Eigene Fragen zeigen, dass du Interesse und Verantwortungsbewusstsein mitbringst – beides ist in der Radiologie besonders wichtig.
- „Wie ist die Ausbildung im Bereich Radiologie im Betrieb aufgebaut?“
- „Mit welchen Geräten und bildgebenden Verfahren arbeite ich während der Ausbildung?“
- „Wie wird im Betrieb auf Strahlenschutz und Patientensicherheit geachtet?“
- „Wie viel Zeit verbringe ich in der direkten Patientenbetreuung und wie viel an den Geräten?“
- „Wie eng arbeite ich mit Radiologen und anderen Fachabteilungen zusammen?“
- „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung Nuklearmedizin, Strahlentherapie oder Medizintechnik?“
Tipp: Frag nach Technik, Verantwortung und Weiterentwicklung – das zeigt, dass du verstehst, wie anspruchsvoll und vielseitig der Beruf in der Radiologie ist.
Mögliche Karrierechancen als Medizinischer Technologe - Radiologie
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Betriebswirt - Management im Gesundheitswesen
Kaufmännische Weiterbildung
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Fachwirt - Gesundheits- und Sozialwesen
Kaufmännische Weiterbildung
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Humanmedizin (Studium)
Studium
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Medizinische Physik (Studium)
Studium
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Medizinische Technik (Studium)
Studium
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Radiologietechnologe - Neuroradiologische Bildgebung
Andere Weiterbildung
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Radiologietechnologe - Radiologische Bildgebung
Andere Weiterbildung
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Techniker - Medizintechnik
Technikerweiterbildung
Vorteile des Berufs Medizinischer Technologe - Radiologie
Fachwissen in radiologischen Verfahren
Medizinisch-technische Radiologieassistenten erwerben während ihrer Ausbildung umfassende Kenntnisse über verschiedene radiologische Verfahren und Techniken. Dazu gehören unter anderem konventionelle Radiographie, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Durchleuchtung, Angiographie, Mammographie und Strahlentherapie. Sie verstehen die Prinzipien der Bildgebung, die Anatomie des menschlichen Körpers und die Wirkung ionisierender Strahlung.
Praktische Erfahrungen in der Radiologie
Die Ausbildung beinhaltet oft praktische Übungen und Praktika in radiologischen Abteilungen von Krankenhäusern, Kliniken oder diagnostischen Zentren, in denen die angehenden Radiologieassistenten die Möglichkeit haben, ihre Fähigkeiten unter Anleitung erfahrener Fachkräfte zu entwickeln. Sie führen radiologische Untersuchungen durch, positionieren die Patienten, bedienen die technischen Geräte, optimieren die Bildqualität und unterstützen bei der Befundung der Aufnahmen.
Patientenbetreuung und -aufklärung
Medizinisch-technische Radiologieassistenten sind oft direkt am Patienten tätig und unterstützen bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung radiologischer Untersuchungen. Sie erklären den Patienten die Untersuchungsabläufe, beantworten Fragen, beruhigen sie bei Ängsten oder Unsicherheiten und sorgen für eine angenehme und sichere Untersuchungsumgebung.
Strahlenschutz und -sicherheit
Radiologieassistenten tragen zur Sicherheit von Patienten, Personal und Umwelt im Umgang mit ionisierender Strahlung bei. Sie beachten und überwachen die Strahlenschutzmaßnahmen, minimieren die Strahlenexposition, führen Qualitätskontrollen durch und gewährleisten die Einhaltung von Strahlenschutzvorschriften und -richtlinien.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Radiologieassistenten arbeiten eng mit Radiologen, Ärzten, medizinischem Personal und anderen Fachkräften im Gesundheitswesen zusammen. Sie kommunizieren mit verschiedenen Abteilungen und Organisationen, um eine reibungslose Durchführung von radiologischen Untersuchungen und eine effektive Zusammenarbeit zu gewährleisten.
Mögliche Digitalisierungen als Medizinischer Technologe - Radiologie
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Diagnose per Künstlicher Intelligenz
Unterstützung der Befundanalyse im Bereich der medizinischen Bildanalyse durch Deep-Learning-Algorithmen.
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Bilderkennung
Unterstützung der Befundanalyse im Bereich der medizinischen Bildanalyse durch Deep-Learning-Algorithmen.
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Digitales Dokumentenmanagement - DMS
Ergebnisse einer Computertomographie festhalten.
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Elektronische Patientenakte - ePA
Verwaltung und Führung elektronischer Patientenakten.
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Vernetzte Labor- und Analyse-Geräte
Durchführung der Qualitätssicherung neuentwickelter Werkstoffe unter Einsatz vernetzter Labortechnik.
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