Baugeräteführer (m/w/d)

Bau, Architektur, Vermessung
Abbildung Radlader mit großer Baggerschaufel im Kies

Ausbildung als Baugeräteführer

"Da, ein Bagger!" Viele kleine Kinder sind fasziniert und bleiben stehen, wenn sie einen Bagger oder Kran auf einer Baustelle sehen. Wer sich seine Begeisterung für diese Baugeräte bis nach der Schule bewahrt, für den könnte eine Ausbildung als Baugeräteführer oder Baugeräteführerin das Richtige sein. Dann wird die Baustelle zum festen Arbeitsplatz, auf der diese Fachleute alle Geräte und Baumaschinen bedienen. Die Vorbereitung der Bauarbeiten und die Wartung der Baugeräte gehören ebenso zu ihren Aufgaben wie das Aufstellen der Krane, die Sicherung der Geräte sowie deren Verladung nach getaner Arbeit - und das alles bei Wind und Wetter, weshalb man es schon mögen sollte draußen zu sein, wenn man sich für diesen Beruf entscheidet.

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Ausbildungsanfänger in Deutschland

  • 51%
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  • Mittlerer Bildungsabschluss 51%
  • Mittelschulabschluss 39%
  • Hochschulreife 6%
  • ohne Mittelschulabschluss 3%
  • Sonstige 1%

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Baugeräteführer

  • 1. Ausbildungsjahr 1.080 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.200 € bis 1.300 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.450 € bis 1.550 €

(Abweichungen möglich, Stand: 01. Mai 2024, Quelle: BMAS)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Baugeräteführer lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

26 Ausbildungsplätze Baugeräteführer vorhanden

Benötigte Stärken

Abbildung Animation von einer Skyline

Technisches Verständnis

(z.B. beim fachgerechten Aufstellen und Beladen der Baugeräte)

Abbildung Person die auf einer Slackline balanciert

Konzentrationsfähigkeit

(z.B. beim Bedienen der Geräte und Baumschinen)

Abbildung Person die einen Ordner als Hut trägt

Belastbarkeit

(z.B. beim Arbeiten im Freien bei Wind und Wetter)

Abbildung eine Person umarmt eine weitere Person

Umsicht

(z.B. um eventuelle Gefahrenzonen frühzeitig zu erkennen)

Abbildung zwei Personen schlagen ein

Teamfähigkeit

(z.B. um die Sicherheit und die Effizienz am Bau zu gewährleisten)

Interessante Schulfächer

Mathematik

(z.B. bei der Berechnung von Flächenaufteilungen zur Absicherung von Baustellen)

Physik

(z.B. Verständnis des Bodens bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen)

Werken / Technik

(z.B. bei der Bedienung von Geräten und Baumaschinen)

Wie viel verdient man als Baugeräteführer

Während der Ausbildung zum Baugeräteführer steigt das Gehalt von Jahr zu Jahr deutlich an. Im ersten Ausbildungsjahr kann man bis zu 1.080 € monatlich verdienen. Im zweiten Ausbildungsjahr erhöht sich das Gehalt auf bis zu 1.300 €, und im dritten Ausbildungsjahr erreicht man ein monatliches Einkommen von bis zu 1.550 €. Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung kann man mit einem Einstiegsgehalt von mindestens 3.219 € rechnen. Im Durchschnitt verdient ein Baugeräteführer etwa 3.774 €, wobei das Gehalt je nach Erfahrung und Einsatzgebiet auf bis zu 4.319 € ansteigen kann. Diese attraktive Vergütung macht den Beruf des Baugeräteführers zu einer lohnenden Option mit guten Zukunftsperspektiven in der Bauindustrie.

Was man in der Ausbildung als Baugeräteführer lernt

Die Ausbildung zum Baugeräteführer umfasst eine Vielzahl von Fähigkeiten und Kenntnissen, die für eine erfolgreiche Tätigkeit auf Baustellen erforderlich sind. Zu den zentralen Aufgaben gehört die Arbeitsplanung, einschließlich des Einrichtens und Sicherns von Baustellen sowie von Arbeits- und Schutzgerüsten. Dies umfasst auch die Verarbeitung von Bau- und Bauhilfsstoffen sowie Arbeiten in der Bautechnik. Ein wichtiger Teil der Ausbildung ist das Handhaben von Vermessungsgeräten sowie das Be- und Verarbeiten von Metallen und Kunststoffen. Die angehenden Baugeräteführer lernen außerdem, Bauteile, Baugruppen und Systeme von Baugeräten zu handhaben und diese in Betrieb zu nehmen, zu führen und außer Betrieb zu nehmen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Warten von Baugeräten, einschließlich der Verwendung von Kraft- und Schmierstoffen sowie von Hydraulikölen. Die Auszubildenden lernen auch, Störungen an Baugeräten festzustellen und Maßnahmen zur Fehlerbeseitigung einzuleiten. Insgesamt bietet die Ausbildung zum Baugeräteführer eine fundierte Grundlage für eine vielseitige und anspruchsvolle Tätigkeit auf Baustellen. Die erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse ermöglichen es den Absolventen, Baugeräte sicher und effizient zu bedienen und so zum erfolgreichen Abschluss von Bauprojekten beizutragen.

Tipps für Bewerber als Baugeräteführer

Bewerbung

Als Baugeräteführer/in steuerst du große Maschinen wie Bagger, Kräne oder Walzen – ohne dich läuft auf der Baustelle nichts. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein und Freude an großen Maschinen hast.

  • Technikinteresse betonen: Schreib, dass dich Maschinen und Baustellen faszinieren und du gern mit moderner Technik arbeitest.
  • Verantwortungsbewusstsein zeigen: Du bewegst teure und schwere Geräte – Sicherheit steht an erster Stelle.
  • Zuverlässigkeit hervorheben: Auf dich muss man sich verlassen können, denn du trägst Verantwortung für Mensch und Material.
  • Teamarbeit erwähnen: Baustellen sind Gemeinschaftsarbeit – du bist Teil eines großen Ganzen.

Tipp: Wenn du schon ein Praktikum auf einer Baustelle gemacht hast oder gern mit Technik arbeitest, erwähne das. Es zeigt, dass du weißt, was dich erwartet.

Kleidung für das Gespräch

Beim Vorstellungsgespräch für einen handwerklich-technischen Beruf zählt ein gepflegtes, bodenständiges Auftreten.

  • Saubere Alltagskleidung: Jeans und ein schlichtes Shirt oder Hemd sind ideal.
  •  Kein Anzug nötig: Du bewirbst dich für einen Beruf, bei dem Zupacken zählt, nicht Büroarbeit.
  • Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Hände und ordentliche Kleidung zeigen, dass du auf dich achtest.
  • Körpersprache: Ruhig, freundlich und aufmerksam – so wirkst du konzentriert und verlässlich.
  • Ziel: Du sollst zeigen, dass du sorgfältig, sicher und verantwortungsvoll arbeitest.

Mögliche Fragen im Gespräch

Im Gespräch möchte der Betrieb wissen, ob du verantwortungsbewusst bist und Interesse an Maschinen hast.

  •  „Warum möchtest du Baugeräteführer/in werden?“
  •  „Was interessiert dich an großen Maschinen und Baustellen?“
  •  „Wie gehst du mit Verantwortung um, wenn du ein Gerät bedienst?“
  •  „Wie bleibst du ruhig, wenn etwas nicht nach Plan läuft?“
  •  „Wie arbeitest du im Team mit anderen Handwerkern zusammen?“
  •  „Wie gehst du mit Sicherheitsvorschriften um?“

Tipp: Denk an Situationen, in denen du konzentriert oder technisch geschickt gearbeitet hast – das zeigt, dass du für diesen Beruf geeignet bist.

Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst

Wenn du am Ende gefragt wirst, ob du noch Fragen hast, nutze das, um echtes Interesse zu zeigen.

  •  „Mit welchen Maschinen arbeite ich während der Ausbildung?“
  • „Wie läuft die Ausbildung auf der Baustelle ab?“
  • „Welche Sicherheitsmaßnahmen sind besonders wichtig?“
  •  „Wie sieht ein typischer Arbeitstag eines Azubis aus?“
  •  „Gibt es Möglichkeiten, später weitere Geräteführerscheine zu machen?“
  •  „Wie sind die Chancen, nach der Ausbildung übernommen zu werden?“

Tipp: Frag nach den Maschinen, die dich besonders interessieren – das zeigt, dass du dich mit der Praxis und Technik auseinandergesetzt hast.

Mögliche Karrierechancen als Baugeräteführer

Vorteile des Berufs Baugeräteführer

Internationale Karrierechancen

Baugeräteführer haben die Möglichkeit, auch international zu arbeiten, was besonders attraktiv für Firmen ist, die weltweit Projekte durchführen. Die Erfahrungen im Ausland können die Karrierechancen erheblich verbessern.

Gute Jobaussichten

Aufgrund des anhaltenden Bedarfs an Fachkräften in der Baubranche sind die Jobaussichten für Baugeräteführer sehr gut. Mit der zunehmenden Modernisierung und Digitalisierung in der Baubranche entstehen neue Herausforderungen und Arbeitsbereiche.

Gehalt

Das durchschnittliche Gehalt eines Baugeräteführers liegt bei etwa 2.700 Euro brutto pro Monat. Das Startgehalt beginnt bei rund 1.800 Euro, kann aber mit zunehmender Erfahrung und Weiterbildung signifikant steigen.

Verwandte Berufsfelder

Neben der direkten Laufbahn als Baugeräteführer gibt es verwandte Berufe wie Baumaschinenmechatroniker, Polier im Hochbau oder Maurer, die alternative Karrierewege in der Baubranche bieten.

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