Ausbildung als Aufbereitungsmechaniker - Naturstein
Einfach mal was in die Luft sprengen – und das auch noch während der Arbeitszeit: Wer sich für eine Ausbildung als Aufbereitungsmechaniker oder Aufbereitungsmechanikerin in der Fachrichtung Naturstein entscheidet, für den ist eine Stange Dynamit ein fester Bestandteil der täglichen Arbeit. Diese Profis gewinnen nämlich Rohmaterial wie Schotter, Splitt oder Brechsand in Steinbrüchen mithilfe von Bohrungen und Sprengungen. Allein deshalb sind Umsicht, Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein für diese Tätigkeit unerlässlich. Aber damit nicht genug: Nach dem Transport des Rohmaterials zu den Aufbereitungsanlagen überwachen die Aufbereitungsmechaniker und Aufbereitungsmechanikerinnen die Maschinen und Anlagen, die das Festgestein zu Baustoffen zerkleinern und mittels Siebanlagen nach Größe sortieren. Und: Um die Produktqualität zu sichern, nehmen sie jetzt noch Proben, analysieren diese und dokumentieren die Ergebnisse. Ferner führen sie Aufzeichnungen über die erzeugten Mengen, lagern die Produkte fachgerecht oder verladen sie zum Weitertransport. Darüber hinaus halten sie Maschinen und Anlagen instand, ermitteln die Ursachen technischer Störungen und sorgen für deren Behebung.
Persönliche Interessen
Ausbildungsanfänger in Deutschland
- 39%
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- Mittlerer Bildungsabschluss 39%
- Mittelschulabschluss 39%
- Hochschulreife 22%
- ohne Mittelschulabschluss 1%
- Sonstige 1%
Ausbildungsdetails
| Ausbildungsdauer | 3 Jahre |
|---|
Ausbildungsgehalt als Aufbereitungsmechaniker - Naturstein
(Abweichungen möglich, Stand: 01. Juli 2024, Quelle: IHK Würzburg)
Ausbildungsverkürzung
Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Aufbereitungsmechaniker - Naturstein lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.
Mögliche Berufsschulen für Aufbereitungsmechaniker - Naturstein
1 Ausbildungsplatz Aufbereitungsmechaniker - Naturstein vorhanden
-
Aufbereitungsmechaniker - Naturstein (m/w/d)
Ausbildung 2026H. Geiger GmbH Stein- und SchotterwerkeAm Schotterwerk 185125 Kinding
Interessante Schulfächer
Mathematik
(z.B. bei der Berechnung von Mischungsverhältnissen)
Physik
(z.B. um das Brechverhalten von Steinen sowie das Sinkverhalten von Gestein bei verschiedenen Trennverfahren zu verstehen)
Sport
(z.B. für handwerkliche Tätigkeiten)
Werken / Technik
(z.B. beim Anfertigen von Skizzen und Verfahrensfließbildern)
Wie viel verdient man als Aufbereitungsmechaniker - Naturstein
Während der Ausbildung zum Aufbereitungsmechaniker für Naturstein verdient man im ersten Ausbildungsjahr 941 € monatlich. Im zweiten Ausbildungsjahr steigt das Gehalt auf 1.132 €, und im dritten Ausbildungsjahr erhält man bereits 1.344 €. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung verbessern sich die Verdienstmöglichkeiten deutlich. Ein ausgebildeter Aufbereitungsmechaniker für Naturstein kann mit einem Einstiegsgehalt von mindestens 2.944 € rechnen. Im Durchschnitt liegt das monatliche Einkommen bei etwa 3.493 €, während erfahrene Fachkräfte in diesem Berufsfeld sogar bis zu 4.084 € verdienen können. Diese Gehaltsspanne verdeutlicht die attraktiven Verdienstmöglichkeiten in diesem spezialisierten Bereich der Natursteinaufbereitung.
Was man in der Ausbildung als Aufbereitungsmechaniker - Naturstein lernt
Während ihrer Ausbildung als Aufbereitungsmechaniker - Naturstein erlernen die Auszubildenden eine Vielzahl von Fähigkeiten und Kenntnissen, um sie auf ihre Tätigkeiten in der Naturstein-Industrie vorzubereiten. Dazu gehört das Lesen, Anwenden und Erstellen technischer Unterlagen sowie das Erlernen grundlegender Fertigkeiten in der Werkstoffbearbeitung. Die Auszubildenden lernen auch, Werkzeuge instand zu halten und sich mit den Erschließungs-, Gewinnungs- und Fördertechniken von Rohstoffen vertraut zu machen. Sie erwerben Kenntnisse über die Verarbeitung von Rohstoffen zu Endprodukten und lernen die Grundlagen der Hydraulik und Pneumatik sowie der Elektrotechnik, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Ein Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf dem Gewinnen, Fördern und Transportieren von Rohstoffen sowie dem Zerkleinern, Klassieren, Sortieren, Mischen und Dosieren von Rohstoffen und Teilprodukten. Die Auszubildenden werden darin geschult, Maschinen und Anlagen instand zu halten, zu lagern und zu entsorgen.
In der Fachrichtung Naturstein werden spezifische Fähigkeiten erworben, darunter Arbeitsplanung und systematische Störungsbehebung, Instandsetzung von Maschinen und Anlagen, Probenehmen und Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Auszubildenden lernen außerdem, automatisierte und teilautomatisierte Aufbereitungsabläufe zu überwachen, zu steuern und zu regeln, sowie das Verladen, Wiegen und die Versandvorbereitung von Natursteinen durchzuführen. Insgesamt werden die Auszubildenden umfassend auf ihre zukünftige Tätigkeit als Aufbereitungsmechaniker - Naturstein vorbereitet, um erfolgreich in diesem spezialisierten Bereich der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung zu arbeiten.
Tipps für Bewerber als Aufbereitungsmechaniker - Naturstein
Bewerbung
Als Aufbereitungsmechaniker/in für Naturstein arbeitest du mit großen Anlagen, die Steine brechen, sieben und sortieren. Du sorgst dafür, dass aus rohem Gestein wertvolle Materialien für den Straßen- oder Hochbau entstehen. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du technisch interessiert, verantwortungsbewusst und praktisch veranlagt bist.
- Technisches Verständnis zeigen: Schreib, dass du gern mit Maschinen arbeitest und wissen willst, wie Dinge funktionieren.
- Verantwortungsbewusstsein betonen: Du bedienst Anlagen, die Kraft und Präzision brauchen – Sicherheit steht immer an erster Stelle.
- Teamarbeit hervorheben: In der Natursteinaufbereitung läuft nichts allein – Zusammenarbeit ist entscheidend.
- Körperliche Belastbarkeit erwähnen: Arbeit im Freien, Staub und Lärm gehören dazu – Einsatzbereitschaft ist hier ein Pluspunkt.
- Tipp: Wenn du schon ein Praktikum im Handwerk oder in einem Steinbruch gemacht hast, erwähne das. Es zeigt, dass du weißt, was dich erwartet.
Kleidung für das Gespräch
Du bewirbst dich für einen technischen Beruf mit körperlicher Arbeit – dein Auftreten darf also praktisch, aber gepflegt sein.
- Saubere Alltagskleidung: Jeans und ein schlichtes Shirt oder Hemd reichen völlig.
- Kein Anzug nötig: Authentisch und ordentlich ist besser als zu schick.
- Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Hände und ordentliche Kleidung zeigen, dass du auf dich achtest.
- Körpersprache: Ruhig, aufmerksam und interessiert – das macht einen verlässlichen Eindruck.
- Ziel: Du sollst zeigen, dass du zupacken kannst, aber auch verantwortungsvoll denkst.
Mögliche Fragen im Gespräch
Im Gespräch möchte der Betrieb wissen, ob du technisches Verständnis hast und bereit bist, körperlich zu arbeiten.
- „Wie bist du auf den Beruf Aufbereitungsmechaniker/in gekommen?“
- „Was interessiert dich an Maschinen und Natursteinen?“
- „Wie gehst du mit körperlicher Arbeit oder Lärm um?“
- „Arbeitest du gern im Freien?“
- „Wie reagierst du, wenn bei einer Anlage etwas nicht richtig funktioniert?“
- „Wie wichtig ist dir Sicherheit bei der Arbeit?“
Tipp: Erzähl von einer Situation, in der du aufmerksam oder handwerklich geschickt warst – das zeigt, dass du praktisch denkst.
Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst
Wenn du am Ende gefragt wirst, ob du noch Fragen hast, kannst du mit passenden Fragen Interesse und Neugier zeigen.
- „Wie läuft die Ausbildung im Steinbruch oder Werk genau ab?“
- „Mit welchen Maschinen arbeite ich in der Ausbildung?“
- „Welche Sicherheitsvorkehrungen gibt es im Betrieb?“
- „Wie ist die Zusammenarbeit zwischen Azubis und erfahrenen Mitarbeitern?“
- „Wie sind die Chancen, nach der Ausbildung übernommen zu werden?“
- „Gibt es Weiterbildungen im technischen Bereich?“
Tipp: Frag nach bestimmten Maschinen oder Arbeitsschritten – das zeigt, dass du dich wirklich für den Beruf und die Abläufe interessierst.
Mögliche Karrierechancen als Aufbereitungsmechaniker - Naturstein
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Ausbilder - AdA-Schein
Andere Weiterbildung
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Geotechnologie (Studium)
Studium
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Industriemeister - Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik
Meisterweiterbildung
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Industriemeister - Naturwerkstein
Meisterweiterbildung
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Rohstoffingenieurwesen (Studium)
Studium
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Techniker - Maschinentechnik/Verfahrenstechnik
Technikerweiterbildung
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Techniker - Steintechnik
Technikerweiterbildung
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Verfahrenstechnik (Studium)
Studium
Vorteile des Berufs Aufbereitungsmechaniker - Naturstein
Arbeit mit natürlichen Materialien
Als Aufbereitungsmechaniker im Bereich Naturstein arbeiten die Auszubildenden mit natürlichen Materialien wie Granit, Marmor, Schiefer und anderen Gesteinen. Dies ermöglicht eine enge Verbindung zur Natur und zu hochwertigen Materialien.
Vielseitige Tätigkeiten
Die Arbeit als Aufbereitungsmechaniker im Bereich Naturstein umfasst eine Vielzahl von Tätigkeiten, darunter das Schneiden, Polieren, Schleifen und Bearbeiten von Natursteinen. Die Auszubildenden lernen, wie sie diese Materialien entsprechend den Anforderungen von Kunden und Projekten bearbeiten können.
Handwerkliche Fertigkeiten
Der Beruf erfordert ausgeprägte handwerkliche Fertigkeiten, da die Bearbeitung von Natursteinen präzise und anspruchsvoll ist. Die Auszubildenden lernen den Umgang mit spezialisierten Werkzeugen und Maschinen sowie verschiedene Techniken zur Bearbeitung von Natursteinen.
Kreativität und Gestaltung
Aufbereitungsmechaniker im Bereich Naturstein haben oft die Möglichkeit, an gestalterischen Projekten mitzuwirken. Sie können ihre kreativen Fähigkeiten einsetzen, um individuelle Lösungen für Kundenwünsche zu entwickeln und einzigartige Produkte herzustellen.
Nachhaltigkeit
Natursteine gelten als nachhaltiges Baumaterial, da sie natürliche Ressourcen sind und langlebig sind. Aufbereitungsmechaniker im Bereich Naturstein tragen dazu bei, diese Ressourcen effizient zu nutzen und Abfälle zu minimieren, indem sie Materialien präzise bearbeiten und wiederverwenden.
Mögliche Digitalisierungen als Aufbereitungsmechaniker - Naturstein
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Vernetzte Produktionssysteme
Arbeit mit digital vernetzten Aufbereitungsanlagen und Fördersystemen.
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Vernetzte Labor- und Analyse-Geräte
Analyse und Dokumentation von Proben von gefördertem Granit, Basalt und Kalkstein.
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Speicherprogrammierbare Steuerung
Einrichtung und Programmierung von automatischen Aufbereitungsanlagen und Fördersystemen.
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Wearable Technology
Überwachung von Aufbereitungsanlagen und Fördersystemen mithilfe von Datenbrillen.
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Material Flow Control System - MFCS
Steuerung und Überwachung des Materialflusses in automatisierten Aufbereitungsanlagen und Fördersystemen.
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Predictive Maintenance
Durch kontinuierliche Auswertung der Maschinen- und Anlagendaten ungeplante Reparaturen und Ausfälle minimieren.
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Apps für Überwachung der Produktionsprozesse
Überwachung von vernetzten Aufbereitungsanlagen und Fördersystemen zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft.
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Industrieroboter
Einrichtung von Robotern für die Verpackung von Natursteinen und anschließende Überprüfung der durchgeführten Arbeiten auf Fehler.
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Maschinendatenerfassung
Erfassung von Daten aus Aufbereitungsanlagen und Fördersystemen.
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Sensorik
Überprüfung der Sensoren von Aufbereitungsanlagen und Fördersystemen.
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Augmented Reality Operation
Durchführung von Anlagenwartung mittels Datenbrillen oder Tablets.