Straßenwärter (m/w/d)

Bau, Architektur, Vermessung

Ausbildung als Straßenwärter

Sie sind die Allrounder auf der Straße und an ihrer Arbeitskleidung in leuchtendem Orange leicht zu erkennen: die Straßenwärter und Straßenwärterinnen. Sie kontrollieren und warten Straßen, Autobahnen und Parkplätze sowie dazugehörige Grünflächen und Brücken. Gefahrenquellen wie Schlaglöcher, verblasste Markierungen oder bröckelnde Fahrbahnränder werden von ihnen instand gesetzt. Ferner säubern sie verschmutzte Fahrbahnen, Leitpfähle oder Verkehrsschilder. Zu ihren Aufgaben gehören auch das Aufstellen von Verkehrszeichen, das Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern, das Mähen von Grünstreifen, die Absicherung von Baustellen sowie im Winter der Räum- und Streudienst.

Alles für die Ausbildung als Straßenwärter https://www.ardmediathek.de/video/ich-mach-s/strassenwaerter-in/ard-alpha/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvLzk4Yzc0NzYwLTQ3YjktNDdmZi1iOGNkLTJmMzQxNDYzMmEwMA

Ausbildungsanfänger in Deutschland

  • 58%
  • 34%
  • 6%
  • 2%
  • 1%
  • Mittlerer Bildungsabschluss 58%
  • Mittelschulabschluss 34%
  • Hochschulreife 6%
  • ohne Mittelschulabschluss 2%
  • Sonstige 1%

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Straßenwärter

  • 1. Ausbildungsjahr 1.080 € bis 1.239 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.200 € bis 1.343 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.389 € bis 1.550 €

(Abweichungen möglich, Stand: 01. August 2025, Quelle: Tarifinformationen des Bundes und der Länder)

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Straßenwärter lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Mögliche Berufsschulen für Straßenwärter

19 Ausbildungsplätze Straßenwärter vorhanden

Benötigte Stärken

Abbildung Person mit Hammer und Akkuschrauber

Handwerkliches Geschick

(z.B. für die Pflege von Grünanlagen)

Abbildung Animation von einer Skyline

Technisches Verständnis

(z.B. für Wartungsarbeiten von Geräten)

Abbildung einmal Dominosteine sortiert und einmal Dominosteine durcheinander

Sorgfalt

(z.B. bei der Reinigung der Fahrbahnen und der Beseitigung von Schlaglöchern)

Abbildung Person die eine leere Sprechblase in der Hand hält

Kommunikationsfähigkeit

(z.B. schnelle Weitergabe von Informationen oder Arbeitsergebnissen)

Abbildung Kind mit den Fingern in den Ohren

Auffassungsgabe

(z.B. bei Arbeiten direkt neben vorbeifahrenden Fahrzeugen)

Interessante Schulfächer

Werken / Technik

(z.B. für den Umgang mit Geräten und Maschinen)

Sport

(z.B. für die Bewältigung körperlich anstrengender Arbeiten)

Mathematik

(z.B. für die Mengenberechnung im Räum- und Streudienst)

Wie viel verdient man als Straßenwärter

Während der Ausbildung zum Straßenwärter verdient man im ersten Ausbildungsjahr 1.150 €, im zweiten Ausbildungsjahr 1.250 € und im dritten Ausbildungsjahr 1.425 € monatlich. Nach Abschluss der Ausbildung beginnt das Gehalt bei mindestens 3.413 € pro Monat. Durchschnittlich verdienen Straßenwärter etwa 3.762 €, mit der Möglichkeit, ein monatliches Einkommen von bis zu 4.150 € zu erreichen. Das Gehalt variiert je nach Region, Arbeitgeber und Berufserfahrung, bietet aber solide Perspektiven in einem wichtigen Beruf, der für die Sicherheit und Instandhaltung der Straßeninfrastruktur sorgt.

Was man in der Ausbildung als Straßenwärter lernt

Während seiner Ausbildung als Straßenwärter erwirbt der Auszubildende eine breite Palette von Fähigkeiten und Kenntnissen, um für die Sicherheit und den ordnungsgemäßen Zustand von Straßeninfrastrukturen zu sorgen. Ein wichtiger Bestandteil ist der Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken, um Informationen zu erhalten und zu übermitteln, die für die Durchführung der Aufgaben erforderlich sind.Ein zentraler Aspekt der Ausbildung ist das Einrichten, Sichern und Räumen von Arbeitsstellen sowie von Unfallstellen. Der Auszubildende lernt, wie man Arbeitsbereiche ordnungsgemäß absichert, um die Sicherheit von Arbeitern und Verkehrsteilnehmern zu gewährleisten, und wie man Unfallstellen schnell und effizient räumt, um den Verkehrsfluss wiederherzustellen. Zu den weiteren Aufgaben gehört die Auswahl, Prüfung und Lagerung von Baumaterialien sowie das Anfertigen und Anwenden von technischen Unterlagen. Der Auszubildende lernt, wie man die richtigen Materialien für verschiedene Arbeiten auswählt und wie man technische Unterlagen liest, interpretiert und umsetzt, um Bau- und Instandhaltungsarbeiten durchzuführen.

Ein wichtiger Teil der Ausbildung ist auch das Durchführen von Messungen, um die Qualität und Sicherheit von Straßeninfrastrukturen zu gewährleisten. Darüber hinaus erwirbt der Auszubildende Kenntnisse über die rechtlichen Bestimmungen im Straßenbau und lernt, wie man diese korrekt anwendet. Zu den praktischen Fähigkeiten gehören das Be- und Verarbeiten von Werk- und Hilfsstoffen, das Anlegen und Pflegen von Grünflächen sowie das Anbringen und Instandhalten von Verkehrszeichen und -einrichtungen. Der Auszubildende lernt auch, wie man Verkehrssicherungs- und Telematiksysteme bedient und den Winterdienst durchführt, um sicherzustellen, dass Straßen bei allen Wetterbedingungen sicher befahrbar sind. Schließlich werden dem Auszubildenden auch Fähigkeiten im Handhaben und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen vermittelt, sowie das Führen und Warten von Fahrzeugen, die für die täglichen Aufgaben im Straßenbau und der Straßeninstandhaltung benötigt werden.

Tipps für Bewerber als Straßenwärter

Bewerbung

Als Straßenwärter/in sorgst du dafür, dass Straßen sicher und befahrbar bleiben – bei Sonne, Regen, Schnee oder Sturm. Du kontrollierst Fahrbahnen, reparierst Schäden, pflegst Grünflächen, sicherst Baustellen und räumst im Winter Schnee. Dabei brauchst du technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein und Freude an praktischer Arbeit im Freien. In deiner Bewerbung solltest du zeigen, dass du zuverlässig, wetterfest und verantwortungsbewusst bist.

  •  Verantwortungsbewusstsein: Du sorgst für Sicherheit im Straßenverkehr – darauf müssen sich alle verlassen können.
  •  Körperliche Belastbarkeit: Du arbeitest bei Wind und Wetter und packst kräftig mit an.
  •  Technisches Verständnis: Du bedienst Fahrzeuge, Geräte und Maschinen sicher.
  •  Teamfähigkeit: Du arbeitest eng mit Kolleginnen und Kollegen im Straßenunterhalt zusammen.
  •  Sorgfalt: Du erkennst Gefahren frühzeitig und handelst umsichtig.

Tipp: Wenn du gerne draußen arbeitest, technikinteressiert bist und Verantwortung übernehmen willst, erwähne das – es zeigt, dass du für diesen vielseitigen Beruf gut geeignet bist.

Kleidung für das Gespräch

Im Straßenunterhalt zählt ein gepflegtes, praktisches und verlässliches Auftreten. Du solltest zeigen, dass du bodenständig, verantwortungsvoll und einsatzbereit bist.

  •  Saubere, robuste Kleidung: Eine gepflegte Jeans oder Arbeitshose mit Polo oder Hemd wirkt passend.
  •  Dezente Farben: Grau, Dunkelblau oder Beige wirken ordentlich und handwerklich.
  •  Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Kleidung, ordentliche Frisur und ein ruhiges Auftreten.
  •  Aufrechte Haltung: Zeigt Stärke, Disziplin und Engagement.
  •  Freundliche, selbstbewusste Ausstrahlung: Wirkt zuverlässig und pflichtbewusst.

Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der mitdenkt, anpackt und Verantwortung übernimmt – zuverlässig, konzentriert und bodenständig.

Mögliche Fragen im Gespräch

Der Ausbildungsbetrieb möchte wissen, ob du zuverlässig bist, Verantwortung übernehmen kannst und Freude an körperlicher Arbeit im Freien hast.

  •  „Was interessiert Sie an der Arbeit als Straßenwärter/in?“
  •  „Wie gehen Sie mit körperlicher Belastung oder schlechtem Wetter um?“
  •  „Wie wichtig ist Ihnen Teamarbeit bei Einsätzen und im Winterdienst?“
  •  „Wie reagieren Sie, wenn Sie eine gefährliche Stelle auf der Straße entdecken?“
  •  „Wie gehen Sie mit Maschinen oder Fahrzeugen um, die Sie noch nicht kennen?“
  •  „Wie behalten Sie Ruhe, wenn es im Winterdienst besonders stressig wird?“

Tipp: Denk an Situationen, in denen du Verantwortung übernommen, praktisch gearbeitet oder Ruhe bewahrt hast – das zeigt, dass du für den anspruchsvollen Alltag auf der Straße geeignet bist.

Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst

Eigene Fragen zeigen, dass du dich für die Organisation, Technik und Sicherheit im Straßenwesen interessierst.

  •  „Wie ist die Ausbildung zwischen Werkstattarbeit, Straßenpflege und Winterdienst aufgebaut?“
  •  „Welche Fahrzeuge und Geräte lernt man während der Ausbildung zu bedienen?“
  •  „Wie werden Einsätze bei Schnee oder Unfällen organisiert?“
  •  „Wie stark ist die Zusammenarbeit mit Bauhöfen oder Straßenmeistereien?“
  •  „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung Straßenmeister/in oder Techniker/in?“
  •  „Wie wird im Betrieb auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz geachtet?“

Tipp: Frag nach Technik, Einsatzbereichen und Verantwortung – das zeigt, dass du nicht nur anpacken willst, sondern auch mitdenkst und langfristig Verantwortung übernehmen möchtest.
 

Mögliche Karrierechancen als Straßenwärter

Vorteile des Berufs Straßenwärter

Arbeit im Freien

Als Straßenwärter arbeitest du größtenteils im Freien, was besonders für Menschen attraktiv ist, die gerne draußen sind und abwechslungsreiche Arbeitsumgebungen schätzen. Du bist bei jedem Wetter unterwegs und trägst dazu bei, dass die Straßen sicher und funktionsfähig bleiben.

Vielseitige Tätigkeiten

Die Arbeit eines Straßenwärters ist äußerst vielfältig. Du bist für die Wartung, Reparatur und Instandhaltung von Straßen, Gehwegen, Brücken und anderen Verkehrseinrichtungen zuständig. Dazu gehören unter anderem das Ausbessern von Fahrbahnschäden, das Reinigen von Entwässerungssystemen und das Aufstellen von Verkehrsschildern.

Handwerkliche Fähigkeiten

Während deiner Ausbildung erwirbst du handwerkliche Fähigkeiten und technisches Know-how, um verschiedene Arbeiten im Straßenbau und der Straßeninstandhaltung durchführen zu können. Dazu gehören beispielsweise das Bedienen von Baumaschinen, das Anlegen von Straßenmarkierungen und das Ausführen von Pflasterarbeiten.

Teamarbeit

Als Teil eines Straßenwartungsteams arbeitest du eng mit Kollegen zusammen, um gemeinsam die anfallenden Aufgaben zu bewältigen. Teamwork und Zusammenarbeit sind daher wichtige Bestandteile des Berufs.

Verantwortung für die Verkehrssicherheit

Als Straßenwärter trägst du eine große Verantwortung für die Verkehrssicherheit. Indem du Straßen reparierst, Schlaglöcher beseitigst und Verkehrsschilder aufstellst, trägst du dazu bei, Unfälle zu verhindern und die Mobilität der Menschen zu gewährleisten.

Ausbildung im Dualen System

Die Ausbildung zum Straßenwärter erfolgt in der Regel im dualen System, das heißt, du absolvierst sowohl theoretische Unterrichtseinheiten in der Berufsschule als auch praktische Einsätze bei einem Straßenbauunternehmen oder einer Straßenmeisterei. Dadurch erhältst du eine fundierte Ausbildung, die Theorie und Praxis miteinander verbindet.

Häufige Fragen zum Ausbildungsberuf Straßenwärter

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Mögliche Digitalisierungen als Straßenwärter

  • Narrow-Band-IoT

    Kontrollieren des Zustands und Füllstände von Streufahrzeugen im Winterdienst.

  • Fahrerassistenzsysteme - FAS

    Verwendung von Assistenzsystemen wie Head-up-Displays zur Einblendung von Routen.

  • Drohnentechnik

    Schäden an Straßen und Bäumen durch den Einsatz von Drohnen identifizieren.

  • Digitales Dokumentenmanagement - DMS

    Schäden an Bäumen mithilfe von mobilen Geräten fotografieren, dokumentieren und die Informationen an die zuständige Leitstelle übermitteln, um eine schnelle und effiziente Bearbeitung der Schäden zu ermöglichen.