Ausbildung als Industriekeramiker Dekorationstechnik
Industriekeramiker und Industriekeramikerinnen Dekorationstechnik sind für die Veredelung von Porzellan, Gebrauchs- und Zierkeramik mit verschiedenen Dekorationstechniken verantwortlich. Sie bemalen Werkstücke mit verschiedenen Motiven wie Rändern, Linien, Bändern, Blumen, Ornamenten oder Schriften und Monogrammen. Dabei tragen sie Farben und Edelmetalle wie Glanz- und Poliergold von Hand mit einem Pinsel auf.Industriekeramiker und Industriekeramikerinnen Dekorationstechnik wenden verschiedene Dekorationsverfahren an, wie zum Beispiel die Spritztechnik oder den Siebdruck. Oft kombinieren sie auch verschiedene Techniken, um ein individuelles und ansprechendes Design zu schaffen. Sie können nach Vorlagen zeichnen und malen, aber auch eigene Schriften und Dekore entwerfen.
Je nach Arbeitsverfahren glasieren, trocknen und brennen Industriekeramiker und Industriekeramikerinnen Dekorationstechnik die dekorierten Objekte. Dies dient dazu, die Farben zu fixieren und eine dauerhafte Verbindung zwischen der Dekoration und dem Keramikmaterial herzustellen.
Abschließend prfen Industriekeramiker und Industriekeramikerinnen Dekorationstechnik die Qualität ihrer Arbeit. Sie überprüfen die Genauigkeit der gemalten Motive, die Gleichmäßigkeit der Farbauftragung und die Haltbarkeit der Dekoration. Bei Bedarf nehmen sie Verbesserungen vor, um sicherzustellen, dass das Endprodukt den Qualitätsstandards entspricht. Die Ergebnisse werden dokumentiert.
Die Arbeit erfordert künstlerisches Talent, handwerkliches Geschick und Genauigkeit. Industriekeramiker und Industriekeramikerinnen Dekorationstechnik sollten in der Lage sein, präzise und detailgetreu zu malen und verschiedene Dekorationsverfahren anzuwenden. Sie müssen auch über Kenntnisse in der Farbtheorie und im Umgang mit verschiedenen Materialien verfügen.Industriekeramiker und Industriekeramikerinnen Dekorationstechnik arbeiten hauptsächlich in keramischen Produktionsbetrieben oder in Unternehmen, die sich auf die Herstellung von dekorativer Keramik spezialisiert haben.
Persönliche Interessen
Ausbildungsdetails
| Ausbildungsdauer | 3 Jahre |
|---|
Ausbildungsgehalt als Industriekeramiker Dekorationstechnik
(Abweichungen möglich, Stand: 01. August 2024, Quelle: (BMAS))
Ausbildungsverkürzung
Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Industriekeramiker Dekorationstechnik lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.
Interessante Schulfächer
Kunst
(z.B. für präzises und detailgetreues Malen mit der Hand)
Werken / Technik
(z.B. im Umgang mit verschiedenen Dekorationsverfahren wie Spritztechnik oder Siebdruck)
Mathematik
(z.B. zur Bestimmung der Mischungsverhältnisse bei Glasuren)
Wie viel verdient man als Industriekeramiker Dekorationstechnik
Während der Ausbildung zum Industriekeramiker in der Dekorationstechnik beträgt das monatliche Gehalt im ersten Ausbildungsjahr 1.075 €, im zweiten Ausbildungsjahr 1.129 € und im dritten Ausbildungsjahr 1.181 €. Diese steigenden Vergütungen spiegeln den zunehmenden Erfahrungshorizont und die wachsende Verantwortung wider, die die Auszubildenden übernehmen. Nach Abschluss der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt in der Regel bei mindestens 2.592 €, wobei das durchschnittliche Gehalt bei etwa 2.986 € liegt. Erfahrene Fachkräfte können sogar bis zu 3.587 € im Monat verdienen. Die Gehälter können je nach Region und Arbeitgeber variieren, bieten aber insgesamt attraktive Verdienstmöglichkeiten für ausgebildete Industriekeramiker in der Dekorationstechnik.
Was man in der Ausbildung als Industriekeramiker Dekorationstechnik lernt
Die Ausbildung zum Industriekeramiker in der Fachrichtung Dekorationstechnik konzentriert sich auf die künstlerische Gestaltung und Verzierung keramischer Erzeugnisse. Zunächst erlernen die Auszubildenden das Unterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Roh-, Hilfs- und Werkstoffen, was grundlegend für die Auswahl der richtigen Materialien für verschiedene Dekorationstechniken ist. Das keramische Rechnen ist auch in der Dekorationstechnik wichtig, da es für die Berechnung von Materialmengen, das Mischen von Farben und Glasuren sowie für die Größen- und Skalenanpassungen bei Dekoren verwendet wird. Die Formgebung und Veredlung sind zentrale Elemente, die die Auszubildenden beherrschen müssen, um die Basis für die anschließende Dekoration zu schaffen. Dazu gehört auch das Verständnis der Eigenschaften verschiedener Oberflächen und wie diese behandelt werden müssen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Das Warten und Pflegen von Betriebsmitteln stellt sicher, dass die Werkzeuge und Geräte für die Dekoration in gutem Zustand sind und präzise Ergebnisse liefern. Im Rahmen der Ausbildung lernen die Auszubildenden auch die Prozesse des Trocknens und Brennens, die für die Fixierung und Haltbarkeit der Dekorationen essentiell sind.
Qualitätssichernde Maßnahmen sind ebenfalls von Bedeutung, um sicherzustellen, dass alle dekorierten Stücke den Anforderungen und Standards entsprechen. In der Dekorationstechnik spielen das Anfertigen von Linien- und Flächendekoren aus Grundformen, das Zeichnen und Malen sowie das Handmalen von Schriften und Monogrammen eine besondere Rolle. Diese Fähigkeiten ermöglichen den Auszubildenden, individuelle und kreative Designs zu erstellen. Das Anfertigen von Dekoren aus kombinierten Formen erweitert die gestalterischen Möglichkeiten der Auszubildenden, indem sie lernen, unterschiedliche Elemente zu einem harmonischen Gesamtbild zu vereinen. Die Ausführung von Spritztechniken und die Anwendung von Buntdruckdekorationen sind weitere Techniken, die die Auszubildenden beherrschen müssen. Diese Methoden erlauben eine effiziente und gleichzeitig kunstvolle Gestaltung keramischer Oberflächen.
Tipps für Bewerber als Industriekeramiker Dekorationstechnik
Bewerbung
Als Industriekeramiker/in für Dekorationstechnik sorgst du dafür, dass keramische Produkte wie Geschirr, Fliesen oder Sanitärartikel ihr schönes Aussehen bekommen. Du dekorierst Oberflächen mit Farben, Glasuren, Druckbildern oder Motiven – manchmal per Hand, oft mit modernen Maschinen. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du kreativ, sorgfältig und farbsicher arbeitest.
- Handwerkliches Geschick: Du arbeitest präzise mit feinen Werkzeugen, Pinseln oder Druckfolien.
- Kreativität und Farbgefühl: Farben, Formen und Muster müssen harmonisch wirken – dein Auge fürs Detail zählt.
- Sorgfalt: Jede Dekoration muss exakt sitzen – kleine Fehler fallen sofort auf.
- Verantwortungsbewusstsein: Du trägst Verantwortung für das Endergebnis – Qualität steht an erster Stelle.
- Teamarbeit: Du arbeitest mit Kollegen aus Produktion, Design und Qualitätskontrolle zusammen.
Tipp: Wenn du gerne gestaltest, ein gutes Auge für Farben hast und konzentriert arbeitest, erwähne das in deiner Bewerbung – das zeigt, dass du für diesen Beruf wie gemacht bist.
Kleidung für das Gespräch
Als Industriekeramiker/in für Dekorationstechnik solltest du im Gespräch zeigen, dass du kreativ, ordentlich und zuverlässig bist. Dein Auftreten darf freundlich und natürlich wirken – mit einem Hauch gestalterischem Feingefühl.
- Saubere, gepflegte Kleidung: Stoffhose oder Jeans mit Bluse, Hemd oder Pullover – ordentlich, aber nicht zu elegant.
- Dezente Farben: Pastelltöne oder neutrale Farben wirken ruhig und stilsicher.
- Gepflegtes Erscheinungsbild: Saubere Hände und Fingernägel sind wichtig – du arbeitest mit feinen Materialien.
- Freundliches Auftreten: Zeig Interesse und Begeisterung für Gestaltung.
- Aufrechte Haltung: Wirkt aufmerksam und selbstsicher.
Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der sorgfältig, kreativ und verantwortungsvoll arbeitet – mit einem Blick für Ästhetik und Qualität.
Mögliche Fragen im Gespräch
Der Betrieb möchte wissen, ob du Sorgfalt, Kreativität und ein gutes Auge mitbringst – und ob du dir vorstellen kannst, zwischen Handarbeit und Technik zu arbeiten.
- „Was interessiert Sie am Beruf Industriekeramiker/in für Dekorationstechnik?“
- „Haben Sie Erfahrung mit Malen, Zeichnen oder Gestalten?“
- „Wie gehen Sie vor, wenn ein Dekor nicht exakt auf dem Produkt sitzt?“
- „Wie wichtig ist Ihnen Genauigkeit bei kreativen Arbeiten?“
- „Wie reagieren Sie, wenn Farben oder Muster anders wirken als geplant?“
- „Wie arbeiten Sie im Team, wenn mehrere Personen an einem Produkt beteiligt sind?“
Tipp: Denk an Situationen, in denen du sorgfältig und kreativ gearbeitet hast – das zeigt, dass du handwerkliches Geschick und Sinn für Gestaltung mitbringst.
Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst
Wenn du eigene Fragen stellst, zeigst du Interesse und Verständnis für den gestalterischen Teil des Handwerks – das macht Eindruck.
- „Wie läuft die Ausbildung zum Industriekeramiker im Bereich Dekorationstechnik ab?“
- „Welche Dekorationsverfahren werden im Betrieb am häufigsten eingesetzt?“
- „Wie wird im Betrieb auf Farbtöne und Qualität geachtet?“
- „Arbeitet man mehr mit Handtechniken oder mit Maschinen?“
- „Wie eng ist die Zusammenarbeit mit der Designabteilung?“
- „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. Richtung Produktdesign oder Industriemeister Keramik?“
Tipp: Frag nach Gestaltung, Techniken und Zusammenarbeit mit dem Design – das zeigt, dass du dich für den kreativen und präzisen Teil des Berufs wirklich begeisterst.
Mögliche Karrierechancen als Industriekeramiker Dekorationstechnik
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Gestalter - Keramik
Andere Weiterbildung
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Industriemeister - Keramik
Meisterweiterbildung
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Keramik-, Glastechnik (Studium)
Studium
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Techniker - Keramiktechnik
Technikerweiterbildung
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Technischer Fachwirt
Kaufmännische Weiterbildung
Vorteile des Berufs Industriekeramiker Dekorationstechnik
Fachkenntnisse in Dekorationstechniken
Industriekeramiker mit Schwerpunkt Dekorationstechnik verfügen über spezifisches Fachwissen und praktische Fertigkeiten in verschiedenen Dekorationsverfahren, einschließlich Drucktechniken, Spritzverfahren, Bemalung, Lasurtechniken und Dekorapplikationen.
Kreatives Gestalten von Keramikprodukten
Industriekeramiker sind für die kreative Gestaltung und Veredelung von keramischen Produkten verantwortlich. Sie entwickeln Designs, Muster und Dekore für Geschirr, Fliesen, Sanitärkeramik, Baukeramik und andere keramische Produkte und setzen diese mithilfe von Dekorationstechniken um.
Anwendung von Dekorationsmaterialien
Industriekeramiker verwenden eine Vielzahl von Dekorationsmaterialien wie Farben, Glasuren, Pigmente, Schablonen, Siebdruckfarben und Transferbilder, um keramische Oberflächen zu verzieren und zu veredeln. Sie wählen die geeigneten Materialien und Techniken aus, um hochwertige und ästhetisch ansprechende Dekorationen zu erzielen.
Präzisionsarbeit und Qualitätssicherung
Industriekeramiker führen ihre Dekorationsarbeiten mit hoher Präzision und Sorgfalt aus, um eine gleichbleibende Qualität und Ästhetik der keramischen Produkte sicherzustellen. Sie überwachen den Dekorationsprozess, kontrollieren die Farbgenauigkeit, überprüfen die Oberflächenqualität und führen Qualitätskontrollen durch, um sicherzustellen, dass die Produkte den spezifizierten Standards entsprechen.
Arbeit im Team
Industriekeramiker arbeiten oft im Team mit Designern, Technikern, Ingenieuren und anderen Fachkräften zusammen, um kreative Ideen umzusetzen und hochwertige keramische Produkte zu entwickeln. Sie kommunizieren effektiv, koordinieren ihre Arbeit und tragen dazu bei, den Produktionsprozess zu optimieren und die Produktqualität zu verbessern.
Berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten
Industriekeramiker haben die Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln und zusätzliche Qualifikationen zu erwerben, um sich für höhere Positionen wie Dekorationsleiter, Produktionsleiter oder technischer Berater zu qualifizieren. Sie können auch Spezialisierungen auf bestimmte Bereiche wie Digitaldruck, Handmalerei oder Siebdrucktechnik anstreben.
Mögliche Digitalisierungen als Industriekeramiker Dekorationstechnik
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Mit smarten Keramikerzeugnissen umgehen.
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Color Reader
Durch einen visuellen Vergleich die Farbechtheit einer Glasur überprüfen.
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