Bauten- und Objektbeschichter (m/w/d)

Produktion, Fertigung
Abbildung junger Mann verputzt eine Wand mit Spachtel und Kelle in den Händen

Ausbildung als Bauten- und Objektbeschichter

Gebäude und Innenräume sollen meist nicht nur funktional, sondern auch hübsch anzusehen sein – eine Aufgabe für Bauten- und Objektbeschichter und Bauten- und Objektbeschichterinnen. Sie gestalten Innen- und Außenflächen, bereiten die Untergründe vor und beschichten Oberflächen aus mineralischen Baustoffen, Holz, Metall oder Kunststoff. Außerdem führen sie Verputzarbeiten durch und verlegen Decken-, Wand- und Bodenbeläge. Doch damit nicht genug: Sie bauen auch Dämmstoffe ein und verarbeiten Wärmedämmverbundsysteme und montieren obendrein Trockenbaumaterialien und Systembauelemente. Zu ihren Aufgaben zählt auch das Abmessen der zu bearbeitenden Flächen und die Bestimmung des Materialbedarfs. Und wichtig zu wissen: Nach der zweijährigen Ausbildung kann man sich innerhalb eines weiteren Jahres als Maler oder Malerin und Lackierer oder Lackiererin ausbilden lassen.

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 2 Jahre

Ausbildungsgehalt als Bauten- und Objektbeschichter

  • 1. Ausbildungsjahr 710 €
  • 2. Ausbildungsjahr 782 €

(Abweichungen möglich, Stand: 31. Dezember 2021, Quelle: bibb)

Mögliche Berufsschulen für Bauten- und Objektbeschichter

Benötigte Stärken

Abbildung Person mit Hammer und Akkuschrauber

Handwerkliches Geschick

(z.B. beim Auftragen von Spachtelmasse oder Zuschneiden von Tapeten)

Abbildung zwei Menschen beim Sport

Körperliche Fitness

(z.B. bei der Arbeit im Freien oder beim Tragen schwerer Bauteile)

Abbildung Notizen und Planungsunterlagen

Organisationsfähigkeit

(z.B. für die Planung und Vorbereitung von Arbeitsabläufen)

Abbildung eine Person umarmt eine weitere Person

Umsicht

(z.B. beim Erkennen von Oberflächenunebenheiten- oder verfärbungen)

Abbildung Person die einen Ordner als Hut trägt

Belastbarkeit

(z.B. um Aufgaben unter Zeitdruck umzusetzen)

Interessante Schulfächer

Mathematik

(z.B. zum Berrechnung des Materialbedarfs)

Chemie

(z.B. zum Verständnis des chemischen Verhaltens von Untergrund und Beschichtung)

Sport

(z.B. körperliche Fitness ist eine gute Voraussetzung für die handwerkliche Tätigkeit)

Werken / Technik

(z.B. für die Arbeit mit Beschichtungswerkzeugen)

Was man in der Ausbildung als Bauten- und Objektbeschichter lernt

In der Ausbildung zum Bauten- und Objektbeschichter erlernen die Auszubildenden eine Vielzahl von Fähigkeiten, die für ihre zukünftige Berufsausübung entscheidend sind. Ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung ist die Kundenorientierung, bei der es darum geht, auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden einzugehen und eine hohe Dienstleistungsqualität zu gewährleisten. Die Auszubildenden werden zudem im Umgang mit modernen Informations- und Kommunikationstechniken geschult. Dies umfasst beispielsweise die Nutzung von Software zur Planung und Organisation von Arbeitsaufgaben, was in der heutigen Zeit unverzichtbar ist. Die Auftragsübernahme sowie die Planung, Vorbereitung und Organisation von Arbeitsaufgaben stellen weitere Kernbereiche dar. Hierbei lernen die Auszubildenden, wie sie Arbeitsabläufe effektiv gestalten und im Team arbeiten können, um Projekte erfolgreich umzusetzen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Einrichten von Arbeitsplätzen, wobei Sicherheit und Effizienz im Vordergrund stehen. Die Auszubildenden erwerben Kompetenzen im Bedienen und Instandhalten von Geräten, Werkzeugen, Maschinen und Anlagen, was für die Ausführung ihrer Arbeit essenziell ist.

Die Be- und Verarbeitung von Werk-, Hilfs- und Beschichtungsstoffen sowie von Bauteilen gehört ebenso zur Ausbildung. Dabei lernen sie verschiedene Materialien und deren Eigenschaften kennen und wie man diese fachgerecht verwendet. Ein kritisches Auge entwickeln die Auszubildenden beim Prüfen, Bewerten und Vorbereiten von Untergründen, was eine Grundvoraussetzung für qualitativ hochwertige Beschichtungsarbeiten ist. Die Fähigkeit, Oberflächen herzustellen, zu bearbeiten, zu behandeln und zu gestalten, ist ein weiterer Schwerpunkt. Dies schließt verschiedene Techniken ein, die es den Auszubildenden ermöglichen, unterschiedliche visuelle und schützende Effekte zu erzielen. Abschließend lernen die Auszubildenden, qualitätssichernde Maßnahmen durchzuführen, um sicherzustellen, dass alle Arbeiten den festgelegten Standards entsprechen. Dies beinhaltet die Überprüfung der eigenen Arbeit sowie die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften und Umweltstandards. Die Kombination all dieser Fähigkeiten macht den Bauten- und Objektbeschichter zu einem unverzichtbaren Bestandteil im Bauwesen und in der Instandhaltung von Gebäuden und anderen Strukturen.

Vorteile des Berufs Bauten- und Objektbeschichter

Vielseitige Aufgaben

Bauten- und Objektbeschichter beschäftigen sich mit dem Beschichten und Gestalten von Innen- und Außenflächen von Gebäuden. Dazu gehören Arbeiten wie das Anstreichen, Lackieren, Tapezieren und das Aufbringen von Wärmedämmverbundsystemen.

Schutz und Verschönerung

Sie spielen eine wichtige Rolle beim Schutz und bei der Verschönerung von Bauten. Durch ihre Arbeit tragen sie zur Werterhaltung und ästhetischen Aufwertung von Immobilien bei.

Umgang mit verschiedenen Materialien

Bauten- und Objektbeschichter arbeiten mit einer Vielzahl von Materialien und Beschichtungssystemen, was den Beruf abwechslungsreich und interessant macht.

Handwerkliches Geschick und Kreativität

Der Beruf erfordert handwerkliches Geschick, ein gutes Auge für Details und bisweilen auch kreatives Gestalten, beispielsweise bei der Farbgestaltung oder bei speziellen Techniken wie der Stuckarbeit.

Arbeit im Innen- und Außenbereich

Bauten- und Objektbeschichter arbeiten sowohl in Innenräumen als auch im Freien, was für Abwechslung im Arbeitsalltag sorgt.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Mit der Wahl umweltfreundlicher Materialien und Techniken tragen sie auch zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit bei.

Beratungskompetenz

Neben den praktischen Tätigkeiten beraten Bauten- und Objektbeschichter ihre Kunden auch hinsichtlich Materialauswahl, Farbgestaltung und Pflege.

Karrieremöglichkeiten und Weiterbildung

Nach der Ausbildung gibt es vielfältige Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten, z.B. als Restaurator im Handwerk, Techniker für Farb- und Lacktechnik oder Meister im Maler- und Lackiererhandwerk.

Unabhängigkeit

Viele Bauten- und Objektbeschichter arbeiten selbstständig oder gründen nach einiger Berufserfahrung ihre eigene Firma.

Direkte Ergebnisse der Arbeit

Ein großer Vorteil dieses Berufs ist die unmittelbare Sichtbarkeit der eigenen Arbeitsergebnisse, die oft eine hohe Zufriedenheit und ein Gefühl der Vollendung mit sich bringen.
 

Mögliche Digitalisierungen als Bauten- und Objektbeschichter

  • 3D-Laserscanning

    Mit einem 3-D-Laserscanner die zu bearbeitende Fläche einmessen.

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