Industriekeramiker Verfahrenstechnik (m/w/d)

Produktion, Fertigung

Ausbildung als Industriekeramiker Verfahrenstechnik

Industriekeramiker und Industriekeramikerinnen Verfahrenstechnik sind für die Herstellung von keramischen Massenartikeln und Hightech-Produkten im Bereich der technischen Keramik verantwortlich. Sie bereiten Rohstoffe wie Ton oder Kaolin zu keramischen Grundmassen auf, stellen Glasuren her und gießen Arbeitsformen aus Gips.Industriekeramiker und Industriekeramikerinnen Verfahrenstechnik formen die keramischen Massen und stellen Rohlinge sowohl manuell als auch maschinell her. Hierbei nutzen sie verschiedene Formgebungsmaschinen wie Pressen, Gießmaschinen oder computergesteuerte Zerspanungsmaschinen. Sie richten diese Maschinen ein, bedienen sie und überwachen den Produktionsprozess.

Nachdem die Rohlinge geformt wurden, bearbeiten Industriekeramiker und Industriekeramikerinnen Verfahrenstechnik diese weiter und garnieren sie. Zum Beispiel bringen sie Henkel an Tassen an oder führen andere Veredelungsarbeiten durch.

Anschließend überwachen sie das Trocknen und Brennen der Rohlinge. Sie stellen sicher, dass die richtigen Temperaturen eingehalten werden, um die Keramikteile zu trocknen oder zu brennen.

Nach dem Brennvorgang glasieren und dekorieren Industriekeramiker und Industriekeramikerinnen Verfahrenstechnik die Oberflächen der Produkte. Sie können verschiedene Techniken wie Bemalen, Spritzen oder Auftragen von Dekoren verwenden.Industriekeramiker und Industriekeramikerinnen Verfahrenstechnik sortieren die fertigen Produkte und bearbeiten sie gegebenenfalls nach. Sie überwachen während des gesamten Herstellungsprozesses die Produktqualität und dokumentieren die Ergebnisse. Dabei haben sie stets die Optimierung der Verfahren im Blick und suchen nach Möglichkeiten, den Herstellungsprozess zu verbessern.

Die Arbeit erfordert technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und Genauigkeit. Industriekeramiker und Industriekeramikerinnen Verfahrenstechnik sollten in der Lage sein, Maschinen einzurichten und zu bedienen sowie Wartungsarbeiten durchzuführen. Sie müssen auch über Kenntnisse in der Qualitätssicherung verfügen und in der Lage sein, Prüfverfahren anzuwenden.Industriekeramiker und Industriekeramikerinnen Verfahrenstechnik arbeiten hauptsächlich in keramischen Produktionsbetrieben oder in Unternehmen, die sich auf die Herstellung von keramischen Produkten spezialisiert haben.

Ausbildungsanfänger in Deutschland

  • 67%
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  • Mittlerer Bildungsabschluss 67%
  • Mittelschulabschluss 33%
  • ohne Mittelschulabschluss 1%
  • Hochschulreife 1%
  • Sonstige 1%

Ausbildungsdetails

Ausbildungsdauer 3 Jahre

Ausbildungsgehalt als Industriekeramiker Verfahrenstechnik

  • 1. Ausbildungsjahr 1.175 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.229 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.281 €

(Abweichungen möglich, Stand: 01. August 2024, Quelle: (BMAS))

Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungsdauer des Ausbildungsberufs Industriekeramiker Verfahrenstechnik lässt sich bis auf 2 Jahre verkürzen.

Weitere Informationen

Benötigte Stärken

Abbildung Person mit Hammer und Akkuschrauber

Handwerkliches Geschick

(z.B. beim Formen der keramischen Grundmassen)

Abbildung Animation von einer Skyline

Technisches Verständnis

(z.B. während der Wartung von Maschinen und Anlagen)

Abbildung einmal Dominosteine sortiert und einmal Dominosteine durcheinander

Sorgfalt

(z.B. bei der Entwicklung von Arbeitsweisen oder der Überwachung der Produktqualität)

Abbildung Dominosteine

Reaktionsgeschwindigkeit

(z.B. für schnelles Eingreifen bei Störungen an Produktionsanlagen)

Interessante Schulfächer

Werken / Technik

(z.B. im Umgang mit verschiedenen Werkzeugen und Maschinen)

Mathematik

(z.B. für das Messen, Berechnen von Materialbedarf und das Arbeiten mit verschiedenen Größen und Formen)

Chemie

(z.B. um die Zusammensetzung von Keramiken zu verstehen)

Was man in der Ausbildung als Industriekeramiker Verfahrenstechnik lernt

Die Ausbildung zum Industriekeramiker in der Fachrichtung Verfahrenstechnik bereitet die Auszubildenden auf eine Vielzahl von Prozessen und Techniken vor, die in der Produktion keramischer Erzeugnisse erforderlich sind. Zu Beginn der Ausbildung steht das Unterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Roh-, Hilfs- und Werkstoffen. Die Auszubildenden lernen, verschiedene Materialien zu identifizieren und sachgerecht zu verwenden, was die Basis für die Herstellung qualitativ hochwertiger keramischer Produkte bildet. Ein wesentliches Element der Ausbildung ist das keramische Rechnen, das für die korrekte Zusammensetzung keramischer Massen und Glasuren entscheidend ist. Dies umfasst Berechnungen zu Mischungsverhältnissen, Schwindungsraten und anderen relevanten Parametern. Die Formgebung und Veredlung sind zentrale Aspekte der keramischen Produktion. Die Auszubildenden erlernen verschiedene Techniken, um Keramik in die gewünschte Form zu bringen und Oberflächen zu bearbeiten, um die endgültige Qualität und das Aussehen der Produkte zu verbessern. Das Warten und Pflegen von Betriebsmitteln ist wichtig, um die Langlebigkeit der Produktionsanlagen zu sichern und einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten. Dazu gehört auch das Wissen um die richtige Handhabung und Instandhaltung der für das Trocknen und Brennen verwendeten Öfen und Geräte. Das Trocknen und Brennen sind wesentliche Schritte in der Keramikherstellung. Die Auszubildenden lernen, wie man keramische Werkstücke richtig trocknet und brennt, um die gewünschten physikalischen Eigenschaften zu erzielen.

Das Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen ist ebenfalls Teil der Ausbildung, um sicherzustellen, dass alle Produkte die erforderlichen Standards erfüllen. Dies beinhaltet die Überwachung des Fertigungsprozesses und die Durchführung von Tests und Inspektionen. Die Vorbereitung keramischer Massen und Glasuren ist ein weiterer wichtiger Ausbildungsinhalt. Die Auszubildenden lernen, wie man verschiedene Arten von keramischen Massen und Glasuren herstellt und anwendet. Das Herstellen von Einrichtungen und Arbeitsformen für die Produktion sowie das Formen keramischer Massen sind entscheidende Fähigkeiten, um effiziente und effektive Produktionsprozesse zu gewährleisten. Glasieren und Dekorieren sind Veredelungstechniken, die den keramischen Produkten ihr endgültiges Aussehen und ihre Eigenschaften verleihen. Die Auszubildenden erlernen verschiedene Glasuren und Dekorationstechniken, um eine breite Palette von Oberflächeneffekten zu erzielen. Zum Abschluss der Ausbildung steht das Sortieren und Nachbearbeiten der fertigen Keramikerzeugnisse, um sicherzustellen, dass sie den Qualitätsstandards entsprechen und für den Verkauf oder die weitere Verwendung bereit sind. Insgesamt bietet die Ausbildung zum Industriekeramiker in der Fachrichtung Verfahrenstechnik den Auszubildenden eine umfassende Grundlage für die Arbeit in der Keramikindustrie, indem sie ihnen das notwendige Wissen und die Fähigkeiten für die Herstellung, Veredelung und Qualitätskontrolle keramischer Produkte vermittelt.

Tipps für Bewerber als Industriekeramiker Verfahrenstechnik

Bewerbung

Als Industriekeramiker/in für Verfahrenstechnik steuerst du den gesamten Produktionsprozess von keramischen Werkstoffen – von der Rohstoffmischung über das Formen bis zum Brennen und Veredeln. Du arbeitest an modernen Anlagen, überwachst Temperaturen, Drücke und Zusammensetzungen und sorgst dafür, dass die Qualität stimmt. Deine Bewerbung sollte zeigen, dass du technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt mitbringst.

  •  Technisches Verständnis: Du arbeitest mit computergesteuerten Maschinen und musst Produktionsprozesse verstehen.
  •  Sorgfalt: Mischungen und Temperaturen müssen exakt stimmen – kleine Abweichungen verändern das Ergebnis.
  •  Verantwortungsbewusstsein: Du trägst Verantwortung für Anlagen und Materialqualität.
  •  Teamfähigkeit: Du arbeitest mit Fachkräften aus Produktion, Qualitätssicherung und Labor zusammen.
  •  Belastbarkeit: In der Produktion geht es oft heiß und laut zu – Konzentration ist trotzdem wichtig.

Tipp: Wenn du dich für Technik, Produktionsprozesse und Materialien interessierst und gerne praktisch arbeitest, erwähne das in deiner Bewerbung – das zeigt, dass du in diesem Beruf richtig bist. 

Kleidung für das Gespräch

Als Industriekeramiker/in für Verfahrenstechnik solltest du im Gespräch zeigen, dass du verantwortungsbewusst, ordentlich und interessiert an Technik bist. Dein Auftreten darf ruhig und bodenständig wirken.

  •  Saubere, gepflegte Kleidung: Jeans oder Stoffhose mit Hemd, Bluse oder Pullover – ordentlich, aber nicht zu elegant.
  •  Dezente Farben: Grau, Blau oder Dunkelgrün wirken sachlich und ruhig.
  •  Gepflegte Hände und saubere Schuhe: Du arbeitest mit Materialien, aber Sauberkeit bleibt wichtig.
  •  Freundliches, interessiertes Auftreten: Zeig, dass du motiviert bist, Produktionsabläufe zu verstehen.
  •  Aufrechte Haltung: Wirkt konzentriert und verlässlich.

Ziel: Du sollst wirken wie jemand, der sorgfältig arbeitet, Technik versteht und Verantwortung übernehmen kann – Eigenschaften, die in der Verfahrenstechnik entscheidend sind.
 


Mögliche Fragen im Gespräch

Der Betrieb möchte wissen, ob du technisch interessiert, konzentriert und verantwortungsbewusst bist – und ob du dir die Arbeit in der Produktion realistisch vorstellen kannst.

  •  „Was interessiert Sie am Beruf Industriekeramiker/in für Verfahrenstechnik?“
  •  „Haben Sie technisches Verständnis oder Erfahrung mit Maschinen?“
  •  „Wie wichtig ist Ihnen Genauigkeit bei der Arbeit mit Materialien?“
  •  „Wie gehen Sie vor, wenn eine Anlage nicht richtig arbeitet?“
  •  „Wie arbeiten Sie, wenn mehrere Aufgaben gleichzeitig anstehen?“
  •  „Wie reagieren Sie, wenn im Produktionsprozess ein Fehler auftritt?“

Tipp: Denk an Situationen, in denen du konzentriert, lösungsorientiert oder technisch interessiert gearbeitet hast – das zeigt, dass du das nötige Verantwortungsbewusstsein mitbringst.

Fragen, die du dem Betrieb stellen kannst

Wenn du eigene Fragen stellst, zeigst du echtes Interesse an Technik, Materialien und Produktionsabläufen – das überzeugt jeden Ausbilder.

  •  „Wie ist die Ausbildung zum Industriekeramiker im Bereich Verfahrenstechnik aufgebaut?“
  •  „Welche Anlagen oder Maschinen werden im Betrieb am häufigsten genutzt?“
  •  „Wie wird die Qualität der keramischen Produkte während der Produktion geprüft?“
  •  „Wie stark ist die Zusammenarbeit mit Labor oder Qualitätssicherung?“
  •  „Wie wird auf Sicherheit und Umweltschutz in der Produktion geachtet?“
  •  „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung – z. B. zum Techniker oder Meister in der Verfahrenstechnik?“

Tipp: Frag nach Anlagen, Qualitätssicherung und Entwicklungsmöglichkeiten – das zeigt, dass du die Abläufe verstehen und dich langfristig weiterentwickeln willst.
 

Mögliche Karrierechancen als Industriekeramiker Verfahrenstechnik

Vorteile des Berufs Industriekeramiker Verfahrenstechnik

Fachkenntnisse in Verfahrenstechnik

Industriekeramiker mit Schwerpunkt Verfahrenstechnik verfügen über spezifisches Fachwissen und praktische Fertigkeiten in der Prozessgestaltung, -steuerung und -optimierung für die Herstellung von keramischen Produkten. Sie verstehen die verschiedenen Produktionsverfahren, Verarbeitungstechniken und Qualitätsanforderungen in der keramischen Industrie.

Produktionsplanung und -steuerung

Industriekeramiker sind für die Planung, Steuerung und Überwachung von Produktionsprozessen in keramischen Werken verantwortlich. Sie entwickeln Produktionspläne, koordinieren den Materialfluss, überwachen den Produktionsfortschritt und stellen sicher, dass die Produktionsziele hinsichtlich Qualität, Quantität und Zeitplan eingehalten werden.

Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung

Industriekeramiker arbeiten daran, Produktionsprozesse zu optimieren und die Effizienz der Produktionsanlagen zu steigern. Sie analysieren Produktionsabläufe, identifizieren Verbesserungspotenziale, implementieren technische Maßnahmen zur Prozessoptimierung und führen kontinuierliche Verbesserungsprojekte durch, um die Produktivität und Rentabilität zu erhöhen.

Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung

Industriekeramiker überwachen die Qualität der hergestellten keramischen Produkte und stellen sicher, dass sie den spezifizierten Standards und Anforderungen entsprechen. Sie führen Qualitätskontrollen durch, nehmen Proben, überwachen die Produktionsparameter, dokumentieren die Ergebnisse und initiieren Maßnahmen zur Fehlerkorrektur und Qualitätsverbesserung.

Arbeitssicherheit und Umweltschutz

Industriekeramiker halten strenge Sicherheits- und Umweltschutzstandards ein, um Unfälle, Verletzungen und Umweltbelastungen zu vermeiden. Sie erhalten Schulungen in Sicherheitspraktiken und -verfahren, verwenden persönliche Schutzausrüstung, überwachen die Einhaltung der Sicherheits- und Umweltschutzrichtlinien und setzen Maßnahmen zur Risikominimierung um.

Berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten

Industriekeramiker haben die Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln und zusätzliche Qualifikationen zu erwerben, um sich für höhere Positionen wie Produktionsleiter, Qualitätsmanager oder Prozessingenieur zu qualifizieren. Sie können auch Spezialisierungen auf bestimmte Bereiche wie Ofentechnik, Glasurentechnik oder Spritzgusstechnik anstreben.

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